Nr.
99.
Grat
D
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Bo
und die Augen zufneifend ließ er mit ungeheuerem Entschluß eine ganze Faust voll Kugeln poltend nach dem Katheder hinsausen.
Dann hing er mit geschlossenen Augen über den Tisch, totenbleich, als fäßen ihm zwanzig Feindesspeere in der Brust, das Ende aller Dinge erwartend. Alle fünfzig Köpfe der Klasse sanken mit einem Ruck tief auf die Tische herab, und Sefunden hindurch war kein Atemzug zu vernehmen. Jeder einzelne erwartete unter Stoßgebeten eine nie dagewesene Katastrophe. Wenn der Gewaltige jetzt wie Simson das Haus über sich und der meuterischen Klasse zusammen gestürzt hätte, feiner hätte sich gewundert und keiner die Strafe zu hart gefunden.
Iwan der Schreckliche fuhr von der Tafel herum; nie hatten seine Augen so furchterregend geflammt. Mit einem Blick hatte er die Sachlage erfaßt; er wußte, daß die ganze Klasse gegen ihn verschworen war.
" Das ist dein Schicksal!" dachte er.„ Diese Unmündigen werden deine Richter sein."
Er wußte auch ganz genau, wer dem Attentat die ausführende Hand geliehen; auf dem entſtellten Gesicht des jungen Gruber stand ja eine ganze Speisekarte ungeheuerer Sünden geschrieben.
Wenn er diesen jezt ohne Zaudern herausgriff und als Sündenbock für aller Vergehen schlachtete, so konnte mit ein paar gesunden Ohrfeigen die Sache abgetan und seine Herrschaft auch für die Zukunft wieder befestigt sein. Das war ihm zweifellos klar.
Aber er fand im entscheidenden Augenblick nicht den Entschluß, darnach zu handeln. Zehn Bedenken sprachen dagegen
Er konnte sich ja irren, Gruber war vielleicht ganz unschuldig, seine Schuld war nur geahnt, nicht bewiesen. Durfte der gerechte Lehrer sich der Gefahr aussehen, durch die vorschnelle Züchtigung eines Unschuldigen einen moralischen Justizmord zu begehen? Und daß es gerade der junge Gruber war!
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Und wenn der rasche Griff auch der richtige war er zweifelte doch wirklich nicht war denn der Ausführende strafwürdiger als die Anstifter? War er nicht im Gegenteil nur der Mutigere, Noblere, der zu handeln wagte, wo die Feigen sich tückisch duckten? Und dieser Bessere sollte büßen und die Lumpen straflos ausgehen? Und daß es gerade der junge Gruber war!
Und während der wenigen Sekunden solcher Billigkeitserwägungen war auch der volle Ernst seines Zornes schon gebrochen; zuletzt war das Ganze ein kindischer Spaß, ein harmloser Uebermut, keines Aufhebens wert, und wenn er nun diese fünfzig angſtverſteinerten Köpfe sah, die samt und sonders aussahen, als ob sie bereits auf dem Block lägen, wie sollte er sich da eines inneren Lachens erwehren? Es war ein rührend komischer Anblick und weiter nichts.
Diese versäumten Sekunden bedeuteten die Entthronung Jwans des Schrecklichen.
Er beschloß am Ende, sich mit einer allgemeinen Strafrede zu begnügen, die zwar sehr zornig flingen sollte, aber nicht innere Kraft der Wahrheit genug besaß, die Gemüter wahrhaft zu erschüttern, ihnen vielmehr nur die Muße gewährte, sich von ihrer Zerknirschung zu erholen. Es war ein Sturm, der über ihre Köpfe brauste, während sie sicher im windstillen Tal saßen.
,, Kinder, er tut nichts," flüsterte es in einem fernen Winkel, er hat den Köter auch nicht gehauen!"
Und diese Ermunterung lief wie ein tröstliches Propheten wort blitzschnell von Mund zu Mund. Die erblaßten Wangen bekamen ihre derben Farben langsam wieder, die Stirnen haben sich vorsichtig, und die Augen spähten wieder mit scheuer Keckheit nach neuen Taten umher. Wohl richteten sie ihre Blicke mit heuchlerischer Demut auf den wohlwollenden Redner, der sich mit mild gemäßigtem Tadel über ihr Unrecht erging, ihre Ohren aber lauschten weit gespannter auf die summenden Harfenklänge, welche im Hintergrunde schon wieder anzuschwellen begannen.
Das Gefühl persönlicher Sicherheit wuchs mit jeder Minute in jedem einzelnen. Mochte selbst noch eine Strafe fommen, sie traf dann alle, was schadete sie dem einzelnen? Eine Strafe für alle ist eine Ehre für den einzelnen. Vor allen aber hob sich des jungen Gruber Brust von freudigem Stolz; jezt fühlte er sich als der bekränzte Sieger und Held des Tages.
Der Lehrer schloß seine gütige Ermahnung mit der versöhnenden Zusicherung, es solle diesmal alles vergeben und vergessen sein als ein Torenstreich, der keinen bösen Willen be
kunde; er hoffe, ja, er wisse, daß etwas Derartiges nie wieder vorkommen werde.
Kaum hatte er diese herzgewinnenden Worte gesprochen, als etwas Weißes wie ein schnelles Insekt durch die Luft geschwirrt kam und dicht an seinem Kopfe vorüberblißte.
Auch jetzt war er sich vollkommen klar darüber, was dies bedeutete, und sein Zorn kochte heftiger empor. Von dem Täter hingegen hatte er diesmal feine Ahnung, er konnte also nun erst recht nicht daran denken, aufs Geratewohl einen Unschuldigen abzustrafen. Ueberdies, juristisch sicher war er seiner Sache im Grunde doch nicht, einen Eid hätte er nicht darauf ablegen können; es fonnte wirklich ein Insekt oder sonst etwas Zufälliges gewesen sein.
Es schien ihm das Beste, vorerst gar nichts gesehen zu haben; erst eine Wiederholung konnte beweisen. Und wenn es ihm dann gelang, den nichtsnuzigen Schlingel auf der Tat zu ertappen, dann gnade dem Gott!
Er legte sich heimlich auf die Lauer, und während er scheinbar ganz in seinen geometrischen Erklärungen aufging, wanderten seine Augen so scharf beobachtend über die Klasse, als gälte es eine trigonometrische Aufnahme derselben.
Doch je strenger er aufpaßte, desto unsicherer wurde sein Blick; überall glaubte er verdächtige Fingerbewegungen zu entdecken, überall ein verdächtiges Zwinkern und Zielen der Augen, und doch war es nirgends etwas Sicheres, Greifbares; schon begann ihn ein leichter Schwindel zu befallen.
Dazu vernahm er nun ein unheimlich schwirrendes Klimpern, aber auch das nur halb, nur in unbestimmter Ferne, nur wie eine Möglichkeit; es konnte auch draußen von der Straße, etwa von einer fernen Drehorgel, kommen; es konnte auch gar nur ein Klingen seines überreizten Gehörnervs sein. Freilich wurde es stärker und stärker, aber das war noch kein Beweis; freilich stand seine subjektive Ueberzeugung, daß es eine neue Bosheit war, vollkommen fest, aber was half das? Einen objektiven Tatbestand zu finden, darauf kam es an.
Er spannte seine Aufmerksamkeit bis zum äußersten an, es schwirrte ihm vor den Augen, es brauste ihm vor den Ohren; sein Blut pulsierte wie im Fieber. Das lange Lauern und der unterdrückte Ingrimm hatten seine Nerven fürchterlich erregt.
Da fühlte er plötzlich etwas wie einen leichten Schlag gegen den Kopf; er griff hinauf und faßte ein Papierkügelchen, das in seinen Haaren saß.
Gott sei Dank, ein Corpus delicti hatte er in der Hand! Wenn er jetzt den Täter auch nur ahnte, dann wehe dem!
Prüfend ging sein Blick über die Reihen eine schuldbewußte Miene hätte ihm jetzt als Beweis genügt doch was er sah, waren lauter ehrliche, unschuldige, reine Knabengesichter, voll rührenden Vertrauens auf den Lehrer gerichtet; nicht ein einziges trug die geringste Spur eines schlechten Gewissens, einer Tücke, eines hämischen Triumphes oder ähnlicher unschöner Gefühle; alles war Friede, Liebe, Ehrfurcht, Treuherzigkeit.
Da erst schwoll ihm der heiße Zorn mächtig in der Brust empor; die niederträchtige Heuchelei dieser jungen Seelen raubte ihm ganz die Fassung, und ohne weiteres Befinnen fuhr er auf den ersten besten los, ihn mit Donnerstimme der Tat beschuldigend und mit beiden Händen schüttelnd.
Nun hatte aber dieser erste beste wirklich die letzte Kugel soeben ganz unschädlich zur Erde fassen lassen, und das ſtolze nicht abgeschossen; er hatte die vorher bereitgehaltene vielmehr Bewußtsein dieser wunderbaren Gewissensreinheit gab dem armen Opfer den ganzen Trotz des ungerecht Gekränkten, und mit aller Heftigkeit eines edlen Zornes legte er gegen die Anklage Verwahrung ein.
Diese Heftigkeit wirkte in der Tat überzeugend; der Lehrer bekam das Gefühl, einen Unschuldigen gefaßt zu haben, ward unsicher und dachte heimlich über einen ehrenvollen Rückzug nach; da kollerte ihm von einer anderen Richtung her eine volle Ladung polternder Lehmkugeln um die Füße, und die geheimnisvolle Musik schwoll von allen Seiten zugleich zu schauerlichem Dröhnen an.
Nun ließ er sein erstes Opfer los und stürzte sich blindlings auf einen beliebigen anderen Schüler, der einen Anflug von Heiterkeit im Gesicht zu haben schien. Er gab ihm eine schallende Ohrfeige. ( Fortsetzung folgt.)
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Eine Frau fragt nicht danach, was sie gibt, wenn sie liebt sie rechnet nicht, sie marktet nicht sie liebt und gibt willig, frendig alles, alles was sie zu geben hat sich selbst!
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Tekte Rose.
Novelle von Anna Treiche I. ( Nachdruck verboten.)) Sehr, sehr schön ist es doch, wenn man sich von den Stunden des Tages eine oder zwei erübrigen kann, um die Schritte hinauszulenken ins Freie, die Brust dabei zu weiten in vollen Atemzügen, das Herz zu klären von all dem Wogen und Drängen da innen und Kopf und Sinn auszuruhen von all dem Wirrwarr, welchen das Leben darüber verhängt! Was soll ich sie alle aufzählen, diese Vorzüge, welche solch' ein Gang in die frische Luft in sich vereinigt? sind sie doch den Meisten wohlbekannt!
Aber warum spreche ich denn überhaupt davon? Nun, um zu zeigen, daß für mich noch etwas ganz besonders Gutes daran ist, fand ich doch den Stoff zu dieser kleinen Skizze, als ich heute meinen täglichen Spaziergang nachte! Nicht die belebten Gegenden, den Mittelpunkt der Stadt hatte ich aufgesucht mit dem Gehaste und Getriebe des großstädtischen Verkehrs, den rollenden Equipagen und lärmenden Straßenbahnen, den geputzten Menschen und den Lurusläden mit ihren lockenden Ausstellungen, nein, dort hinaus, wo die Stadt schon fast aufhörte und sich bald das freie Land daranschloß, war ich gewandert!
Wie einsam dort alles und anders, die Gassen krumm und schmal, die Häuser alt und oft wunderlich zusammengeflict, eine eigene fremde Welt, ein Leben für sich mit dem Charakter der Armut!
Und wo Armut, da auch Kinder, in Haufen spielten sie beisammen, Kreisel und Haschen, mit Lärmen und Schreien, in zerlumpten Kleidern, aber die Backen rot, einige aber hockten auch blaß und schwach auf den Haustreppen und lachten und spielten nicht.
Man konnte auch auf die Höfe sehen, wo struppige Hunde und Kehrichthaufen lagen und Wäsche zum Trocknen hing, buntgeblümte Decken, grobes Leinen und Socken, die aus den verschiedensten Sorten von Wolle zusammengeflickt
waren.
Selten fuhr dort ein Wagen, und wenn, so war es ein Hundekarren oder ein Arbeitsfuhrwerk, Gemüse und Kohlföpfe darauf oder sonst ein ländliches Erzeugnis.
Langsam schritt ich durch die Gassen und schaute interessiert um mich, viele neugierige Blicke trafen mich, denn ich befand mich ja in einer Gegend, wo das Erscheinen eines besser gekleideten und„ vornehm" aussehenden Menschen Aufmerksamkeit erregt und die Fragen erwecken:„ Was ist wohl die Absicht seines Kommens? Was will er? Was sucht er hier?" Es war ein sonniger Spät- Oktobertag, herrlich schön und klar, aber man ahnte doch durch die Wärme die nahende Winterkälte hindurch, sah den blauen Himmel bereits im Geiste mit Schneewolfen sich bedecken.
Ich kam nun an einem ganz alten Häuschen vorbei, das verwittert und baufällig war und wohl aus einer längst verklungenen Zeit herstammte. Ich sah daran empor da schimmerte es plötzlich rot und leuchtend auf an dem grauen Gemäuer! Ich gewahrte auf dem Gesimse eines der niedrigen Fenster unter dem Dache ein irdenes Krüglein und darin prangte eine volle rote Rose, frisch und lebensvoll, und doch von jener Schwermut umflossen, welche die letzten Rosen des Jahres an sich haben!
Und hinter den Scheiben sah ich einen blonden Mädchenfopf, der sich über eine Näherei beugte, mun hob sich der Kopf, eine Hand strich über die Augen, welche wohl schmerzten von der eifrigen Arbeit und dann schauten die Augen große Augen, welche das abgezehrte Gesicht noch mehr verdüsterten hinaus auf die prangende Rose, welche da draußen Himmelsluft und Sonne trinken sollte, und ein immendlich mehes Lächeln spielte um den Mund der armen Näherin!
Ein kurzer Augenblick, ein Momentbild, weiter schritt ich, aber meine Gedanken waren stehen geblieben und fannen und spannen und suchten nun, bis sie gefunden hatten, was Sie wollten, die Geschichte dieses Mädchens, dieser letzten
Nose.
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chen Schlüter nach der Stadt gekommen, die nur eine furze Strecke von ihres Vaters Bauernhof ablag, zu der Minno Korst, mit der sie zusammen in die Stadtschule gegangen und die jetzt für Geld nähte, und hatte ihr strahlenden Gesichtes erzählt, sie sei verlobt, und gleichzeitig bei ihr angefragt, ob sie ihr für Geld und gute Worte nicht ein bischen bei der Aussteuer helfen wolle! Minna nähe so schön eigen und fest, sie habe sich gleich an sie erinnert und wolle ihr doch auch etwas zukommen lassen! Ja, die arme Minna hatte es wirklich nötig, etwas zu verdienen, Eltern, die für sie sorgten, besaß sie nicht, auch nicht die Hoffnung auf einen lieben schmucker Schatz, und solch' hübsches Kleid, wie Lieschen es für Alltag trug, hatte sie kaum für den Sonntag, dazu war sie noch kränklich! Aber sie schaute Lieschen neidlos in das rote, frohe Gesicht, gratulierte ihr vielmals zu ihrem Glück und erklärte sich gern bereit. ihr nach besten Kräften zu helfen.
" Es ist schön von dir, liebes Lieschen, an mich zu denken, ich dank' dir auch sehr!"
Lieschen sah sich prüfend in dem engen Stübchen um. Das ist mal ein kleines Kämmerchen; solch's habe ich noch nicht gesehen!" sagte sie. Minna seufzte leise, antwortete jedoch:„ Ich bin's zufrieden hier, wenn ich nur gesünder wär'
So? was fehlt dir denn? was Besonderes?" Ach, ich war ja immer solch' Schwächling-" " Ja, blaß siehst du aus,— du mußt dich auch verloben, das gibt rote Backen!"
Minna nahm ihr den Scherz nicht übel. mir einen verschaffen? ich wüßte mir niemand
„ Willst du
„ Also morgen schick' ich dir denn die erste Portion Reinwand herein, halt sie mir auch schön sauber Adjes, ich komme mal wieder, vielleicht kommt auch Johannes mal mit
Sie wollte schon gehen, blieb aber noch einmal stehen und erzählte von ihrem Johannes, was das für ein lieber Mensch sei und so gutmütig, er mache aber auch an ihr einen guten Griff, heirate bei ihnen ein, da sie doch die Einzige sei, und wirtschafte dann daheim bei den Eltern. Noch auf der Treppe rief sie:„ Am 1. November soll unsere Hochzeit ſein, es ist schon besprochen, also sieben Wochen noch!"
Die Wochen vergingen. Minna nähte fleißig, Stich m Stich, Faden um Faden, und die Augen taten ihr weh und die Brust schmerzte!
Lieschen war etliche Male gekommen und einmal, es war schon kurz vor der Hochzeit, brachte sie auch ihren Johannes mit. Sie schob ihn lustig über die Schwelle und rief:„ Da ist erna, kann ich mich nicht sehen laſſen mit ihm?"
Minna errötete heftig vor Ueberraschung, sprang hastig auf und bot den Ankömmlingen verlegen einen schönen guten Tag. Sie schaute rasch umher, ob auch alles halbwegs in Ordnung sei, einen jungen Burschen in ihrer Stube, das war ja noch nie dagewesen! Sie warf noch schnell ein Tuch über einen Stapel Leibwäsche von Lieschens Aussteuer. damit die Braut sich nicht genieren brauche,-- sie hatte ein feines Gefühl, die Minna!
„ Die Liese hat mir schon viel von Ihnen erzählt, Fräulein Minna!" sagte Johannes. Das also war Johannes. Nun betrachtete sie ihn so recht. Wie groß und kräftig er war, so frisch und gutmütig das Gesicht, und die Augen so freundlich und blau wie die Vergißmeinnicht am Badje, die sie als Kind so gern pflückte. Und eine so angenehme Stimme hatte er, man hörte ihn gern sprechen.
Das Brautpaar blieb ein Beilchen, fie sprachen her und hin, Lieschen fragte nach der Aussteuer und sprach von daheim.
Minna wandelte plötzlich ein Müdigkeitsgefühl an, sis schloß auf einen Moment die Augen und drückte sich fester an die Lehne.„ Sie sind ja so blaß, Sie haber gervik zuviel gearbeitet!" sagte Johannes' freundliche Stimme. Sie müßten sich mal erholen, Fräulein Minna."
Sie lächelte trübe.„ Erholen ein schönes Wort- aber" Johannes sah sie mitleidig an. Wissen Sie 8?" rief er, wie in plötzlichem Einfalle.„ Sonntag, wenn ichhönes Wetter ist, kommen Sie mal raus aufs Land und besuchen Liese, weit ist's ja nicht, was meinen Sie dazu? Das würde Ihnen auch gut sein
Minna starrte ihn verwirrt und staunend an. Ich- Sonntag ja, schön wäre es schon" sie sab zu Viele bin, Die Rosen blühten noch zur Sommerszeit, da war Lies- diese hatte ihr noch nie gesagt, sie solle sie mal besuchen, auch
Lasset sie Euch erzählen!-
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