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weis für den sittlichen und geistigen Niedergang unsere Heeres ausspielt. Beyerleins Werk ist eben lediglich eir neues Genre in der Reihe der Militärromane und bilde gewissermaßen das Gegenstück zu den Dichtungen des Major Josef Lauff. Während dieser als Optimist die Zustände des Heeres in rosigen Farben schildert, hat Beyerlein den natu ralistischen Pessimismus in die Militärbelletristik eingeführt Das ist alles. Sachkenntnis aber kann man aus dem Beyer leinschen Roman doch nur in recht dürftigem Maße schöpfen

Ein bayerisches Trappisten- Muftergut.

München, 1. Februar.

Der bekannte Zentrumsabgeordnete Dr. Heim, dessen Zwist mit dem liberalen Abgeordneten Gäch lezzthin in der Kammer zu recht unparlamentarischen Szenen führte, hat auf der eben beendeten Generalversammlung der landwirt­schaftlichen Zentralgenossenschaft in Ansbach einen eigen­artigen Plan entwickelt. Dr. Heim stattete als Vorstand den Rechenschaftsbericht ab und machte dabei die erfreuliche Mitteilung, daß die Reserven der Genossenschaft zur Zeit 132 000 Mark betragen und mit dem 30. Juni 1904 der Reservefonds bis zur Höhe des Gesellschaftskapitals ange. wachsen sein werde. Von diesem Zeitpunkt an, so schlug er vor, solle man den Reingewinn zur Anlage eines großen Landwirtschaftlichen Muster- und Lehrgutes verwenden, zu dessen Leitung er Mönche aus dem Trappistenorden auser­sehen habe.

dabei in beiderseitigem Einverständnisse derart betrügerisch bor, daß von dem ganzen Vermögen des unehelichen Fürsten­sohnes derzeit für den serbischen Staat kaum eine halbe Million Francs mehr übrig bleibt. König Alexander er hielt die von ihm beanspruchten 300 000 Francs durch seine beiden Vertrauensmänner im Vergleichswege" ausgezahlt. Ferner erhielt, ebenfalls im Vergleichswege, der gegenwär tige ungarische Ackerbauminister Bela Tallian, welcher An­spruch auf das Vermögen des Velimir Theodorowitsch aus dem Titel erhoben hatte, daß seine Mutter eine geborene Obrenowitsch sei, gleichfalls 300 000 Francs. Ferner prä sentierten verschiedene Advokaten in Rumänien, Ungarn und Serbien folossale Kosten, gleichfalls im Betrage von mehr als 300 000 Francs, so daß bereits im ersten Hand­umdrehen eine Million auf diese Weise verbraucht war.

Dr. Heim hat, wie er mitteilte, sich bereits mit einem Trappistenabt in Bayern selbst gibt es bisher diesen Orden nicht in Verbindung gesetzt und ihn gefragt, ob er geneigt wäre, sich in Bayern niederzulassen. Das Gut solle min­destens 1000 Tagwerk umfassen, womöglich mit Wasser, Wie­sen und Wald versehen sein, alle Betriebsarten der Land­wirtschaft und alle Nebenbetriebe umfassen, ein Alumnat für 100 junge Leute im Alter von 16 bis 25 Jahren erhalten. Die landwirtschaftliche Zentralgenossenschaft solle für jeden jungen Mann jährlich eine bestimmte Zahlung leisten, die Wintermonate sollen dem theoretischen Unterricht, die Sommermonate der praktischen Arbeit gewidmet ſein. Der Abt erklärte sich hierzu bereit und hat auch die Zustimmung seines Ordensvorgesezten erhalten.

Minister Velimir Theodorowitsch, Alexanders böser Geist, verwickelte den geschäftsunkundigen König, der nur bestrebt war, sich über seine Zivilliste hinausgehende Geld­mittel zu beschaffen, in die verschiedensten anrüchigen Ge­schäfte. So zum Beispiel wollte er ihn dazu haben, eine Spielbank in Topschider zu errichten, wobei er ebenfalls die Vermittelung übernahm und zugleich als Hofadvokat und als Anwalt der Spielbank auftrat. Sein Mitschuldi­ger, Milosch Petronjewitsch, der als Günstling des Königs Alerander über die Köpfe aller anderen Beamten hinweg zum Sektionschef aufstieg, führte ein außerordentlich luxu riöses Leben und war als leidenschaftlicher Kartenspieler be­kannt. Ihre Verhaftung ist mit allgemeiner Genugtuung begrüßt worden und, so wie die Dinge liegen, harrt ihrer eine schwere langjährige Kerkerſtrafe.

Zur Begründung seines Vorschlags, die Bewirtschaftung des Gutes gerade den Trappisten zu übertragen, wies Dr. Heim darauf hin, daß die Regeln dieses Ordens die Land­wirtschaft in den Vordergrund der Pflichten eines jeden Mit­gliedes stellen. Selbst dem gebildeten Pater, nicht nur dem Laienbruder, ist täglich eine einstündige Arbeit in der Land­wirtschaft vorgeschrieben. Der Trappistenorden habe sich als Träger der landwirtschaftlichen Kultur einen Weltruf er­worben. Ich erinnere, so führte Dr. Heim aus an die Trappistenkolonien in Natal; die englische Regierung unterstützt sie durch Geldzuwendungen; selbst im englischen Parlament ist ihrer Tätigkeit schon die öffentliche Anerken­nung gezollt worden. Ich erinnere an die Musterwirt­schaften, die von Trappisten in Deutschland geleitet werden, an Delenberg im Elsaß und an die Arbeiterkolonie auf der hohen Veen. Ich erinnere an die großartige Abtei Maria Stern bei Banjaluka in Bosnien, woselbst deutsche Patres geradezu Träger der Kultur und gewissermaßen die Bahn­brecher deutschen, kolonisatorischen Geistes in dem vorher türfisch regierten Lande geworden sind." Dr. Heim erbat sich von der Generalversammlung die Ermächtigung für Vor­standschaft und Aufsichtsrat zu Verhandlungen mit den Be­hörden und die Genehmigung eines Voranschlags von 20 000 Mark aus laufenden Mitteln für das erste Jahr für die Be­zahlung der Jahrespension der Zöglinge und Be­zahlung der weltlichen Lehrkräfte. Diese Ermächtigung wurde ihm, wie vorauszusehen war, ohne weiteres erteilt. Wie sich allerdings die Behörden zu dem Heimischen Plan stellen werden, bleibt vorläufig eine offene Frage.

König Alexanders böfer Geift. Belgrad, 28. Januar.

Hus dem Gerichtssaal.

Das Todesurteil gegen den Matrosen Köhler bestätigt Wie aus Wilhelmshaven gemeldet wird, ist dort die Beſtä­tigung des über den Matrosen Köhler vom deutschen Kriegs­schiff Loreley" gefällten Todesurteils eingetroffen. Der an den Unteroffizier Bindrizky im Hafen von Athen verübte feige Mord wird demnach in den nächsten Tagen seine irdische Sühne finden. Die Hinrichtung wird voraussichtlich in Aurich stattfinden.

§ Der Ueberfall auf den Hofkapellmeister Mikorey durch den früheren Opernsänger Kienlechner gelangt heute( Diens­tag) vor der Dessauer Strafkammer zur Aburteilung. Der Fall erregte, wie erinnerlich, im Oktober des letzten Jahres großes Aufsehen. Kienlechner übersiel den Stapellmeister, gegen den er seit längerer Zeit tiefen Groll begte, weil jener jich obfällig über seine gesanglichen Leistungen ausgesprochen haben sollte, mitten in einer der belebtesten Straßen Dessaus. Er schlug den ihm an Körperkraft bedeutend Unterlegenen mit der Faust ins Gesicht, warf ihn dann zur Erde und miß­handelte den Wehrlosen mit Fußtritten. In Dessau ſieht man de: Ausgang des Prozesses mit Spannung entgegen.

Bunte Chronik. Am Bord des spanischen Petroleum­dampfers Ciudad Reus" fand bei Sevilla eine Explosion statt, durch welche drei Seeleute schwer verletzt wurden. -In Kiel wurde der Obermaat Käders unter dem drin­genden Verdacht verhaftet, seine Wirtin, Frau Schünemann, ermordet zu haben.

§ Wegen Aufruhrs haben sich vor dem Kieler Schwur­gericht der Maurergeselle Weber, die Schlächtergesellen Schmidt und Tröger, der Hausknecht Kühn, sowie die Arbeiter Heins und Friemuth zu verantworten. Sie sollen, zusammen mit dem Bruder des Weber, einem Matrosen unserer Marine, gegen Schußleute revoltiert und, unterstützt von einer ganzen von ihnen aufgestachelten Menschenschar, diese gefährlich be­droht haben. Der Matrose Weber ist bereits vom Militär­gericht zu Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Volkes Stimme, Gottes Stimme! Das alte Sprich­wort bewahrheitet sich wieder einmal hinsichtlich des Haupt­helden der neuesten Sensationsaffaire, die das an Auf­regungen aller Art in letzter Zeit genugsam gewöhnte ser­bische Publikum aufgetischt bekommen hat: Der von der Volksstimme seit langem als böser Geist des ermordeten Königs Alerander bezeichnete frühere Minister Velimir Thes­dorowitsch wurde zusammen mit dem früheren königlichen Privatsekretär Milosch Petronjewitsch wegen eines Mil­lionenbetruges verhaftet. Der Verdacht der öffentlichen Meinung, die den Minister und Vertrauten Aleranders zu dessen Lebzeiten- damals allerdings nur im geheimen für einen ausgemachten Schurken erklärte, hat sich nur zu sehr als begründet erwiesen.

Im Dorf Deuthen bei Allenstein kam es zu einem heftigen Zusammenstoß zwischen Zivilisten und Soldaten. Die Soldaten, von denen zwei schwer verwundet wurden, wollten ein Haus anzünden, in das sich ihre Gegner flüch­teten.

Im Rietschgrunde bei Königstein wurde die 40jährige geschiedene Frau Bachmann von dem Dekorationsmaler Gehrisch, mit dem sie in wilder Ehe lebte, ermordet. Der Täter ist flüchtig.

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[ Ueber Welthandel und Weltfinanzen] macht das sta­tistische Amt in Washington interessante Mitteilungen. Die Gesamtausfuhr aller Länder betrug im Jahre 1902( für einige Länder mußte allerdings das Jahr 1901 zu grunde gelegt werden) 10 278 616 000 Dollar nud die Gesamtein­fuhr 11 525 755 000 Dollar. Der Unterschied in diesen Zahlen bringt teils den Wertausschlag infolge der Transport­fosten zur Erscheinung, teils erklärt er sich dadurch, daß die Einfuhr eines Landes schärfer kontrolliert wird als die Aus­fuhr. Die Staatseinkünfte aller Länder belaufen sich auf 7 854 301 000 Dollar und die Gesamtausgaben auf 7 939 540 000 Dollar. Die Schuldenlasten werden mit 34 389 604 970 Dollar angesetzt und der Zinsendienst hier­für mit 1 416 397 448 Dollar. Staatliches Geld gibt es in der Höhe von 11 999 300 000 Dollar, wovon ein Drittel, nämlich 2 963 600 000 Dollar, ungedecktes Papiergeld dar­stellt, 5 355 000 000 Dollar aus Gold besteht und 3 680 700 000 Dollar aus Silber.

§ Noblesse oblige! Ein recht häßliches Sittenbild ent­rollte ein Prozeß zwischen zwei Mitgliedern des polnischen Adels vor der Pofener Straffammer. Der Graf Mielzynski auf Köbnitz hatte sich wegen öffentlicher Beleidigung des Grafen Bninsti auf Dembno zu verantworten. Graf Miel­zynski hatte den Grafen Bninski des Falschspielens beschul digt und war vom Schöffengericht zu 100 Mark Geldstrafe und zur Tragung der Kosten verurteilt worden. Graf Miel­zynski stellte nun den Antrag, den gegenwärtigen Prozeß hinauszuschieben, bis ein vor der Straffammer in Schneide mühl gegen den Grafen Bninski eingeleitetes Verfahren wegen Betruges und Falschspielens beendet sei. Graf Bninski erklärte, Graf Mielzynski sei einer Dame wegen auf ihn eifersüchtig. Die Untersuchung in Schneidemühl habe er selbst beantragt. Der Gerichtshof beschloß, wegen erneuter Beweisaufnahme die Verhandlung zu vertagen.

[ Unfreiwillige Polizisten.] Es dürfte nicht allgemein bekannt sein, daß jeder Mann verpflichtet ist, einem englischen Polizisten zu Hilfe zu kommen, falls dieser ihn im Namen des Königs dazu auffordert. Wenn die Polizei die Lage für bedenklich hält, so kann sie sogar jeden Bassanten als Hilfspolizisten sofort in Dienst nehmen und vereidigen. Auf der Insel Wight wurde kürzlich ein Herr, der sich nicht zum Hilfspolizisten machen lassen wollte, zu vierzehn Tagen Ge­fängnis verurteilt, und in Davontry in Northampshire wurde gestern ein Fischer verhaftet, weil er auf die Aufforderung eines Polizisten, bei einer Arretierung behilflich zu sein, mit Lachen geantwortet hatte. Das Lachen dürfte ihm vergehen, denn der Untersuchungsrichter nahm die Sache so ernst, daß er den Verhafteten vor das Schwurgericht verwies. +[ Die Glücksfliege.] Der Aberglauben der Spieler ist bekannt, aber selten bringt ihr Vertrauen auf glückverheißende Zeichen ihnen so viel Segen, wie dies kürzlich in Monte Carlo der Fall war. Auf dem sogenannten Selbstmörder"- Roulettetisch in den Spielsälen sette sich auf Nr. 13 eine Fliege hin, und zwar zu einer Zeit, in der die Spieler ständig Unglückt hatten. Die abergläubischen Spieler tauschten heim­lich Blicke aus und suchten in ihren Taschen nach Geld zu neuen Einsätzen. In wenigen Augenblicken waren die Num­mern 13 bis 24 reichlich mit Einsätzen bedeckt. Darauf er­hob sich ein ältlicher Spieler und häufte Napoleons um das Fleckchen, wo die Fliege gesessen hatte, wobei er die Num­mern 10 bis 17 besetzte. Die Elfenbeinkugel ging um das Rouletterad herum, ein Augenblick bänglicher Erwartung folgte, und dann verkündete der Croupier, daß die Num­er 13 gewonnen hatte. Merkwürdigerweise kam dieselbe Nummer dreimal hintereinander. Die Fliege kostete dem Rasino 100 000 Mark.

§ Der Zwickauer Wechselreiterprozes förderte interessante Einzelheiten über die raffinierte Art und Weise zutage, wie der Hauptangeklagte Händel in ganz Deutschland Gim­pel in seine Neze zog. Er gab sein Afzept gegen ein be­stimmtes Entgelt denjenigen solventen Firmen, die sich auf feine in über 70 der größten deutschen Zeitungen veröffent­lichten Inserate hin meldeten, als Zahlungsmittel, jedoch auch solchen Geschäftsleuten, die ihre eigenen Akzepte oder Akzepte anderer Personen zum Kauf oder gegenseitigen Aus­tausch anboten. Für jedes in Blanko gegebene Akzept zahlte er 50, auch 60 und 75 Pfennig, während er von den Fir­men, die Akzepte als Zahlungsmittel von ihm entnahmen, 2 bis 3 Prozent der Wechselsumme zu beanspruchen und durch Poſtnachnahme zu erheben pflegte. Falls die Pro­longation gewünscht wurde, forderte er 1 Prozent der Wechselsumme. Die Hintermänner" des Angeklagten waren stellenlose Kommis, Agenten, Privatlehrer, Weichensteller, Maler, Magistratsarbeiter, Postboten und Kellner, die zum großen Teil den Offenbarungseid geleistet hatten. Viele dieser Leute wollen durch bitterste Not dazu gezwungen worden sein, der Zwickauer Zentrale ihre Wechselunterschrift gegen ein Honorar von 25 bis 75 Pf. einzusenden. Zur Erleichterung dieser Arbeit, und um zugleich den Anschein zu erwecken, als ob es sich um eine kreditwürdige Firma handele, wurde den Leuten ein schöner Gummistempel mit ihrem Namen von Zwickau geliefert. Einer von ihnen antwortete auf die Frage, ob er denn keine Bedenken ge­habt habe, als er an Händel mehrere Dußend Blanko­wechsel, Stück für Stück 50 Pf., lieferte, ganz naiv: Ge­fälligkeit ist des Christen Pflicht."

Velimir Theodorowitsch hat, soweit es sich übersehen läßt, etwa 700 000 Francs, sein diebischer Genosse etwa 300 000 Francs über Seite gebracht. Die ganze Auge­legenheit ist die Folge eines sensationellen Erbschafts­prozesses, welchen König Alexander gegen den serbischen Fiskus wegen der Hinterlassenschaft des unehelichen Sohnes des in Topschider seinerzeit ermordeten Fürsten Michael Obrenowitsch, namens Velimir Theodorowitsch, führte. Die­ser Velimir Theodorowitsch steht jedoch trok Namensgleich­heit in keinerlei verwandtschaftlichem Verhältnisse zu dem jetzt Verhafteten. Er erbte nach Fürst Michaels Tode laut testamentarischer Bestimmung fast dessen ganzes Vermögen im Werte von ca. zweieinhalb Millionen Francs. Dieses Vermögen bestand nur zum kleineren Teile aus Bargeld, größtenteils aus Gütern in Rumänien. Michaels Sohn war nun schon bei Lebzeiten ein großer Wohltäter des ser­bischen Staates und der serbischen Nation. Und als er vor wenigen Jahren in München als Privatmann starb, setzte er den serbischen Staat als Universalerben ein.

König Alexander erklärte mun sofort, daß er das Testa­ment des Theodorowitsch anfechten werde und als Ver­wandier des unehelichen Obrenowitsch" einen Pflichtteil von 300 000 Francs für sich fordere. Trotz der Vorstellungen seiner eigenen Anhänger und der Minister, die ihm zu be denken gaben, daß Theodorowitsch zu ihm in keinerlei vom Gesetze anerkannten Verwandtschaftsgrade stehe, war König Alexander von diesem im vorhinein aussichtslosen Prozeß nicht abzubringen. Um aber seine Hand beständig in dem Prozeß zu haben, ernannte König Alexander zum Staats­profurator seinen eigenen Privatsekretär Milosch Petron­jewitsch und zu seinem eigenen Vertreter seinen Minister und Hofadvokaten Velimir Theodorowitsch.

Diese beiden verschleppten nun wie behauptet wird, im Auftrage König Aleranders- den Prozeß und gingen

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** Ein vereinfachtes Abfertigungsverfahren gelangt he kanntlich vom 1. Februar ab im Bereich der preußisch- hessi­schen Eisenbahn gemeinschaftlich zur Einführung. Es wird besonders darauf hingewiesen, daß dieses Verfahren ledig­lich die Vereinfachung des inneren Abfertigungsgeschäftes dient, ohne die bisherige Tätigkeit des Publikums irgend­wie zu berühren; denn der Frachtbrief bleibt in seiner jezi­gen Form bestehen! Nur, wenn es sich um Frankosendungen mit Frachtbeträgen von 1 Mark oder weniger handelt, welche nicht mit Nachnahme belastet sind, ist es dem Versender anheimgegeben, Eisenbahnmarken zu verwenden. Eine Verpflichtung der Versender zur Markenflebung besteht also nicht! Es empfiehlt sich, für Sendungen nach Stationen der preußischen Eisenbahnverwaltung die neuerdings gelie­ferten Frachtbriefe zu verwenden, welche in der linken oberen Hälfte eine das vereinfachte Abfertigungsverfahren erleichternde Ergänzung erfahren haben. Diese Ergänzung beschränkt sich indessen auf Vordrucke für dienstliche Ver­merke und bleibt bei Ausfertigung der Frachtbriefe durch die Versender unberücksichtigt.

Die deutsche Hilfsexpedition in Aalesund hat jetzt ihren Dienst bis in die kleinsten Einzelheiten geregelt und bereits Hospitäler und Volksküchen an Land eingerichtet, um deren schnellem Aufbau die Mannschaften des deutschen Kreuzers Prinz Heinrich" sich große Verdienste erworben haben. Tausende von Personen werden täglich beherbergt und ge­speist, die Stadtverwaltung von Aalesund und die Regie­rung zu Christiania ließen durch Vertreter ihren Dank für die aufopfernde Tätigkeit der Deutschen abstatten. An Bord der Phönicia" wurde der erste Gottesdienst nach dem Brande abgehalten, an welchem 800 Personen teilnahmen; die Feier war ergreifend. Pfarrer Dahl aus Aalesund schloß seine Predigt mit einem Danfgebet für Kaiser Wilhelm, sein Haus und sein Volk. Der Flügeladjutant des Kaisers, Fregatten­kapitän v. Grumme, ist überall zur Stelle und hilft mit Rat und Tat; seine Gemahlin ist den ganzen Tag als barmherzige Schwester tätig und verteilt Medikamente und Kleidungs­stücke an die notleidenden Frauen. Der Direktor der Land­mannsbank aus Aalesund ist in Christiania eingetroffen, um zu versuchen, durch das Feuer versengtes Papiergeld im Betrage von 50 000 Stronen bei der Bank von Norwegen einzulösen.

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Ein Schlauer. Er: Ach, Fräulein Ellen, wenn Sie eine Ahnung hätten, wie ich Sie liebe, und wenn Sie wüßten, was ich verdiene, Sie würden mich sicher erhören!"- Sie: ,, Was verdienen Sie denn?" Er: Eine recht gute, brave Frau!"

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Ein Genügsamer. Dame: Sie machen ein Ge­sicht, als ob Sie etwas sehr Geistreiches sagen wollten!"- Herr: Na, das freut mich, daß ich wenigstens schon so'n Ge­sicht mache!"

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Die Preisbewegung des Schweinefleisches hat jetzt in ähnlicher Weise wie in München auch die Dessauer Behörden beschäftigt. Die regelmäßig beobachtete Echeinung, daß die Fleischpreise zwar den Viehpreisen in der Auswärtsbewegung pünktlich folgen, nicht aber in der umgekehrten Richtung, hat die städtische Verwaltung zu einer beachtenswerten Maß­nahme veranlaßt. Danach wird der Magistrat künftig die Preise des Schlachtviehes monatlich einmal veröffentlichen und die Fleischpreise dazusetzen, so daß sich das Publikum selbst ein Bild von der Lage des Marktes machen kann und ein entsprechender Druck auf die Gewerbetreibenden ausgeübt wird. Um einen Vergleich zu ermöglichen, werden auch die Preise der Städte Berlin, Leipzig und Halle beigefügt. Die Bichpreise werden mit Hilfe der Landwirtschaftskammer, die Fleischpreise mit Hilfe der Fleischerinnung ermittelt.

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