الرواية
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In demselben Augenblick, in dem Martin die Glastür hinter dem Kupferstecher zuschloß, wurde die des Wohnzimmers geöffnet, und da trat mit freudeleuchtenden Augen auf die Schwelle.
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hängig, sie wird einem fürstlichen Wunsche keinen Einfluß auf ihr Tun und Lassen gestatten."
Na, na, man kann das doch nicht wissen," erwiderte der Adjutant mit einem Lächeln, das etwas boshaft war ,,, daß dieser Schmd nun plöglich wieder neuen Glanz erhalten soll, läßt auf das Gegenteil schließen. Der Herr Direktor Spangenberg macht da eine glänzende Partie-"
,, Um die Sie ihn beneiden?" unterbrach ihn der Doktor scherzend.
" Durchaus nicht," fuhr Alfred v. Bodenlauben mit einem raschen, verstohlenen Blick auf Ida fort, die sich mit hochgeröteten Wangen ins Wohnzimmer zurückzog,„ ich gönne dem alten Herrn diese schöne Frau allerdings nicht, aber ich beneide ihn auch nicht darum."
Still, da kommt meine Base," flüsterte Adolph rasch, der hinter den Spiegelscheiben der Glastür das bleiche Antlib rmas erblickte, sie wird keinesfalls mit diesem Projekt ihres Vaters einverstanden sein, von dem sie vielleicht noch feine Kenntnis hat."
Martin eilte der Eintretenden entgegen, Irma begrüßte die anwesenden Herren nur flüchtig und ging ins Wohnzimmer, deren Tür sich geräuschlos hinter ihr schloß.
,, Sie weiß es schon," sagte der Adjutant leise, ist Ihnen die Erregung im Blick sowohl, wie in der Stimme nicht aufgefallen? Und beweist diese Erregung nicht auch die Wahrheit meiner Vermutung?"
Nein," antwortete Martin in seiner ruhigen Weise,„ ich werde an diese Verlobung erst dann glauben, wenn sie in der Zeitung veröffentlicht ist."
Und mir ist die ganze Geschichte außerordentlich gleichgültig," scherzte Adolph. Was kostet diese Kette?"
Fünfzig Taler," antwortete Martin, den Blick auf die Zür heftend, hinter der jetzt das gelbe, eckige Gesicht Peter Schönbachs auftauchte.„ Sie ist massiv und solide gearbeitet."
Wünsche guten Morgen, Herr Hofjuwelier!" unterbrach ihn die rauhe Stimme des Kupferstechers,„ ich glaube, Sie werden mich noch kennen."
,, Allerdings," antwortete Martin in einem Tone, der ziemlich unfreundlich klang ,,, wünschen Sie etwas von mir?"
Können Sie mir einige Grabstichel überlassen? Ich weiß sie mir hier nicht zu verschaffen, Sie haben jeden falls einen kleinen Vorrat, auch möchte ich nicht gerne Zeit berlieren"
,, Sie arbeiten also doch hier?" fiel Martin ihm in die Nede.
"
Gewiß, ich bin ja zu diesem Zweck hierher gekommen." " So sagten Sie damals, aber ich glaubte nicht, daß Sie die Erlaubnis erhalten würden
Weil ich mich so unverblümt über den Museumsdirektor aussprach?" spottete Schönbach, ohne die beiden anderen Herren zu beachten, die leise miteinander plauderten. Ich hätte noch mehr sagen können, aber wozu? Ein armer Teufel hat immer Unrecht, da bleibt ihm nichts anderes übrig, als zu schweigen. Die Polizei hätte mich am anderen Morgen gerne ausgewiesen, aber sie wagte es doch nicht."
Wir gehen wieder, Martin," wandte Adolf sich zu dem Juwelier, sei so gut und schick' mir über die Kette eine Rechnung."
Sol geschehen!"
" In den nächsten Tagen bringe ich Ihnen den Schmuck," sagte Alfred v. Bodenlauben, indem er dem Juwelier die Hand reichte und einen verstohlenen Blick auf die Tür des Wohnzimmers warf, wir reden dann näher darüber."
Sie werden also einige Gemälde aus unserer Gallerie in Stupfer stechen?" fragte Martin, der nun auch ungeduldig auf die Tür blickte, hinter der er die Stimme Irmas bernahm.
Jawohl, und ich hoffe, daß es gute Stiche werden, ich trachte diesmal weniger nach Ruhm, als nach gutem Verdienst."
Gedulden Sie sich einen Augenblick," erwiderte Martin, indem er an der Glockenschnur zog, und als gleich darauf ein Arbeiter erschien, gab er ihm leise einen Befehl.
Er hörte in der Wohnstube seinen Namen nennen, in der Aufregung, in der er seit dem Frühstück sich befand, konnte man es ihm nicht verdenken, daß er sich der Tür näherte und dort horchend stehen blieb.
Der Arbeiter kehrte mit den Werkzeugen zurück, Peter Schönbach wählte einige Grabstichel aus, zahlte den geforder= ten Preis und entfernte sich mit einigen Dankesworten.
Haben wir in unserem Hause noch Raum für eine Gesellschafterin?" fragte sie scherzend.
Martin trat ein, ihm war diese Frage unverständlich, sein Blick fiel auf das blasse Antlitz Irma's, er sah in ihren Augen Tränen.
Für eine Gesellschafterin?" sagte er befremdet.
" Ja, ja, Irma sucht eine solche Stelle," rief_seine Schwester, sie will im väterlichen Hause nicht länger bleiben."
,, Weil ihr Vater wieder heiraten will?" wandte Martin sich mit bewegter Stimme zu dem geliebten Mädchen.
,, Nein," antwortete Ida, welche die Freundin umschlungen hielt, die vor dem Blick Martin's verwirrt die Wimpern senkte ,,, der Hauptgrund ist der, daß sie einen Mann heiraten soll, den sie nicht liebt, dessen Gattin sie nicht um alle Schäße der Erde werden will!"
Also war meine Vermutung begründet!" fuhr Martin entrüstet auf.„ Wer ist dieser Mann?"
,, Ruhig, Bruder, ereifere dich nicht, Irma hat bereits ihrem Vater die nötige Erklärung gegeben, es ist wohl nicht anzunehmen, daß der Betreffende nun noch die Werbung wagen wird. Und ich hoffe, du wirst mir nicht zürnen, daß ich Irma mit deiner Liebe getröstet habe, ich bin deiner Schüch= ternheit zu Hilfe gekommen, Irma weiß nun, wie treu und innig du sie liebst, und sie hat mir gestanden, daß sie deine Liebe erwidert."
Ist das Wahrheit, Irma?" rief Martin jubelnd.„ Ich habe ja nicht gewagt, an dieses Glück zu glauben, ich Unter Tränen lächelnd sank Irma an seine Brust, seine Arme hielten sie fest umschlungen.
Nun bin ich geborgen," flüsterte sie, ihm voll inniger Liebe in die Augen schauend, die Liebe zu dir gab mir den Mut, dem Befehl meines Vaters zu trozen!"
„ Und sein Befehl kann uns nicht mehr trennen," sagte er, mag er mir auch deine Hand verweigern, dein Herz gehört mir, das kann niemand mir rauben. Wenn auch ein schwerer Kampf uns erwartet, ich nehme ihn mit frohem Mute auf, denn wir werden ihn gemeinsam kämpfen."
Der schrille Klang der Ladenglocke riß ihn aus dem süßen Traume, der seine Sinne umfangen hielt.
Ida wollte hinausgehen, um zu sehen, wer Einlaß_begehrte, aber ihr Bruder fam ihr zuvor. Er erschrack aber, als sein Blick auf den Direktor Joachim Spangenberg fiel. Dann stieg zwar der Gedanke in ihm auf, ob er nicht diese Gelegenheit benüßen und sofort um die Hand Irma's werben solle. Aber es schien ihm doch nicht ratsam, trotz der wohlwollenden Miene, mit der der alte Herr ihn begrüßte, der Direktor durfte nicht einmal erfahren, daß Irma ſich im Nebenzimmer befand.
Er mußte Irma warnen, damit die Möglichkeit einer Begegnung verhütet wurde; dies alles verwirrte ihn, aber es gelang ihm doch, seine Fassung, wenn auch nur äußerlich, zu
bewahren.
Ich wünsche einen Brillantring zu kaufen," sagte der Direktor, nachdem er Martin die Hand gedrückt und Hut und Stock abgelegt hatte.
Sehr angenehm," erwiderte Martin diensteisrig,„ ich bitte nur, mich einen Augenblick zu entschuldigen, Sie mögen inzwischen die Ringe hier ansehen, vielleicht finden Sie unter ihnen schon, was Sie suchen."
Er hatte einen mit blizenden Ringen gefüllten Kasten auf den Ladentisch gestellt und eilte in's Wohnzimmer zurück. ,, Dein Vater ist im Laven, Irma," sagte er leise.„ Soll ich diese Gelegenheit benuzen und sofort um deine Hand werben?"
" Nein nein, heute noch nicht!" bat Irma ängstlich. Warte noch einige Tage, Martin, vielleicht bietet sich mir unterdessen eine Gelegenheit, den Vater vorzubereiten. Ich kann ja das Haus verlassen, ohne meinen Weg durch den Laden nehmen zu müssen, Jda?"
,, Gewiß, aber du mußt an der Glastür vorbei-" „ Wenn ich den Schleier niederlasse, und wir beide zusammen zur Haustür gehen, so wird der Vater mich schwerlich ( Fortsetzung folgt.)
erkennen."
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neteren Schriften anhaftet.
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Lesern an dieser Ueberblick über die Don Brutaparaten g aller neueren Bruta
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Es fällt zuletzt der schönste Sonnenstrahl Nicht mehr so glänzend auf die grünen Matten. Wenn dich Geschick, im sturmzerriss'nen Tal, Zu lang gebettet in des Elends Schatten.
Der Krebsfänger.
Humoreske von M. v. Lettkow.
( Nachdruck verboten.)` ( Schluß.) Da Theudolinde Schmäßchen polizeiwidrig schielte und auch sonst in keiner Beziehung eine Venus zu nennen war, so paßte sie vortrefflich zur Zigeunermutter Viarda.
Beinahe wäre ihr aber das Handwerk gelegt worden. Die Schmäßchen hatte der Frau Schulrat 3sedéhovics einen Sohn prophezeit. Die Frau Schulrat besaß wohl neun Töchter, aber keinen einzigen Stammhalter, zum Leidwesen ihres Gatten. Malheureusemant brachte der Storch aber gleich darauf zwei Mädchen auf einmal kleine, dicke Zwillinge.
Als dann zum Ueberfluß der Herr Ortsrichter Vulcanov, dem sie eine hohe Ehre" vorausgesagt hatte, vom Nachtwächter in der Gemeindesizung ein dévin számar( alter Esel) genannt wurde, da war es mit dem Vertrauen in die Prophetengabe Theudolinde Schmäßchens zu Ende.
Einen herben Verlust hatten wir gleich in den ersten Wochen: Edgar Dallfuß, unser„ Held und Liebhaber" ging uns durch. Eine holde Bäckerstochter hatte dem stolzen„ Egmont" die Mittel zur Reise nach Budapest gegeben, in der Voraussicht, daß sie ihm bald als seine Gattin nachfolgen werde.
Daraus ward leider nichts weder Geliebter noch Geld fam jemals zurück. Vor zwei Jahren traf ich Edgar Dallfuß, den einst so eleganten Schwerenöter in desolateſtem Anzuge, die Stiefel niedergetreten, mit rubinrotglänzender Nase in einem kleinen Restaurant hier wieder. Er borgte mich um zwei Gulden an ich gab sie ihm.
So waren fast alle für die Interimszeit untergebracht nur ich stand ratlos da. Ich hatte kein Handwerk gelernt ich konnte nur soufflieren, Noten und Rollen abschreiben- mein Talent Gimpel abzurichten," erwähne ich aus Bescheidenheit nicht.-
Einige Tage half mir Amanda Lieblich mit Brot und Käse( der Wirt borgte nichts mehr), dann hatte ich bald bei Hans Dittchen ein ansehnliches Konto zusammengeborgt und dazu der Durst, der fürchterliche Durſt und die außergewöhnliche Hize.
Da setzte ich mich eines Abends an das Ufer der Bérsava ins Erlengebüsch. Der Humor, der mir sonst allezeit eigen, hatte mich verlassen, und ich überlegte, ob es nicht besser sei, diesem unglückseligen Nomadenleben, dieſem trostlosen Da= sein ein Ende zu machen, und zwar mit einem tüchtigen Schluck Wasser wobei ich weniger an den Durst dachte.
Es ist natürlic
Flotte in boller
Nun eilte ich zu dem schäbigen Wirt in das Einkehrwirtshaus und handelte mit ihm, ärger wie Esau um das bekannte Gericht Linsen. Ein opulentes Abendessen und unterschiedliche Kannen Bier, um brennenden Durst zu löschen, waren mein Lohn.
Auf diese Weise fing ich täglich da und dort einige hundert Krebse, aber ich war so klug, sie bei entfernter wohnenden Herrschaften auf den ungarischen Gutshöfen anzubieten und zu verkaufen, wo sie besser bezahlt wurden. Oft erhielt ich ganz hübsche Beſtellungen.
Auf diese Weise verdiente ich mir nicht nur mein Brot, sondern auch das dazu gehörige Bier. Der Krebsfang_ernährte mich nicht allein, ich konnte mir sogar einen neuen Anzug kaufen, mit dem ich stets in Neusaz einzog, zum großen Erstaunen meiner übrigen Kollegen.
Sechs Monate später hatte ich den Vertrag für das Karltheater in meiner Tasche und dampfte nach Wien. Können Sie es nun begreifen, warum ich lachen muß, wenn ich das Wort„ Krebse" und die hohen Preise, die die Wirte hier für einen einzigen verlangen, lese?
Meine Riesenhände stören mich beim Soufflieren wohl nicht, aber sie waren mir zu jener Zeit von besonderem Vorteil, als es galt, mich während meiner„ MeerschweinchenEpoche" anständig durchzubringen."
Die Wunder des Blikes.
Von Dr. A. He il born.
( Nachdruck verboten.) „ Die Eisenbahngleise und die Telegraphendrähte, das sind die Notenlinien, von denen der Menschheit eine neue, große So schrieb einſt Symphonia eroica aufgespielt wird." May Maria von Weber, des großen Tondichters geistvoller Sohn und ein genialer Ingenieur. Und allüberall sind sie heut am Werk, unsere Pioniere, die gewaltige Schöpfung uns aufzuspielen, und neue, immer neue Klänge mischen sich in den Strom der riesigen Harmonien. Wir leben in einer Zeit, die künftige Geschlechter vielleicht das„ goldene Zeitalter der Technik" nennen werden. Was nur immer in jahrhundertelangem Forschen und Entdecken die Großen des Geistes der Natur an Geheimnissen abgelauscht: der moderne Mensch hat es praktisch nutzbar gemacht und also uns eigentlich erst erobert. Auf den Flügeln des Dampfes eilen wir rings um den Erdball, wir malen mit dem Sonnenlicht und schreiben und sprechen mit dem Blizz.
Wir können uns heut überhaupt kaum noch eine Vorstellung davon machen, wie die Menschheit einst, ohne die geheimnisvolle Kraft des Blizes zu nußen, hat leben können. Führt uns doch jeder Schritt, den wir tun, ins Reich der Elektrizität, haben uns doch gerade die Wunder des Blizes ganz neue Daseinsformen geschaffen. Auf der Straße, im Hause, in der Eisenbahn und auf dem Meere, wohin nur immer unser Auge blickt, umgeben uns elektrische Apparate und Maschinen. Eine neue Kulturepoche hebt hier an, glänzender als je eine zuvor. Zwei Erfindungen namentPlößlich tauchte vor meinem Blick ein riesiger Krebs, rücklich ſind hier bahnbrechend gewesen: der Telegraph und das Telephon. wärts auf einer alten Baumwurzel kriechend, auf.
Die bunten Falter und Libellen gaukelten um mich her und unweit von meinem Ruhepläßchen bemühte sich eine große Schar fleißiger Ameisen, die Uebereste eines verendeten Hirschkäfers in ihren Bau zu bringen. Ich starrte in die durchsichtige Flut— kein Ausweg sonst?
Sapperlot!" dachte ich. Wo der sitt, werden noch mehrere zu finden sein! Komm her, mein Bürschchen!"
Ich griff nach meinem alten Zylinderhute, warf den großen Krebs hinein und brach dann einen Ast vom Erlenbaume, mit dem ich in dem Tümpel um die Wurzeln herum zu wühlen begann. Aber es kam nichts zum Vorschein.
Es hieß also, die Eremiten aus ihrem Bau herauszuangeln. Bekanntlich gehen Krebse dem Lichte nach; aber bis zum Anbruch der Dunkelheit waren noch viele Stunden fein Wurm, fein Frosch ließ sich sehen, der mir zum Köder hätte dienen können.
Da fiel mein Blick auf meine riesigen Hände. Zu was hatte denn die Natur diese fleischigen Greifwerkzeuge mir gegeben? Ich legte mich also auf den Bauch und steckte meine rechte Hand in den Tümpel. Nach zwei Minuten kneifte es mich fürchterlich an zwei Fingern zugleich ein paar große Krebse hatten ihre Scheeren angeklemmt.
Blitzschnell zog ich die Hand heraus, und gleich darauf lagen die schwarzen Rückwärtskriecher" bei ihren Riesen- Kameraden im Hute. Binnen zwanzig Minuten hatte ich 80 Krebse gefangen.
mergefedit gefon
Als im Jahre 1843 die erste Telegraphenlinie der Welt ( zwischen Washington und Baltimore) eröffnet worden, konnte man wohl mit berechtigtem Stolze glauben, hier nunmehr der denkbar schnellsten Nachrichtenvermittlung erreicht zu haben. Aber wenn wir die allmähliche Entwicklung des Telegraphen überblicken, vom Morse- Taster bis zum Funkengeber Marconis, dann nötigt uns die damalige„ Geschwindigkeit“ ein Lächeln ab. Zugleich jedoch empfinden wir, daß wir auch heute noch von der schließlich erreichbaren Geschwindigkeitsgrenze ein gut Stück entfernt sein dürften.
Das praktische Prinzip der Telegraphie ist die schnelle Uebermittelung von Nachrichten, und die Geschwindigkeit mehr und mehr zu erhöhen, ist seit Erfindung des Telegraphendrahtes eine der vornehmsten Aufgaben unserer Elektrotechniker gewesen. So lange man freilich bei dem ursprünglichen Leitungssystem stehen blieb, waren die Grenzen ziemlich eng gezogen. Jetzt aber haben die ungarischen Ingenieure Pollak und Virág ein selbständiges System elektrischer Zeichengebung erfunden, das es ermöglicht, 100 000 Worte in der Stunde zu telegraphieren und das so binnen absehbarer Zeit eine vollständige Umwälzung auf


