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für Obe

Die Auslichten

CB Nur wenige Tage zur Wiederaufnahme d zu Berlin versammeln. die Richtung gebende ledigt. In den beiden Einzelheiten durchgeip jedem einzelnen Titel a tit hereingezogen werde fen, daß an einzelnen 2 lich wieder aufgerollt m Militäretat der Fall i

Titels über das teichs Rüdgrat unserer gange mentarischen Kreisen gi Tema gebe, das nicht Sprache gebracht werde Session dürfte vor al

breiten Raum einnehme

ist und bleibt auf alle

Ob die Aussichten b

aus der verflossenen G Bresse und die Redner früher, dagegen aus Schädler hat im Name partei seinen Wiederjpr Ausdruck gebracht, das beginnen, diejes M lingen. Tatsächlich ijt Entschlüsse der Reichst borher. Seit Bejtehen einer gewiffen Regelm Finanzjahre einander hielten die Einzelstaat schüsse aus den Uebern neten der Einzelparlam erzeugten und zu einer rung von kostspieligen nisvoller aber machten nicht genug damit, Jahren ausblieben, gin fenem Klingelbentel be

denischen Finanzministe jedes geordneten Geich Stetigkeit in den Einn damit jede Möglichkeit dessen haben denn and deutschen Reiches sich neuen Reichsschatjefre standen erklärt. Das ist die Einschränkung

liche Einnahmen, mit pelsteuer, sollen nach verbleiben, sodaß die ständig auf eigene

Diejenige Partei, d Finanzverhältnisse zw fegen sollte, würde der den deutschen Reichsta

zu den Einzellandtag

freulichen Finanzzuit den, und wir möch Jahre glauben, da Eventualität ausfeter

Am Vorab

alls

frau zum Schuh des Kleides bei der Näharbeit trug, ab­werfend. Jst etwa ein Unglück geschehen, oder kommt man mir anzuzeigen, daß mein Mann überhaupt nicht mehr zu Frau und Kindern zurückkehren werde?"

Dennoch suchte sie sich zu sammeln und trat, wenn auch innerlich aufs heftigste erregt, äußerlich gefaßt in den Salon, in den sie die Dame zu führen befohlen hatte.

Fräulein v. Reisewitz, welche der Rittmeisterin öfters schon bei ihrer Schwester und beim General v. Zieten be­gegnet war, streckte der Frau des Hauses freundlich die Hand entgegen.

Ich bringe eine Botschaft von meiner allergnädigsten Prinzeß, die Sie bittet, mich sofort nach Monbijou zu be­gleiten.

" Ich nach Monbijou und sofort?" rief Frau Justina_er­schrocken. Aber doch nicht so, in diesem Anzuge?"

Sie blidte befangen an ihrem schlichten braunen Wollen­fleide hernieder.

,, Ganz so, wie Sie sind, liebe Frau v. Seelen; es ist der Prinzeß ganz besonderer Wunsch, daß Sie keinen Augen­blick zögern."

Mein Himmel, was wird das wieder sein?" dachte

Fra blieb wie erstarrt noch immer auf dem

Da griff Fräulein v. Reisewitz mit raschem Entschluß nach dem Glockenzuge und befahl der eintretenden Barbe, für ihre Frau Hut und Mantel hereinzubringen. 1900. If Das Mädchen gehorchte schweigend; nun aber drängten sich die Kinder herein und hingen sich an der Mutter Kleid. Gehen Sie nicht fort, Frau Mutter, bleiben Sie bei uns wenn der Herr Vater kommt, und Sie sind nicht hier? Frau Justina schob die Kleinen sanft von sich. ,, Laßt mich, der Vater wird nicht kommen," und als der

Kinder Geberzogesen Worten wie zu ausbrechendem

Schluchzen sich

so lange ich fort bin."

-391"

fügte sie begütigend hinzu: Nicht,

Und wie lange bleiben Sie?

Beruhigt euch, Kleine," mischte sich jetzt Fräulein v. Reise­wig ein, Justina mit sich zur Tür ziehend, ich verspreche euch, daß die Mutter bald wieder bei euch ist."

Der Lakai flog dienſtfertig voran, den Wagenschlag zu öffnen. Hans Joachim und Hildegard sahen vom Fenster aus zu, wie die Mutter einstieg, und der Kinderſtolz, dieselbe in einer föniglichen Equipage fortfahren zu sehen, trocknete bald ihre Tränen.

Fräulein v. Reisewiß aber warf ich aufatmend in die Kissen des Wagens zurück. Gott sei gedankt, daß ich sie endlich so weit habe," dachte sie. Das weitere ist Sache der Prinzeß. Gott gebe, daß alles gut endet."

ng bi nid god.; tbin binom

190 bin 90 il nolim tod of 1993 Fünfundzwanzigstes Kapitel.

Pünktlich zur festgesetzten Stunde bog der königliche Wagen in den Schloßhof von Monbijou ein. Ohne wie sonst bei der Königin- Mutter vorzusprechen, um ihr die Hand zu küssen, begab sich der König sogleich nach den Gemächern seiner Schwester. Prinzeß Amalie erwartete ihn in ihrem reizend eingerichteten, mit Kunstwerken aller Art reich aus­gestatteten Boudoir. In einer Nische hoben vom purpurnen Hintergrunde sich auf goldenem Piedestal die schlanken Mark morglieder eines Eros, der mit neckischem Lächeln den Pfeil auf den Eintretenden anzulegen schien Und mit gleich heiterem Lächeln trat die Prinzeß, ihr zierliches Köpfchen mit dem hochfrisierten gepuderten Haar anmutig vorgeneigt, ihrem königlichen Bruder entgegen, die feinen Finger der mit blitzenden Ringen geschmückten Hand ihm entgegen .19 mm( bon sturs@.. two pimis Streckend. 19 Friedrich neigte sich leicht über dieselbe und nahm dann den ihm gebotenen Sitz der Schwester gegenüber ein. Die Höflinge hatten sogleich auf der hohen Stirn des Monarchen die dräuenden Wolken bemerkt, die er unter der den Frauen seines Hauses gegenüber stets innegehaltenen höflichen Form geschickt zu verbergen wußte! Auch die Prinzessin sah sie wohl, spielte jedoch die Unbefangene, obwohl sie genau wußte, welch ein Sturm königlichen Unwillens sich gegen sie entladen würde. Man wechselte einige furze Phrasen der Höflichkeit, dann fragte der König unvermittelt: lom

,, Sie wissen, meine Schwester, was mich herführt?" im " Majestät hatten die Güte, mir zu schreiben, daß Sie in Angelegenheiten meiner Hofdame, der Gräfin Julia v. Monte­lieu, mit mir zu sprechen hätten."

Sehr wohl, ich möchte

wie

viel oder wie

wenig

wissen, Sie über die letzten Abenteuer der Dame wissen." Die Prinzeß öffnete und schloß ein wenig unruhig den kostbaren Watteaufächer, ein Geschenk des Königs zum fürz­lich begangenen Weihnachtsfeste.

,, Majestät, ich bin von allem unterrichtet," sagte sie dann fest.

Ah, also von allem? Sie wußten also auch, daß die Gräfin nicht, wie mir seinerzeit mitgeteilt worden, zur Kräftigung ihrer Gesundheit in ein Bad gegangen war, sondern die ganze Zeit in Ulm geweilt hat?"

,, Bei ihrer Tante, mein Bruder, der Gemahlin des regie­renden Bürgermeisters von Ulm. Die Gräfin hatte eben ihre Absichten geändert."

Und Sie waren davon unterrichtet, Amalie, und ließen mich gleichwohl im Irrtum?"

Des Königs Blick, scharf und kalt, senkte sich wie ein Messerstahl in die Augen der Prinzeß. Sie erbleichte ein wenig, entgegnete aber doch mit guter Haltung:

Majeſtät, das sind Frauenangelegenheiten, die einen großen Monarchen wie Sie nicht interessieren können."

So?"

Der König war aufgesprungen und stand jetzt vor der gleichfalls von ihrem Size emporſchnellenden Prinzessin.

Sch hätte geglaubt, ern meiner Fa­

milie ganz besonders

rechnen zu dürfen,

in allen Dingen, meine Schwester, verstehen Sie mich wohl, ob wichtig oder nicht."

Mein Bruder, gestatten Sie mir, daß ich einige Worte meiner Entſchuldigung ſage. bad stu Für eine unwahrhaftigkeit gegen Ihren König und Herrn gibt es keine Entschuldigung."

Majestät, Könige haben nicht Zeit und Muße, sich um das Glück einzelner viel zu fümmern. Sie selbst haben mir das Amt anvertraut als Stellvertreterin der verstorbe­nen Eltern, für die Zukunft der unter Ihren Allerhöchsten Schuß gestellten Waise zu sorgen. Das habe ich mit beſtem Gewissen und d mit reiflicher Ueberlegung getan. Verdient die Erfüllung dieser heiligen Pflicht eine Strafe, so stelle ich mich zur mein Bruder"( 196 ORI ir Verfügung, Der König, sich gewohnt, auch in den ſtärksten Affekten zu beherrschen, schritt, die Hände im Rücken gefaltet, einige­male im Zimmer auf und ab. Nach wenigen Sekunden h blieb er wieder vor der Prinzessin stehen, as tenido Berichten Sie mir furz, befahl er, was Sie für das vermeintliche Glud Gräfin Montelieu hinter meinem Rüden zu tun für gut fanden. Ich will zu Ihrer Ehre hoffen, daß die Person meines Rittmeisters von den Zieten­ſchen Huſaren, v. Seelen, in dieſe Affaire nicht verwickelt ist. t. Wäre das der Fall, ſo ſage ich Ihnen im voraus, daß Sie einen unnachsichtigen Richter in mir finden werden. Sie wissen, Amalie, ich halte darauf, daß in meinen Staaten und namentlich in meinem Offizierkorps ein sittlicher Geist herrsche und an der Heiligkeit der Ehe nicht gerüftelt werde."

000

Ein feines Lächeln trat auf die Lippen der Prinzessin. Jo Habe ich jemals, mein Bruder, mich in den Verdacht gebracht, die Heiligkeit der Che nicht zu achten? Wie nur fönnen Sie glauben, daß dieser brave Seelen

Der König stutte einen Moment mot mist tchin 2001 gibt es nicht der Seelen?" unterbrach er fie.time

Majestät haben eben zu viel zu denken, um die kleinen Herzensangelegenheiten seiner Hofdame im Kopfe zu be­halten. Lassen Sie mich Ihrem Gedächtnis nachhelfen, mein Bruder Sie erinnern sich vielleicht, warum Sie vor Jahresfrist den Leutnant vo Favrat von den Leihfarabiniers von Berlin fort als Werbeoffizier nach Ulm schickten?" iif Der König blieb wie vom Blig getroffen stehen

Tausend Donnerwetter! stieß er mit zornblizenden Augen hervor. Das also war's. Um so schlimmer, meine Schwester, um so schlimmer. In dieser Sache ist, wies Sie wissen, mein letztes Wort bereits( gesprochen. Sie kennen die Gründe, die mich damals zu dem Verbot dieſer Heirat des Herrn v. Favrat mit der Gräfin v. Montelteu veran­laßten. Ein Mündel der Krone darf und wird niemals mit meiner Bewilligung einem Manne von zweifelhafter Geburt sich vermählen. Dem allzu fühnen Monsieur habe ich die Flügel damals gehörig gekappt, die Strafe war fast zu hart; denn er hätte seinen Liebeswahn beinahe mit dem Leben bezahlen müssen. Der Seelen hat ihn diesmal dem Galgen entrissen. Doch mag er sich hüten, aufs neue gegen meinen Willen sich zu vergehen."

Bruder, daß Liebe selbst durch

Sie bergessen, mein tönigliche Order sich nicht verbieten läßt."

Des Königs Stirn zog sich in drohende Falten zusammen. Sie mißbrauchen meine Langmut, Amalie. Wissen Sie denn nicht, daß es nur eines Federstriches von mir bedarf, und der Favrat iſt wieder in den Händen der Ulmer und büßt seine Schuld Galgen, zu dem er verurteilt ist?" Das werden, das können Euer Majestät nicht tun!" rief die Prinzessin erschreckt. Ein Befreiungswerk, das auf Ihren Befehl und mit Gefahr des Lebens eines Ihrer braven Offiziere der Armee ausgeführt worden ist, können Sie nicht rückgängig machen."

" Smedaljeg rim sie rollout Sp dunklen Augen anzusehen, und alle seine guten Vorsätze waren verweht. Daran änderte auch seine nachträgliche Wut über sich selbst nichts. InEr belegte sich dann laut und leise mit allen erdenklichen Rosenamen, die er der Zoologie entlieh, ja selbst an den Wänden seines stillen Kämmerleins hatte er schon emporzukrabbeln versucht, ſo daß seine brave Wirtin, die bei diesem Versuche gerade dazukam, noch wochen­lang in scheuem Bogen um Hornstorf herumging. Sie hielt ihn von dem Tage an für etwas überſtudiert.öd( hilgöl

Die Sicherheit Hornstorfs war eigentlich sehr merkwür... dig; denn seine äußere Erscheinung war eine ungemein an­90 on sprechende. Auf einer großen, schlanken Geſtalt saß ein

Haben Sie mir zu sagen, was ich kann oder nicht kann? Was übrigens den Seelen anbetrifft, so haben Sie und Ihre leichtfertige Gräfin dem braven Offizier, wie Sie ihn nennen, iibel genug mitgeſpielf, ihn fälschlich in den Ruf eines Libertins und Frauenentführers gebracht. Schon iſt gegen ihn eine Klage des Ulmer Senats an mich einge gangen."

119

Ich hörte davon, mein Bruder, eine Klage jedoch nicht gegen den Rittmeiſter v. Seelen, ſondern gegen den ſchle= fischen Standesherrn v. Treskom. ading

Gleichviel, brauſte der König auf. Die Namens­änderung hat nicht verhindert, daß die Sache bis zu den Ohren der Rittmeisterin gedrungen ist, die bei Gelegen­heit meiner leßten öffentlichen Audienz bittere Klage über ihren Mann und die Montelieu bei mir geführt hat."

Kopf, der mit dem wohlgepflegten langen braunen Vollbart. dem seingeschnittenen Mund, den überaus gutmütig drein­schauenden blauen Augen und der von dem leicht gewellten Haar bald bedeckten Stirn zum mindeſten ſehr anziehend genannt werden durfte. Dem Antlig fehlte allerdings jede energische Linie, und Energie war es ja auch, die Hornstorf noch nie zu zeigen vermocht hatte. Er war ein Kind ge­blieben, troß seiner dreißig Jahre. nollo no tratti d

Und Käthe, des Professors liebreizendes Töchterleine Das lustige kleine Käthchen liebte Hornstorf gleichfalls. Darüber konnte eben nur ein Hornstorf im Zweifel bleiben. Mit welcher Freude kam sie ihm stets entgegen, mit welch leuchtenden Blicken betrachtete sie ihn, wenn er ſo ſchüchtern vor ihr ſtand. Ja, die schöne Käthe, ſo hieß nämlich Fräu­lein Käthe allgemein, und tatsächlich war sie auch eins der hübschesten Mädchen, war ernstlich verliebt in ihren Anbeter.< Aber was nutzte ihr das alles, wenn Hornstorf nicht sprechen konnte. Sie hätte wirklich schwermütig werden können, wenn sie nicht gar so ein lustiges Ding gewesen wäre.

Die Prinzeß zuckte bedauernd mit den Schultern: Verzeihliche Eifersucht einer Frau, mein Bruder, die auf Ihren Befehl monatelang ohne Nachricht von ihrem Manne blieb." mod de adeff ann Wieder hielt der König seine Schritte an und blieb vor ſeiner Schweſter ſtehen.( bild frog for at sbil Wollen Sie mich oder mein notwendiges Verbot etwa verantwortlich für die gestörte Ehe dieſer Leute machen?" Sie begegnete seinem Blick ohne Zagenu priprant Ein wenig vielleicht, mein Bruder!" mimpi rad 96 astmmitted onio mounded nonal( Schluß folgt.) ngoing rotid, nobiosügo dm 29dni 29mis moodi!!? Gati nuodmin this usdun day is ommündchen strahlend vor heiterer Jugendlust.

sit lloj ansicbout red( bul

1198 opp med sif from bil

Der vierbeinige Eheftifter.

Humoreske von Leo Thorsten.

Eben hatte sie ihn wieder durch einen kecken Wurf mit einigen gelben Maiblumen aus seinem Vortrag herausgerissen und war dann lachend außer Hörweite geflüchtet, mitten hin­ein in die sich hier am Waldessaume hinziehende Wieſe. Zärtlich umfaßte sein Blick das gleich einem Schmetterling von Blume zu Blume eilende Mädchen. Wie reizend es aussah, wenn es sich zu einer Blume herabbeugte. Jede Be­wegung so anmutig weich, das Antlig mit dem vollen Kirschen­

Die Bekannten und Verwandten waren gerade nach dem Walde zu eingebogen; er war also ganz allein mit dem schönen Mädchen.

Ach, Käthchen!" 19 19 2010 2010 boots must Es sollte eigentlich nur ein Seufzer in Gedanken sein, aber, ihm selbst unbewußt, war er laut über seine Lippen ge­kommen, und Käthe, die etwas mehr herangekommen war, hatte ihn vernommen.

119 ( Nachdruck verboten.) Nach wochenlangem trüben Wetter endlich wieder ein ſtrahlend heiterer Tag. Jubelnd erflangen die Stimmen der gefiederten Sänger in Wald und Feld, die Blumen er­ſchloſſen unter dem warmen Kuß der Maisonne ihre dufti­gen Kelche, an denen noch einzelne Regentropfen hingen und die nun in den Sonnenstrahlen wie Diamanten auf­blizten. Spidomen drolon mi doit

Hud D Welt, wie bist du doch so schön," sang tief im Walde, der bis dicht an die Tore der Residenz heranreichte, eine wohlflingende Männerstimme und ein heller Jauchzer oder ein fröhlicher Kinderschrei, der hin und wieder ertönte, be­wiesen, daß es den Sänger nicht allein aus der Straßen düsterer Enge in Gottes freier Natur getrieben hatte.

Dicht am Waldesrand entlang wandelte ein junges Paar, das offenbar zu der etwas weiter vorausmarschierenden grö­ßeren Gesellschaft gehörte, Er hoch und schlank gewachsen, fie", ein sierliches Persönchen, das in sprudelndem Ueber­mut umhersprang und durch allerhand Neckereien ihren ernsten Begleiter aus seinen gelehrten Auseinandersetzungen heraus­zureißen fuchte."

Das war aber vergebliches Mühen. Wenn Hornstorf, feines Reichens Oberlehrer am Gymnasium der Residenz­stadt, in Damengesellschaft sich bewegte, da war er stets von einer geradezu ungenießbaren Gelehrsamkeit. Und zwar nicht etwa aus Prahlsucht, nein, ganz einfach aus lauter Ver­legenheit. Wollte er nicht wie ein stummes Waisenkind da­fiten, so mußte er eben seine Gelehrsamkeit zu Hilfe nehmen. In Fräulein Käthes Gesellschaft aber triefte er förmlich vor Gelehrtheit. Hornstorf hatte schon lange an die schöne Käthe, das Kind seines Direktors, sein Herz verloren, und dieses Gefühl raubte ihm auch den legten spärlichen Rest von Sicher­heit ihr gegenüber. Er wagte es gar nicht mehr, sie ordent lich anzusehen. Nur verstohlen betrachtete er sie, dann aber strahlte sein Auge ein ganzes Meer von Liebe über sie aus. Wie oft schon hatte er sich fest vorgenommen, ihr seine Liebe zu gestehen, aber sie brauchte ihn nur mit ihren großen

Purpurröte überzog

Stimme hatte etwas gelegen, das sie mit Entzücken erfüllte. Sollte er endlich den Mut zu einer Aussprache gefunden haben?

sich fragend auf Hornstorf und ihre Augen richteten

Giligst fam fie näher. Ihre Frage aber brachte Hornstorf erst zum Bewußtsein seiner Tat. Hatte er wirklich die Kühn­heit gehabt, seine Begleiterin mit dem Vornamen anzureden? Tödlich verlegen ſtarrte er auf seine Fußspizen hinab, wäh­stammelte rend er etwas von Täuſchung, Nichtrufen u. ſ Käthes noch soeben hellleuchtende Augen blickten plötzlich trübe. Es ſchien fast, als sollte sie weinen. Aber nur einen Augenblick schien es so, dann ſie wieder die alte, luſtige Käthe. 916 station mojom? stbord murus pilo " Ich habe aber ganz deutlich meinen Namen gehört," warf der Rufer sie lachend ein. Es flang so kläglich, als hätte der F furchtbaren Hunger.oppitum af.meibt in your me Hornstorfs Gesicht war jest wie in Blut getaucht. Gnädiges Fräulein, ich fürchte, Sie verspotten mich," stammelte er, piling on

Aber wieso denn, Herr Hornstorf? Da Sie mich nicht gerufen haben, ſo gilt mein Spott doch nur einem anderen.

Gnädiges Fräulein Hornstorf gab sich ordentlich einen Ruck ich muß Ihnen gestehen, daß, daß Er wollte seine Liebe gestehen, aber leider blickte er in diesem Augenblick zu ihr hin, und da traf ihn ein Blick ihrer Augen, der ihm den Rest seiner Fassung raubte. Aus dem mutigen Hornstorf wurde wieder der alte, scheue, zurückhaltende.

Er machte eine lange lange Pause. Am liebsten hätte er sich seitwärts in die Büsche geschlagen, aber das ging nicht; denn dicht an seiner Seite versperrte ihm ein breiter, tiefer Graben den Weg zur Flucht.

Er mußte also bleiben und weiter den forschenden Blicken Käthes standhalten.