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gr. 5.

Die Dereros. Die deutsche Kolonie Süd­westafrifa ist von einem zweiten Aufstande heimgesucht Das ungeheure Ge biet, welches weit größer ist

neuen

worden.

als Desterreich und Ungarn zu= sammengenommen, wird nur spärlich von Menschen bewohnt. Der Gouverneur Leutwein war mit seiner Truppe durch einen Aufstand der Bondelzwarts nach Dem Süden des Landes abge­rückt. Diese Gelegenheit be­nugten die im Norden wohnen­den Hereros zu einer Erhebung. Sie überfielen die Farmen der Deutschen und mordeten mehrere der Weißen in grausamer Weise ohne Weib und Kind zu schonen. Unsere Abbildung zeigt eine Gruppe Hereros. Dieselben

AIR

Deutschland

Ein illustriertes deutsches Familienblatt.

1904.

lange Riemen mit Eisenblech­hülsen herabhängen, zahlreiche Ringe aus massiven Eisenperlen um die Unterschenkel, Armbän­der aus Elfenbein und Eisen und Halsbänder aus Eisenperlen, Straußeneierstückchen oder Kauri­

muscheln. Die Hereros sind lügenhaft, geizig, äußerst sinn­lich, anmaßend und hochmütig dem Schwächern gegenüber. Ihre Krale sind freisförmig an­gelegt und mit einer Dornenhecke umgeben; in der Mitte der stets wenig zahlreichen( 12-16) bie nentorbförmigen Hütten liegt die Kälberhürde, daneben das stets unterhaltene Feuer. Die Hausgeräte sind von der ein­fachsten Art, aus Baumstämmen geformte Milchgefäße, Flaschen fürbisse, irdene Töpfe, Horn becher. Als Hauptwaffe gelten neben den eingeführten Gewehren der Speer mit eiserner Epiße und der Kirri, eine als Wurfwaffe dienende Keule. Die Hereros find ausschließlich Viehzüchter, Landbau treiben sie nur, wo sie durch den Einfluß der Missionare dazu be

Hus Deutsch- Südweftafrika: Der Gouverneur Leutwein verhandelt mit Eingeborenen.( Photographische Aufnahme.)

haben einen schmalen und langen Schädel, hervortretende gekrümmte Nase, aufge­worfene, doch nicht wulstige Lippen, tiefschwarzes, wolliges Haar und spärlichen Bartwuchs( meist am Rinn); der übrige Körper, außer Hand, und Fußsohle, ist

dicht mit star­tem Flaum über­fleidet. Die Borderarmesind auffallend lang, Hände und Füße fnochig undgroß Die Muskulatur Der großen Ge­stalt ist kräftig, die Hautfarbe Dunkles Katao­braun. Die Kleidung der Männer besteht

in einem viele

Meter langen Hüftriemen, von welchem Felle herabhängen, Lederbändern

mit herabhän­

genden Hiemen

um die Knie,

Armbänder und

Sandalen. Die

Frauen tragen

ein Leibchen von

30-50 Retten

aus Straußen­

daran befestigtes Fell als Schürze, ein den ganzen Rücken bedeckendes, bis auf die Erde reichendes, mit Eisenperlen benähtes Ochsenfell, eine Leder­haube mit drei emporstehenden Zipfeln, von der

cierstückchen, ein

Hus Deutsch- Südweftafrika: Männer und frauen der Hereros.( Photographische Aufnahme.)

erzielung gunjuger genjuren wirst, anstatt, daß man auch noch das persönliche Moment zur Hilfe nimmt und das jugendliche Gemüt dazu aufreizt, nicht bloß gute Zensuren zu erzielen, sondern auch noch seinen Nebenbuhler zu über­flügeln. Vielleicht wird der bedauerliche Berliner Fall in Fachkreisen auch von dieser Seite aus einmal betrachtet..

Soweit die beachtenswerte Zuschrist. Interessante Auf­schlüsse über den Seelenzustand des Knaben vor der un­seligen Tat gab seine eigene spätere Aussage. Er hatte, als an ein und demselben Vormittag die zweite Maßregelung erfolgte, bevor er sich heruntersetzte, einem Mitschüler zuge­flüstert: Was wird denn nun meine arme Mutter dazu sagen?" Dann so erzählt der Junge ist vor dem Zeichnen die große Pause gekommen, ich hatte gerade das Messer aufgeklappt, um meinen Bleistift zu spitzen, als der Lehrer rief: Alle herunter!" Ich ging aus der Bank und sah, daß der Lehrer, der nach Hause gehen wollte, an mir vor­überkommen mußte. Da bin ich heruntergesprungen." ,, Und hast ihn mit dem Messer gestochen?"" Das weiß ich nicht. Dann ist mir meine Mutter eingefallen und meine Geschwister, und da habe ich zu schreien angefangen. Der Lehrer hat sich nach mir umgedreht und gesagt: Junge, du bist wohl verrückt geworden?" Ich habe ihn darauf gefragt: Darf ich mich wieder Zweiter seßen?" Man sieht die fire Idee, die sich nur um den einen Punkt, die vermeintliche Schande des Heruntergeseztwerdens dreht.

Der Krieg in Oftalien.

Die Russen, die in diesen Tagen ihr Hauptaugenmerk darauf richten, den Hafen von Port Arthur gegen er­neute Angriffe von seiten der Japaner möglichst zu sichern,

geringes Maß reduziert wird. Damit rechnen oenn auc die Japaner stark, deren sehr günstig gelegene Kohlen­werke die japanische Flotte mit völlig ausreichenden Kohlen­mengen versehen können, die allerdings der englischen Kohle an Wert nicht gleich sind, aber doch vollständig genügen, um die Manövrierfähigkeit der japanischen Flotte in jeder Weise zu sichern. In russischen Marinekreisen hegt man die größte Besorgnis, daß das Hilfsgeschwader, bestehend aus dem Panzerschiffe Osliaba" und den Kreuzern ,, Dmitri Donskoi" und" Aurora", begleitet von zehn Torpedobooten und einem Kohlentransporte, dem Dampfer Saratom", das sich jetzt noch im Indischen Ozean befindet, abgefangen wird. Die Gefahr für diese Schiffe beginnt nämlich schon auf dem Breitengrade von Formosa, den Pescadoren und den Liu- kiu- Inseln, in deren Buchten wohl zahlreiche japa­nische Torpedokreuzer ihre Beute erwarten werden.

Neue russische Verstärkungen zur See,

die sich vom heimischen Ostseehafen Kronstadt aus nach Ost­asien begeben sollen, werden selbstverständlich auch mit großen Schwierigkeiten betreffs der Kohlenversorgung zu kämpfen haben, da sie ihre Kohlenvorräte in neutralen Häfen nur soweit ergänzen dürfen, daß sie imstande sind, den nächsten russischen Hafen zu erreichen. Deshalb sind die Japaner stets in der Lage, ihre Bewegungen zu kontrollieren und ihnen einen Hinterhalt zu legen. Die Aufsicht, die die Engländer am Suezkanal üben, ist äußerst streng. Das österreichische Kohlenschiff Java", das für einen Kohlen­transport nach Port Arthur gemietet war, ist auf Anweisung des Auswärtigen Amtes in Kairo für ein Schiff der krieg­führenden Mächte erklärt worden und sollte sofort den Hafen Port Said verlassen. Das Schiff löschte daher die Kohlen. Ebenio hat die äabbtische Regierung das Ersuchen Rußlands

stimmt wurden.

Man hält vor­züglich Rinder,

einige besigen Tausende, da neben auch Schafe und Zie gen, deren Zucht wahrscheinlich von den hot­tentotten über­tommen ist. Die R.nder wer den zu Reits ochsen abgerich tet und zum Zie hen der plumpen Wagen verwen det, selten schlachtet man ein Tier, nut die Milch wird genossen und zwar in gesäu­eztem Bufand Im übrigen bes steht die Nah rung in aller lei wildwachsen­den Wurzeln. ( Forts. folgt).

13. Jahrgang.

nspaltige Petitzeile für ganz Ob id Marburg 10 Pfg. fonft 15 Betitgeile 30 reíp. 40 3g.

igsliste No. 3269.

1: Gießen, Seltersweg 88 janschluß Nr. 362.

¡ fen

fung)

und Umgebung

n Oberhessen.

Torpedodootszerstorer, der am ort Said eintraf, dort in Dod tal die Vergünstigung der schnellen aiser Wilhelms- Kanal wird die n. Unsere Regierung hat sich der Ben können, daß wir als neutrale Beg jezt nicht gestatten dürfen. gilt als deutsche Binnenwasser­n friegführender Staaten ebenso­

wie Landtruppen durch einen dürfen. Die russische Verstärkung, eldungen aus den drei Panzer­nder III." und Suwaroff", sowie 1 Transportdampfer ,, Kamschatka" omirals Wesselago besteht, mußte zeitraubenden Umweg durch das

r die Mandschureifrage.

ing der chinesischen Diplomatie, ert haben, kann nicht besser ge­urch einen Brief, den der schlaue nach Unterzeichnung des Pefinger jen hat. Wenn wir die Mand­erlassen, so kalkulierte der, chine­garnichts, weil dann die Japaner werden, und wenn sich dann die Rußland, an der Grenze zwischen berühren werden, und jeder der t versuchen wird, die Grenze auf r hinauszuschieben, dann werden jen; scheint es dann im Falle Japan den fürzeren ziehen, dann allen Kräften, Japan vernichten. ins dann die Russen sicherlich die id Korea für sich behalten. Sieht Rußland im Kriege mit Japan vir einfach die russischen Truppen rustreiben, indem wir vorgeben, erden auf diese Weise ohne große üderhalten. Jetzt die Mandschurei sehr schwer. England legt großes ei, aber daran brauchen wir uns ind mit Gewalt nichts ausrichten itral, Frankreich sieht aus weiter chweigt still." Lihungtschang hat le heutige Situation ziemlich flar

r Reichstag.

CB Berlin, 13. Februar. über freie Aerztewahl, Kassen­sich endlos weiterspinnt, wurde gung durch Wahlprüfungen chaltsam war das Zwischenspiel Braun( Soz.), Wahlkreis Frank­Kommission für ungiltig zu er­ial nachträglich beinebracht worden eber( 3tr.) Zurückweisung der ( prüfungsfommission. Darüber de geredet, worauf der An­nommen wurde. Sodann kam das schon zu Tode gehetzte Kapitel Reichsgesundheitsamt" wieder an die Reihe. Die Debatte ist weder interessanter noch belangreicher als gestern. Höchstens wäre die Aus­einandersetzung zwischen dem Sozialisten Stadthagen und dem Freisinnigen Mugdan zu erwähnen. Ersterer behaup­tet, die Zahl der Toten und Verwundeten in der Industrie sei im letzten Jahre mit 120 000 größer, als die der Ge­samtzahl der Toten und Verwundeten im deutsch- franzö­sischen Kriege auf deutscher Seite. Abg. Mugdan weist die maßlosen Uebertreibungen des Vorredners zurück. Die Sozialdemokraten überschütteten die bürgerlichen Parteien mit den heftigsten Vorwürfen und seien doch selbst die größten Feinde aller Sozialpolitik. Das war der Clou" der heutigen vierstündigen Sitzung!

Die Politik.

Wenn nicht alle Zeichen trügen, ist der Zehnstunden­Arbeitstag im Anzuge; vorläufig allerdings bloß für er­wachsene Arbeiterinnen. Der Bunderat hat bereits den Einzelstaaten anheimgegeben über diese Frage Erhe­bungen anzustellen. Als Grundzüge sind hierbei angenom­men worden die Herabsehung der zulässigen täglichen Arbeits­zeit von 11 auf 10 Stunden und am Vorabend der Sonn­und Festtage auf 9 Stunden. Bei Bewilligung von Ueber­arbeit soll die tägliche Arbeitszeit an Wochentagen 12 Stun­den und am Vorabend von Sonn- und Feiertagen bei Ar­beitsschluß spätestens Uhr 9 Stunden nicht überschreiten. Die Beschäftigung von Wöchnerinnen soll vor Ablauf von sechs Wochen nach ihrer Niederkunft überhaupt nicht und während der folgenden zwei Wochen nur dann gestattet wer­

en habe, seinen ach Berlin zu kommen, ia, er gedente, folange er noch ne mich nur bis Hamburg begleiten, és fei ihm unmög­te fich der Bann, der über ihm gelegen, und er fagte mir, monddurchleuchtete Sommernacht war heraufgeftiegen,

Gamburg zu nehmen und

Liebling auch ein paar davon gegessen? wegung macht müde, fo, komm, leg dich wieder hin. und Aprikosen gebracht, die ich für dich bestellte, und hat mein so! Das ist ein artiges Kind! Hat man dir die Pfirsiche War der Doktor Recht

das Sterben

auf dem"

erneutes Schluchzen

,, auf dem

ich weiß stärkt mit seiner Kraft. Es ist ein altes Familienerbstück Blutgerust wird ihm leichter werden, wenn das Amulet ihn

Shr dürft's mantlich nicht

aber

ein

bor Angst tritt Franzi in die Küchentür

stürmt iemand

Ginen Augenblick Ste um Gott da

der Hob­

Treppe herab in langen Sätzen Franzi steht wie angewurzelt, belt beleuchtet vont

Schein