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9.1.1904 Erstes Blatt
 
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abschließen. Wie es heißt, will die englische Regierung der französischen ein überwiegendes Recht in Marokko ein­räumen, während Frankreich die englische Besizergreifung bon Egypten anerkennen würde. Ferner würde England den Franzosen in Siam freie Hand lassen, während diese den Engländern in Neufundland Zugeständnisse machen würden. Durch den Vertrag, der demnächst veröffentlicht werden soll, würden auch die das Nigergebiet und die neuen Hebriden betreffenden Fragen geregelt werden. Dieses Abkommen wäre in der Tat, wenn es zustande kommt, für beide Länder von außerordentlichem Wert, wertvoller jedenfalls als der so pomphaft gefeierte allgemeine Schieds­gerichtsvertrag.

Niederlande.

In belgischen und niederländischen Ministerkreisen werden neuerdings Verhandlungen wegen eines belgisch­niederländischen Zollvereins gepflogen. Der holländische Ministerpräsident Kuyper hält sich zur Zeit in dieser An­gelegenheit am belgischen Hofe auf. Nebenbei gilt seine Reise nach Brüssel auch Unterhandlungen wegen des Be­suches der Königin Wilhelmina am belgischen Hofe. Offen­bar wollen beide Länder überhaupt engeren Anschluß an­einander nehmen. Der vlämischen Bewegung in Belgien, die auf eine Wiedergermanisierung Belgiens ausgeht, könnte eine solche Annäherung beider Staaten nur förderlich sein. Dänemark.

Angesichts der drohenden Kriegsgefahr in Ostasien be­schäftigt man sich in den leitenden Kreisen Dänemarks ernſt­lich mit der Frage der Neutralität Dänemarks. Die dänischen Politiker sagen sich sehr richtig, daß es in Dänemarks Inter­esse liege, auf dem Welttheater eine ähnlich gesicherte Stel­lung einzunehmen, wie z. Zt. Belgien, die Niederlande und die Schweiz. In einer politischen Versammlung in Kopen­hagen äußerte sich dieser Tage der dänische Ministerpräsident Deunter über die Angelegenheit. Er erklärte, die Aner­kennung der dänischen Neutralität werde bei Deutschland und Rußland auf Schwierigkeiten stoßen. Deutschland werde mit der in einer Neutralitätserklärung liegenden Rundgebung, daß eine Veränderung der bestehenden Verhältnisse nicht be­absichtigt werde, nicht zufrieden sein, und in Rußland herrsche wegen der Sympathie, die Dänemark den Finländern zeige, Mißstimmung gegen Dänemark. Es ist nicht einzusehen, warum Deutschland gegen eine Neutralitätserklärung der jütischen Halbinsel Einspruch erheben sollte.

Skandinavien.

+ Einen bemerkenswerten Erfolg hat die Frauenbewegung zu verzeichnen: Die norwegische Regierung hat einen Gesetz­entwurf ausgearbeitet, wonach Frauen in staatlichen Aemtern angestellt werden können, wenn sie die Bedingungen erfüllen, die nach der Verfassung für Männer vorgeschrieben sind, und wenn sie die für die fraglichen Aemter erforderlichen Eigen­schaften besitzen. Ausgeschlossen sollen die Frauen nur von einzelnen staatlichen Berufen, wie den geistlichen und den polizeilichen sowie vom Konsulats- und natürlich auch vom Militärdienste bleiben.

Balkan- Staaten.

A In Serbien ist die eben erst mit knapper Not verhinderte Ministerkrise nun doch ausgebrochen. Unter den soeben vom König neu ernannten Flügeladjutanten befindet sich auch der Schwiegersohn des in Wien lebenden, vor Alexander aus Serbien geflohenen ehemaligen serbischen Ministerpräsiden­ten Petrowitsch. Der Kriegsminister weigerte sich, die Wahl dieses Adjutanten zu beſtätigen und gab seine Entlassung. Eine allgemeine Kabinettskrise gilt als wahrscheinlich. Sie hat dem Lande gerade noch gefehlt.

Amerika.

Von der Einmischung der Zivilisationsmächte in die Wirren in Santo Domingo wird weiter berichtet: Amerika untersagt in Santo Domingo sowohl den Regierungs­Truppen, wie den Revolutionären alle Kämpfe in der Nach­barschaft von amerikanischem Eigentum. Anderenfalls sollen amerikanische Streitkräfte einschreiten. Ebenso soll die Unter­brechung des Außenhandels verboten und ein weiteres Beschwader hingeschickt werden. Zweifelsohne würden die Amerikaner nichts lieber sehen, als wenn die Mulatten in Santo Domingo sich an diese Weisung nicht kehrten. Bei einem Einschreiten der Yankees, fann nur einer gewinnen: die Union.

Feer und flotte.

Die Verlegung des Düsseldorfer Husaren- Regiments nach Krefeld wird erst zum April 1906 erfolgen. Der Kaiser lief durch das Kriegsministerium die Mitteilung dorthin ge­langen, daß dies mit Rücksicht auf die Solidität der Kasernen­bauten geschehen müsse.

habe; nach Meldungen aus Newyork hätten dortige Ge­schäftshäuser Kabeltelegramme mit dieser Nachricht erhalten. Das wird ja nun wohl nicht so ganz stimmen, indessen sieht die Sache bedrohlich genug aus. Nach Londoner Blättern hätte das Washingtoner Kriegsdepartement Meldungen er­halten, daß Japan im Begriff sei, 35 000 Mann Truppen in Korea zu landen. Man glaube, daß eine solche Truppen­bewegung schon im Gange sei, oder bis zum heutigen Frei­tag erfolgen werde. In amtlichen Kreisen Washingtons fasse man die Nachricht als Andeutung eines unmittelbar be= vorstehenden Ausbruchs der Feindseligkeiten auf.

Die angeblichen Uniformänderungen dementiert. Von der vielfach als offiziös geltenden Köln. Ztg." war zuerst die Meldung verbreitet worden, daß zum 27. Januar eine weitere durchgreifende Uniformänderung bevorstehe. Dem gegenüber wird jezt halbamtlich erklärt: Die Deffentlich­keit ist durch Angaben beunruhigt worden, welche die Köl­nische Zeitung" unter Berufung auf militärische Kreise über Uniformänderungen, und zwar über die Einführung einer neuen Grundfarbe für die Waffenröcke, den Ersatz der Feld­binde durch ein Ueberschnallkoppel, die Anbringung der Abzeichen des Dienstgrades auf den Aermeln und die Ver­tauschung der grauen Litewka durch eine graugrüne gemacht hat. Wir stellen fest, daß hier eine gröbliche Mystifikation vorliegt. Die Angaben sind in allen Einzelheiten erfunden. Es ist bedauerlich, daß ein ernstes Blatt solche falschen Ge­rüchte über angebliche Entschließungen der höchsten Stelle ohne genaue Prüfung aufgenommen bat."

Das alte Lied.

Vielleicht ist auch das etwas übertrieben; wenn es zum Ausbruch der Feindseligkeiten kommt, so wird Japan da­mit doch aller Voraussicht nach warten, bis die gegenwärtig von der japanischen Regierung eifrig betriebene Beratung der russischen Antwort

beendet ist. Wie verlautet, ist Japan mit der Antwort durchaus unzufrieden. Ist das der Fall, so wird die Stellungnahme Japans ja nicht lange auf sich warten lassen. Zu weiteren Verhandlungen soll Japan nach einer Meldung nicht bereit sein, eine andere besagt selbstverständlich das Gegenteil. Nach ihr will Japan so lange verhandeln, bis seine in Genua gekauften beiden Schiffe, die gestern Nacht unter englischer Führung mit englischer Mannschaft in See gegangen sind, das Mittelmeer hinter sich haben und russi­schen Angriffen mit Leichtigkeit entgehen können.

Durch die Depeschen aus Ostasien geht als Unterton immer wieder das alte Lied: Nichts Gewisses weiß man nicht!" Die offiziösen Nachrichten besagen, die Verhand­Jungen zwischen Rußland und Japan würden fortgesetzt und schienen zu gutem Ende führen zu sollen, während englische und amerikanische Depeschen den Ausbruch des Krieges als nahe bevorstehend bezeichnen. Ja, in Amerika will man so­gar schon wissen, daß der Kriea bereits begonnen

Russische Befürchtungen.

In Rußland ist die Meinung über die Situation geteilt: Die amtlichen Kreise erklären nach wie vor eine friedliche Lösung für das Wahrscheinliche, nichtamtliche Kreise haben sich allmählich der entgegengesetzten Anschauung zu­gewendet. Soviel steht jedenfalls auch heute fest, daß Ruß­land den Krieg nicht beginnen wird. Rußland möchte ihn in der Tat vermeiden, weil es für den Kriegsfall gleichzeitig Verwickelungen auf dem Balkan fürchtet. Das russische Auswärtige Amt soll über Beweise dahin verfügen, daß Bulgarien, falls Rußland im Frühjahr in Ostasien be schäftigt ist, die Gelegenheit benußen wird, den Krieg auf der Balkanhalbinsel anzusachen. Dann aber ist es unmög lich, daß die anderen Mächte nicht darin verwickelt werden und der

Weltkrieg,

der Rußland jetzt sehr ungelegen käme, wäre da. Dieſen Krieg hintanzuhalten und einen russisch- japanischen Krieg auf diese beiden Mächte zu beschränken, wollen die anderen Mächte ja versuche England hat den übrigen Mächten vorgeschlagen, mit allen Mitteln den Konflikt auf Rußland und Japan zu beschränken, und die Mächte haben ihre Mit­virkung hierzu zugesagt.

Indessen auch das ehrlichste Bemühen der Mächte, den cuſſiſch- japaniſchen Krieg auf die beiden kriegführenden Par­teien zu beschränken, muß vergeblich bleiben: wenn es den Bulgaren und Mazedoniern nicht gefällt, kann Europa nicht in Frieden leben. Auch die englischen Staatsmänner wissen das, ihr Vorschlag scheint deshalb keineswegs ehrlich gemeint.

Dieser Verdacht wird bestärkt durch die Beflissenheit, mit der England die Japaner zum Kriege hetzt. Nachdem die Japaner jetzt samt und sonders inne geworden sind, daß das Versprechen englischer Hilfe im Falle eines Krieges mit Rußland eitel Humbug war, nachdem also diese Vorspiege lungen nicht mehr ziehen, sucht die britische Presse den Ja­panern einzureden, sie könnten auf die Hilfe der Yankees rechnen. Selbstverständlich ist das ebenfalls Schwindet. Amerika hat allerdings bereits Truppen nach Korea ent­sandt, aber es hat keineswegs die Absicht, sich einzumischen. Die Japaner werden, wenn sie losschlagen wollen, auf ihre eigene Kraft angewiesen sein. Und die verbürgt ihnen die chließliche Niederlage.

Nah und Fern.

Lokales.

9. Januar 1904.

Stadttheater Gießen. Nochmals sei auch an dieser Stelle auf die Fremdenvorstellung des morgigen Sonn­tags hingewiesen, die zu ermäßigten Preisen Als ich wieder­fam" bringt. Die Abonnementsvorstellung des morgigen Sonntag bringt Beyerleins sensationelles Schauspiel Zapfen­stretch, für das sich außerordentliches Interesse fundgibt.

Eine Krüppelzählung wird zur Zeit in der preußischen Provinz Sachsen veranstaltet, um einen Ueberblick über das gewaltige Gebiet des Krüppelelends zu verschaffen. Da die Erfahrung gelehrt hat, daß mit seltenen Ausnahmen nur die jüngeren Krüppel besserungsfähig sind, so werden nur die­jenigen gezählt, die noch nicht über 14 Jahre alt sind. Im Laufe des Februar soll das Ergebnis veröffentlicht werden. Die vor zwei Jahren in Schlesien veranstaltete Zählung hatte für diese Provinz das Vorhandensein von 2404 Krüppel­findern in schulpflichtigem Alter ergeben, von denen 66 Proz. ihre Verfrüppelung erst später erworben hatten. Zahlreiche Zeitschriften haben damals die Ergebnisse verwertet, die zum Teil recht überraschende Fälle zutage gefördert haben. Da durch ist das Interesse vieler Kreise erweckt worden, die von der Wichtigkeit der Krüppelpflege bisher keine Ahnung hatten.

Das Gnadengesuch des Oberlehrers Ries abgelehnt. Der wegen Beleidigung des oldenburgischen Justizministers Ruhstrat zu sechs Monaten Gefängnis verurteilte Gymnasial­Oberlehrer Dr. Ries hatte in einem Gnadengeſuch an den Großherzog von Oldenburg gebeten, diese Strafe in eine entsprechende Festungshaft oder Geldbuße umzuwandeln. Das Gesuch ist jetzt aber abschlägig beschieden worden.

* Vor einiger Zeit war von Ems aus an den Minister der öffentlichen Arbeiten eine Eingabe über die Vah nkanali­sation gerichtet worden. Darauf ist jeßt, der Köln. 3tg." zufolge, die Antwort eingegangen, daß eine allmähliche Ver­besserung der Schiffbarkeit der Lahn durch Maßnahmen ge­ringeren Umfangs in Erwägung gezegen werde, dagegen der Ausführung des früher ausgearbeiteten Planes zur Zeit nicht näher getreten werden könne.

Nachdem der Kaiser genehmigt hat, daß der Gar­deverein Gießen neben dem hessischen und sonstigen Wappen den Gardeadler und Gardestern auf seiner neu zu beschaffenden Fahne führen darf, hat der Verein schon jetzt alle Vorbereitungen getroffen, die Weihe dieser Fahne zu einer recht würdigen und großartigen zu gestalten. Das Fest wird im neueu Saalbau abgehalten und zwar findet Sonnabend, den 11. Juni großer Kommers und Sonntag, den 12. Juni großes Weihefeft, letzteres im Garten, statt. Hierzu sollen alle militärischen Vereine des Verbandsbezirk Gießen und der angrenzenden preußischen Orte, alle bekannten Garde- Vereine, sowie alle sonstigen Vereine am Plaze selbst, schon alsbald eingeladen werden.

Mutterliebe. Ein erschütterndes Drama spielte sich in Godesberg ab. Eine von auswärts zugereiste Dame, die ihre beiden neun und zwölf Jahre alten Söhne aus den Ferien wieder nach dem Pädagogium brachte, ging mit diesen abends an den Rhein. Um die Beleuchtung der Bonner Rheinbrücke besser sehen zu können, stellte sich die Dame mit den beiden Knaben auf eine Bootslandungsbrücke. neunjährige Knabe lief bis auf deren Spize, verlor das Gleichgewicht und stürzte kopfüber in die Fluten. Ohne Besinnen stürzte sich ihm die verzweifelte Mutter nach, trotz­dem sie des Schwimmens unfundig war. Sie ertrank zu­sammen mit dem geliebten Sohn.

Der

** Aus dem Zuge gesprungen ist am Donnerstag Vormittag ein 10 Jahre alter Anabe aus Dutenhofen bei Wezlar. Er fuhr öfter nach Gießen behufs klinischer Be­handlung eines Ohrenleidens, und wollte den um 9.50 Uhr zurückgehenden Zug benußen, verfehlte denselben aber und fuhr deshalb mit einem 20 Minuten später abgehenden Personenzug, ohne zu wissen, daß derselbe in Dutenhofen nicht anhielt. Als der Zug die Haltestelle durchfahren, verließ der Junge das Abteil, sprang aus dem Zuge und wurde überfahren. Der Tod trat augenblicklich ein.

O Ueberfall auf einen Gefängnisaufseher. Der in Kiel zu Zuchthaus verurteilte Einbrecher Görke überfiel den Ge­fängnisaufseher Lodi. Er verlegte ihn schwer durch Stiche mit einer Schere und versuchte dann, ihm die Schlüssel zu entreißen, was aber nicht gelang.

* Durch das unvorsichtige Umgehen mit Schußwaffen sind wiederum zwei junge Menschenleben vernichtet worden. Der bei dem Förster in Kammin bedienstete 27jährige Knecht sollte eine Flinte vom Hof in das Forsthaus tragen, dabei legte er das Gewehr im Scherz auf das 16jährige Dienst­mädchen an. Ein Schuß und das Mädchen sank tot zusam­men. Aus Angst und Verzweiflung über die Tat ging der Knecht hin und erhängte sich.

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** Pfarrer Gustav Baist, 1824 in Grünberg geboren und seit 20 Jahren Pfarrer in Westheim, Mittel­franken, begeht am Sonntag seinen 80. Geburtstag.

** Unter den Hessen in Nordamerika ist eine Bewegung zu gunsten einer Sympathiekundgebung für den Großherzog im Fluß.

Viehmarkt zu Gießen. Bei dem am 5. Januar 1904 stattgefundenen Markte waren 922 Stück Rindvieh aufgetrieben. Der nächste Markt findet am 19. und 20. Januar statt; am 20. Schweinemarkt.

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Von der Leutseligkeit des Groß­erzog zeugt folgendes Geschichtchen. Vor einigen Tagen fuhr der Großherzog, nur von einem Diener begleitet, den Weg von Mörfelden in der Richtung nach seinem Jagdschlosse Mönchbruch in der Nähe von Groß- Gerau. Unterwegs holte das Gefährt

schwere Laste Frau ein, welche in einem Korbe eine

Kopfe trug. Der Großherzog ließ halten, fragte die Frau nach dem Wohin" und lud sie auf ihre Antwort, daß sie bis nach Rüsselsheim müsse, ein, in seinem Wagen mit ihrem Korbe Platz zu nehmen. Die schon bejahrte Frau nahm das Anerbieten des ihr unbe­fannten Herrn an und wurde vom Großherzog bis zum Wege nach Mönchbruch, wo er abbiegen mußte, mitgenom­men. Die Frau erfuhr erst nachher von in der Nähe ar­beitenden Landleuten, mit wem sie gefahren war.

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** Frankfurt a. M., 9. Jan. Die Stadt Frankfurt a. M. hat ihre 3 Millionen Mark- Anleihen von 1903 zum Kurse von 99,30 an ein aus Frankfurter und Berliner Bank­Instituten bestehendes Konsortium begeben.

Frankfurt, 5. Jan. Prinzessin Alexandra von Ysenburg und Büdingen, eine Enkelin des letzten surfürsten von Hessen, ist am verflossenen Sonnabend in Konkurs gekommen, der von ihrem zweiten Manne, von dem sie geschieden ist, beantragt worden ist.

Stadttheater Gießen.

Der Hochtourist.

Schwank in 3 Akten von Curt Kraaß und Max Neal.

Der ist

Friedrich Wilhelm Milius, Direktor einer Aftien­Gesellschaft, hat das Unglück, eine Frau zu besigen, die thn absolut berühmt haben will. Da ihm dazu aber jedes Talent fehlt, reist er nach München und wird Hoch­tourist, das heißt, er schreibt aus einem alpinen Werke von Hans Lindenburg die schönsten Bergtouren ab und schickt sie als eigene Erlebnisse nach Hause. Die ehrgeizige Gattin läßt nun diese Reisebriefe drucken und überreicht das Buch ihrem Manne als Geburtstagsüberraschung. natürlich riesig entzückt" darüber und fällt von einer Ver­zweiflung in die andere, als noch der Redakteur der Stunde", der Vorstand des Alpenvereins, die in dem Werke genannten beiden Führer und zuletzt der Photograph erscheinen, welche den Gipfelstürmer auf einer aus Tischtüchern und Stühlen fabrizierten Bergspize photographieren. Im zweiten Afte ist die ganze Geburtstagsgesellschaft im Gebirge, um der Be­steigung des Höllenflamms, die Milius auf Wunsch des Alpenvereins ausführen soll, beizuwohnen. Hier trifft der Berggewaltige mit dem eigentlichen Verfasser seiner Reise­briefe, der glücklicherweise den Namen des Schriftstehlers" noch nicht fennt, und mit einer von früheren Gebirgstouren" befannten Schauspielerin zusammen, die ihn zusammen eine gehörige Portion Angst und 1200 Mt. Vorschuß" kosten. Inzwischen hat er sich mit dem Führer verabredet und während die ganze Gesellschaft den Hochtouristen auf dem Höllenklamm wähnt, ist er auf einem Umwege wieder in das Logierhaus gelangt und hat sich schlafen gelegt, oder bielmehr zum Schlafen ausgezogen, denn er wird durch ein Rendevous seiner Tochter Lore mit dem Verfasser der Reisebriefe, Hans Lindenburg, wach gehalten. Es kommt

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aber noch beffer. Se Shu dentin, wird vo gebracht, alles verfa bergibt feinen Schwi Sembe langfam b Staunen feiner Reife man auf der Bühne geftattete man fid höchstens mal bie f feine Beinfleiber me

Euer Fläschchen! D

wirkliche fochtourist b meiniligen Bergfteiger nicht auf den wirklich Liebesfonflift näher nimmt fich auch einen halt des Schwantes, Boffenfiguren und M wurde gestern Abend alle fehr eilig, m alter Borhang schien er auf die vielen St Bergeffenheit breiten Aus

Die Erdarbeit Brofe zu Grebenb ter Lohnzettel eine womit fie fich heiml Monate Gefängnis -2 dabonfommt. W finde begangenen wegen ähnlicher Verb ling bon Raft adt Strafen eine Gesam Zuchthaus.- Der bon Rohrbach w wegen Beschädigung Gefängnis verurtei Strafe auf 6 Mona die Berufung des Slig, welcher wegen Tierquäleret bermorfen.

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Das in Nr. 2 fandt betr. den Ba Usingen hat vers Es steht in Nr. 4 Begen die Aus a. folgendes einzuwer 1. It es nicht Ortschaften insgesamt bei Beglar gelegen fi zeigt, wie oberfaul es 2. Ebenso falf den diese Orte mit i deutend ser. Beweis berger Bauern ihre toffeln, Gemüse usw. fie ganz genau wiffen beffer bezahlt bekomm Buzbach. 2. Wo bf

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