Entschiedenheit bestrebt, cin Kohlendepot auf St. Thomas ( Dänisch Westindien) zu erwerben. Diese neue amerikanische Lüge hat nun freilich furze Beine gehabt, sowohl die dänische wie die deutsche Regierung erflären übereinstimmend, daß alle Meldungen über solche Verhandlungen zwischen Deutschland und Dänemark aus der Luft gegriffen jeien.
A Drunter und drüber gehts augenscheinlich am mittelamerikanischen Isthmus. Zunächst will der neue Präsident von Kolumbien, Marroquin, die kolumbische Verfassung durch Volksabstimmung umfrempeln: Den einzelnen Staa ten( Provinzen) soll weitgehendste Selbständigkeit in der Verwaltung gewährt werden. So hofft Marroquin den drohenden völligen Zerfall Kolumbiens hintanzuhalten. Auch auf dem Isthmus selbst, in der neuen Republik Panama, droht eine neue Umwälzung, eine Revolution gegen die neue Panamaregierung. In Colon erhält sich übrigens hartnädig das Gerücht, daß amerikanische Kriegsschiffe das folumbische Kanonenboot Pinzon" zum Cinken gebracht hätten. Eine Bestätigung liegt bisher nicht vor.
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Hof und Gesellschaft.
Der Neujahrsempfang beim Kaiser. hof verlief nach dem üblichen Zeremoniell: Gottesdienst in der Schloßfapelle und große Gratulationstur im WeiBen Saal, bei der das Kaiserpaar den Reichskanzler mit fängerer Ansprache auszeichnete. Dann folgte Empfang der Botschafter, der Staatsminister und der kommandierenden Generäle, sowie der in Immediatstellung befind lichen Admirale. Um 1 Uhr begab sich der Kaiser zu Fuß nach dem Zeughaus. Der Kaiser trug das Band des Schwarzen Adlerordens über dem Paletot mit Pelzkragen; neben ihm schritt General Graf Schlieffen, es folgten die Herren vom Dienst, sowie etwas weiter zurück der Stron prinz und Prinz Eitel Friedrich. Vom Publikum mit Hoch rufen empfangen, schritt der Kaiser vor em Zeughaus eine Ehrenkompagnie des 2. Garderegiment zu Fuß ab und begab sich dann in den Lichthof, wo bei seinem Eintritt die Kapelle des 4. Garderegiments die Nationalhymne spielte. Hier waren die Generale und die Offiziere der Garnison versammelt, alle nach der neuen Vorschrift mit den Achselstücken auf dem Paletot. Der Kaiser nahm Meldungen und die Rapporte der Leibregimenter entgegen. Die Parole lautete, wie stets am Neujahrstage Königsberg- Berlin". Vor dem Zeughaus ließ der Kaiser dann die Ehrenfompagnie und die Salutbatterie vom 1. Garde Feldartillerieregiment, beide mit ihren Musikkorps, vorbeimarschieren, und kehrte gegen halb 2 Uhr nach dem Schlosse zurück, begleitet von den lebhaften Ovationen des Publikums, das trotz der Kälte in dichten Scharen bis dahin ausgeharrt hatte. Allgemein wurde das frische Aussehen des Kaisers mit Freuden begrüßt.
Heer und flotte.
Der Kaiser an das Offizierkorps. Während der feierlichen Paroleausgabe anläßlich des Neujahrsfestes richtete der Kaiser an die versammelten Offiziere eine Ansprache, in der er das Offizierkorps ermahnte, die gute Tradition des Heeres auch durch eine, würdige Lebenshaltung fortzusetzen, den Untergebenen und der Bevölkerung mit gutem Beispiel voranzugehen und die ernsteste Sorge zu tragen, daß die Soldatenmißhandlungen ausgerottett werden. Auf spezielle Fälle, 3. B. die Vorgänge in Forbach, nahm der Kaiser in seinen Auslassungen keinen Bezug.
Kriegslöhnung für ehemalige Chinakämpfer. Diejenigen ehemaligen Mannschaften S. M. S. Kurfürst Friedrich Wilhelm", Wörth" und„ e I a", welche bis jetzt noch keine Kriegslöhnung erhalten haben, werden nunmehr amtlich aufgefordert, Militärpaß und genaue Adresse sofort an das„ Abwickelungs- Bureau der NordseeStation" in Wilhelmshaven einzusenden.
Wie die Amerikaner Theater bauen.
Die furchtbare Katastrophe in Chicagoer IroquoisTheater hat die öffentliche Aufmerksamkeit in ganz Amerika auf den heillosen Leichtsinn gelenkt, mit dem im Yankeelande dic Theater gebaut werden. Hätte es nicht gar so trau rige Folgen gehabt, so könnte man es als einen pudelnärrischen Einfall belachen, daß sich die Architekten des Iroquois Theater für ihren Bau ausgerechnet die Pariser Opéra Comique als Muster gewählt haben. Denn als diese seinerzeit einem schrecklichen Brande zum Opfer fiel, bei dem gegen 360 Personen umkamen, mußte der schlechten Bauart und Einteilung des Hauses die Hauptschuld gegeben werden. Mit dem Theaterwesen ist es eben in Amerika ein eigen Ding. Irgend ein Bürger baut ein Theater gerade so wie wenn er ein Zinshaus errichtete. Es sind dabei feinerlei Formalitäten zu beobachten, denn es existiert kein eigenes Statut für Theaterbauten. Der betreffende Besitzer ist meistenteils Geschäftsmann, der mit allem handelt, also auch die Vermietung seines Theaters ganz gefchäftsmäßig, meiſtenteils sogar nur so nebenbei betreibt. Auch geben die Eigentümer ihren Bühnen alle möglichen Bezeichnun gen, die mit der Bestimmung derselben eine solche eristiert eben nicht in feinem Zusammenhange stehen. So darf man zum Beispiel nicht glauben, daß in dem ., Grand Opera House" in Newyork Opern aufgeführt wer den. Keine Spur davon. Dort konnte man sogar einmal ein- Affentheater etabliert finden. Der Theaterbefiber vermietet sein Haus an einzelne sowohl wie an ganze Gesellschaften. Die Engagements erfolgen in der Regel schon am Anfange der Saison, und zwar für die ganze Dauer derselben. Die reisenden Truppen schicken alle einen Quartiermacher voraus, der schon mit Beginn des Herbstes alle Städte besucht, wo Vorstellungen stattfinden sollen. Seine Aufgabe ist es, mit dem Proprietor" des betreffen. den Theaters den Mietsvertrag abzuschließen für die und die Woche oder auch nur für einen bestimmten Tag des Jahres. Dann hat er dafür zu sorgen, daß die Reklame rechtzeitig einsetzt. In den meisten Fällen bedingt sich der Proprietor außer einem Firum noch einen prozentualen Veitrag aus dem Gesamterträgnisse der Vorstellungen.
Die amerikanischen Theater von der baulichen Seite be trachtet, sind gewöhnlich das Primitivste, was man sich vor stellen kann. Meistens haben sie muur einen einzigen Ein gang, der in die Mitte des Zuschauerraumes führt. Garde roben gibt es entweder gar keine, oder böchstens febr
mangelhafte. Die Leute nehmen sich ihre 11eberröde auj die Sitzplätze mit. Der Zuschauerraum ist fast überall in den ganzen Vereinigten Staaten nach demselben Muster gebaut, präsentiert sich aber elegant. Jedes größere Theater bat einen Smokingroom, in dem in den Zwischenaften ge raucht werden kann. Aber nur in diesem Raume. In den Ankleideräumen wird vielfach geraucht, doch es geschieht des unerlaubterweise, denn das Rauchverbot ist überall an geschlagen. Fast gar keine Bühne hat eine Versenkung auf zuweisen, und Brücken, die die eine Seite des Schnür bodens mit anderen verbinden, sind ebenso unbekannt, wie alle anderen technischen Behelfe der modernen Bühne. Lichteffefte werden meistens mit mobilen Stalfiumreservoiren bewirkt. Wie gefährlich es ist, solche tubenartige Gefäße überallhin mitzuschleppen, braucht wohl nicht erst hervor. gehoben zu werden. Der Bühneneingang ist fast überall schmal und eng. In der Regel führt eine schmale Wendeltreppe von zehn bis zwölf Stufen zur Bühne, die, wie ge sagt, aller maschinellen Einrichtungen entbehrt. Auch hat jedermann Zutritt zur Bühne, es eristiert in dieser Richtung keinerlei Verbot. Um in den Orchesterraum zu gelangen, müssen sich die Musiker auf einigen Stufen in den mit Dellämpchen spärlich beleuchteten, ganz aus Holz hergestellten Unterraum der Bühne begeben, von wo aus eine Tir in das Orchester führt. Glücklicherweise ist überall die Brüstung der ersten Parkettreihe sehr niedrig, so daß man sie leicht übersteigen kann. Theaterfachbauleute gibt es wohl faum welche. Das größte Theater Ameritas, das Metropolitan Opera House in Newyork, in dem jetzt der Parsifal" aufgeführt wird, wurde von einem frommen Methodisten erbaut, der nie in seinem Leben vorher ein Theater besucht hatte. Erst, als der Innenraum vor einigen Jahren ausbrannte, wurden Verbesserungen vorgenommen. Das Drolligste aber leistete der gute Mann, der, ehe er an den Bau schritt, die Pläne europäischer Theater studiert hatte, mit den Versenkungen. Auf den vorliegenden Plänen jah er zahlreiche Kreise und Quadrate, an deren Stellen überall Versenkungen angebracht werden sollten. Gewissenhaft abmte er auf der Bühne des Metropolitan alle diese Kreis- und Quadratzeichnungen nach, ohne aber für die nötigen Ausschnitte und Schiebevorrichtungen Sorge zu tragen. Diese hatte er eben auf den Zeichnungen nicht sehen fönnen.
Verhaftungen wegen des Chicagoer Theaterbrandes.
Der Brand des Iroquois Theaters in Chicago wird ein großes gerichtliches Nachspiel haben. Es wurden Massenberhaftungen unter dem Theaterpersonal vorgenommen. Der erste, der ins Gefängnis abgeführt wurde, war der Bühnenleiter Plunkett. Er ist des Totschlages angeklagt. Unter der Beschuldigung der fahrlässigen Tötung teilten sein Schicksal sein Assistent, der Bühnenzimmermann, mehrere Seulissenschieber, und 24 Mitglieder des Chors und des Balletts.
Die Anzahl der Opfer wird sich doch allem Anschein nach auf der anfänglich befürchteten Höhe halten. Die offiziellen Berichte haben sich als schönfärberisch erwiesen. Jetzt wird zugegeben, daß 690 Tote gezählt wurden und 300 Bersonen vermißt werden. So dürfte dann die anfänglich gemeldete Ziffer von 1000 Opfern wirklich nicht zu hoch ge griffen sein. Die Theatertruppe war 300 Kopf stark und 2000 Buschauer waren im Theater, von denen 1740 Sit plätze innehatten. Während der Banif kamen ganze Ja milien um. Mehrere Notausgänge waren durch eiserne Türen geschlossen, für deren rechtzeitiges Deffnen niemand sorgte. Vergeblich war von den Zuschauern versucht worden, diese Türen mit Gewalt zu öffnen. Da vor dem Theater fein Feuermelder stand, ging viel Zeit verloren, bevor die Feuerwehr eintraf. Auf telephonischen Anruf eilten etwa 100 Aerzte und 150 Krankenwärter herbei, Priester erteilten den Sterbenden den Segen. Die Köche und Kellner eines benachbarten Restaurants brachten eine Leiter auf das Dach eines Schuppens, und der Küchenchef fing, auf der Leiter stehend, nach einander fünfzehn aus einem Fenster sprin gende Frauen auf. Die Vorstellung im Theater war zu ermäßigten Preisen gegeben worden, hieraus erklärt sich) die große Zahl der Zuschauer.
Der deutsche Kaiser war mit der Erste, der anläßlich der Katastrophe an den Präsidenten Roosevelt ein in den herzlichsten Worten gehaltenes Beileidstelegramm absandte. Die Stimmung in Chicago ist tief bedrückt. Auf Grund einer Proklamation des Mayors ist das neue Jahr der bisherigen Gepflogenheit entgegen nicht mit Glockenaeläute eingeleitet worden.
Hus dem Gerichtsfaal.
§ Ein Reichtagsabgeordneter als Wechselfälscher. Der Reichstagsabgeordnete Seyboth wurde in München wegen Wechsel fälschung zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt.( Vergl. Politik.) Seyboth war beschuldigt, auf einem auf die Firma Brauerei Jakob Andreas in Eschwege lautenden Wechsel das Accept gefälscht und den Betrag von 11 600 Mart bei der Bayerischen Handelsbank persönlich abgehoben zu haben. Seyboth erklärte sich für nichtschuldig. Ein Buchhalter seines Geschäfts habe ihm gestanden, die Fälschung begangen zu haben. Der Diret for und der Hauptkassierer der Bayerischen Handelsbank be kundeten jedoch, daß die gefälschte Unterschrift von Seyboth herrühre und daß Seyboth selbst das Geld auf der Bank in Empfang genommen habe.
Nab und fern.
A Der Berliner Neujahrstrubel hat auch dieses Jahr wieder eine große Anzahl von Verhaftungen zur Folge ge. habt. Nicht weniger als 331 Personen wurden zur Wache fistiert, über 100 mehr als im Vorjahre. Meist handelte es sich um halbwüchsige Burschen, die in größeren Trupps auftauchten, um allerhand Roheiten auszuüben. Die Mehrzahl der Verhaftungen fanden in der Nähe der Linden statt.
Acetylenexplosion. In Schönmünzach ereignete sich im Basthof zum„ Ochsen" ein schweres Unglück. Das Haus vurde durch eine Acetylenexplosion zum großen Teil zertört. Der Besitzer und seine 24jährige Tochter trugen dabei furchtbare Verletzungen davon. Die letztere ist ihren Brandwunden bereits erlegen und auch an dem Aufkommen des Gasthofbesitzers wird gezweifelt.
Ein Erzschwindler ist endlich seinem verdienten Schicksal verfallen. Ein Reisender wurde in Berlin verhaftet, der n unzähligen Fällen Bahntechniker und Zahnärzte betrogen jat. Er besuchte in Hamburg, Hannover, Schleswig Holstein und Mecklenburg Zahntechniker und Zahnärzte und legte sie
mit Adreßbuch- Annoncen hinein, die er sich mit je 6,50 Mr. bezahlen ließ. 177 solcher Fäle hat er bereits eingestanden. Dieselben Schwindelmanöver soll er auch in Danzig und Wönigsberg ausgeführt haben.
* Ein großer Postdiebstahl wurde mit raffinierter Frechheit in Rom ausgeführt. Auf dem dortigen Paketpoſtamte fanden sich nachts zwei al Briefträger verkleidete Berbrecher ein und stahlen mehrere Pafete mit kostbarem Inhalt. Nach einer Meldung þll der Wert der entwendeten Stüde 150 000 Lire, nach einer anderen sogar 300 000 Lire betragen.
+ Ein geheimnisvolles Drana erregt in Cannes und Umgegend großes Aufsehen. De Direktor der Gemeindeschule bes fleinen Ortes La Bocca murde, als er mit seinem Hilfslehrer aus der Schule nach Hause ging, hinterrücs erschossen. Der Hilfslehrer vermochte der Mörder, der sofort die Flucht ergriff, nicht einzuholen. Es scheint sich um ein Familiendrama zu handeln, da der Ernordete, ein Herr Soustelle, mit der Mutter seiner geschiedener Frau, einer Madame Achard, wegen der Wiederauszahlung der Mitgift auf sehr gespanntem Juße stand und Prozesse mit ihr auszufechten hatte.
Vernilchtes.
*[ Die Tüchtigkeit der deutschen Kanflente im Auslande] wird durch folgend Erzählung eines Schanghaier englischen Geschäftsmannes treffend charakterisiert, die ein Londoner Blatt veröffentlich. Auf gute Lehrer des Hochchinesischen, wie man den Wandarinendialekt, die chinesische Umgangssprache, recht glückich genannt hat, wird in Südchina förmlich Jagd gemack. Hier in Schanghai wurden fürzlich einem Zollbeamten zwei solcher Lehrer empfohlen. Bei näherer Erkundigung tellte es sich aber heraus, daß sie beide keine passende Bet mehr zur Verfügung hatten. „ Geht es denn nicht abens von neun bis zehn Uhr?" fragte der Beamte schließlich. Da unterrichtet der eine einen jungen deutschen Kaufmann," war die Antwort.„ Und der zweite Lehrer?"" Der jeht zu derselben Zeit zu einem anderen deutschen Kaufman." Und da wundert man sich noch, daß die deutschen Kaufleute den englischen vorkommen?"- Ein größces Kompliment fann unseren jungen Kaufleuten füglich nicht gemacht werden.
OIDie Neujahrsgrüße dr Verkehrsanstalten der ganzen Welt] haben nach alter Site auch in diesem Jahre wieder stattgefunden. Von den Brliner Aemtern hat zum ersten Male auch das Briefpostant eine Karte verschickt, die besonders hübsch ausgefallen i. Dem einfachen Posthause von 1760 wird der Prachtbau der Königstraße gegenübergestellt. Eine künstlerisch vollendete Karte verschickte das Berliner Haupttelegraphenamt der personifizierte Blitz fährt an den Telegraphenleitungn entlang. Auf der Karte des Hauptfernsprechamtes verse en Heinzelmännchen den Dienst an Stelle der Damen. Aud die deutsche Post in China unter Leitung von Postrat Buch hat diesmal einen herzlichen Glückwunsch geschickt, der di Ausdehnung der deutschen Post im Osten zur Anschauung bringt. Eine prächtige Ansicht von Smyrna schickten die dutschen Bostämter in der Türkei, Von inländischen Karten sind besonders hübsch die des Briefpostamtes von Leipzig, dn Bahnpostämtern Dresden 20, Frankfurt No. 19 u. s. w. Geschmackvolle Startne haben aus dem Auslande insbesonder Stockholm, Brüssel, Genf, Barcelona, Prag u. s. w. gescht. Aber auch England, die Türtei, Ungarn, Desterreich ehlen nicht.
A[ Noch schlimmer.] Son dem dieser Tage verstorbenen alten Doyen der Pariser Jechtsfakultät Colmet de Santerre erzählt ein dortiges Blat eine niedliche Anekdote. Zu Colmet fam ein Kollege, de wegen seiner langweiligen Vorträge bekannt war, und belagte sich, daß bei ihm die Studenten immer so viel Lärt machten. Sie Glücklicher" rief Colmet, und zur Erkärung für den Erstaunten fügte er dann hinzu: Seier Sie froh, daß sie nicht schlafen, das tun sie nämlich immer bei mir."
Das Neuefte aus den Witzblättern. Am Ersten. Baruc Katz:„ Heute soll ich wieder keir Geld haben? Sie haben mir doch versprochen, wenn id am ersten komme, zu beahlen?" Student:„ Das is schon richtig, Sie sind abe heute nicht mehr der Erste!"
Der gebildete Schusterjunge. Erster Schusterjunge:„ Na, Friß du hast et ja mächtig eilig; wo willſte denn hin?" Zeiter Schusterjunge:" Wat jeht dir det an, du Rindvich, weeßte denn noch nich, det ich zweemal de Woche in'n sildungsverein jehe?"
Er kennt den P pa. Mutter:" Angst hast dy por dem Vater, weil du das verschluckt hast? Was has du denn verschluckt, June?"- Söhnchen:„ Eine Bier ( Lust. Welt.)
marke!"
Ein Schweren öer.„ Herr Dekonomierat, ick hätt' e' gutes Geschäft für sie!" Nu', lassen Sie hören!" -Sie geben Ihrer Tochtr e' Million Mitgift! Ich nehm' sie mit' ner halben Millia ersparen Sie netto fünfzig Prozent!"
Vertröstung. A„ Sie haben jetzt einen lang jährigen Stammigast verlcen der Sekretär Windig ist zum Staatsschuldentilgunsamt einberufen worden. Hal er denn seine Schuld bei nen gezahlt?" Wirt: Nein: aber er hat mir ganz bestimmt versprochen: sobald s' dorter fertig sind, komm' Ich d'rn!"
Widerlegte Gif er sucht. Junger Arzt( auf Be such in der Heimat seiner Braut):... Aber auf etwas muß ich dich noch aufmerksam machen, Elly, was entschieder ungehörig ist!" Elly:„ Aber Kurt!" Junger Arzt: Schickt es sich etwa für meine Braut, jede Woche, wie mit meine Freunde erzählen, ein paarmal in die Apotheke zu laufen und mit der Provisor heimlich zu tuscheln?!" Elly: Ja wer sons in aller Welt soll mir deine Liebes. briefe entziffern?!"
UnbegreifIch. Gatte( zur jungen Frau):„ Das Gulasch, das du zuereitet hast, ist nicht zu genießen!" Junge Frau: Und im Kochbuch steht doch, daß es so vorzüglich schmeckt!"
Einschlechtr Plaß.„ Nun, Bummel, wie gefiel dir's gestern im annhäuser"?"-" Es wär' schön ge wesen aber ich bete einen sehr schlechten Plaß!"" Wie ist das möglich? It warst doch im Parkett!"-„ Ja, ja aber neben mir aß mein Schneider, und vor mir mein Schuster!"
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Der Weinrisende als Jubilar. wohl, Herr Prinzial, fünfundzwanzig Jahre bin ich nun bei Ihnen, und ich arf wohl sagen, daß ich dabei in Ehren rot geworden in!" ( Fl. VI.)
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