HERM. FRENZ.
Gute Ausrede.
,, Emmy, ich würde mich doch schämen, den Leutnants so nachzusehen!"
,, Aber Mama, ich suche Dir ja bloß einen Schwiegersohn aus."
Parvenüstolz.
Jüngst geadelte Kommer. zienrätin( zum Gatten): ,, Sag mer, Jonas, müssen wir uns das gefallen lassen, daß man uns bei der Volkszählung so unter dem gewöhnlichen Wolk mitzählt?"
An der Klingel einer Apotheke wird mitten in der Nacht heftig geläutet. Schlaftrunken erhebt sich der Ich möchte für zehn Pfennig Provisor und öffnet das Fenster. Lippenpomade!" ertönt eine Stimme
Ein fauler Kunde.
unten.
,, Was?" schreit der Provisor ,, wegen dieser Kleinigkeit stören Sie mich im besten Schlaf? Diese Rücksichtslosigkeit geht zu weit!" wütend,
,, Gut," erwiderte der Untenstehende, wenn Sie so grob sind, werde ich meinen Bedarf ein= fach wo anders decken!"
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einen Ausnahme natürlich!" ergänzte er nur, daß sie zwei Personen betrifft, die auf der Welt sind- dich und meinen Vater! daß es sich um eine Sache von solcher Wichdaß er seine Fassung nur höchst mühsam bewährend du die deine ganz und gar einesichts dieser fremden Leute! Die Japaner nsart, die auf den gegebenen Fall wunderbar t: Verlange alles, was du willst, o Herr, nicht!" Du willst mir dein Vertrauen er nicht, wo es mir am meisten daran gear Schritte ins Zimmer hinein, kehrte dann hm sie in seine Arme. er bittere Ton gegen dich? Verzeih mir, dies mußt du einsehen! So wie ich dich jetzt n Armen, an meinem Herzen, dicht, ganz tichts Fremdes zwischen uns geben, so lange ander läßt. Laß nicht in den ersten Tagen entstehen, die nur zu leicht weiter werden, er entfernen kann, unmerklich, aber un Was es auch sein mag, was du mir zu notwendig hältst, und ich weiß es, die h dazu führen, können nur gut und edel ßflicht der Pietät, des Zartgefühls dich auch b es mir, die Pflicht des Weibes gegen den ächste, die erste! Es kann uns ein langes beschieden sein, ein ganzes Menschenalter schön, wenn wir uns dereinst sagen können, blieben sind in unserem Herzen, daß keines Schlag getan hat, um den das andere nicht zärtlichen Worte trafen sie tausendmal Bitterfeit. Alles, was er sagte, weckte ein rem Herzen, er hatte recht in jedem Wort, er das alles sagte! Wie seine Augen, die nitredeten, wie seine Stimme weich und ein ang, wie seine Lippen sich heiß und lange re Augen, ihren Mund legten, als wollten siegeln, die sie soeben gesprochen! ( Fortseßung folgt.),
Verbrecher( zu seinem Verteidiger): ,, Als ich Sie das erste Mal sah, Herr Doktor, sagte ich zu mir: ,, Der versteht Dich, der ist selbst erblich belastet!"
Vertrauen erweckend.
Stubenmädchen( das vor kurzem vom In der Musikalienhandlung. Land in die Stadt gekommen ist): ,, Geben Sie mir den Vergißmeinnicht- Walzer" von Waldteufel!"
Stubenmädchen: Ja, glauben Sie Gehülfe: Vierhändig?" denn, die Frau Baronin ist ein Aff?!"
*
,, Befolgt der Schulze denn nicht den Zur Kräftigung der Gesundheit. ärztlichen Rat, zur Kräftigung seiner Gesundheit viel auf der See zu fahren?"
,, Und ob! Der kommt aus der Seekrank= heit überhaupt nicht mehr heraus."
※
Gelehrter Zweifel.
Professor:„ Ich habe gemeint, wir be= kommen schlechtes Wetter, weil mich das linke Bein so schmerzt, und heute ist wieder blauer Himmel... oder sollte am Ende der Schmerz im linken Bein nur daher kommen, daß ich gestern von meiner Bibliothekleiter herunter gefallen bin?"
※
was will der Mensch! Kommerzienrat Prozgold( dem soAllzu besorgt. eben das erste Töchterchen geboren, zu seinem anmeldenden Diener): Was? Was? Baron Ich glaube gar, das ist schon Einer, der um die Hand meiner Tochter anhält!" Splitterizz? Hm
Die Idealistin.
,, Marie, Du bist furchtbar oberflächlich und seicht, denkst Du denn bei Mendelssohn's, Frühlingslied an nichts Anderes, als an ein neues Kleid zum kommenden Frühjahr?"
,, ja, auch noch an einen passenden Hut dazu!"
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Druck und Verlag: Neue Berliner Verlags- Anstalt, Aug. Krebs, Charlottenburg bei Berlin, Berlinerstr. 40.
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jamme Sprauje, vie lever von women vom 10 gut verstand, als wären sie durch Handschlag und feierlichen Eid besiegelt worden. In seinen Mienen stand es drohend und finster zu lesen: Meines Sohnes Glück und mein Leben hängt ab von dir, denn ich gebe mir selbst den Tod, sobald er erfährt, was du weißt, darum mußt du schweigen!- Und ebenso deutlich gab es ihr Blick ihm zurück: Ich werde schweigen, koste
es, was es wolle!
Im Korridor schlüpfte Hot- sumi an dem jungen Paar vorüber; als er es sah, fielen ihm mit einemmale seine Unterlassungssünden ein, und er wurde ganz klein und so geschmeidig wie ein Aal, als er die Gewänder seiner„ allzugütigen Gebieter" abwechselnd an seine Lippen drückte und die Vergehungen ihres allerniedrigsten Knechtes" reumütig beichtete. Aber Hellmut hörte ihn nicht zu Ende und schnitt seine Reden mit einer ungeduldigen Handbewegung ab; er bedeutete ihm, voranzugehen und die Türen zu Hildas Salon zu öffnen. Hier befahl er ihm kurz, daß jetzt er seinerseits ungestört zu sein wünsche, und das kam in Wort und Geberde so kurz und herrisch heraus, daß der Japaner sich erschrocken duckte und sich innerlich bei allen Göttern des„ Dai Nipon" schwor, diesmal seinen Auftrag nicht zu vergessen.
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Ihr Haupt war herabgesunken, und sie blieb stumm. Erinnerst du dich, Hilda," hob er nach einer kleinen Weile sanft wieder an, als wir auf dem Belvedere standen und dem Sonnenuntergang zusahen? Vor einigen Wochen war's,- du wolltest mir irgend eine Kindheitserinnerung erzählen, ich habe vergessen, was es war!- und wir versprachen einander bei dieser Gelegenheit, unumschränktes Vertrauen zwischen uns walten zu lassen, niemals ein Geheimnis vor einander zu haben, als die festeste Grundlage ehelichen Glückes. Damals stimmest du mit voller Ueberzeugung bei, und ich faßte diese deine Zustimmung, die unmittelbar aus deinem Herzen kam, wie einen feierlichen Eid auf, den du mir im heiligen Tempel der Natur schwurst. Deine starke, stolze, reine Seele, deine ungebrochene Natur gab mir ein Recht darauf. Erinnerst du dich?"
Ja!" sagte sie tonlos.
„ Gilt nur beim Mann das Ehrenwort, das feste, ernst gegebene Versprechen, nicht auch bei der Frau? Ich war stolz darauf, zu denken, daß ich mich auf meines Weibes Zusage so fest verlassen durfte wie auf meine eigene!"
„ Das darfst du auch, Hellmut, gewiß, du darfst es!"
efährliches Spiel.
heitere Geschichte von P. BI i ß.
( Nachdruck verboten.) ember war Käte, des reichen Gutsherrn Tochter, aus einem Schweizer Pensionat fünf Jahre war sie dort gewesen, als unes Landkind war sie hingegangen, und nun ar sie eine elegante, junge Dame mit den Baroneß und dem Chik einer Weltdame. 6 das in dem kleinen Landstädtchen Aner zu reden; am erbittersten darüber waren binnen von ehemals, die nur zu bald einjayen, but sie von dieser noblen Dame ganz und gar in den Schatten gestellt wurden; aber auch die älteren Damen ihrer Bekannt und Verwandtschaft fanden genug an dem vornehmen Fräulein zu bemäkeln, oft sogar zu tadeln: und da Fräulein Käte nur noch den Vater hatte, bekam dieser oft mehr zu hören, als ihm liek war.
Papa Müller aber, bekannt als ein friedliebender Mann, dachte, schimpft ihr nur immerzu, ich tu' dennoch, was ich für richtig halte; er liebte die Tochter aufrichtig, und deshalb gab er ihr in allen Dingen Recht.
So viel aber das Fräulein von den Damen der Stadt gehaßt war, ebenso viel wurde sie von den heiratsfähigen jungen Männern angebetet und umschwärmt.
Zu alledem verhielt sich Fräulein Käte sehr reserviert, zu den Damen war sie freundlich und entgegenkommend, die Herren behandelte sie höflich, aber kühl. Sie hatte sehr bald bemerkt, für was man sie hielt, aber sie war zu stolz, an den Klatschereien der Freundinnen teilzunehmen, und fand es abgeschmackt, sich von jedermann den Hof machen zu lassen. Die Folge war, daß man nach einigen Wochen bereits von ihr sagte, sie sei stolz und eingebildet und warte nur auf einen Prinzen, der sie als Gattin heimzuführen komme,
Auch dies erfuhren Vater und Tochter, aber auch hierüber lachten beide von Herzen und kümmerten sich nun erst recht um feinen Menschen.
Um diese Zeit kam Waldemar Schirmer, der einzige Sohn des Bürgermeisters, auf Urlaub in das Städtchen. Er war ein schmucker, junger Landmann, der jetzt sein Jahr in der Hauptstadt abdiente, nach dem Manöver war er„ befördert" worden, und nun kam er in der nagelneuen Uniform eines Unteroffiziers in sein Vaterhaus.
Wie immer in einer kleinen Stadt, erregt das Erscheinen eines Soldaten ein gewisses Aufsehen, hier aber war dop, peltes Interesse vorhanden: des Bürgermeisters Sohn und noch dazu ein Unteroffizier und ein strammer flotter Kerl obendrein, kurzum, alles lag in den Fenstern, wenn der junge forsche Krieger sich blicken ließ.
Am zweiten Tage traf er auf der„ Promenade" mit Fräulein Käte zusammen. Er hatte bereits von ihrem Dünfel erzählen hören und war sehr begierig, sie nun einmal zu mustern, zwar fannte er sie ja von Kindheit an, dazwischen aber lagen nun die Jahre der Entwickelung, in denen man sich ja so leicht entfremdet.
Als er sie grüßte und sie mit leichtem Kopfnicken dankte, sagte er bei sich:" Donnerwetter, das ist ja ein Staatsmädel geworden!" Er ließ aber sein Erstaunen nicht merken, spielte den Weltmann und begann in einem flotten und leicht burschifos gehaltenen Ton zu plaudern.
Zuerst ging sie belustigt auf seine Art ein, weil es ihr Freude machte, einen alten Jugendfreund wiederzufinden, als er dann aber immer dreister wurde, den forschen Kerl und den Schwerenöter spielen wollte, besann sie sich, wurde zurückhaltender und ließ ihn langsam aber sicher abfallen, so daß er mit kurzem militärisch strammen Gruß sich verabschiedete.
Wütend ging er weiter. Darauf war er nicht gefaßt gewesen! Er schwur, sich dafür zu rächen! Und während er so in seinem Groll nach Hause ging, dachte er immer nur: Was für ein prächtiges Mädel ist sie doch geworden! Am anderen Tage traf er sie wieder, aber als er sich ihr nähern wollte, entwich sie, so daß sein Vorhaben mißlang. Darob wurde er so ergrimmt und in seinem Vorsatz noch mehr bestärkt.
Doch an den beiden nächstfolgenden Tagen ließ sie sich überhaupt nicht blicken, so daß er ganz übellaunig und faſt verzagt ward.
Als er an diesem Tage abends in die Stammkneipe ging, begannen seine Freunde und Altersgenossen ihn weidlich zu uzen: Ja, lieber Junge, die holde Dame hat uns alle der Reihe nach schon abfallen lassen, da wirst auch selbst du vergeblich um Einlaß anklopfen."
Verärgert und wütend schwieg der junge Krieger.
„ Die Jungfrau hat kein Herz, sonst wäre sie schon längst einem von uns um den Hals gefallen, so dauerhaft haben wir ihr die Kur geschnitten!" rief lachend der junge Rechtsanwalt.
„ So, meint ihr das wirklich!" entgegnete der andere noch wütender.„ Und ich sage euch, sie hat doch ein Herz, und es muß nur der rechte Mann kommen, da fällt auch diese Jestung!"
„ Nun, vielleicht bist du dieser Rechte!" höhnte scherzhaft ein anderer.„ Beweise es uns doch!"
„ Das will ich auch, jawohl!" schrie Waldemar nun erregt. Ich werde es euch beweisen. Morgen, am hellen Tage, will ich ihr einen Kuß rauben! Ihr alle sollt das mit ansehen! Jawohl, morgen schon!" Er stand da mit Hochrotem Gesicht, die erregte Stimmung, der zu schnelle Genuß der Getränke, das alles hatte ihm seine ruhige Weberlegung geraubt, so daß er gar nicht so recht wußte, was er gelobt hatte, nun erst, nachdem alle auf ihn einsprachen und seinen Mut bewunderten, nun erſt wurde ihm klar, was er gesagt hatte, nun aber war es zu spät, ein Zurück gab es nicht mehr, wenn er sich nicht lächerlich machen wollte, und jetzt wurde er erst recht ärgerlich, denn nun bedauerte er heimlich, ein so unsinniges Versprechen gegeben zu haben. wütend ging er nach Hause.
Am anderen Tage, als Fräulein Käte des Nachmittags um 5 Uhr allein in dem kleinen Stadtpark lustwandelte, trat plötzlich der junge Kriegsmann vor sie hin; entfliehen konnte sie nicht, und so begann sie mit ihm eine Unter


