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in welchem fich lächerlicher Hochmut, gepaart mit bru­

den pon Deutschen bewohnten Sities. Baron von Swan dagegen, ein

Seddi Kaufmann, von der Berliner Sofoper neuengagierte Kgl. Kammerfängerin.

dein Herz und ich will sehen, was wir zu tun haben."

Ich weiß, Harlow, du bist kein schlechter Kerl, so gut es dir zu gehen scheint. Es iſt eine schnurrige Welt. Es geht in ihr hinauf und hinunter. Erst war ich oben, jetzt bin ich unten, und du bist oben. Habe mich schon hundert mal aufhängen wollen und täte es auch. Aber ich weiß, ich habe kein Glück. Sowie ich hänge, kommt einer und schneidet mich los. Einer kommt mir, was ich auch tun will, immer dazwischen."

,, Was kann man mit solchem Menschen tun?" fragte sich Stephan. Laut sagte er zu Dick aber nur: Also beginne!"

woher der

Weiß wirklich nicht mehr, ganze Krach kam," begann er. War es um ein Pferd oder ein Weib. Auf alle Fälle wollte ich und wer wollte das nicht mein eigener Herr sein. Und so schloß ich mich einer Kunstreitergesellschaft, die durch Hunchester kam, an, und gab mir einen neuen Namen. So lange ich volle Taschen hatte, ging es, als sie aber leer wurden, kam wieder ein Krach wieder um ein Pferd oder um ein Weib, weiß es Gott ich hatte jeden­falls genug vom Zirfus und ward Postillon." Und kam dir hier wieder ein Pferd oder Weib in die Quere?"

-

,, Nein diesmal war es sicher ein Pferd. Ich sollte bezecht gewesen sein und es lahm gefahren haben. Das war natürlich nicht wahr. Der Gaul war ein regulärer Durch­gnger, den noch keiner zu halten vermocht. Da waren aber gerade, als ich mit der Chaise umstürzte, zwei Barone, die selbst wie Eulen bezecht waren, im Wagen und sie gaben an, ich wäre betrunken gewesen."

322

On yan

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,, Und nun?"

" Ich versuchte es weiter. Versucht habe

ich es in der Welt Welt bei Gott zur Genüge. Rede nur nicht von meinem Vater. Hätte er die Hälfte von dem durch gemacht, was ich durch gemacht habe, er hätte ein Recht, von seinen grauen Haaren zu sprechen. So aber kam er sein Leben lang nicht hinter dem Ofen vor. Aber lassen wir ihn! Worauf legte sich mich nun gleich zunächst? Weiß es selber nicht mehr, war ich zuerst Flaschen­spüler, Stiefelputer oder Zeitungsausträ­ger. Das alles aber bin ich nacheinander gewesen."

( Fortseßung folgt.)

die

Montevideo,

Hauptstadt

Don

Uruguay, ist wieder ein­mal der Schauplatz einer Revolution. Die Stadt mit ihrer 4 Million Einwohner hat ein aus. gezeichnetes Klima. An der Mündung des Para­guay gelegen, vermittelt sie fast den gesamten überseeischen Handel der Republik. Als Industrie tommt nur die Schlachtung und Verpackung von mehr als 200 000 Rindern jährlich in Betracht. Die Stadt ist modern mit Kanalisation, Gas­und Wasserleitung eingerichtet, ihr schönster Plaz ist die Plaza de Intependenza. An diesem be findet sich eine Markthalle und das prachtvoll

ausgestattete Theater de Solis. Dieses ist es, an welchem die Truppen auf unserem Bilde ge rade vorbeiziehen, um die Gegner des jetzigen hand erhoben haben, zu bekämpfen. Präsidenten, welche sich mit den Waffen in der

Dafenarbeiten der Marine werden im Winter vorgenommen, wenn kein Aus landsdienst die Kriegsschiffe nach fernen Meeren ruft, wie es jetzt wieder der Fall ist wegen des Konfliktes zwischen Japan und Rußland. Zu diesen Hafenarbeiten gehört in erster Reihe ein vollkommen neuer Anstrich alles dessen, was man von außen sieht. Bei der ungeheuren Größe der modernen Kriegsschiffe ist das eine sehr weit läufige und zeitraubende Arbeit. Wie groß ist nicht allein schon ein Schornstein. Man ver­gleiche auf unserem Bilde die Ausdehnung eines solchen mit den Männern, die an ihm herum flettein, daraus kann man dann einen Schluß auch auf die Größe des Rumpfes ziehen. Jeden falls beweisen unsere Bilder, wie lebhaft auch im tiefsten Frieden und im stillen Hafen von den Matrosen gearbeitet werden muß.

Das königliche Opernhaus in Berlin ist in Folge des entsetzlichen Theater­brandes in Chifago auf Befehl Kaiser Wilhelms geschlossen worden. Die Feuersicherheit des weit über hundert Jahre alten Gebäudes läßt zu wünschen übrig, besonders in Bezug auf die schnelle Entleerung des Bühnenhauses. Es unter­liegt keinem Zweifel, daß im Falle eines Brandes die vorhandenen schmalen Ausgänge über die ur­alten Holztreppen durch Rauch unpassierbar werden. Damit aber sind die gerade im Hause beschäftigten Bühnenmitglieder und Beamten dem sicheren Tode überliefert. Wenn es auch als eine große Ehre anzusehen ist, Mitglied der königl. Hofoper in Berlin zu sein, wie sie neuerdings dem von uns abgebildeten Fräulein Hedwig Kauf­mann zu teil geworden ist, so ist es doch andererseits nicht angenehm zu wissen, daß diese Entschluß Kaiser Wilhelms, die Oper jezt in der Ehre mit großer Lebensgefahr erkauft wird. Der Hochsaison zu schließen, um eine sofortige Rettungsgewißheit für die beschäftigten Personen herzustellen, ist weit über Das Weich bild Berlins hinaus mit Genugtuung begrüßt worden. Eine solche rasche und entschlossene Handlungsweise verdient allenthalben Nachahmung.

Das königliche Opernhaus In Berlin. Die Front nach der Straße Unter den Linden.

stürmender Hand nehmen, das ist eine militärische Muster­und Meisterleistung, vor der alle Welt den Hut ziehen muß. Die Bedeutung dieser Waffentaten beschränkt sich obenein nicht auf den augenblicklichen Erfolg, den sie hatten: Ihre Folge war auch, daß die gesamten Hererohorden sich mit ihrem eigenen und dem erbeuteten Vieh in die Otjijangati­Berge geflüchtet haben. Nach diesen Erfolgen, denen sich noch der inzwischen er­folgte Entsatz von Omaruru anschließt, bleibt der Hilfs­expedition aus der Heimat, wie gesagt, nur noch die Aufgabe, einen fräftigen Denkzettel an die Herero

zu erteilen. Diese Aufgabe ist freilich keineswegs leicht, und sie wird an die Leistungsfähigkeit unserer Truppen bedeu­tende Anforderungen stellen. Um den flüchtenden Herero zu folgen und ihnen das Vieh abzujagen, was ihre Be­zwingung erst besiegeln würde, haben die Truppen beträcht­liche Schwierigkeiten zu überwinden. Zunächst bedarf die Expedition, um den Herero zu folgen und ihnen die Flucht über die Grenze des Schutzgebietes zu verlegen, gutes Pferdematerial. Nach der Ansicht eines alten Afri faners, der lange Jahre in Südwestafrika Offiziersdienste tat, bedarf es zur Abfangung der Herero nur etwa einer Truppe von 1000 Mann mit den nötigen Geschützen. Aber man braucht Pferde und Zugtiere für Geschüße u. s. w., und nicht nur für diese 1000 Mann, sondern auch für die ſid nicht unmittelbar an der Verfolgung beteiligende übrige Truppe, die doch auch jederzeit marschbereit bleiben muß Es müßten daher nicht 1000, sondern sofort 3000 Pferde und Zugtiere beschafft werden. Denn das Expeditionsforp: wird mit großen Verlusten zu rechnen haben, nicht nur während der Seetransporte, bei der Landung, während des

( Photographische Aufnahme.)

Die Politik.

Mehrere interessante Aeußerungen des Kaisers werden neuerdings bekannt, die sich mit dem Leben und Treiben der Offiziere beschäftigen. Ueber den Lurus im Heere sol der Kaiser gesagt haben: Ich wünsche, daß der Lurus im Heere eingeschränkt wird. Der Preuße muß spar­sam leben. Der Preuße hat das Beste ge= leistet, wenn er hungerte." Ueber die schrift­stellerische Tätigkeit der Offiziere, gegen die sich bekanntlich eine jüngst erlassene Kabinettsorder rich­tet, soll der Kaiser gesagt haben: Ich wünsche nicht, daß meine Offiziere mit Tinte und Federspielen. Bei inaftiven Offizieren ist es vielleicht begreiflich, daß sie als ältere Herren ihrem jungen Kriegsherrn ratgebend zur Seite stehen wollen. Ich wünsche dies aber nicht. Ich will mir meine Ratgeber selbst aussuchen." Beide Aeußerungen sind, wenn sie nicht wahr sind, mindestens gut erfunden.

Oefterreich- Ungar.

Um den finanziellen Schwierigkeiten, die sich aus der militärischen Laufbahn für weniger bemittelte Offiziere er­geben, zu begegnen, beabsichtigen militärische Kreise in der Donaumonarchie eine große Kreditbank für Offiziere zu gründen, deren Hauptaktionär der Kaiser selbst sein soll. Die habsburgischen Familienfonds zeichneten einen nam­haften Betrag; es heißt, daß bereits ein Aktienkapital von zehn Millionen Kronen aufgebracht sein soll. Vor der Deffentlichkeit figuriert Generalmajor Fürst Wrede als Gründer der Bank. Nach dem Prospekte wird die Bank die Offizier sich u Lid en konvertieren, und zwar in der

( 24. Sizung.)

13. Jahrgang.

einspaltige Petitzelle für ganz Ober und Marburg 10 Pfg. fonft 15 P

: Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. ingslifte No. 3269.

on: Gießen, Seltersweg 88 chenschluß Nr. 362.

jfen

fung)

I und Umgebung. on Oberhessen.

i ein neues, Innerhalb 10 bis Darlehen zu billigem Prozentsatz izier, der nach nüchterner Berech­halb 10 bis 15 Jahren zu tilgen auf eine Konvertierung derselben

Auf diese Weise werden viele et werden. Im gemeinsamen riegsministerium arbeitet man e Tilgungsquoten von den monat­rden sollen. Die neue Bank wird onvertierung der Offiziersschulden Kapitalien der Offiziere befassen. ' n, wie sich diese neue Kreditbank ird.

Alien.

s gestern lauten heute die Nach­Japan herrscht auch unter den nden Ministern höchste Erbifte­jfeit Rußlands in der Beantwor­

Ein geheimer Staatsrat wurde tag abgehalten, er dauerte sieben Ministerpräsident und der Minister während der Sigung mehrmals an nimmt an, daß die Beschlüsse, n Krieg bedeuten. Auch in P e- iegerische Stimmung plößlich die iben. Die russischen Zeitungen chte aus dem Osten, und auf dem t der Zar einem Diplomaten, der die friedliche Haltung Rußlands :, aber alles hat seine des friedeseligen Zaren hat dieses

Parlamenten.

des Reichstags hat in Sachen der berstleutnantsgehälter

3. Spahn( Zentr.) beschlossen, Militäretat geforderten Gehalts­des Servis und der Erhöhung 3 für patentierte Oberstleutnants Intrag zu unterbreiten: ten­Infanterie und des In= rkorps erhalten eine pensions­art." Die Regierungsforderung on Gehalts-, Servis- und Woh­1 für sämtliche Oberst­

das Graf Ballestrem zur Eröff­r den Reichstagspräsidenten gab, 1. Politische Themata wurden in hrt. Der Kaiser sprach bei Tisch senden Reichsbeamten, insbeson= und dem Grafen Posadowsky, r die er sich interessiert, mit den che und lokale Angelegenheiten, Schmidt- Elberfeld über Elber­ige Schwebebahn u. s. w.

her Reichstag.

CB. Berlin, 4. Februar. Das Haus war bei dem gestrigen Festmahl zum Einzuge des Präsidenten Grafen Ballestrem in das neue Präsidial­trotz des gebäude jedenfalls ungleich stärker vertreten Diätenmangels-, als in der heutigen Sigung, in welcher die erste Beratung des Gesetzentwurfs betreffend Entschädigung für unschuldig erlittene Untersuchungshaft fortgesetzt wurde. Als erster Redner erklärt

Abg. Frohme, daß er mit seinen sozialdemokratischen Freunden alle Beschränkungen der staatlichen Entschädigungs­pflicht ablehne, und zog dann scharf gegen die Staatsanwälte los, deren Anklagemonopol geradezu gemeingefährlich sei.

Staatssekretär Nieberding wies diese Angriffe zurück. Können Sie, sagte er, dem Reichskanzler Anzeige machen von Fällen gewissenlosen, rechtswidrigen, über­mütigen Vorgehens von Staatsanwälten, so bin ich über­zeugt und bürge dafür, daß der Reichskanzler für Abhilfe sorgen wird. Ueber Einzelheiten der Vorlage werde sich reden lassen. Daß aber Leute, welche nach der Herzens­meinung des Volkes trotz ihrer Freisprache noch verdächtig bleiben, die Tat begangen zu haben, eine Entschädigung er­halten, das werden die verbündeten Regierungen niemals zugeben.

Abg. Stadthagen( Soz.) tritt dem Urteil seines Fraktionsgenossen Frohme über die Staatsanwälte durch­aus bei. Was heiße das im§ 2: Verstoß gegen die guten Sitten"! Im Kwilecki- Prozeß würden die Richter sicherlich auch einen solchen Verstoß gegen die guten Sitten angenom­men haben, denn die Angeklagte habe sich ja unterſtanden, noch in relativ so hohem Alter Mutter zu werden.( Heiter­feit.) Es sei Praris, politisch mißliebige Leute so lange als