Einzelbild herunterladen

rung ist wegen der Sache in großen Sorgen, da die Libe-. ralen, Demokraten und Republikaner feindliche Kund­gebungen gegen die Mönche vorbereiten.

Rufsland.

* Die Arbeiterunruhen in Rußland dauern ständig fort. Jetzt wird wiederum aus Jekaterinoslam berichtet: Auf den Werken der Russischen Gesellschaft in Kamenski sind Arbeiterunruhen ausgebrochen. Es sind Truppen dorthin entsandt worden.

Alien.

A Von einer vereitelten Judenverfolgung in Persien weiß das amtliche russische Telegraphenbureau aus Urmia( Per­sien) zu berichten. Danach hätte die persische Bevölkerung cine Judenbeze geplant, aber infolge energischen Einschrei tens des russischen Vizekonsuls sei Unglück verhütet und die Rädelsführer verhaftet worden. Rußland, das Kischinew auf dem Kerbholz hat, als Schirmherr der persischen Juden - ein seltsames Bild.

Amerika.

Zu der Panamarebellion, zu der drohenden Revolution in Kolumbien kommt jetzt noch ein neuer Bürgerkrieg auf dem südamerikanischen Kontinent: In Uruguay, Provinz Maldonado, ist die Revolution ausgebrochen. Infolgedessen ist über die ganze Republik Uruguay der Belagerungszustand verhängt worden. Selbstverständlich handelt es sich ange­sichts solcher Maßnahmen nicht um einen kleinen lokalen Krawall, sondern um einen allgemeinen Bürgerkrieg.

Ein Prinzeffinnenfchick fal.

Zum Tode der Prinzessin Mathilde Bonaparte.

In Paris verstarb im Alter von 83 Jahren Prinzessin Mathilde Bonaparte. Mit ihr verschwindet ein Stück Welt­geschichte. Bis in die zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts reichte ihr Gedächtnis zurück, sie hat alles Interessante, das sich in Frankreich während ihres Lebens zugetragen, in eigener Person miterlebt, und es schien ein Wunder, daß sie noch mit frischem Geiste unter den Menschen weilte. Es hat nicht viel gefehlt, so wäre sie Kaiserin von Frankreich geworden, denn als sie, neunzehnjährig und schön wie der junge Tag, auf Schloß Arenenburg am Boden­see bei ihrer Tante, der Königin Hortense, zu Besuch weilte, verliebte sich ihr Vetter, der spätere Napoleon III., in ste und wollte sie zu seiner Gattin machen. Die Königin Hor­terise setzte aber ihre ganze Kraft ein, um die Heirat zu ver­hindern, die ihr wegen der nahen Berwandtschaft ganz un­passend erschien. Napoleon gab die Hoffnung, seine schöne Kusine doch zu gewinnen, so wenig auf, daß ihn die Nach­richt, sie habe sich mit dem Russen Anatole Demidow ver lobt, ganz unerwartet traf und er ausrief: Stun gebe ich alles verloren!"

Es waltete kein freundlicher Stern über der Jugend Mathildens. Als sie im Mai 1820 in Triest zur Welt fam, lebte ihr Vater, der König von Westfalen, im Eril. Ihre Mutter, eine Tochter des Königs von Württemberg, wurde von den Angehörigen bestürmt, den Gatten zu ver­lassen, wehrte sich aber tapfer gegen diese Zumutung. Nach­dem sie in Triest auch noch einen Sohn geboren, wurde sie von den königlichen Eltern gewaltsam im Schlosse von El­wangen festgehalten, wo sie sich so abhärmte, daß sie nur menige Jahre mehr lebte, nachdem man sie ihrem Gatten und ihren Kindern wieder zurückgegeben. Das war in lorenz, wo damals Graf Anatole Demidom lebte und riesigen Aufwand machte. Er stammte von einem Unter­nehmer, der die erste Waffenfabrik in Rußland gründete und ungeheure Keichtümer gesammelt hatte. Vom Großherzog bon Toscana hatte er die Villa San Donato mit großew Ländereien erworben und als Dreingabe den Titel eines Principe di San Donato bekommen. Der Bruder Mathil­dens, Napoleon, besser bekannt als Plon- Plon, empfand es als schwere Last, daß die ganze Familie von kaum 28 000 Franks leben mußte, die ihr der König von Württemberg ausgesezt hatte, und er dachte, daß, wenn seine Schwester über die vielen Millionen des Kussen verfügte, er dabei nicht schlecht fahren würde. Er tat sein möglichstes, um die Heirat zustande zu bringen, und zwanzigjährig folgte Mathilde nur halbwillig dem Prinzen von San Donato zum Altar. Die Herrlichkeit dauerte denn auch nicht lange. Die Tochter einer föniglichen Prinzessin, deren Vater mit Majestät an­geredet wurde, konnte sich an die rüden Manieren eines russischen Parvenüs nicht gewöhnen, und bald stand der Entschluß bei ihr fest, die Fesseln der Ehe abzustreifen.

Sie war in der russischen Hofgesellschaft so gut aufge­nemmen worden, daß ihr Gatte darüber Eifersucht empfand und sie zwang, von allen Festlichkeiten fern zu bleiben. Nun war ihr größter Wunsch, sich dem Zaren zu nähern, der ihr Onkel war und ihre Partei ergreifen würde. Graf Demidon begab sich auf den Hofball im Winterpalais, nachdem er ihr strengstens verboten, denselben zu besuchen. Prinzessin Mathilde hatte heimlich ihre Vorbereitungen getrossen nachdem der Graf fort war, machte sie Toilette und erschien als letzte Dame im Balliaale. Sie fniete vor dem Zaren­paare nieder, riß den Schleier, der ihre bloßen Schultern be­deckte, herab, um zu zeigen, daß ihr herrlicher Nacken und der ganze Rücken bedeckt waren von den blutunterlaufenen Striemen, die des Gatten Peitsche dort hervorgerufen. Gleichzeitig bat sie den Zaren, er möge sie von diesem Ge­bieter befreien. Ihre Bitte fand Erhörung, die Scheidung war bald ausgesprochen und Graf Demidom mußte seiner Gemahlin eine jährliche Apanage von einer Viertelmillion Francs ausseßen.

Nachdem das Aufsehen, welches die Trennung in der Gesellschaft aller Länder gemacht hatte, einigermaßen in Vergessenheit geraten war, ließ sich die Prinzessin in Paris nieder und eröffnete ihren seither berühmt gewordenen Salon in der Rue de Berri Nr. 20, wo sich bald die aus­erlesenen Geister der Gesellschaft, die Künstler und Schrift­steller von Frankreich, einfanden. u jeder Zeit ihres fangen Lebens hat die Prinzessin mit den geistig vornehmsten Männern Freundschaft gepflogen alle waren willkommen und kamen friedlich miteinander aus, denn die Politik mar berpönt. Prinzessin Mathilde pilegie selbst die Sunst sie hatte ein schönes Maltalent und wurde oft bei Ausstel­lungen mit Medaillen ausgezeichnet, obgleich sie selten unter ihrem Namen ausstellte. Noch in vorgerückten Jahren hat sie anonym die Werke französischer Autoren illustriert.

Erkaiserin Eugenie meilte bis zuletzt an ihrem Sterbe­lager. Sie hatte von je ein herzliches Gefühl der Zuneigung für die Jugendliebe Napoleons III. Dieser zeigte, so lanae

er lebte, eine große Verehrung für seine geistreiche Sousine, die stets beruhigend und versöhnend auf sein Gemüt wirkte und ihn vor mancher Uebereilung warnte. Sie war es, die ihm die Pflege guter Beziehungen zu Rußland empfahl, und sie blieb zeitlebens eng befreundet mit den meisten Mit­gliedern der russischen Kaiserfamilie. Auch an König Eduard hatte sie einen treuen Freund, und er besuchte sie nicht nur in Paris, sondern auch in ihrem prächtigen Schlosse Saint Gratien bei Enghien, wo sie den letzten schmerzensreichen Sommer ihres Lebens zubrachte.

Hof und Gesellschaft.

*** Ein Besuch des Kaiserpaares in Schlesien steht, gutem Vernehmen nach, im Laufe des Januar bevor. Am 11. und 14. ds. Mts. findet auf Schloß Kreppelhof bei Landes­hut die Vermählung der beiden Töchter des Grafen zu Stol­berg- Wernigerode statt. Zu der auf Montag, 11. ds. Mts., festgesetzten Hochzeitsfeier sollen nun der Kaiser und die Kaiserin ihr persönliches Erscheinen zugesagt haben. Da die Trauung in der evangelischen Gnadenkirche zu Landes­hut vollzogen wird, würden sie gleichzeitig dieser Induſtrie­stadt einen Besuch abstatten.

*** Der Großherzog von Hessen beabsichtigt, boraussichtlich noch im Laufe des Januar wiederum eine auf mehrere Monate berechnete Auslandsreise zu unternehmen, die ihn zunächst nach England und von dort nach Egypten führt.

Der Großherzog von Mecklenburg­Schwerin ist in Begleitung seiner Schwester, der Herzogin Cäcilie, von Gmunden kommend, in Cannes eingetroffen zu einem mehrtägigen Besuche bei seiner dort zur Kur weilen­den Mutter, der Großherzogin Anastasia. Am 16. ds. Mts. begibt sich der Großherzog nach Wien, wo er mit seiner Braut, der Prinzessin Alexandra von Cumberland, zu­sammentrifft, die mit ihren Angehörigen bereits am 9. ds. Mts. in Penzing bei Wien vorübergehend Aufenthalt nimmt. Am 16. ds. Mts. gedenkt der Großherzog mit seiner Braut dem Wiener Hofballe beizuwohnen. Bezüglich der Hochzeit des jungen Brautpaares verlautet, daß diese im April. spätestens aber im Mai ds. Js. in Gmunden stattfinden wird.

Heer und flotte.

Moltkes Neffe. Zur Dienstleistung beim Generalstabe der Armee wurt Generalleutnant v. Moltke, Generaladju­tant des Kaisers und zurzeit Kommandant der 1. Garde­division, fommandiert. Man erblickt in dem Neffen des Beneralfeldmarschalls v. Moltke wohl nicht mit Unrecht den Nachfolger des Grafen Schlieffen als Generalstabschef der Armee.

Weitere Uniformänderung in Sicht? In militärischen Kreisen verlautet, daß zum 27. Januar abermals eine ein­schneidende Uniformänderung in Aussicht steht. Es wird von einer Wiederabschaffung der neuen Litewka, aber auch von einer großen Neueinführung gesprochen..

Aus dem Gerichtsfaal.

§ zu Tode geprügelt. Das Elberfelder Schwurgericht vird sich Anfang März mit der Aufsehen erregenden Affäre des Oberlehrers Deditius zu beschäftigen haben. Deditius ist bekanntlich angeklagt, den Tod des 12jährigen Knaben Wilhelm Busche durch fortgesette Mißhandlungen herbei­Jeführt zu haben. Die Sache beschäftigte s. 3t. schon die Straffammer, die sich als unzuständig erklärte und den Fall vor das Schwurgericht verwies. Behuss Herbeischaffung des nötigen Materials zur Hauptverhandlung wurde nun die Reiche des unglücklichen Knaben zum zweitenmal ausgegra­ben; es handelt sich hierbei um eine genaue Untersuchung der Schädeldecke. Der Erhumierung auf dem Langerfelder Friedhofe wohnten unter Aufgebot mehrerer Polizeibeamten zwei Gerichtsärzte bei. Nachdem der Schädel mit großer Mühe freigelegt und gereinigt worden war, wurde er den lerzten übergeben, die das schaurige corpus delicti zur ornahme eingehender Untersuchung nach Bonn weiterbeför­derten.

Ein Pistolenduell fand in der Nähe von Dresden zwischen dem bekannten Romanschriftsteuer reiherrn v. Ompteda und einem Rittmeister statt. Der Zweikampf verlief un­blutig. Er war veranlaßt worden durch die romantische Es­kapade der Gattin Omptedas mit dem jezigen Gegner ihres Mannes, die vor kurzem in der Dresdener Gesellschaft großes Aufsehen erregte.

Der Hoteldieb Manolesco als Memoirenschreiber. Der berüchtigte Hochstapler und Hoteldieb Manolesco alias Fürst Lahovary wird jetzt nach berühmten Mustern unter die Memoirenschreiber gehen. Das Buch verspricht recht inter­essant zu werden, wenn man erwägt, daß sein Verfasser während seiner fast 20jährigen Laufbahn Diebstähle in einer Gesamthöhe von nahezu 2,5 Millionen Franks verübt und in den höchsten Gesellschaftskreisen der alten und neuen Welt die interessantesten Abenteuer erlebt hat. Unter an­derem hat der Abenteurer sich in Genua unter falschem Namem mit einer sächsischen Gräfin v. K. verheiratet, von der er inzwischen wieder geschieden ist. Manolesco ist jetzt in seiner Vaterstadt Bukarest eingetroffen und wird dort, wie er versichert, von nun an das Leben eines rechtschaffenen und treuen Staatsbürgers" führen. Zeit wäre es nachgerade!

Das Medium als Erbschleicherin. In Paris wurde ein in Spiritistenkreisen sehr bekanntes Medium, Frau Martin, verhaftet, unter dem dringenden Verdacht der Erb­schleicherei und vielleicht des Giftmordes. Frau Martin soll eine Millionärin, Frau Chappuis, verleitet haben, sie zur Universalerbin einzusetzen, indem sie den Geist von deren Gatten die Anweisung dazu erteilen ließ. Bei den Geister­erscheinungen wurden auf dem Hausaltar gewisse Pulver verbrannt, die giftige Dämpfe entwickelt und den Tod der Millionärin herbeigeführt haben sollen.

Nab und Fern.

Nadflänge zum Theaterbrand in Chicago. Die Opfer der Brandkatastrophe im Iroquois- Theater zu Chicago sind unter allgemeiner Teilnahme der Erde übergeben worden. Leichenzüge auf Leichenzüge bewegten sich während dreier Tage durch die Straßen der trauernden Stadt. Die Leichen­wagen und Kutschen reichten nicht aus, um den Transport zu den Kirchhöfen auf einmal zu gestatten, ebensowenig raren genügend Geistliche vorhanden. Wie es heißt, dürften die Eigentümer des Theaters den Hinterbliebenen der Ver­

unglückten enorme Schadenssummen auszuzahlen haben, falls das Gericht ihre Haftbarkeit ausspricht. Erst kürzlich mußte die Newyorker Zentraleisenbahn den Verwandten der beim Zusammenstoße im Park Avenue- Tunnel Verunglückten anderthals Millionen Dollars auszahlen. Die Nachricht von dem Unglück wurde übrigens durch drahtlose Telegraphie auch auf dem Meere verbreitet. Der Ozeandampfer Lu­fania", welcher von Newyork kommend in Qatcenstown anlegte, empfing die Nachricht von der Katastrophe auf offener See, fünfzig Meilen außerhalb Queenstown, mittels drahtloser Telegraphie. Eine Spezialausgabe der Schiffs= zeitung wurde publiziert, die hauptsächlich unter den Passa­gieren aus Chicago Konsternation hervorrief.

Als ein Nachklang zum Chicagoer Brand ist unzweifel­haft auch die vorläufige Schließung des Berliner kgl. Opern­hauses zu betrachten, die auf persönliche Anordnung des Kaisers erfolgte. Der Zustand des räumlich überaus be­engten, mit ungenügenden Ausgängen und hölzernen Treppen versehenen Bühnenhauses des königlichen Opern­hauses entspricht nicht den Anforderungen, die im Interesse der Sicherheit des in dem Bühnenhause wirkenden, oft nach Hunderten zählenden Personals gestellt werden müssen. Un­verzüglich sollen Umarbeiten vorgenommen werden, die speziell in der Herstellung weiterer Ausgänge und Ein­bringung umlaufender Galerien bestehen sollen. Auch wird ein Neubau des ganzen Opernhauses erwogen.

Eine Fern- Warmwasserheizung gedenkt die Stadt Dresden einzuführen. Der Stadtrat geht mit dem Plane um, das in den Kondensatoren der städtischen Elektrizitäts­werfe erwärmte Wasser auf etwa 80 Grad Reaumur zu er. hitzen und in eine Fern- Warmwasserheizung einführen zu lassen, an welche gewerbliche Anlagen und Wohnhäuser_in einem Umkreis von 1000 bis 1500 Metern angeschlossen werden könnten. Mit dieser Warmwasserheizung würde in jedem Hause mittels Anschlusses an die Wasserleitung ohne besondere Schwierigkeiten eine Warmwasserbereitungsanlage zu verbinden sein, so daß warmes Nutzwasser zum Waschen, Baden und Kochen überall zu haben wäre.

a. D.

Vergebliche Rechtfertigung. Oberleutnant Lindner, weiland im Forbacher Trainbataillon, der seiner­zeit seinen Rücktritt vom aktiven Dienst nehmen mußte, weil er eine in Bilses Buch arg kompromittierte Rittmeisters­gattin nach Entdeckung ihrer Fehltritte aus seinem Hause gewiesen hatte, und der in dem Prozesse so glänzend gerecht­fertigt wurde, hatte in einer Immediateingabe um Wieder­einreihung in den aktiven Dienst gebeten. Nun ist sein Ge­such abschlägig beschieden worden. Die Ablehnung stüßt sich auf die Angabe, mit der er seinerzeit sein Entlassungsgesuch begründete, daß er nämlich eine franke Hand habe.

Der Herr Generalkonsul. Die sonst so stille Residenz­stadt Koburg ist 3. Zt. der Schauplab eines großen gesell­schaftlichen Skandals. Der amerikanische Generalkonsul Hughes, ein stadtbekannter Lebemann, ist seit kurzem, unbe­fannt wohin, abgereist. Es kommt jezt heraus, daß Hughes ein Hochstapler war. Er hat systematisch Unredlichkeiten berübt, trotzdem er ein Einfommen von zirka 25 000 Mark jährlich hatte. Da er sehr titelsüchtig war und gern durch den Schein glänzte, legte er sich fälschlich das Prädikat eines Dr. med. et phil." bei. Von 15 Orden, die er bei allen möglichen Anlässen trug, war ihm nur ein einziger verlichen; die anderen hat er sich aus eigener Machtvollkommenheit zu­gelegt, auch das Eiserne Kreuz und 6 Schlachtenspangen aus dem Kriegsicht 1870/71 hat er sich selbst verliehen. Hughes verkehrte besonders in Offizierskreisen und jehlte auch nie bei einer Soffeftlichkeit. Man minunt an, daß Quabes ber­reist" bleibt.

Bunte Chronik. Bei Kottbus wurde ein Lehrling namens Jürk von drei jungen Burschen überfallen, beraubt und töd­lich verwundet.

-In Grone bei Göttingen brannten zwei Gehöfte ab, wobei sämtliches Großvieh in den Flammen umfam. Der Molkereibesizer Herweg wurde wegen Brandstiftung ver­haftet.

Vermilchtes.

Die

[ Ein nobler Gewinner. Der Gewinner eines Viertela vom großen Lose der letztgezogenen preußischen Klassen­lotterie, der Gastwirt Baruth in Althütte bei Schönlanke ( Kreis Czarnikau) hat zwei Briefträgern seines Ortes die Summe von je 5000 Marf zum Geschenk gemacht. beiden Beamten hatten nämlich als Mitspieler an dem Glückslose die ersten vier Ziehungen bezahlt, traten jedoch, ihres Pechs wegen, vor der Hauptziehung vom Weiterspielen zurück. Das schlug nun erst recht zu ihrem Pech aus, doch hat die Großmut des Gastwirts ein recht annehmbares Pflaster auf die Wunde gelegt.

OIDie Scheidungsanzeige.] Ein neuer Brauch scheint sich in Paris geltend machen zu wollen. Ein dortiger Herr erhielt vor kurzem folgende Karte:

Herr Paul D. hat die Ehre, Ihnen anzuzeigen, daß durch Urteil vom 12. Oktober 1903 die Scheidung von Mad. Louise R. zu seinen Gunsten ausgesprochen worden ist.

Der Freund des Herrn D. antwortete sofort: Auf­richtigste Glückwünsche.

[ Der schlechte Leumund.] Der Vorsteher einer bäuer­lichen Gemeinde in Tirol gab kürzlich auf die behördliche Anfrage nach dem Leumund eines Gemeindemitgliedes fol genden Bescheid: Der ergebenst Requirierte steht in keinem guten Ruf. Er ist mehrfach mit dem Gesetzbuch in Konfliki gefommen. So hat er u. a. einen Prozeß gegen die Ge­meinde angestrengt und gewonnen."

IHöfliche Einbrecher.] In der Wohnung eines Buda­pester Bankbeamten namens Goldmann wurde ein Einbruchs­diebstahl verübt, bei welchem 500 Kronen entwendet wurden. Der Einbrecher hinterließ eine Visitenkarte mit der Auf­schrift: Ein glückliches Neujahr wünscht der Einbrecher!" Der Bestohlene wird sich durch diesen freundlichen Wunsch kaum haben trösten lassen.

Das Neueste aus den Witzblättern. Das dicke Ende. Exzellenz: Also Sie sind der Mann der Wissenschaft, der die neue Feldtragbahre erfunden hat?" Assistenzarzt Dr. Müller:" Zu Befehl, Erzellenz!" Exzellenz: Bin ganz außerordentlich erfreut, Ihre Be fanntschaft zu machen.....wirklich, ganz außerordentlich erfreut: meine Freude wäre allerdings noch aröker

gewefen, we hätte, Herrr Sehr fangenen C

( Student): Deut Ihnen berb

wiffen ja

In de

Nenne mir ler: Die Sanauferin

Beftern bie erfte Ta Eintritt in aus diesem der Herren Oberbürger geplante un

nicht zur

Straßentoft geführt fei berjährt feier eine Anzahl deputation Nachdem der 20 000 Mt. Bange fei, n Der Baudepu Drbig ver Boft Walltho

der Versamm Rommiffion Areisamt ert fammlung ba Die Frage a und die Mit Bappenspiel rauf, daß es Dom Kreisam willigten Ro Die Kreisver ländlichen B fachen die A fügen muß. daß ein Besc Deutsch- Ame

Minifterium geftatten, b des Anton

Die Gesuch planes die Dispens bor aber auch die nach dem dürfen, um d dem Lager lau bor, den A

Stadtv. Kr gegen den Rom

wollte man h

Auffehen erre

für sprechen, erfchweren, ja zuführen. Die

doch nur zum Petroleum to Heidelhei in Gießen geg daß die Verfa

lehnend zu ve

die Versamml Intereffe der

Opfer zu br zeigen, daß fi handel zu m

geforderten fürworten

Mittelweges Demgemäß Wilh. Se findliche Sch

Rarl Bilte Wiefecterweg richten, dem Bauunterne Bauplag in

das am Gi Der Façade

Dispensg fuc befürwortet.

ftraße ein the

Abwäffer fto gemauerten

tonne auffan

der Grube d

Einrichtung nachgejuchten

Dem Braue Bwede des

Entwafferun

Stauanlage

Rechnungen,

zum Gaswer

nur eine form

dem nächsten Schläuche un Kanäle ift die