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2.3.1904 Erstes Blatt
 
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Nr. 52.

bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., Saus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertel­fährlich Mr. 1.50.

Gratisbetingen: Oberheffifche Familienzeitung( täglich) und die Stekener Goffenblafen( wöchentlich).

Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.

Mittwoch, den 2. März 1904.

Gießener

13. Jahrgang.

Insertionspreis: Die einspaltige Betttzelle für ganz Obgp heffen, die Kretse Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonft to Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

Postzeitungsliste No. 3269.

Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg 88, Fernsprechanschluk Nr. 362.

Neueste Nachrichten

( Gießener Tageblaff)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeifung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.

Wahlrechtsfragen.

CB. Fast in allen Bundesstaaten ist augenblicklich die Frage der Wahlrechtsreform das aktuellste Thema. In Süddeutsch­land bildet sie sogar seit Jahr und Tag die Wahlparole, ob­wohl dort mit Ausnahme von Württemberg alle Staaten ein ziemlich freies System haben. In Bayern gilt zwar noch der Zensus, in Württemberg aber hat man das allgemeine und gleiche Wahlrecht, wie bei den Reichstagswahlen, aber die 3weite Sammer ist kein reines Volksparlament, da Ver­treter des ritterbürtigen Adels und der Geistlichkeit, ohne aus der Volkswahl hervorzugehen, Siß und Stimme im Par­lamente haben. Seit etwa 10 Jahren sind dort Parlament und Regierung um eine Aenderung bemüht, aber es kann feine Einigung zustande kommen, weil die sogenannten Pri­vilegierten, d. h. die Vertreter der beiden obengenannten Stände, gegen jede Reform stimmen und weil auch die Erſte Ständekammer jede Rechtserweiterung für das Volk ab­lehnt. In Baden, wo augenblicklich ebenso wie in Bayern die Frage der Umänderung des Wahlsystems aus dem in­direkten in das direkte Verfahren akut ist, herrscht das all­gemeine und gleiche Wahlrecht, aber in indirekter Form. Jeder wahlmündige badische Staatsbürger fann wählen- aber es werden erst Wahlmänner gewählt, aus deren Wahl dann der Abgeordnete hervorgeht. Hier hat die Regierung bei der Vorlage eines Reformvorschlags den schwierigsten Standpunkt, weil alle Parteien, mit Ausnahme der national­liberalen, lediglich die Beseitigung der Wahlmännerwahlen und Einführung des Reichstagswahlrechts auch für die Land­tagswahlen fordern. Aehnlich liegen die Verhältnisse auch in Bayern. In Preußen hat die Regierung noch die günstigste Situation, da sie eine starke Mehrheit gegen eine derartige Veränderung des Wahlsystems an ihrer Seite hat. Soviel aber zeigt sich aus den Wahlrechtsverhandlungen aller Bun­desstaaten, daß die Regierung niemals, einzelne bürgerliche Parteien aber nur mit Vorbehalte und Sicherungen gegen ein leberwiegen des einheitlich organisierten und durch ihre Oppositionsstellung gegenüber den oberen Volksschichten un= differenzierten Arbeiterelements für die allgemeine und gleiche Wahl eintreten wollen. Aus dieser Sachlage ergibt sich mit Deutlichkeit die Aussichtslosigkeit jeder auf die Ein­führung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts gerichteten

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Dagegen herrscht in kleineren Staaten viel Vorliebe für ein System, den sogenannten Proporz, oder die Verhältnis­wahl, ein etwas kompliziertes, aber immerhin gerechtes System. Dieses Verfahren besteht darin, daß ein jeder nach seinem Geschmack, bezw. nach seiner Parteistellung die Ge­samtzahl der in einem einheitlichen Wahlgebiet zu wählenden Verhältnis der abgegebenen Stimmen unter die einzelnen Parteien verteilt. Dadurch kommen auch die Minderheiten zu ihrem Rechte; andererseits aber eignet sich dieses System nur für ein kleineres Wahlgebiet, bezw. für kleinere Länder. In größeren Staaten aber, wo der Proporz schwer durch­führbar wäre, intereſſieren sich die Parteien, die einem radi­falen Programm widerstreben, mehr für das Pluralsystem, das darin besteht, daß für alle wahlberechtigten Bürger min­destens eine Stimme zur Verfügung steht. Die Zahl der Stimmen aber erhöht sich nach dem Vermögen, bezw. nach dem Bildungsgrad des Wählers.

Gericht Linsen. Ein opulentes Abendessen und unterschied­Auf diese Weise fing ich täglich da und dort einige hundert Kannen Bier, um brennenden Durst zu löschen, waren Flug, sie bei entfernter wohnenden

haus und handelte mit ihm, ärger wie Esau um das bekannte

Nun eilte ich zu dem schäbigen Wirt in das Einfehrwirts­

mein Lohn.

Es liegt uns, da unser Aufsatz nur referierende Zwecke berfolgt, selbstverständlich fern, für irgend ein System Stim­mung zu machen. Aber wer die Zeichen der Zeit beobachtet,

wird nicht verkennen dürfen, daß tatsächlich die Wahrschein­lichkeit für die Einführung des Proporzes in den kleineren und des Pluralsystems in den größeren Bundesstaaten spricht. Es wird noch manche Kämpfe kosten, bis diese Frage gelöst ist, aber die Zeit wird unsere Prophezeiung bestätigen, des sind wir sicher.

Der Krieg in Ortalien.

Auch heute weiß ein Telegramm aus englischer Quelle über einen neuen Angriff der Japaner auf Port Arthur zu berichten, bei dem die russische Flotte schwer mitgenommen wurde. Das neueste Seegefecht,

das am 29. Februar stattgefunden haben soll, vollzog sich nach der Darstellung des Daily Telegraph" in folgender Weise. Früh morgens erschienen 15 japanische Kriegsschiffe vor Port Arthur und eröffneten ein heftiges Feuer. Die Kreuzer Novik, Askold und Bajan" liefen mit vier Torpedobooten aus dem Hafen aus, um die Japaner an­zugreifen, wurden aber gezwungen, sich zurückzuziehen, und zwar der Krenzer Askold" in sinkendem Zustande, Novik" schwer beschädigt; ein Torpedoboot sank. Auch der Ret­wisan" hat wieder Beschädigungen erlitten. Nachdem das Feuer zwei Stunden gedauert hatte, zog sich die japaniſche Flotte in voller Ordnung zurück. Es ist natürlich leicht möglich, daß es zu einem neuen Tonergefecht gekommen ist, das wohl ähnlich verlaufen Lein

tönnte. Doch wäre es ein großer Leichtsinn, wenn die tussen dazu nur ihre Kreuzer verwandt hätten, wenn es sich nicht etwa um ein zufälliges Engagement bei einer Rekognos­zierungsfahrt gehandelt hat. Dann wäre der Vorgang der, daß die von der japanischen Flotte verfolgten russischen Auf­flärungskreuzer sich unter dem Schutz der Kanonen der Forts und des an der Hafeneinfahrt wrack liegenden Panzers Retmisan" zurückgezogen hätten. Es kann sich aber auch bei der Meldung um eine bloße Aufwärmung des schon bekannten letzten Gefechts handeln. Die englischen Kriegskorrespon­denten halten es für ihre verdammte Pflicht und Schuldig= keit, jeden Tag ihren Gefechtsbericht einsenden zu können.

Auch der Zusatz des obigen Telegramms: Russische Ar­tillerie ist nach der Taubenbai abgegangen, ist wohl nur eine nochmalige Auffrischung der bereits vor einigen Tagen gebrachten Meldung von Landungsversuchen der Japaner in dieser Bai in der Nähe von Wladivostok. Die ganze An­gelegenheit ist bisher noch in Dunkel gehüllt.

Die Operationen in Korea

sollen nach einer russischen Meldung ziemlich stillstehen. Nach Besetzung von Ichiojan befestigen die Japaner die Stadt. Eine Abteilung Russen steht in der Umgegend von Ichiojan. Die Koreaner melden ungern den Russen Bewegungen der Ja­paner. Die wärmere Witterung erschwert den nordwärts ziehenden Truppen den Marsch auf den aufgeweichten Wegen. Das und die Tatsache, daß Tschinampo in 14 Tagen eisfrei und einer Landung offenstehen wird, erklärt wohl die Stockung der Landungsoperationen. Zwischen Pönjang und Sunan liegt ein Strich verhältnismäßig flachen Landes. Die diesen Landstrich südlich abgrenzenden Höhen gewähren eine wert­bolle strategische Stellung, die zum Teil bereits von den Ja­panern besetzt ist. Voraussichtlich werden die nachrückenden Landtruppen sich in diese Stellung einschieben und einschanzen, so daß die geplante vorgeschobene Basis in Tschinampo eine Deckung erhält. Man glaubt, daß die Ausführung der Hauptpläne bis zur Erzielung eines Ergebnisses der Opera­tionen gegen Port Arthur in der Schwebe bleiben werde.

Russische Befürchtungen.

In Petersburger diplomatischen Kreisen nimmt die Be­unruhigung wegen der Haltung Englands sowie Amerikas zu. Die Befürchtung des Ausbruchs eines allgemeinen Krieges wächst. Russische Blätter sprechen den Wunsch aus, Frankreich und Deutschland sollten bestimmt erklären, daß sie keinen Anschlag auf die Integrität Rußlands zulassen. Damit entfalle jeder Anlaß für eine Mobilisierung Englands und Amerikas. Demgegenüber muß betont werden, daß Deutschland vorderhand nicht den geringsten Grund hat, aus seiner strengen Neutralität herauszutreten. Mit Frankreich steht es in dieser Beziehung anders, doch scheut man sich auch dort vor den unabsehbaren Konsequenzen. Deshalb gehen die französischen Politiker der Koreafrage schlau aus dem Wege und behaupten, daß das Bündnis Koreas mit Japan als ein erzwungenes keinen rechtlichen Wert habe. Korea sei in Wirklichkeit immer noch neutrale Macht. Ein russisches Kommunique pflichtet dem notgedrungen bei, doch meint es, daß die Verlegung der Neutralität Koreas durch die Japaner Rußland berechtige, Anordnungen der koreanischen Regie­rung, welche den russischen Interessen widersprechen, un­beachtet zu lassen. Juridisch existiere noch die Unabhängig­teit Koreas. Auch in einer anderen Hinsicht legt sich Ruß­land große Reserve auf. Wie es scheint, wird die amerika­nische Regierung ihre Genehmigung zur Legung eines Ka­bels zwischen Japan, der Insel Guam und den Philippinen erteilen. Das Unternehmen wird als ein reines Handels­unternehmen angesehen, welches die amerikanische Neutra­lität nicht verleze. Rußland hat keinen Einspruch dagegen erhoben, daß die Regierung die Legung des Kabels ge­nehmiat

Die Politik.

Gelegentlich des Abschlusses des neuen deutsch- italie­nischen Handelsvertrages fand ein Austausch herzlicher Telegramme zwischen Kaiser Wilhelm und König Viktor Emanuel sowie zwischen dem Grafen Bülow und Minister Tittoni statt.

Ueber die schon erwähnten Unruhen in Kamerun liegt jetzt eine amtliche Meldung vor. Gouverneur v. Puitkamer telegraphiert aus Kamerun unter dem 29. Februar folgen­des: Die Kolonne des Leutnants Nitschmann ist auf der Zollstation Nssanakang ohne Gefecht eingetroffen, von wo die Aufständischen nach Zerstörung der Niederlassung ge­flohen sind. Hauptmann Lang held sichert mit einer halben Kompagnie die Bali- Straße und das Gebiet von Keaka. Oberst Müller wird an der Spite einer stärkeren Expedition am 6. März den Marsch auf Rssanakang antreten. Im Süden des Croß- Flusses ist alles ruhig." Weiter wird mitgeteilt: Außer den bereits erwähnten drei Beamten der Gesellschaft Nordwest- Kamerun, Schoof, Küster und Schmidt, ist noch ein vierter, Compère, von den Croßnegern erschlagen worden. Außerdem sind eine ganze Anzahl Faktoreien der Gesellschaft zerstört worden. Die Ursache des Aufstandes soll angeblich sein, daß Graf Pückler gegen den ausdrücklichen Wunsch der Nordwest- Kamerun- Gesellschaft gegen die Neger

vorgegangen war, um sie fur einen geringfügigen Dievstahl zu bestrafen.

O Der ostpreußische Provinziallandtag hat beschlossen, die Regierung dringend zu bitten, seinen schon früher geäußerten Wunsch wegen des Ausbaus des masurischen Kanals mit einem Triebwerkskanal möglichst bald zu verwirklichen. Der masurische Kanal ist bekanntlich in den wasserwirtschaftlichen Vorlagen, die dem preußischen Landtag demnächst zugehen verden, nicht enthalten. Große Aussicht auf Berücksichtigung hat der Beschluß des ostpreußischen Landings nicht.

frankreich.

Ministerpräsident Combes will die von seinen Gegnern behauptete Erschütterung des Pariser Kabinetts nicht wahr haben. In einer Unterredung mit einem Journalisten er­klärte er diesem: Man sagt mir, daß unsere Gegner Wetten halten, wir würden als Minister die Iden des März nicht er­leben. Wetten Sie getrost für unser Bleiben! Wir wollen und dürfen jetzt nicht fallen."" Droht denn," fragte der In­terviewer, Frankreich eine ernste Kriegsgefahr?"" Keines­wegs! Das Land hat nichts zu befürchten, und bereit sind wir für alle Fälle." Einen Sturz des Kabinetts jetzt herbei­zuführen, sei der Gegnern des Ministeriums unmöglich! Abwarten!

Niederlande.

Die holländische Regierung hat jetzt ihren nenen Zoll­tarif veröffentlicht. Er läßt Rohstoffe der Industrie und des Ackerbaues zollfrei, legt auf Halbfabrikate einen mäßigen Zoll und auf fertige Fabrikate einen Wertzoll von 6 bis 12 Prozent. Bei Zollkriegen sollen die Zölle erhöht werden können. Beibehalten wird die zollfreie Einfuhr von Ge­treide, land- und gartenwirtschaftlichen Produkten, ein­schließlich Mehl, Wein in Fässern und Kaffee, des letzteren, um eine Verlegung des Kaffeemarktes nach Antwerpen zu berhindern. Erhöht werden u. a. Zölle auf Parfümerien, fertige Kleidungsstücke, Wein in Flaschen; herabgesett wer­den die Zölle auf Papier, Stiche und Photographien und Tabak in Rollen. Selbstverständlich wird dieser Zolltarif auf dem Wege des Abschlusses von Handelsverträgen noch erhebliche Veränderungen erfahren.

Balkan- Staaten.

König Peter von Serbien hat den Anfang mit der Sänberung seines Hofes von den Königsmördern gemacht. Das Belgrader Amtsblatt veröffentlicht die Enthebung des Oberleutnants Borislam Gruitsch von seinem Posten als Ordonnanzoffizier des Königs; Gruitsch wird zur Disposition des Kriegsministers gestellt. Gruitsch ist ein Sohn des gegen­wärtigen serbischen Ministerpräsidenten. Uebrigens soll König Peter sich mit napoleonischen Kriegsgedanken tragen. Bei der serbischen Zentenarfeier hielt König Peter eine Tisch­rede, in der er den Ernst der Balkanlage betonte. Obgleich Serbien feine Eroberungspolitik treibe, könne es nicht zu­geben, daß seine Rechte bedroht werden; die Offiziere möchten sich daher auf große Tage vorbereiten. Was mag sich König Peter wohl unter den ,, großen Tagen" vorstellen?

England.

+ Einer der hervorragendsten und einflußreichsten Führer der liberalen Partei Englands, Sir William Harcourt, der mehrmals Minister war, hat mit Rücksicht auf seine 78 Jahre seine unwiderrufliche Absicht kundgegeben, sich vom politischen Leben zurückzuziehen.

Amerika.

Wenn in einem südamerikanischen Staate nicht gerade eine Revolution herrscht, so erfreut er sich mindestens der gewöhnlichen Vorbereitungen dazu, nämlich großer Streifs. Das gilt augenblicklich von Argentinien und Chile. In Ar­gentinien herrscht ein allgemeiner Eisenbahnerstreit; die Eisenbahngesellschaften haben die Forderungen ihrer in den Ausstand getretenen Angestellten abgewiesen, und die Versuche der Regierung, den Streit zu schlichten, sind ge­scheitert. Zu allem Ueberfluß droht der Streit größere Streise zu ziehen: Die Maschinist en drohen, sich dem Ausstande anzuschließen. Der Handel ist gelähmt. Da wird wohl die übliche Revolution nicht lange auf sich warten lassen. Noch größer scheint die Gefahr einer Revolution in Chile. Dort streiken 5000 Grubenarbeiter, und schwere Unruhen werden befürchtet. Ein Teil der bewaffneten Macht ist bereits mobilisiert worden.

Hof und Gesellschaft.

Der Kaiser traf gestern vormittags 10 Uhr mit­tels Sonderzuges von Kiel aus in Wilhelmshaven ein, um dort die Vereidigung der Truppen vorzunehmen. Zum Empfange waren anwesend der Generalinspekteur der Marine v. Koester, der Admiral Bendemann, der Vizeadmiral Died­richsen und der Kapitän 3. S. Guelich. Nach kurzer Be­grüßung fuhr der Kaiser nach dem im Hafen liegenden Linienschiff Kaiser Wilhelm II." und besichtigte später den neuen Panzerfreuzer Friedrich Karl". Um 11 Uhr 45 Min. begab sich der Kaiser nach dem Ererzierhaus, wo um 12 Uhr die Vereidigung der Rekruten erfolgte. Nach einer Ansprache des Geistlichen verlas Oberleutnant zur See v. Bremer die Eidesformel. Nach der Vereidigung hielt der Kaiser eine Ansprache. in welcher er die Refruten aur treueſten Pflicht­