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maßlos geängstigt in ihrer Brust hin und her zu flattern schien, wie ein todeswunder Vogel, der keinen Zufluchtsort fennt, wohin er sich flüchten könnte. Ihr schönes, junges, sonniges Glück! Lag es nicht erbarmungslos in Trümmern? Drüben ging die Rede und Gegenrede heiter hin und her. War es möglich? Da saß der Mann, der vor kaum einer halben Stunde noch schreckensbleich und schuldbewußt in Hildas Antlig gestart hatte, anscheinend seelenruhig und streifte sorgsam die Asche von seiner Zigarrette und machte der spanischen Dame Komplimente über ihre geschickte Behandlung der spitzbübiſchen chinesischen Bedienten und verabredete mit dem Vizekonsul ein neues Zweiggeschäft des chinesischen Teehandels, von dem man sich einigen Gewinn versprechen durfte. Ein Ekel erfaßte sie vor der konventionellen Lüge des gesellschaftlichen Lebens, vor der Maske, unter der sich ein so entsetzliches Antlitz barg. Er, der dies Schauspiel so gewandt betrieb, fühlte sich ja sicher, daß die Gattin seines Sohnes unverbrüchlich schweigen würde, er fonnte ihrer Selbstbeherſchung in dieser Beziehung so sicher sein wie seiner eigenen. Aber Hellmut, Helmut! Er, der die Offenherzigkeit und Ehrlichkeit in Person war, wie würde er ihr Schweigen deuten, da er ohne Zweifel gesehen hatte, daß etwas Bedeutsames vorgefallen war zwischen seinem Vater und seiner jungen Gattin? Sie, die ihn über alles in der Welt liebte, die ihm wiederum das Teuerste auf Erden war, mußte gewaltsam das in sich ertöten, was jeder glüdlichen Ehe erst die rechte Weihe gibt: das unumschränkte, hingebende
Vertrauen!
Norden junior plauderte ganz leicht und heiter, aber sein Blick schweifte zwischendurch immer wieder zu ihr hinüber, die dort in der Nähe des Fensters regungslos, mit schlaff nieder hängenden Händen, wie eine schöne Marmorstatue, stand. Was, in des Himmels Namen, konnte sie ihm so verwandelt haben?
Gottlob, endlich brachen die Gäste auf, trotz höflicher Ein wendungen ihrer Wirte, die notgedrungen erfolgen mußten. Bei diesem Wetter nach Tokio zurückzufahren, daran war für die Spanier nicht zu denken, sie besaßen aber zum Glück nech zahlreiche andere Bekannte außer Nordens in Yokohama, und einigen derselben hatten sie ihren Besuch fest zugesagt. Hilda kam herüber, als der Aufbruch erfolgte, sie hatte von ihrem Bewunderer und seiner Gattin definitiv Abschied zu nehmen, da man einander in den nächsten zwei Tagen schwerlich mehr wiedersah. Sie vermochte es richtig über sich, ein Föfliches Lächeln auf ihre Lippen zu zwingen und die üblichen Bedens arten, Danksagungen, guten Wünsche und derartiges mehr herauszubringen, ihre Stimme klang ihr selbst fremad, als sie zu reden begann, und Hellmut mußte das wohl au finden, denn er drehte sich ganz erschrocken nach ihr herum, aber es ging ja doch! Sennor O'Veges sprach eine leichte Berwunderung aus, die schöne Hand, die er wiederholt ca die Lippen führte, so kalt zu finden; Hilda antwortete mit freundlicher Abwehr, sie sei ganz gesund, und dann endlich, endlich gingen die Fremden, und in der nächsten Setunde wünschte sich Hilda, sie wären noch geblieben, oenn nun kam das gefürchtete Alleinsein mit ihrem Gatten, und sie wußte, was ihr bevorstand.
Und während Fritz Norden dastand und nach ihr schaute und ihre Blicke ineinander trafen, führten dieselbe eine rasche, stumme Sprache, die jeder von ihnen doch so gut verstand, als wären sie durch Handschlag und feierlichen Eid besiegelt worden. In seinen Mienen stand es drohend und finster zu lesen: Meines Sohnes Glück und mein Leben hängt ab von dir, denn ich gebe mir selbst den Tod, sobald er erfährt, was du weißt, darum mußt du schweigen!- Und ebenso deut lich gab es ihr Blick ihm zurück: Ich werde schweigen, koste
es, was es wolle!
Im Korridor schlüpfte Hot- sumi an dem jungen Paar borüber; als er es sah, fielen ihm mit einemmale seine Unterlassungssünden ein, und er wurde ganz klein und so geschmeidig wie ein Aal, als er die Gewänder seiner„ allzugütigen Gebieter" abwechselnd an seine Lippen drückte und die Vergehungen ihres allerniedrigsten Knechtes" reumütig beichtete. Aber Hellmut hörte ihn nicht zu Ende und schnitt seine Reden mit einer ungeduldigen Handbewegung ab; er bedeutete ihm, voranzugehen und die Türen zu Hildas Salon zu öffnen. Hier befahl er ihm kurz, daß jetzt er seinerseits ungestört zu sein wünsche, und das kam in Wort und Geberde so kurz und herrisch heraus, daß der Japaner sich erschrocken duckte und sich innerlich bei allen Göttern des„ Dai Nipon" schwor, diesmal seinen Auftrag nicht zu vergessen.
Hellmut und Hilda blieben allein.
Der junge Gatte zog sich einen Sessel herbei und versuchte Hilda auf seine Kniee zu ziehen, allein sie widerstrebte und blieb aufrecht vor ihm stehen. Er legte den Arm um sie, und das duldete sie, ohne sich zu rühren.
Du weißt, was ich dich fragen will?" begann er endlich unsicher und zögernd.
Sie sah ihn an, eine leidenschaftliche Bitte in den Augen. Ja! Und wenn ich dich nun anflehe, ja, geradezu anflehe, Hellmut: schone mich, frage mich nicht, quäle mich nicht, was wirst du dann sagen?"
Ich dich quälen? Kind, was für ein Cedanke!" sagte er sanft und lächelte sie zärtlich an.„ Aber, sieh, dies ist eine ernste Sache, mein Kleinod, und wir müssen uns doch darüber aussprechen, uns klar werden. Du bist mir ja wie ausgetauscht! Du kannst es nicht leugnen, daß es irgend etwas nicht länger Undefinierbares, ſondern wirklich Greifbares zwischen dir und meinem Vater gibt! Kannst du das leugnen?" Sie blieb stumm.
Hilda!" Es lag ein Vorwurf in seiner Stimme, aber er klang so milde und schmerzlich, daß ihr das Herz weh tat. Gönne mir Zeit!" bat sie endlich. Nur jetzt nicht, nicht gleich jetzt gerade heute! Gönne mir Zeit! Mein Liebſter, nicht wahr, diesen ersten Wunsch erfüllst du mir?"
Gewiß, mein Herz, wenn du mir versprichst, die volle Wahrheit zu sagen, sowie du ruhiger geworden bist!" „ Das kann das darf ich nicht!"
,, Du darfst nicht?"
" Stein- und nein- und tausendmal nein!" Sie rief es mit ausbrechender Leidenschaft, und die Tränen stürzten ihr plötzlich aus den Augen, die so gewaltsam unterdrückte Aufregung beach sich stürmisch Bahn.„ Es ist um deinetwillen, es ist zu deinem Besten, Hellmut, mein liebster Mann, wenn du es mir doch glauben wolltest! Wie oft hast du mich dein kluges Lieb genannt, mir Geist, rasche Fassungsgabe, was alles sonst noch zugesprochen! Ach, so vertraue dem allem dies eine, nur dies eine einzigemal, und frage mich nicht!“
Hätte Hilda nicht unter dem Eindruck der eben erlebten Szene gestanden, wäre ihre Seele nicht von der mit aller Energie niedergehaltenen inneren Erregung so durchrüttelt werden, hätte Hellmut sie an einem der nächstfolgenden Tage gefragt, nicht aber unmittelbar nach dem erschütternden Erleb
sie hätte vielleicht kluge Ausreden, Zärtlichkeiten, Schmeideleien die Sache weniger ernst und wichtig gestalten, sie auf ein anderes Gebiet hinüberspielen können, so sehr ihrer ehrlich denkenden Natur auch solche Ausflüchte zuwiderliefen; jetzt aber gab die furchtbare Spannung, welche sie so lange beherrscht hatte, plötzlich nach, und der ganze seelische Konflikt, in dem sie sich befand, trat, frezlich ohne seine Ursache zu entHüllen, klar zu Tage.
Hellmut war sehr ernst geworden. Er machte ihre Hände, die sie um seinen Nacken geschlungen hatte, sanft, aber entdieben los und sich.
Du berlangst blin Vertre von mir, Hilda, Vertrauen in deinen Scharfsinn, deine Klugheit, und doch verweigerst du es mir, der ich an dein Herz appellierte, in einer, wie ich jetzt fest annehmen muß, hochwichtigen und ernſten Sache, denn nur eine solche kann dich so stürmisch erregen! Wie willst du dich nun rechtfertigen?"
Ihr Haupt war herabgesunken, und sie blieb stumm. Erinnerst du dich, Hilda," hob er nach einer kleinen Weile sanft wieder an, als wir auf dem Belvedere standen und dem Sonnenuntergang zusahen? Vor einigen Wochen war's, du wolltest mir irgend eine Kindheitserinnerung erzählen, ich habe vergessen, was es war!- und wir versprachen einander bei dieser Gelegenheit, unumschränktes Vertrauen zwischen uns walten zu lassen, niemals ein Geheimnis vor einander zu haben, als die festeste Grundlage ehelichen Glückes. Damals stimmest du mit voller Ueberzeugung bei, und ich faßte diese deine Zustimmung, die unmittelbar aus deinem Herzen kam, wie einen feierlichen Eid auf, den du mir im heiligen Tempel der Natur schwurst. Deine starke, stolze, reine Seele, deine ungebrochene Natur gab mir ein Recht darauf. Erinnerst du dich?"
Ja!" sagte sie tonlos.
" Gilt nur beim Mann das Ehrenwort, das feste, ernst gegebene Versprechen, nicht auch bei der Frau? Ich war stolz darauf, zu denken, daß ich mich auf meines Weibes Zusage so fest verlassen durfte wie auf meine eigene!"
.Das darfst du auch, Hellmut, gewiß, du darfst es!"
,, Mit dieser einen Ausnahme natürlich!" ergänzte er bitter. Schade nur, daß sie zwei Personen betrifft, die mir die liebsten auf der Welt sind- dich und meinen Vater! Und schade auch, daß es sich um eine Sache von solcher Wichtigkeit handelt, daß er seine Fassung nur höchst mühsam bewahren konnte, während du die deine ganz und gar einbüßtest, angesichts dieser fremden Leute! Die Japaner haben eine Redensart, die auf den gegebenen Fall wunderbar zu passen scheint:„ Verlange alles, was du willst, o Herr, nur dies eine nicht!" Du willst mir dein Vertrauen schenken, nur hier nicht, wo es mir am meisten daran_geTegen ist."
Er tat ein paar Schritte ins Zimmer hinein, kehrte dann rasch um und nahm sie in seine Arme.
Was soll der bittere Ton gegen dich? Verzeih mir, Liebling! Aber dies mußt du einsehen! So wie ich dich jetzt halte, in meinen Armen, an meinem Herzen, dicht, ganz dicht, so soll es nichts Fremdes zwischen uns geben, so lange Gott uns beieinander läßt. Laß nicht in den ersten Tagen schon eine Kluft entstehen, die nur zu leicht weiter werden, uns von einander entfernen kann, unmerklich, aber unwiederbringlich! Was es auch sein mag, was du mir zu verschweigen für notwendig hältst, und ich weiß es, die Gründe, die dich dazu führen, können nur gut und edel sein! welche Pflicht der Pietät, des Zartgefühls dich auch leiten mag, glaub es mir, die Pflicht des Weibes gegen den Gatten ist die nächste, die erste! Es kann uns ein langes Zusammensein beschieden sein, ein ganzes Menschenalter vielleicht, wie schön, wenn wir uns dereinst sagen können, daß wir eins geblieben sind in unserem Herzen, daß keines von ihnen einen Schlag getan hat, um den das andere nicht weiß."
Seine guten, zärtlichen Worte trafen sie tausendmal schwerer als seine Bitterkeit. Alles, was er sagte, weckte ein lautes Echo in ihrem Herzen, er hatte recht in jedem Wort,
ach, und wie er das alles sagte! Wie seine Augen, die lieben, schönen, mitredeten, wie seine Stimme weich und ein menig zitternd flang, wie seine Lippen sich heiß und lange auf ihr Haar, ihre Augen, ihren Mund legten, als wollten sie jede Silbe besiegeln, die sie soeben gesprochen!
( Fortsetzung folgt.),
Gefährliches Spiel.
Eine heitere Geschichte von P. BI i ß.
( Nachdruck verboten.) Anfang September war Käte, des reichen Gutsherrn Müller einzige Tochter, aus einem Schweizer Pensionat zurückgekommen; fünf Jahre war sie dort gewesen, als unbedeutendes kleines Landkind war sie hingegangen, und nun sie wiederkam, war sie eine elegante, junge Dame mit den Manieren einer Baroneß und dem Chik einer Weltdame.
Natürlich gab das in dem kleinen Landstädtchen Anlaß genug, darüber zu reden; am erbittersten darüber waren die guten Freundinnen von ehemals, die nur zu bald einsahen, daß sie von dieser noblen Dame ganz und gar in den Schatten gestellt wurden; aber auch die älteren Damen ihrer Bekannt und Verwandtschaft fanden genug an dem vornehmen Fräulein zu bemäkeln, oft sogar zu tadeln: und da Fräulein Käte nur noch den Vater hatte, bekam dieser oft mehr zu hören, als ihm lieb war.
Papa Müller aber, bekannt Is ein friedliebender Mann, dachte, schimpft ihr nur immerzu, ich tu' dennoch, was ich für richtig halte; er liebte die Tochter aufrichtig, und deshalb gab er ihr in allen Dingen Recht.
So viel aber das Fräulein von den Damen der Stadt gehaßt war, ebenso viel wurde sie von den heiratsfähigen jungen Männern angebetet und umschwärmt.
Zu alledem verhielt sich Fräulein Käte sehr reserviert, zu den Damen war sie freundlich und entgegenkommend, die Herren behandelte sie höflich, aber kühl. Sie hatte sehr bald bemerkt, für was man sie hielt, aber sie war zu stolz, an den Klatschereien der Freundinnen teilzunehmen, und fand es abgeschmackt, sich von jedermann den Hof machen zu lassen. Die Folge war, daß man nach einigen Wochen bereits von ihr sagte, sie sei stolz und eingebildet und warte nur auf einen Prinzen, der sie als Gattin heimzuführen komme.
Auch dies erfuhren Vater und Tochter, aber auch hierüber lachten beide von Herzen und kümmerten sich nun erst recht um feinen Menschen.
Um diese Zeit kam Waldemar Schirmer, der einzige Sohn des Bürgermeisters, auf Urlaub in das Städtchen. Er war ein schmucker, junger Landmann, der jetzt sein Jahr in der Hauptstadt abdiente, nach dem Manöver war er„ befördert" worden, und nun kam er in der nagelneuen Uniform eines Unteroffiziers in sein Vaterhaus.
Wie immer in einer kleinen Stadt, erregt das Erscheinen eines Soldaten ein gewisses Aufsehen, hier aber war dop peltes Interesse vorhanden: des Bürgermeisters Sohn und noch dazu ein Unteroffizier und ein strammer flotter Kerl obendrein, kurzum, alles lag in den Fenstern, wenn der junge forsche Krieger sich blicken ließ.
Am zweiten Tage traf er auf der„ Promenade" mit Fräulein Käte zusammen. Er hatte bereits von ihrem Dünkel erzählen hören und war sehr begierig, sie nun einmal zu mustern, zwar kannte er sie ja von Kindheit an, dazwischen aber lagen nun die Jahre der Entwickelung, in denen man sich ja so leicht entfremdet.
Als er sie grüßte und sie mit leichtem Kopfnicken dankte, sagte er bei sich:„ Donnerwetter, das ist ja ein Staatsmädel geworden!" Er ließ aber sein Erstaunen nicht merken, spielte den Weltmann und begann in einem flotten und leicht burschikos gehaltenen Ton zu plaudern.
Zuerst ging sie belustigt auf seine Art ein, weil es ihr Freude machte, einen alten Jugendfreund wiederzufinden, als er dann aber immer dreister wurde, den forschen Kerl und den Schwerenöter spielen wollte, besann sie sich, wurde zurückhaltender und ließ ihn langsam aber sicher abfallen, so daß er mit kurzem militärisch strammen Gruß sich verabschiedete.
Wütend ging er weiter. Darauf war er nicht gefaßt gewesen! Er schwur, sich dafür zu rächen! Und während er so in seinem Groll nach Hause ging, dachte er immer nur: Was für ein prächtiges Mädel ist sie doch geworden!
Am anderen Tage traf er sie wieder, aber als er sich ihr nähern wollte, entwich sie, so daß sein Vorhaben mißlang. Darob wurde er so ergrimmt und in seinem Vorsatz noch mehr bestärkt.
Doch an den beiden nächstfolgenden Tagen ließ sie sich überhaupt nicht blicken, so daß er ganz übellaunig und fast verzagt ward.
Als er an diesem Tage abends in die Stammkneipe ging, begannen seine Freunde und Altersgenossen ihn weidlich zu uzen: Ja, lieber Junge, die holde Dame hat uns alle der Reihe nach schon abfallen lassen, da wirst auch selbst du vergeblich um Einlaß anklopfen."
Verärgert und wütend schwieg der junge Krieger.
„ Die Jungfrau hat kein Herz, sonst wäre sie schon längst einem von uns um den Hals gefallen, so dauerhaft haben wir ihr die Kur geschnitten!" rief lachend der junge Rechtsanwalt.
„ So, meint ihr das wirklich!" entgegnete der andere noch wütender. Und ich sage euch, sie hat doch ein Herz, und es muß nur der rechte Mann kommen, da fällt auch dieſe Festung!"
„ Nun, vielleicht bist du dieser Rechte!" höhnte scherzhaft ein anderer.„ Beweise es uns doch!"
„ Das will ich auch, jawohl!" schrie Waldemar nun erregt.„ Ich werde es euch beweisen. Morgen, am hellen Tage, will ich ihr einen Kuß rauben! Ihr alle sollt das mit ansehen! Jawohl, morgen schon!" Er stand da mit Hochrotem Gesicht, die erregte Stimmung, der zu schnelle Genuß der Getränke, das alles hatte ihm seine ruhige Ueberlegung geraubt, so daß er gar nicht so recht wußte, was er gelobt hatte, nun erst, nachdem alle auf ihn einsprachen und seinen Mut bewunderten, nun erst wurde ihm klar, was er gesagt hatte, nun aber war es zu spät, ein Zurück gab es nicht mehr, wenn er sich nicht lächerlich machen wollte, und jetzt wurde er erst recht ärgerlich, denn nun bedauerte cr heimlich, ein so unsinniges Versprechen gegeben zu haben. wütend ging er nach Hause.
Am anderen Tage, als Fräulein Käte des Nachmittags um 5 Uhr allein in dem kleinen Stadtpark lustwandelte, trat plößlich der junge Kriegsmann vor sie hin; entfliehen konnte sie nicht, und so begann sie mit ihm eine Unter
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