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Hauptpolizeiwache, die andere mit Stöberer direkt nach der der gefürchtete, wilde

langen Brücke.

" Salt, halt!" rief es jämmerlich hinter dieser letzteren her ,,, ich will mit!"

Es war Anton Köberlein, der sich nun seiner Feigheit zu schämen anfing.

Wofür bin ich denn Soldat gewesen?" winselte er. Aber Stöberer achtete nicht auf ihn. Er feuerte den Kutscher vielmehr unaufhaltsam zur Eile an.

Da stieß Anna, das mitleidige Stubenmädchen dem armen Ersträfling in die Seite und steckte ihm eine Eispice in die Hand, die sie aus dem Garten geholt hatte.

Anton sprach kein Wort, warf diese Waffe über die Schul­ter und lief, durch sämtliche Pfützen plantschend, auf abge fürztem Wege zum Flußufer zu.

3wanzigstes Rapitel.

Köberlein war seit einiger Zeit auf Verwendung des Justizrats wegen Schwächlichkeit und unheilbarer Unvernunft vom weiteren Militärdienste und auch von weiterer Sträf­lingshaft frei gekommen und in das Haus seiner Väter zu­rückgekehrt. Dieses Haus, am Hafen gelegen, war feines­wegs das bestrenommierte. Köberlein, der Vater, betrieb eine Gastwirtschaft, welcher seine zweite Frau vorstand, und nach Köberleins juniors Ansicht trat diese Dame nicht gerade mit hervorragender Skrupulosität in die Konkurrenz mit an­deren Instituten ähnlicher Richtung, ein. Die Herrn Korn­träger pflegten bei Mutter Köberlein" mit Vorliebe ihren reichlichen Verdienst zu vertrinken und sonstwie an den Mann zu bringen.

Anton Köberlein wußte, daß die Verwendung des Justiz rats auf Erichs Veranlassung stattgefunden habe, und fühlte sich beiden in gleicher Dankbarkeit verbunden. Für den Stü'rmann schwärmte er, wie ein schwächlicher Mensch mit Idealen nur für einen starken Charakter zu schwärmen ver­mag; für ihn und für seinen Justizrat wäre er zu jeder Stunde bereit gewesen, durch Feuer und Wasser zu gehen. Um so mehr kontrastierte hiermit sein Haß gegen seine Stief­mutter. Aber er war dabei nicht töricht, sondern allmählich ein Meister der Selbstbeherrschung geworden. Stiefsöhne lernen es, sich zu verstellen, und er spielte alle Tage seines Lebens unterm väterlichen Dache den Duckmäuser, überwachte nebenbei die Kasse und teilte seinem Vater heimlich mit, wo die Stiefmutter die Strümpfe voll Geld versteckte. Denn es war leider nur zu wahr, daß diese Treffliche, trotz allen Ge­schäftseifers, öfters den Blick in die fernen Tage richtete, wo sie Witwe sein und eines gewissen heimlichen Fonds bedürfen würde, um den sorgenfreien Lebensabend um so besser zu ge­nießen. Sie sammelte diesen Fonds auf Kosten der Tages­einnahme, und Anton genoß ihren ganzen Abscheu wegen seiner Spionage. Denn das Geld, welches sie stahl, wurde ihr stets wieder gestohlen und auf die Bank getragen, mochte sie es noch so gut versteckt haben. Antons Vater billigte diese Taktik des Sohnes und schütte ihn fernerhin gegen stiefmüt­terliche Vergewaltigung so gut es ging. Anton hatte außer­dem die Gabe, bei jedem Streit die Lacher auf seine Seite zu bringen. Er spielte den Hausnarren weit öfter mit als ohne Bewußtsein. Er verbarg sich im Haus, machte sich Gucklöcher in den Wänden und fand man ihn einmal unter einer Bank oder hinter einer Tür, so stellte er sich schlafend oder total geistesabwesend.

Gemeinhin wurde auf ihn wenig geachtet, vielmehr pfleg­ten die Gäste ihn in ihrer rohen Weise öfters in Gunst und Gesprächen zur Tafel zu ziehen. Auch ließen sie in seiner Gegenwart ihren Reden und Tätlichkeiten durchaus freien Lauf. Um so mehr fiel es Anton also auf, daß der übel­beleumundete entlassene Kutscher der Frau Moritz, welcher feit langer Zeit ein Habitué der Köberleinschen Gastwirtschaft war und mit den Kornträgern in Angelegenheiten des Ver­schleißes von gestohlenem Getreide unter einer Decke steckte, plöglich ganz besonders heimliche Gespräche zu führen begann und dem Anscheine nach selbst Antons harmlose Gegenwart bedenklich fand. Diese Gespräche mußten sich demnach um Dinge von ganz besonderer Bedeutung drehen, denn ein bloßes bischen Stornhandel" wurde sonst in diesen Räumen ziemlich unverblümt besprochen. Auch stellten sich einige be­rüchtigte Subjekte ein, gerade solche, die der Amerikaner" aus der Korporation ausgemerzt hatte. Sie waren eine Beitlang auf dem Landbummel gewesen, und man hatte ihnen Balet gesagt auf Nimmerwiedersehen. Zu diesen gesellte sich

Robert. Diese Leute, ebenso der Mo­rizsche Kutscher, zeigten nun mit einemmale viel Geld, mehr als sie auf üblichem Wege je hätten erlangen können; sie ließen Scheine wechseln und renommierten mit einer großen Zukunft. Frau Köberlein, die geborene Riesopp, war nie­mals sehr diffizil gewesen; sie freute sich anfang, daß diese Burschen so schönes Geld springen ließen; das konnte wieder einmal ihre geheimen Strümpfe" stopfen helfen. Sie schor ja auch sonst ihre Gäste alle über denselben Kamm und dul­dete, soweit es sich um die Booffers handelte, keine Absonde­rungen in Kategorien erster und zweiter, siebenter und achter Klasse. Mit diesen Herren Gästen aber machte sie nun eines Tages eine sonderbare Ausnahme; sie eröffnete ihnen ihren, sonst für englische Matrosen reservierten" Parlour", der, hinterm Büffet gelegen, zugleich ihr höchsteigenes Himmel­bett beherbergte. Und selsam genug, hier befand sich irgend eine akustische Zufälligkeit, kraft der es möglich war, an einer gewissen Stelle des Buffets jedes Wort, was drinnen gesprochen wurde, zu verstehen. Frau Köberlein- Riesopp also konnte nicht umhin, Mitwisserin der geheimen Pläne zu werden, welche der entlassene Moritsche Kutscher und jene vornehmen" Vagabunden dort, wo sie sich ganz sicher glaub­ten, nicht selten mit großer Heftigkeit verhandelten. Sie sah infolgedessen ganz ausnahmsweise nach dem Himmel und in den Kalender, erschrak sichtlich, daß die Zeit des Neumondes bereits vor der Tür wäre und machte dann noch eine weitere Ausnahme, sogar die erstaunlichste ihres Lebens, diese aber ganz insgeheim, wenn auch in höchster Angst und Aufregung. Sie machte nämlich ihrem Stiefsohn, seiner männlichen Großmut vertrauend, ein Geständnis ihrer Jugendliebe, deren Gegenstand kein anderer als Erich Staudius, der Amerikaner", oder, wie Anton ihn konsequent nannte, der Stü'rmann gewesen; sie legte alles in die Hände des sonst so konsequent Befehdeten, auf seine vielbewährte Geschicklich­feit und auf seine Familiarität bei Justizrats rechnend. Es galt, ein großes Unheil von Erich Staudius abzuwehren, ohne den Verdacht zu erwecken, daß die Quelle dieser Mit­teilungen das Stöberleinsche Buffet oder das Köberlein- Rie­soppsche Himmelbett gewesen.

Anton hatte sich seiner Aufgabe entledigt, aber angesichts der männlichen Entschlossenheit eines Stöberer, oder weil er ihm mißtraute, oder angesichts der Augen der schönen Anna, deren Güte stets sein Herz sonderbar berührt hatte, konnte er den Ausbruch von Heldenmut nicht niederfämpfen, welcher mit der ihm auferlegten Diskretion sich so wenig ver­trug. Nun lief er sogar in der Neumondsnacht durch den strömenden Regen mit einer Picke bewaffnet nach der alten Siederei, dem Schauplatze der von ihm angekündigten Er­eignisse.

Einundzwanzigstes Rapitel.

Erich war inzwischen auf Umwegen seiner einsamen und entlegenen Wohnstätte in der Siederei zugeeilt. Ein Sturm von Gedanken durchtobte sein Inneres. Es war ein peini­gender Schmerz, den ihm der heutige Abschied verursachte. Er glaubte sich von Franziska verstanden; ihn beseelte oft eine unerschütterlich scheinende Zuversicht, daß Franziska nur ihm jemals würde angehören wollen. Und doch beschlich ihn dann plöglich wieder eine seinem ganzen Wesen sonst fremde und unbeschreibliche Angst, fast ein Grauen zu nennen, das ewig waltende Schicksal könnte das in jedem Menschenleben sich herstellende Gleichgewicht von Glück und Unheil in dem sei­nigen dadurch herbeiführen, daß es ihm diese Angebetete ent­risse. Es war ein beinahe mystisches Gefühl, aber ein solches ist den Amerikanern weit weniger fremd als uns. Dasselbe wachte damals in ihm schreckhaft auf, als er im Staudius­schen Park bei der Sonnenuhr mit der düsteren Inschrift sich fast so weit hätte hinreißen lassen, die Geliebte an sein Herz zu ziehen, und wo diese, ihren Vater erblickend, ihm entlief. In diesem Momente fuhr es ihm wie ein jäher Blitz durch die Seele: Wie, wenn Frau Moriz dieses holde Mädchen in deinen Armen gesehen hätte!" Er traute der dämonischen Frau jedes Verbrechen zu, er führte alle ihre Taten auf die eine unersättliche Lust, nach Rache, zurück. Diese Rache hatte sie an seinen Eltern furchtbar geübt und sie hatte, den eigenen Aeußerungen nach, dasselbe Gefühl des Hasses nun auf ihn, den Sohn, übertragen. In ihr erblickte er die Verkörperung des fast krankhaft gefürchteten Geschicks.

( Fortsetzung folgt.)

Wenig große Lieder bleiben,

Mag ihr Ruhm auch stolzer sein, Doch die kleinen Sprüche schreiben Sich ins Herz des Volkes ein. Schlagen Wurzel, treiben Blüte, Tragen Frucht und wirken fort. Wunder wirkt oft im Gemüte Ein geweihtes Dichterwort.

Ein Philosoph?

Novelle von A. v. Blankenberg.

( Nachdruck verboten.))

Er hatte seit jeher einen grüblerischen Sinn verraten. Das Studium der Philosophie lag ihm, als es zur Berufs­wahl kam, wohl am nächsten. Mit Liebe und Eifer gab er sich seinen Studien hin, bestand erfolgreich sämtliche Examina und sah sich jetzt vor dem letzten Rigorosum, dem unmittel­bar die Promotion folgen sollte. Soweit hatte das elterliche Erbteil gereicht; nun wurde es Beit, an selbständigen Erwerb zu denken. Ihm war nicht bange darum. Er wußte, daß ihm seitens seiner Professoren die besten Empfehlungen zur Seite standen; es würde dem neugeschaffenen Doktor nicht allzu lange an Gelegenheit fehlen, in seinem Fache lohnend tätig sein zu können.

Der größeren Ruhe und Beschaulichkeit wegen hatte er sich seit einigen Wochen auf das Land zurückgezogen. Ein Spaziergang am Bache entlang, unter dem Mostbirnbaum drüben zwischen den Feldangern oder am Waldessaum ein paar Stunden ungestörten Lesens und Sinnens, da seine Bücher in einem oder gar mehreren Exemplaren ihn immer begleiteten, dünkte ihn die würdigste Vorbereitung zu dem großen Tage. Er mied jede Geselligkeit, aber der Zufall wollte, daß er nun schon wiederholt auf seinen stillen Wegen einem Mädchen begegnet war, das auch mit einem Buche in der Hand dahergewandelt kam und schon deswegen, obwohl sie keinen Blick weder für ihn noch die Außenwelt überhaupt übrig zu haben schien, wider Willen seine Aufmerksamkeit erregte. Bald erfuhr er, daß sie die Tochter des Oberlehrers im benachbarten Markte sei, bereits als Lehrerin gewirkt habe und sich gegenwärtig daheim auf die Bürgerschullehre rinnen- Prüfung vorbereite. Also eine richtige Leidens gefährtin und Kollegin sozusagen. Er hatte erst ein wenig geringschäßig gelächelt, dann nötigte ihr zurückhaltendes Be­nehmen ihm beim nächsten unverhofften Wiedersehen einen Gruß ab; fast bedauerte er ihr sichtliches Ausweichen mit diesem ernstblickenden Mädchen mußte es sich gut reden lassen, mindestens schien sie eine aufmerksame Zuhörerin abgeben zu fönnen, wenn ihr schon der Geist und die Bildung fehlen sollten, um die Möglichkeit eines regelrechten Disputes er­hoffen zu dürfen.

Nachdem er einmal ein längeres Gespräch zwischen ihr und einem Bauer belauscht hatte, der in seiner Trostbedürftigkeit trotz eines lahmen Fußes auf der Suche nach einer als Wallfahrtsort bekannten Gnadenkapelle das Fräulein um Weisung und Auskunft gebeten, seit dieser Stunde sehnte er sich nicht mehr nach polemischer Rede und Gegenrede mit diesem eigentümlichen Wesen, das so strenge schien und doch so wundervoll tröstend zu Herzen sprechen konnte. Ihre weiche, gedämpfte Stimme mußte dem kranken Mann neuen Lebens­mut eingeflößt haben. Er war nicht weiter gegangen, sondern unter tausend Danksagungen, eine Strecke weit von seiner Führerin geleitet, geradewegs wieder nach Hause zurück gekehrt. Arnold fühlte urplötzlich auch das Bedürfnis nach ermutigendem Zuspruch. Wie wohl mußte es tun, im eigenen Denten und Empfinden sofort von einer anderen Menschen­seele erraten, begriffen, verstanden zu werden! Und wie ihr Lächeln in seiner Innigkeit erhellend und verklärend wirkte! Wohl, dieses Mädchen mit dem vollen Herzen und dem klaren Verstand war wie keine Zweite berufen, das schöne Wort: " Lasset die Kleinen zu mir kommen" nachzusprechen und durch Lehre und Tat zu bekräftigen, auch wenn ihr die philo­sophischen Systeme der älteren und neueren Schule unbekannt geblieben waren. Arnold säumte nicht länger, sich dem Vater vorzustellen, der ihn gerne in tein Haus zog, da er als ge­

bildeter Mann eine Aussprache mit Gesinnungsgenossen um so mehr zu schäßen wußte, nachdem ihm selten hierzu Ge­Tegenheit geboten wurde. Die Gattin fehlte ihm zur Seite. Toni hatte früh lernen müssen, Mutterstelle an der jüngeren Schwester zu vertreten; ein ernster Geist wohnte in dem Hause, das zur Bildungsstätte einer neuen Generation ge­worden war.

Nun lag Frühlingssonnenschein auf dem Dache, guckte in alle Fenster und weckte hellen Widerschein auf den Ge­sichten derer, die unter ihm aus- und eingingen. An den Rosenstöcken begannen die ersten Knospen sich zu bilden, alle Beete waren mit Blumen übersäet, es schien, als wolle der Sommer früher als sonst seinen Einzug halten.

,, Der Doktor hat den Garten verzaubert," meinte die Kleine, vorwitzige Anna, die sehr an Arnold hing.

,, Warum nicht gar?" widersprach Toni, von der Meinung der Schwester trotzdem nicht wenig erfreut. Genug, wenn er Grillen wegzuphilosophieren versteht," sie gedachte der wesentlich gehobenen Stimmung des Vaters, der so gern mit dem jungen Herrn Kollega" sprach.

" Ja, da hast du recht," ſtimmte Anna zu, die nicht so weit sah. Du bist in letzter Zeit viel erträglicher geworden, nicht halb so strenge mehr wie sonst, Grund genug für mich, dem Herrn Doktor dankbar zu ſein" und mit einem raschen Seitensprung entzog sie sich allen möglichen Konsequenzen ihrer fühnen Behauptung.

Toni blieb aber nicht lange Zeit, den Worten des Kindes nachzuſinnen. Ueber den Hauptweg des Gartens daher kam Arnold; ein Sträußchen Feldblumen steckte in dem Knopfloch seines Rockes.

,, Wie, Fräulein, ich finde Sie ohne Buch?" Er streckte ihr die Hand entgegen.

Es will nicht jederzeit gehen mit dem Studium lernen wir nicht trotzdem eigentlich immer, auch ohne theo­retische Nachhilfe?"

Sie nahmen in dem kleinen, von Geisblatt umraukten Salettel Plaz.

,, Gewiß, ich glaube, die Richtigkeit Ihrer These an mir selber erfahren zu haben. Nie fühlte ich meine Verstandes­fräfte so angeregt wie bisher, und doch dünkt mich jeder Sinn geradezu verdoppelt. Wie hätte ich früher diefer win­zigen Feldblümchen geachtet? Jetzt kann ich kein Gänse­blümchen zertreten, kein Vergißmeinnicht ungepflüdt laffen. Ich lese eigentlich weniger als ehedem, und doch strömen mir die Gedanken in reichster Fülle zu, und mein Gedächtnis scheint wie neubelebt. Es muß der Frühling sein, der unseren Blutumlauf beschleunigt und die Materie in ihrer Leistungs­fähigkeit dermaßen steigert, ohne Zweifel der Frühling" er hob den Blick und sah fast geblendet den strahlenden Glanz, der aus Tonis auf ihn gerichteten Augen brach. Sekunden­lang verstummte er, dann wiederholte er leise zögernd: Ja, ja, der Frühling oder

Ei, unser Philosoph! Das ist schön von Ihnen," unter­brach die Stimme des Oberlehrers, der um die Ecke bog. ,, Sie kommen, wie gerufen, lieber Doktor. Da ist mir vor­hin, als ich den Reinigungsarbeiten drüben am Erlenteich zusah, ein kurioser Gedanke gekommen. Sie stecken mich an mit Ihrer Vorliebe für philosophische Themen und Fragen. Aber auslachen dürfen Sie mich nicht, auch du nicht, Toni, das möcht' ich mir im Vorhinein verbeten haben."

Aber, bester Herr Oberlehrer, wie können Sie nur denken!"

" Schon gut, ihr Jungen seid uns Alten nun einmal über, ich weiß es wohl. Einst dachte, handelte man im allgemeinen ganz anders. Da war mehr Natur, Gemüt, wenn ich so sagen soll. Heute entscheidet überall der Verstand. Man urteilt nur nach philosophischen Systemen, Paragraphen, Kriegs­geſetzartikeln"- ein kurzes Lachen milderte den Ernst dieser Worte.

Er­

Glauben Sie doch das nicht, Herr Oberlehrer. kenntnis und Wissen sind kein Hemmnis für den warmen Herzschlag eines Menschen; im Gegenteil, Bildung lehrt die ursprünglich angeborene Selbstsucht überwinden, besiegen; sie wandelt Egoismus in Altruismus, Eigenliebe in Huma­( Schluß folgt.) nität."

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