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Was Schon gut, Dick," antwortete Stephan habe keine Angst. Hier hat all das Hin- und Herreden für einen Zweck? Ich sehe, du bist in Not, und ich muß mein bestes tun, wenn auch nur um deines Vaters willen, dir zu helfen. Ich will keine um Kitty's willen nicht unfreundlich. meine Hand! Und nun beichte, erleichtere Predigten halten

den, braucht demnach kaum noch Erwähnung getan zu werden.

Das Du wirst es dir noch überlegen, was du zu tun hast," sagte Stephan zu ihm kurz und strenge, denn er glaubte, sein Gegenüber zu ,, Du wirst auf mich hören. wäre deines Vaters Tod, kämst du unver­hofft in dem Zustande heim. Ich weiß nicht, was du verbrochen, ich weiß nur, dein Vater will deinen Namen nicht einmal erwähnt hören. Trotzdem sei gewiß, er wird dir ver­geben! Denn du mußt wissen, er hat sich seit Jahr und Tag gewaltig geändert. Er ist ein gebrochener Mann." tennen.

Und das soll ich auch verschuldet haben, er selbst mit seinem Eigensinn Behandelt man einen erwachsenen nicht wahr? Als ob nicht an alledem, wie es Sohn wie ein unmündiges Kind?" Er steckte die Fäuste in die Tasche und versuchte trozig und herausfordernd dreinzublicken, was ihm aber nicht recht gelang. gekommen, schuld ist.

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wayreno des Lages war

es nicht ratsam, das Haus zu verlassen.

Leichten Schrittes ging Hilda neben ihrem Verlobten her. Sie war in ihrem weißen Foulardkleide, ohne jeden Schmuck, sehr lieblich anzusehen, und das glückstrahlende Lächeln, der verklärte Blick ihrer schönen Augen unter den breiten, weich und dunkel beschatteten Lidern hervor, gab ihrem Antlitz einen ganz neuen, unbeschreiblich süßen Reiz.

Das Ziel, dem Hellmut und Hilda zustrebten, war ein schönes Etablissement, hart an dem hier steil zur See herab­fallenden Ufer errichtet, ungefähr eine gute halbe Stunde von Yokohama entfernt, bequem zu Fuß zu erreichen und da her ein allgemein beliebter Spaziergang. Auch jetzt wurde das Brautpaar von verschiedenen Gruppen überholt, andere waren bereits weit voraus und standen auf dem hinaus­

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Es ist verwünscht, daß man nicht ein paar Minuten über einen Holzklop stolpern muß. allein für sich bleiben kann.

Dabei machte er eine Geberde, daß Stephan glaubte, ihn am Arme festhalten zu müssen.

,, Nicht ausreißen, mein Sohn," meinte er zu ihm. Nüßte auch nichts. Ich habe doch längere Beine als du und holte dich ein. Nun aber sprich! Gestehe! Wo willst du hin? Willst du nach Hause?"

,, Daß Sie es wissen, wenn Sie wirklich Stephan Harlow sind, nach dem Sie freilich .venig genug aussehen. Ich gehe nach Hause, oder aber ich gehe nicht. Gewiß ist, ich tue bon ganz, was ich will."

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Schlamm, der an ihm flebte, und einer ge­wissen Charakterschwäche, die sich auf seinen Zügen ausdrückte, war Dick Blackdorn kein Häßlicher Mensch.

und in besseren Kleidern, hätte er äußerlich wenigstens den Glauben rechtfertigen können, den Kitty zu ihm besaß. Er war Kitty auf­fallend ähnlich, er hatte dieselben Augen und dieselbe Stirn; nur war jeder Zug, der bei ihr ehrlich und treu war, bei ihm lauernd und schwach. Auf Kitty's lieblichem Antlit lag tausendmal mehr Energie, als auf dem des großen breitschultrigen Burschen. Der Größe des Kontrastes zwischen den Männern,

die sich in dem Weidengebüsch gegenüber stan- Bafenarbeiten der Marine. Walchen und Tünchen des Rumpfes eines Kriegsschiffes.( Photographische Aufnahme.)

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erwachsenes Mädchen?" fragte Hellmut, da er Hilda bewun­derungsvoll nach dem schneegekrönten Gipfel des Fusi- Yama hinüberschauen sah.

,, Nein, ich war ein Kind, neun Jahre alt etwa, als meine Verwandten mit uns einen ganzen Sommer, bis in den Spätherbst hinein, in den bayerischen Bergen zubrachten. Ter Onkel war überarbeitet, auch Walter rasch gewachsen und schonungsbedürftig; es war eine schöne, romantische Gegend, in der wir wohnten, und der erste Eindruck der Gebirgsnatur auf mich ein tiefer. Allein im übrigen knüpfen sich für mich an jene Zeit und jene Gegend keine guten Erinnerungen, ich erkrankte dort lebensgefährlich, in­folge eines Ereignisses"

,, Nur?" fragte Hellmut, als sie stockte. Erstaunt nahm er wahr, wie bleich sie geworden war.

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will prevent wespanntes die sich in rasender Gile dem Gehöft näherte. Ja, Gott schütze uns!" sagte Petrowna mit ängstlichem Gesicht, denn für russische Bauern bedeutet vornehmer Be­such selten etwas Gutes.

Unterdes war die Troika herangekommen und hielt vor dem Hause. Zwei in kostbare Belze gehüllte vornehme Herren saßen in dem Wagen. Eilig sprang der neben dem Kutscher sitzende Diener ab und half den Herren beim Aus­steigen.

Die beiden letzteren, Graf Feodor Alexandrowitsch und Baron Balduin von Swan, waren trotz ihrer Verwandtschaft grundverschieden, im Aeußeren sowohl, als im Wesen und Charakter. Alexandrowitsch, der echte Typus eines sich all­mächtig dünkenden altrussischen Aristokraten, war eine unter­sezte breitschulterige Gestalt, mit einem stark geröteten Ge­

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sicht, in welchem sich lächerlicher Hochmut, gepaart mit bru­taler Roheit, ausprägte. Baron von Swan dagegen, ein junger Edelmann aus den von Deutschen bewohnten Ostsee­Provinzen, war eine wahrhaft vornehme Erscheinung. Seine Gestalt war mittelgroß und schlank, und das edelgeformte Gesicht mit dem braunen Vollbart, belebt von einem Paar dunklen, schwärmerisch blickenden Augen, verriet ebenso hohe Intelligenz, wie eine wirklich adlige Gesinnung.

Christoph Werner ging den Herren höflich entgegen. während Petrowna in das Haus geeilt war, um sich zu über. zeugen, daß das gute Zimmer" auch in genügender Ord­nung war, um so vornehme Gäste zu empfangen. ,, Grüß Gott, lieber Freund," rief der Baron in herz­lichem und herzgewinnendem Tone, es tut mir leið, Eure Ruhe zu stören, aber wir müssen bei Euch absteigen. Wir wollen nämlich eine Bärenjagd unternehmen, denn eine junge Dame, die Schwester meines Vetters hier, verlangt von mir, daß ich ihr einen jungen Bären verschaffe, den sie als Schoßtierchen aufziehen will, und ich habe geschworen, ihr als Beweis meiner aufrichtigen Verehrung ein solches Tier zu bringen, und sollte ich mein Leben preisgeben."

Aber, Balduin," sagte Alexandrowitsch, die Nase rümpfend, in näselndem Tone und dem deutschen Bauern­sohn einen verächtlichen Blick zuwerfend, wie kannst du nur so vertraulich mit diesem schmutzigen Bauerngesindel sprechen!" Laß das, Feodor," sagte der Baron, als er sah, daß bei den beleidigenden rohen Worten des Grafen ein Schatten über die Züge Werners glitt. Du weißt, ich hege in dieser Hinsicht andere Ansichten."

Der Graf war verstimmt, aber, ohne darauf zu achten, fuhr der Baron, zu Werner gewendet, freundlich fort: Lieber Freund, haben wir Aussicht auf eine erfolgreiche Jagd hier, d. h. worauf es mir gerade ankommt, auf den Fang eines jungen Bären?"

,, Dazu kann Rat werden, Euer Gnaden," erwiderte Werner, eine Bärin hat vor wenigen Tagen unsere beste Kuh zerrissen und fortgeschleppt, und wir brauchen nur die Spuren zu verfolgen bis zu ihrem Lager; aber die Sache ist gefährlich. Ein Bär ist ein schlimmer Gegner, und wenn junge Bären in der Höhle sind, ist das Abenteuer doppelt gefahrvoll."

Ich fürchte nichts," sagte der Baron ,,, im Gegenteil, je größer die Gefahr, um so größer die Ehre, und Gräfin Bau­lowna wird dann um so fester von der Aufrichtigkeit meiner Gesinnungen überzeugt sein."

Wollen die Herrschaften nicht eintreten und uns die Ehre geben, ein bescheidenes Mahl einzunehmen, wie es der Bauer bieten fann?"

,, Gern nehme ich die herzliche Einladung an," sagte der Baron in seiner leutseligen Weise, während der russische Graf das Gesicht verzog und leise zu seinem Gefährten flüsterte:

,, Aber, Balduin, ich begreife dich nicht! Diese Bauern­hütten hier sind schmutzige Viehälle, und die Menschen darin, die wenig über dem Tier stehen, werden uns ein unsauber zubereitetes Essen vorsetzen, das Leute wie wir nicht genießen können. Ich wenigstens kann schon vor Ekel und Abscheu gegen dieses schmußige Bauernpack nichts zu mir nehmen." Feodor," erwiderte der Baron unmutig ,,, tue mir den Gefallen und betrage dich, wie man es von einem Kavalier erwartet, und verletze diese braven gastlichen Leute nicht durch dein beleidigendes Wesen. Mach' du, was du willst, ich bleibe hier. Ueberdies gibt es in der Nachbarschaft Bären mit Jungen, und der junge Mann, der mir übrigens außer­ordentlich gefällt, wird uns gewiß gern führen und uns beistehen, nicht wahr, mein Freund?" fügte er, sich zu Werner wendend, hinzu.

Ich stehe Euer Gnaden zur Verfügung für jeden Dienst, und ich darf sagen, ich kenne die Bären und ihren Schlupf­winkel."

Nun, das freut mich," sagte der Baron vergnügt ,,, dann werden wir um so bessere Freunde."

Der russische Graf lächelte verächtlich, und, den Knecht mit zusammengefniffenen Augen musternd, sagte er zu seinem Gefährten:

Ich habe bereits für bessere Hilfe gesorgt. Was ver­steht denn so ein Bauernlümmel von der edlen Bärenjagd? Ich habe durch den Starosten erfahrene Forstbeamte auf­bieten lassen, die uns nacheilen und uns am Saum der Wal­dungen treffen sollen, wo wir Halt machen und den Anbruch