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gewesen, wenn ich Sie an Ihrem Rasiertag Tennen gelernt hätte, Herrrr!"

Sehr glaublich. Mohamedaner( zu einem ge= fangenen Christen);" Bist du ein Gläubiger?" Gefangener ( Student): Nein, aber mehrfacher Schuldner."

Deutlich. Fremder: Trinkgelder anzunehmen ist Ihnen verboten?" Kastellan: Allerdings. aber Sie wissen ja, verbotene Früchte schmecken am besten!"

In der Dorfschule. Lehrer( zu dem Schüler): ,, Nenne mir die den Hühnern schädlichen Tiere!"- Schü­ler: Die Füchse, die Marder, die Iltisse und die. Schnauferln!" ( Dorfbarbier.)

Sizung der Stadtverordneten.

W. Gießen, 4. Januar. Gestern Nachmittag eröffnete Oberbürgermeister Mecum die erste Tagung der Versammlung im neuen Jahre. Vor Eintritt in die Tagesordnung hieß er die Stadtverordneten aus diesem Anlaß herzlich Willkommen und wünschte jedem der Herren viel Glück zum neuen Jahre. Ferner macht der Oberbürgermeister Mitteilung, daß die früher schon ein Mal geplante und durch das Fortgehen des Stadibaurat Schmandt

nicht zur Ausführung gekommene Feststellung der rückständigen Straßentoftenbeiträge nunmehr durch das Tiefbauamt aus geführt sei. Es seien dies 20 000 Mt., welche noch nicht verjährt seien und außerdem aus den Jahren 1888-1892 eine Anzahí fleiner Beträge, welche nach Antrag der Bau­deputation der Einfachheit halber niederzuschlagen seien. Nachdem der Oberbürgermeister rklärt hat, daß wegen der 20 000 Mt. die Eintreibung ev. auf dem Klagewege im Gange ſei, wird von der Versammlung wegen des Antrages der Baudeputation in deren Sinn beschlossen.- Stadtv. Orbig verweist darauf, daß für die Wirtschaft in der alten Post Wallthorstraße für welche die Bedürfnisfrage s. 8. 2 von der Versammlung, in Uebereinstimmung mit der Wirtschafts­Kommission verneint worden ist, neuerdings die Erteilung vom Kreisamt erteilt wurde, ohne daß die Stadtverordneten- Ver­sammlung darüber befragt worden sei. Er werf aus diesem Anlaß die Frage auf, ob denn die Kommission deren Mitglieder und die Mitglieder der Stadtverordneten- Versammlung zum Pappenspiel da seien. Der Oberbürgermeister verweist da­rauf, daß es sich eigentlich nur um eine Uebertragung einer vom Kreisamt gegen den Einspruch der Versammlung be­willigten Konzession an eine andere Person gehandelt hat. Die Kreisvertretung resp. der Kreis- Ausschuß, in dem die ländlichen Vertreter die Mehrheit bilden, set in Wirtschafts­sachen die Ausschlaggebende Instanz, welcher man sich eben fügen muß. Damit ist die Angelegenheit erledigt, ohne daß ein Beschluß in derselben gefaßt worden ist. Die Deutsch- Amerikanische Petroleum- Gesellschaft hat sich an das Ministerium des Innern gewendet, mit dem Antrage, ihr zu gestatten, hinter der Margaretenhütte auf dem Grundstück des Anton Schäfer einen Petroleum- Tang errichten zu dürfen. Die Gesuchstellerin erbittet, weil außerhalb des Bebauungs­planes die Anlage geschaffen werden soll, den hierzu nötigen Dispens von den Bestimmungen der Bauordnung, weiter aber auch die Erlaubnis unter dem städtischen Mittelweg nach dem Güterbahnhof hin eine Rohrleitung anlegen zu dürfen, um das mit der Bahn ankommende Petroleum nach dem Lager laufen lassen zu können. Die Baudeputation schlägt vor, den Anträgen der Gesellschaft zu entsprechen. Stadtv. Krumm erklärt sich mit aller Entschiedenheit gegen den Kommissions- Antrag aussprechen zu müssen. Es würde, wollte man hier Ja und Amen sagen, in der Stadt großes Aufsehen erregen, er brauche wohl die Gründe, welche da­für sprechen, daß man dieser Gesellschaft die Niederlassung erschweren, ja unmöglich machen muß, des näheren nicht an­zuführen. Die ganze Art wie diese Gesellschaft vorgehe, laufe doch nur zum Ende auf eine Beutelschneiderei des deutschen Petroleum fonsumirenden Publikums hinaus. Stadtv. Heichelheim bemerkt, daß sich der gesamte Handelsstand in Gießen gegen die geplante Tanganlage ausgesprochen hat, daß die Versammlung gar nicht anders kann, als sich ab­lehnend zu verhalten. Beigeordn. Georgi erflärt, daß die Versammlung wohl hinlänglich bewiesen hat, daß sie im Interesse der Verbesserung des Verkehrs sogar bereit sei, Opfer zu bringen. Im vorliegenden Fall aber müsse sie zeigen, daß sie nicht die Hand dazu bietet, den Petroleum­handel zu monopolisieren. Es sei einfach Pflicht, den geforderten Dispens zu verweigern resp. nicht zu be­fürworten und die Erlaubnis zur Durchlegung des Mittelweges mit einer Rohrleitung zu versagen. Demgemäß beschließen auch die Stadtverordneten.

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Wilh. Seipp III. will an seine am alten Feldweg be­findliche Scheuer einen Fachwerkanbau herstellen lassen, Karl Wilte beabsichtigt außerhalb des Bebauungsplanes am Wieseckerweg auf Hintergelände einen Werkstattbau zu er­richten, dem später ein Borderhaus vorgestellt werden soll, Bauunternehmer Rinn will auf dem letzten noch vorhandenen Bauplatz in der Landgrafenstraße ein Wohnhaus erbauen, das am Giebel architektonisch mit Fachwert geziert und an der Façade einen Erter erhalten soll. Die benötigten Dispensgesuche für alle diese Bauten werden zu erteilen befürwortet. Die Witwe Wilh. Folz hat in der Hamm­straße eia fleines Grundstück, sie hält sich eine Ziege, deren Abwässer statt wie es die Bauordnung vorschreibt in einer gemauerten Grube, sie in einer eingegrabenen Petroleum­tonne anfsammelt. Sie bittet, da die Polizei auf Anlegung der Grube dringt, ihr doch zu gestatten es bei der bisherigen Einrichtung zu belassen und den von ihr zu diesem Zweck nachgesuchten Dispens zu befürworten, was auch geschieht. Dem Brauereibesiger Georg Bichler wird gestattet zum Zwecke des Ueberlaufes in seine Etsteiche in einem Entwässerungsgraben des Neustädter Feldes eine kleine Stauanlage herstellen zu lassen. Die Genehmigung von Rechnungen, es handelt sich um Arbeiten an der Zufuhr zum Gaswert und zur städtischen Wage am Seltersberg hat nur eine formale Seite und geschieht anstandslos. Bei dem nächsten Bunft, Vergebung von Arbeiten und Lieferungen, Schläuche und Messingverschraubungen zur Reinigung der Kanäle ist dies auch der Fall. ( Schluß folgt.)

Ein neuer Roman beginnt im heutigen Unterhaltungsblatt. Tie Verfasserin desselben, Marie Bernhard, gab ihm den Namen Der Zeuge

und legte ein sehr frisches, hochspannendes Phant si gebilde in ihm nieder. Unsere gesch. Leser werden auch diese Lektüre. gleich der abgesch oss uer, mit großem Interesse verfolgen.

Lokales.

5. Januar 1904.

Privattelegramm. Bei der heutigen Ziehung der Hessisch- Thüringischen Landes lotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 1 Gewinn von 5000 Mr. auf Nr. 76 126, 1 Gewinn von 1000 Mt. auf Nr. 60 874, 2 Gewinne von 400 f. auf Nr. 47 615, 62 450.

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Er

* Aus zuverlässigen Quelle wird mitgeteilt, daß der Großherzog vorerst überhaupt feine Reise machen wird, weder nach Rußland noch nach Egypten. werde höchstens auf einige Tage zum Besuch seiner Schwester, der Prinzessin Viktoria von Battenberg,

nach London gehen.

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seinen Zwed verfehlt habe. Für Fehler, die durch schlecht geschriebenes Manuskript entstanden sind, braucht der Verleger nicht aufzukommen. Er fann verlangen, daß solche Manuskripte gut leserlich geschrieben sind. A Heuchelheim. Lehrer Schneider erhielt den Philippsorden 2. Klasse; er ist über 40 Jahre im Schuldienst tätig.

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Rodheim a. Bieber, 4. Jan. Die finomatographischen Aufführungen des deutschen Flottenvereins, welche im Monat März v. Is. an zwei Tagen in mehreren Vorstellungen hierselbst stattfanden, stehen noch bei allen Besuchern in leb­hafter Erinnerung. Schon wieder steht für die hiesige Ortsgruppe in aller nächster Zeit ein interessanter Unter­haltungsabend bevor, indem diesmal Lichtbilder aus dem Gebiete des Seewesens gegeben werden. Die einzelnen Bilderreihen werden durch einen entsprechenden Vortrag den Besuchern eingehend erläutert werden.

Kinzenbach, 3. Jan. Unter äußerst zahlreicher Be­teiligung seitens der Mitglieder veranstaltete am heutigen Sonntag Abend der Kaninchenzüchter- Verein für Kinzenbach und Umgegend den ersten gemütlichen Vereinsabend. Am vorausgehenden Abend hatte ein auswärtiger bewährter Ka­exemplare verschiedener Rassen überbracht, welche am Sonn­ninchenzüchter dem Verein mehrere selbstgezüchtete Pracht­* Amtstage in Grünberg und Hungen. tag Abend mit noch anderen praktischen Haushaltungsgegen­Samstag, den 9. Januar, vormittags 9 Uhr, findet ständen zur Verlosung kamen. Daß an diesem gemütlichen im Rathause zu Grünberg, und Mittwoch den 13. Jan. Vereinsfeste auch selbst mehrere duftende Kaninchenbraten verzehrt wurden, mag noch ganz besonders erwähnt werden. bormittags 9 Uhr im Rathause zu Hungen ein Amts­tag Großh. Kreisamts Gießen statt. Anliegen der Wir sind der festen Ueberzeugung, daß diese festliche Veran­Kreiseingesessenen aus den Amtsgerichtsbezirken Grün- ftaltung dem jungen Vereine und seinem edlen Zwecke noch berg, Homberg und Laubach können am Amstage in w weitere Freunde zuführen wird. Grünberg, Anliegen der Kreiseingeſeſſenen aus den Amtsgerichtsbezirken Hungen, Lich und Nidda am Amtstage im Hungen vorgebracht werden.

§§ Ulrichstein, 4. Jan. Dem Postillon August Stein wurde von der Kaiserl. Postbehörde in Anerkennung seiner treuen Dienste ein silbernes Posthorn mit silbernen Quasten verliehen. Hier herrscht strenge Kälte, das Thermometer zeigt 12 Grad Reamur. Er b-

* Stadttheater Gießen. Nochmals sei in letter Stunde auf die heutige Boltsvorstellung förster- hingewiesen. Am nächsten Freitag gelangt als 11. Vorstellung im Freitags- Abonnement Der Hoch­als 11. Vorstellung im Freitags- Abonnement Der Hoch­tourrist" am Sonntag, den 10. Januar, als 12.

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Sonntags- Abonnementsvorstellung Zapfenstreich zur Auf­

führung.

** Der Vortrag des Herrn Prof. Dr. Collin über Ibsens Hedda Gabler" hatte sich am Samstag Abend in der Aula der Universität zu Gießen eines guten Besuches zu erfreuen, die ca. 250 Besucher nahmen den Vortrag mit großem Beifall auf.

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Gasentweichung. In dem Hause Nr. 67 in der Wallthorstraße in Gießen machten sich gestern morgen die Folgen einer Basentweichung so bemerkbar, daß eine Familie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen und sich aus­quartieren mußte. Der Gasgeruch fiel schon abends vorher in dem Hause auf, doch hatte man es unterlassen, dem Gas­werk sofort Anzeige zu machen. Die nach erhaltener Kenntnisnahme von demselben sofort eingeleitete Untersuchung auch der angrenzenden Häuser ergab in mehreren Kellern gleichfalls Gasansammlungen, sodaß die nötigen Sicherheitsmaßregeln veranlaßt werden mußten. Die schad­hafte Zuleitung wurde abgeschlossen und einige Pflasterauf­brüche zur Entlüftung des tief festgefrorenen Bodens vorge­nommen, sodaß des abends wieder alle Räumlichkeiten, gasfrei waren. Es wird hierbei aufs neue darauf hingewiesen bei auftretendem Gasgeruch sofort den Haupt­hahn zu schließen und dem Gaswerk alsbald­sei es tags oder nachts Kenntnis zu geben, und bis sachkundige Hilfe erscheint, die mit Gas durch­drungenen Räume durch öffnen von Fenstern und Türen zu entlüften und insbesondere Flammen von Gas ansammlungen fernzubal= ten!- Durch die unvermeidliche Veränderung der Bodenfestigkeit infolge Ausführung des Sielbaues sind mehr Beschädigungen an den Gas- und Wasserleitungen der Straßen zu befürchten und ist deshalb während dieses Baues besondere Vorsicht geboten, um Störungen und Ge­fahren abzuhalten.

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Hessische Geflügelzüchter- Versammlung. Auf Einladung des Klubs der Geflügel- und Vogelfreunde zu Offenbach a. M. fand am 3. Januar im Deutschen Hof" in Frankfurt eine zahlreich besuchte Vertreter­versammlung der Geflügelzüchtervereine aus dem Großherzogtum Hessen statt. Die Verhandlungen Die Verhandlungen galten der vom Offenbacher Klub in der Vorbereitung befindlichen und vom 12-14. März in Offenbach statt­findenden Ersten hessischen Landes- Geflügel- Ausstellung. Sämtliche Vertreter gaben ihrer Freude über das ge­plante Unternehmen Ausdruck, von dem man für die Nuß- und Rassengeflügelzucht im Großherzogtum Hessen einen weiteren Aufschwung erwartet. Im weiteren wurde allgemein der Wunsch geäußert es möge bei dieser Ausstellung die Gründung eines Geflügelzucht­verbandes für das Großh. Hessen Tatsache werden, um eine diesem nicht unbedeutenden Zweig der Landwirt. schaft entsprechende Vertretung zu sichern, wie auch durch gemeinsame Arbeit die Geflügelzucht auf die Höhe zu bringen, welche sie schon lange erreicht haben sollte.

Saasen, 3. Jan. Herr Roßmann aus Alten- Buseck beabsichtigt, hier eine Cigarrenfabrik zu errichten und das alte Schulhaus auf dem Veigberg zu benutzen. welches dem verstorbenen Fürsten Ludwig von Solms­

Lich, 4. Jan. Hier hat sich ein Komitee gebildet, Hohensolms- Lich, der vor 25 Jahren starb und sich um die Stadt Lich sehr verdient gemacht hat, ein Denkmal er= richten wiй. Hattenrod, 3. Jan. Auf einen Mann wurde hier ein scharfer Schuß abgegeben, der zum Glück fehl ging. Eine Untersuchung ist eingeleitet.

+ Homberg a. Ohm, 4. Jan. Seit drei Wintern ist saat hat bei der strengen Kälte ohne Schneedecke sehr zu die Ohm zum ersten Mal wieder zugefroren. Die Winter­

leiden.

Kirchhain, 4. Jan. Nächsten Donnerstag d. M. nachmittags 21 Uhr, findet hier im Hotel Mosebach eine Versammlung des Bahnbaukomtens des Strecke Frankenberg­Kirchhain, sowie Kirchhain- Alsfeld statt. Auch der neu gewählte Vertreter der Handelskammer, Her Gramm- Frielen­dorf ist zu dieser Versammlung eingeladen.

obersten v. Wittich, der auf Wunsch des Kaisers erst Kassel, 4. Jan. Als Nachfolger des General­am 1. April vom Kommando des 11. Armeekorps zu­rücktritt wird Herzog Albrecht von Württemberg, Kommadeur der 26.( 1. württb.) Division, genannt.

Brieffasten.

Abonnent C. G., Lollar. Den Kalender erhalten unsere Abonnenten und neu hinzutretende Lefer gratis. für Nicht- Abonnenten foftet er 10 Pfg.

Holz Versteigerungen.

Großen Bused. Donnerstag, den 7. Januar, vormittags von 9 Uhr an, soll im Großen- Busecker Ge­meindewalde in den Distrikten Galgenberg und Ober­struth nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Eichenstamm mit 0,31 Fitm., 25 Nadelstämme mit 5,91 Fftm., 7 Nadelstangen mit 0,48 Fstm.. 28 Rmtr. Buchen- Scheit, 4 Rm. Eichen- Scheit, 12 Rm. Nadel­Scheit, 57 Rm. Buchen- nüppel, 12 Rm. Gichen­Knüppel, 259 Km. Nadel- Knüppel, 1820 Wellen Buchen­Reiser, 2100 Wellen Nadel Reiser, 15 Rm. Buchenstock, 51 Nm. Eichen- und Nadelstock. Das Nadel- Brennholz tommt zuerst zum Ausgebot.

Lendorf. Am Mittwoch, den 6. Jan., fommen in dem Diftrit Odenberg, Hörnes und Range der Freiherrlichen Oberförsterei Rabenau zur Versteigerung: Scheiter, Rm.: Buche 259 I. Klasse( worunter 4 Rm. Werkhol; aus Distrift Hörnes), 19 II. Klasse, Eiche 13 I. Klasse( worunter 4 Km. Rundscheit aus Distrikt Hörnes), 20 II. Klasse, Aspe 1( Kundscheit), Knüppel, Rm.: Buche 111 I. Klasse, 2 II. Alosse, Eiche 9, Nadel 2, Erle 2, Reiser, Rm.: Buche 486, Eiche 42, Stöcke, Rm.: Buche 90 I Klasse, 18 II. Klasse, Eiche 10 1. Klasse, 8 11. Klasse. Die Zusammen­funft ist vormittags 10 Uhr auf der Straße Appenborn­Weitershain, am Waldeingang.

Marktberichte.

** Die seit einigen Tagen herrschende Kälte hat bei den Landwirten die Befürchtung hervorgerufen, daß die Saaten er frieren fönnten, wenn nicht recht bald die schüßende Schneedecke niederfällt und sich über Feld und Flur breitet. Da bei dem starken Froste das Eis schon ziemlich dick gefroren ist, so ist Stojen Petite per Käſematte 2 St. 5-6 Bfg­mit der Eisernte seit einigen Tagen begonnen.

*** Für Inserenten. Die Frage inwieweit der Zeitungs- Verleger für Druckfehler in Inseraten aufzukommen hat, bezw. in welchen Fällen er auf die Einrückungsgebühren zu verzichten hat, ist fürzlich vom Reichsgericht entschieden worden. Dort wurde ausgeführt, daß nur sinnstörende Fehler hierbei in Betracht kommen fönnten. Ist z. B. der Vorname eines Inferenten durch einen falschen Buchstaben angedeutet, und wohnt in derselben Straße fein anderer Geschäftsmann gleichen Namens, der dasselbe Geschäft betreibt so ist dies fein Grund zur Zahlungsverweigerung. Eine solche wäre nur da am Plaze, wo ein Inserat tatsächlich

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Gießen, 5. Januar. Auf dem teutigen Wochenmartt fofteten Butter per Pfd. 0 90-0.95 t, Hühnereier 2 Stüd 16-20 Pfg., Enteneter 8 Pfa., Käse St. 32 Bfg., ver Dt. 0.80-1.00, Hübner per Stüd Mr. 1.30-140. Hahnen, per Stud C.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänje v. Pfd. 68-70 Pfg., Ochsenfleisch per Bfd. 68-78 fq., Rindfleisch per Pfd. 62-66 Bfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Bia. Schweine­fleisch gesalzen per fund 0.80 Bfa., Kalbfleisch per Pfd. 70-76 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 5 50-6.00 m., Zwiebeln der 3t. mf. 4.50-5.00, Alepfel per Centner 16-20 Mr. Milch per Liter 18 Vfa. Dauer der Marktzeit bon 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehre dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Um­herziehen feilgeboten werden.

Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann