Ausgabe 
11.3.1904 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

gegen die japanische Vorherrschaft und am Hof machen sich russenfreundliche Intriguen fühlbar, die zur

Verhaftung eines koreanischen Prinzen durch die Japaner führten. Aus Söul erfährt der New­yorker Herald" darüber folgendes:

Die Polizei von Tschemulpo verhaftete einen Schwager des koreanischen Kronprinzen in dem Augenblick, als er sich an Bord eines nach Schanghai bestimmten Dampfers einschiffen wollte. In seinem Besitz sind wichtige Papiere gefunden worden. Es herrscht die Vermutung, daß die koreanische Regierung eine Intrigue mit Rußland an= spinnen wollte.

Der japanische Gesandte besteht in Anbetracht dieses Vorkommnisses darauf, daß der Kaiser von Korea noch vor Ankunft des Marquis to den Teyt des japanisch- koreanischen Abkommens im ganzen Lande bekannt machen lasse.

Der Herero- Hufftand.

Die Kolonialverwaltung verwahrt sich gegen den Vor­wurf, das deutsche Gouvernement in Deutsch- Südwestafrike habe an die Eingeborenen, besonders auch an die Herero, im letzten Jahre große Mengen von deutschen Präzisions. waffen( Modell 71) verkauft. Demgegenüber erklärt die Kolonialverwaltung, von einem Verkauf solcher Waffen an die Schwarzen sei keine Rede. Die Flinten seien beim Gouvernement, wie es eine Verfügung vorschreibt, nur ge stempelt worden. Jeder Besitzer einer Schußwaffe muß sie stempeln lassen. Woher die Gewehre stammen, ist nicht feſt­zustellen.

Sehr interessant sind die Mitteilungen, die ein aus Schlesien stammender Unteroffizier der deutsch- südwestafrika­nischen Schußtruppe über ein Treffen mit den Herero in die Heimat gerichtet hat. Der Brief, der aus Karibib vom 26. Januar datiert ist, enthält u. a. folgende Schilderung:

Ich bin seit dem 10. Januar mit im Feldzuge und habe schon vieles durchmachen müssen. Am 20. d. M. wurde ich mit elf Mann nach Station Subas kommandiert zur Be­wachung der Brücke und der Station. Am 21. morgens gegen 4 Uhr kam ein Owambo und meldete, daß Herero Vieh fort­treiben. Es waren gerade vier Pferde zur Stelle, und so mußte ich und noch drei Mann nachjagen, um der Bande das Vieh wieder abzuholen. Um 4% Uhr ritten wir los, und etwa nach 5 Uhr trafen wir ungefähr 100 Stück Groß- und eben­soviel Kleinvieh, von vier Herero getrieben. Als die Herero uns sahen, machten sie den Hasen.( Liefen davon. D. Red.) Wir aber nach, und jeder einen aufs Korn nehmen, war das Werf eines Augenblicks! Glücklich streckten wir auch alle vier nieder und wollten nun zurückkehren, um das Vieh nach der Station zu treiben.

Als wir aber an das Vieh herankamen, bekamen wir plötzlich Feuer von allen Seiten, und etwa 100 bis 150 Herero und Witbois tamen auf uns vice Mann losgestürmt. Die nächsten schossen wir noch nieder, und ich hatte gerade wieder einen aufs Korn genommen, als ich einen Schuß in die rechte Schulter erhielt und mein Ge­wehr sinken ließ. Ich nahm das Gewehr in die linke Hand, konnte es aber vor Schmerzen nicht aushalten und gab einem Reiter mein Gewehr, und da ich sah, daß wir doch nichts ausrichten konnten, gaben meine Reiter noch einige Schüsse ab, dann kommandierte ich: Kehrt, Galopp marsch!" und zurück ging's. Es war auch die höchste Zeit, denn sonst hätten wir es alle mit dem Leben bezahlen müssen. Die Feinde ver­folgten uns noch eine kurze Strecke, konnten uns aber nicht bekommen, weil sie zu Fuß waren. Als wir etwa eine Viertel­stunde Galopp geritten waren, mußten wir Schritt reiten, denn ich konnte es nicht mehr aushalten vor Schmerzen, und ich hatte auch ziemlich viel Blut verloren. Nach etwa andert­halb Stunden langten wir in Kubas an. Außer mir mar leinem Manne etwas geschehen."

Die Politik.

Die von einigen Blättern gebrachte Meldung, die Reichsregierung plane nun wirklich die Einführung von Reichstagsdiäten, ist, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter uns schreibt, unzutreffend. Zwar wird im Bundesrat gegen­wärtig über die Sache verhandelt, aber von einer Einigung ist man heute ebenso weit entfernt wie früher.

A Man war nicht überrascht, als bekannt wurde, daß § 2 des Jesuitengesches aufgehoben wurde. Denn bereits im Februar vorigen Jahres kündigte Graf Bülow im Reichstag an, daß Preußen, entsprechend der wiederholten Willens­meinung des Reichstags, die Aufhebung beim Bundesrat beantragen werde. Der aufgehobene Paragraph lautet:

Die Angehörigen des Ordens der Gesellschaft Jesu oder der ihm verwandten Orden oder ordensähnlichen Rongregationen können, wenn sie Ausländer sind, aus dem Bundesgebiete ausgewiesen werden; wenn sie In­länder sind, kann ihnen der Aufenthalt in bestimmten Be­zirken oder Orten versagt oder angewiesen werden." Die Niederlassung von Jesuiten orden in Deutschland bleibt auf Grund des noch bestehenden§ 1 des Jesuiten­gesezes nach wie vor untersagt. Dieser Paragraph lautet:

Der Orden der Gesellschaft Jesu und die ihm ver= wandten Orden und ordensähnlichen Kongregationen sind vom Gebiet des Deutschen Reichs ausgeschlossen. Die Er­richtung von Niederlassungen derselben ist untersagt."

Hessischer Landtag.

Darmstadt, 10. März 1903. Erster Präsident Haas eröffnet die Sitzung. Die Besprechung der dringlichen Anfrage der Abgg. Schmalbach und Genossen, die Schädigung des Publikums durch den Zwischenhandel mit Schweinen und Schweine fleisch betreffend, wird fortgesetzt. Es sprechen hierzu die Abg. Korell, Wolf, Weidner, Schmalbach, Dr. David, Senß felder, Hirschel, Molthan und Obermedizinalrat Dr. Lorenz. Staatsminister Rothe erklärt, daß zu erwägen sei, ob die bereits geschehenden Publikationen der Preise ausreichend

Die veränderte Lage besteht demnach bloß darin, daß in Bufunft einzelnen Jesuiten ohne ausdrückliche Ge­nehmigung die Niederlassung in Deutschland gestattet ist. Wie aus Dresden gemeldet wird, haben die sächsischen Bevollmächtigten im Bundesrat gegen die Aufhebung doe § 2 des Jesuitengesetes gestimmt.

seien.

Die Anfrage des Abg. Weidner, die Kosten für tierärzt­liche Ueberwachung ver Viehmärkte, beantwortet Staats­minister Rothe mit der Darstellung der dabei befolgten Grundsäge. Auf Antrag des Abg. Weidner wird Druck­legung der Antwort und danach Besprechung beschlossen.

Auf die Anfrage des Abg. Dr. David und Genossen, betreffend Schiffahrtsabgaben, antwortet Staatsminister Rothe, daß die Regierung am Grundsatz der Abgabenfreiheit bei der Schiffahrt auf den Strömen festhalte. Es wird auf Antrag des Abg. Dr. David Besprechung der Anfrage erfolgen, die mit der Beratung über den Antrag Reinhart über diese An­gelegenheit verbunden werden soll.

Der dringliche Antrag der Abgg. Reinhart und Genossen, betreffend Einführung der Verkehrsabgaben auf schiffbaren Flüssen, der Antrag der Abgg. v. Brentano und Genossen, das katholische Pfarrhaus in Lampertheim betreffend, und die Vorstellung von pensionierten Beamten, Aufbesserung ihrer Pensionsverhältnisse betreffend, werden den zuständigen Ausschüssen überwiesen.

Der Fischereischuk hat sich als eine sehr segensreiche Einrichtung erwiesen. Die Kommandanten des Fischerei­freuzers haben nicht nur unseren Fischern Hilfe und Unter­stügung bei Unglüidsfällen gewähren, nicht nur die Ueber­griffe fremder Fischer ahnden, sondern auch infolge ihrer Beobachtungen in außerdeutschen Fischereipläßen für unsere Fischer zahlreiche Anregungen mannigfacher Art geben können. In diesent Frühjahr wird außer dem kleinen Kreuzer Bieten" auch ein Torpedoboot für den Fischereischutz tätig jein.

Die Regierungsvorlage betreffend, Entwurf eines Gesezes, den Verkehr mit Fahrrädern und Automobilen und öffent­lichen Wegen, Straßen und Plägen betreffend, wird ange­

nommen.

Vorstellungen des Wirtes Heinz zu Mainz, Wiederauf­nahme der Strafsache Heinz- Pantraz betreffend, und des Vorarbeiters Karl Roth II. zu Gießen, betreffend definitive Anstellung im Staatsdienst, werden abgelehnt.

Die Regierungsvorlage, betreffend den Gesezeutwurf, das Beerdigungswesen betreffend, wird an den Ausschuß

zurückverwiesen.

Hirauf tritt Vertagung auf Freitag vormittag 9 Uhr ein. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Regierungs­vorlage, den Umbau des Großh. Hoftheaters zu Darmstadt betreffend.

Sihung der Stadtverordneten.

-

-

-

genehmigt. Dem B Weg gleich in feine Stadtteil ein gan gewordener Mittei bes Sommers nähe jgt fchon, ber über die Eisenbahnb eine Bedürfnisanfta

ftattgegeben. Bunti aufgefüllten Schw Roffenpuntt 350 die Bildung ein Waffer- und E Beratung zur Fol Curschmann au Grunde genommer abweicht, aber doch besonders in einem das ist die Feft

Stadtv. Kirch be heit unter Berufu

batten gerade über Stadtverordneten follen und dies nic betr. Deputation es Lieferungen vortom

in die Stadtverord

träglich Preis und Gleicher Meinung Schmall und R versorgung de wurde dahin gehen welche bisher It.

mußten und gegen Preis sich beschwer jährlich 8 Mit. 1 Waffer verbrauche kbm, fo ift pro Vertrag zwis Steingoetter um einen höheren 42 r. jezt 45 Bei Punkt 27 hand Jagtpacht an erfolgte einstimmig tung einer 8 bürgermeister Mecu des Landwirtsch. Die weniger gute Gießen, welcher berührt und es die Stadt die Zieg fie mit höherem Bu Es wurden bis 40 trafen Wirtschaftsge der Ehefrau Elife Schneider( Alte Bo nur genehmigt, für Kommission die B legte Punkt der unterricht an die Schultommiffi genommen und obersten Mädchent bürgermeister Mec Jahren stattgefun nehmerinnen gehab

daß die Weiter: resp. Durchführung der Keplerstraße doch nötig wird und er habe darum mit dem hierbei am meist interessierten Geländebefizer Schultheiß ver­handelt und ihm für den qm 1,12 Mf. geboten. Die Hierfür in Betracht kommende Parzelle ist 1322 qm groß, nötig sind 850, es verbleiben dem Eigentümer noch 472 qm. Stadtv. uhn ist für sofortige Ent­eignung, während die Stadtv. Haubach und Löber eine Regelung auf friedlichem Wege vorschlagen und da die Stadtv. Wallenfels und Haubach obendrein noch konstatieren, daß bei früherem Gelände erwerb mehr bezahlt wurde pro qm, so erfolgte Zurück­verweisung dieses Punktes an die Baudeputation. Bunft 9: Austausch von Gelände zwischen der Stadt und Heinrich Carlé an der Straßenfront des Neuenwegs wurde angenommen, um eine gerade fortlaufende Baufluchtlinie zu bekommen. Was Carlé mehr an Gelände von der Stadt ausgetauscht bekommt, muß er mit 75 Mt. pro qm bezahlen. Punkt 10: Erwerb von Grundstücken durch die Eisenbahn­verwaltung, es handelt sich um die Verlegung des am Rodberg entlang des Bahndammes führenden Fahr­weges, um den Bahndamm dort verbreitern zu können. Die Baudeputation hat nichts einzuwenden, wenn während der Herstellung des neuen Weges der alte fahrbar bleibt. Die Stadtverordneten gaben ihre Ge­nehmigung dazu. Punft 11: Gesuch des Geschäfts­führenden Ausschusses für den nationalen Ge­sang swett streit um Ueberlassung eines Plazes, wurde in recht zuvorkommender Weise beraten und im Sinne des Gesuchsstellers angenommen. Es sind für die Abhaltung des Festes Oswaldsgarten und der alte Schweinemarkt an der Westanlage freigegeben worden und haben unsere Stadtväter sogar, damit das Fest eine event. Nachfeier am Sonntag nach Pfingsten ( die eigentlichen Festtage sind bekanntlich die Pfingst­feiertage) erhalten kann, die Verlegung des ersten nach Pfingsten angesetzten Schweinemarftes mit vorgesehen. -Im folgenden Punkt 12: Beschaffung von Ersatz­teilen für Oefen in der Stadtmädchenschule, wurde dem Lieferanten der Defen, der Firma Sturm- Würz­burg, der Zuschlag erteit und die Piasa va- Besen­lieferung für die Straßenreinigung( Punft 13) erhielt Herr Kohlermann zu Mk. 1,30 pro Stück. Der Punkt 14 betr. Vergebung der Fuhrleiſt- ungen gab Zeugnis, daß man möglichst jeden der Fuhrunternehmer berücksichtigen will. Es erhielt die Tagesfuhren für die Straßenreinigung Karl Guler 4r und das Abfahren der Wald- u. Bauhölzer H. Noll 7. - Punkt 15: Sielbau; hier a) Lieferung von Stein­zeug für 1904/5; b) Lieferung von Gement für 1904/5, wurde aus Vorschlag des D.-B. Mecum für die nicht­öffentliche Sigung zurückgestellt. Bunft 16: Ge nehmigung der Rechnung über ausgeführte Pflaster­arbeiten in der Landgrafenstraße wurde ausgesprochen. Von Punkt 17: Vorlage des Verwaltungsberichts und der Rechnung für 1902/03 wurde Kenntnis genom­men und sind beide zwecks Prüfung der Finanzkommission unter dem Vorsiz des Stadtv. Schmall überwiesen worden. Es entspann sich bei diesem Punkte eine längere Diskussion über die Verwaltung unserer Wälder. Vom Beigeordneten Georgi wurde geäußert, in Zukunft besser zu wirtschaften, da er herausgefunden habe, daß in letzter Zeit in dieser Be­ziehung sehr gesündigt worden set. Stadtv. Leib fragt an ob es denn nicht möglich ist, daß man wie früher in den Wald- Schneisen nahe den Garnison- Schießständen spa­zieren gehen kann. Stadtv. Krumm hat den gleichen Wunsch; der Doerbürgermeister Mecum will beim Regt­ment um Abänderung einfommen. Punkt 18: Boran­schlag der Armenkasse für 1904 wird im Sinne des Antrags der Armendeputation ohne Debatte genehmigt. Den 77000 M. Ei nahmen stehen ebensoviel Ausgaben gegenüber. Zu Punft 19: Voranschlag des Gas- und Wasserwerks für 1904 erklärt der Oberbürgermeister, die zwei letzten Jahre zeigen, daß das Elektrizitätswert dem Gaswerk feinen Ab­bruch macht; der Voranschlag sieht einen gering angefeßten Umsatz von 74 200 t. vor, also eine Summe welche den früheren nicht nachstehe. Als Stadtv. Krumm anregte, hierbei die Schulden aus den Ueberschüssen etwas rascher zu decken und nicht wie es in den letzten Jahren geschehen ist, den ganzen Ueberschuß für laufende Rechnungen zu ver­wenden, wurde vom Oberbürgermeister Mecum erklärt, daß eine Erhöhung der Gemeindeumlagen in diesem Jahre bet der finanziellen Lage nicht zu empfehlen sei, der Ueberschuß demnach soweit erforderlich in der bis­herigen Weise rerwendet werden muß. Auch Beigeordneter Georgi gab den Rat an den bisherigen Geflogenheiten nicht zu rütteln, warten wir einmal ab, wie das neue Komunalsteuergeset sich einführt.( Zu­ſtimmung im Saal). Die Schuldentilgung betrage in diesem Jahre 2% und das genüge. Die Bersammlung genehmigte darauf den Vorschlag. Bunft 20: Voranschlag des Stadt­erweiterungsfonds für 1904, wurde genehmigt; des­gleichen Puntt 21: Errichtung einer Gerätehalle und eines Arbeitsraumes für das Tiefbauamt auf dem alten Schweinemarkt vor Burks Mühle, sowie einer Gerätehalle für die Städtgärtnerei hinter dem Bürgermeistereigebäude. Die Herstellungskosten für beide Hallen sind mit 13 500 Mt. veranschlagt. Die Gerätehalle an Oswaldsgarten genügt nicht mehr, der Fuhrpark wird infolge der Kanalisation immer größer, sodaß zuweilen wertvolle Geräte im Freien liegen bleiben müssen. Die Geräte für die Stadtgärtnerei sind bisher hier und da u. a. auch in den Kellerräumen des Bürgermeistereigebäudes untergebracht, was für einen geordneten Betrieb nicht auf die Dauer sein kann. Puntt 22: Ausbau des Weglarerwegs von der Frankfurter- bis Hofmannstraße, wurde in Gemeinschaft mit Punkt 23: Aus­bau der Verbindungsstraße zwischen Frankfurter­straße und Weglarer Weg in der Richtung auf den Bahn­übergang der Oberhessischen Eisenbahn, nach kurzer Debatte

n Gießen, 10. März 1904. Oberbürgermeister Mecum eröffnete 24 Uhr die Sizung und gab vor Eintritt in die Tagesordnung bekannt, daß die Ursache des Rohrbruches in der Bahn hofstraße an der Wieseck- Brücke bis jetzt noch nicht be­fannt ist. Punkt 1 der Tagesordnung: Baugesuch des Bäckermeisters Wilh. Amend wurde ge­nehmigt. Amend will an sein von der Stadt gekauftes Haus, in welchem er jetzt ein neues Café eingerichtet hat, bis an das Wieseckufer auf der Grenze nach dem Da nun Bahndamm zu gedeckte Verandas errichten. aber der jegt noch freie Platz an der Straßenfront städtisches Eigentum ist, so muß Amend für Mitbe­nutzung desselben jährlich 1 Mk. Pacht an die Stadt zahlen. Punft 2: Baugesuch des Bäcker­meisters Wilhelm Lober jr. für die Wallthor­straße. Als Löber sein Gesuch für den Wohnhausneu­bau s. 3t. einreichte, hatte er mit angeführt, daß zwei kleine Wirtschaftshäuschen auf seinem Hof abgebrochen werden, um dadurch den gesetzlich vorgeschriebenen Hof­raum von ein Fünftel des ganzen Baugeländes zu bekommen. Es hat sich aber herausgestellt, daß er diese beiden kleinen Gebäude sehr nötig brauche und riß dieselben nicht ab, die Folge war ein Polizeibefehl. Jest bittet Löber jr., nachdem er für seine beim æreis­ausschuß dagegen eingelegte Berufung um Vertagung eingekommen ist, nachträglich, man möge ihm die Ge­nehmigung betr. der beiden Häuschen zusprechen, was auch auf besondere Befürwortung seitens des Beigeord­neten Georgi und der Stadtv. Kirch, Haubach und Schaffstaedt geschah, weil das Wohnhaus ein Eckhaus ist und von zwei Straßen man nach dem Hof fann. Punkt 3: Baugesuch des Wilhelm Seipp III. für ein am Großen Steinweg zu errichtendes Wohnhaus in der Höhe von 14,10 m wird ebenfalls genehmigt. Die höchst zulässige Höhe für ein Wohn­haus in Gießen ist 11,50 m, da Seipp aber freiwillig einen Vorgarten liegen läßt, hatte die Baudeputation das Gesuch zur Annahme befürwortet. Punkt 4: Baugesuch von Friz Egly für seinen Neubau am Brandplatz, wurde abgelehnt mit der Motivierung, daß, als der Bau erst auf Sockelhöhe heraus war, der Bau­leiter auf die von der Bau- Ordnung abweichend aufge: führten Schornsteine aufmerksam gemacht worden sei und damals eine Aenderung noch verhältnismäßig leicht hätte vorgenommen werden können. Für ein heute dahin gehendes Gesuch, die Schornsteine in der ausgeführten Art zu genehmigen, gut zu heißen, läge fein stichhaltiger Grund vor. Punkt 5: Baugesuch des Joh. Otto Schneider für ein Wohnhaus an der Ebelstraße, wurde debattelos genehmigt. Punkt 6: Festsetzung der Fluchtlinie für Teufels lustgärtchen, fand ebenfalls einstimmige Annahme. Antragsteller hierzu war Frizz Nowack, welcher auf seinem dort käuflich er­worbenen Grundstück demnächst bauen will. Punkt 7: Die Fluchtlinie der großen Mühlgasse auf Vorschlag der Baudeputation um 50 cm nach Süden zu verlegen, fand die Zustimmung der Stadt­berordneten.- Punkt 8: Erwerb bezw. Enteig­nung von Gelände zur Keplerstraße, zeitigte eine längere Debatte. Oberbürgermeister Mecum bemerkte,

freien Zeit der V laffen werden solle. Ueberzeugung, das Entlassung aus der fein werden, für erforderlich sei. Mainz, Kaffel u

im Rochen den Ma

Je eine Stunde Sem Stundenpla chen im Kochen der Stadt dar 1000 Mart, die

für Beschaffung 500 Mart; es fich die Neueine Haushaltungstu Ifommen. Die Sympatisch gegen Öffentliche folgte.

mad 3 ftündige

*

Priva Biebung der Heffi folgende Gewinne 20 000 Mt auf

70444. 5000 ME. 9. 9649, 1605, 1 21857, 31994.

Labukall

Linden­

Ringo

Grau We

Telephon: