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Vorſchuß geben, zumal er ja auch J 0 N f h Jemand haben mu der ihm das Schreibepult in ſeine Werkſtatt tragen hüt Der arme Büttner nimmt mit hei 5 heißem Danke das Geld und geſteht dem alten Herrn mit Thränen, daß er
und ſeine Familie ſeit geſtern Abend keine Brod im Hauf n Mund voll rod im Hauſe gehabt hätten. e
Nun wird das Pult geholt, und d
a holt, er Rath ſagt zu
ſeiner kreuzbraven Frau: Schick' mir gleich ae
8 an Eßwaaren, was du auf- und losbringen nuſt.
Das geſchieht getreulich und nicht mit knickernder Hand, und mit dem Schreibepult kommt Segen und Freude in den Kreis der darbenden Familie.
Da nun der Meiſter an Arbeit keinen Ueberflu macht er ſich gleich dran, und nimmt das B50 ander, um den Sitz des mörderiſchen Holzwurmes zu ent— decken. Es gelingt ihm zu ſeiner Freude, den Feind in einer Seitenwand aufzufinden, gerade unter der Walze, zu deren Seite innen wieder zwei Reihen kleiner Schub— laden herablaufen, die die Walze, wenn ſie verſchloſſen wird, ebenfalls deckt. Zwiſchen dieſen Reihen Schubläd⸗ chen iſt eine Niſche, und in der linken Wand dieſer Niſche ſitzt der Racker.
Dieſe Wand heraus zu nehmen und durch eine neue zu erſetzen, iſt nun die Aufgabe, die ich aber hier leichter auszuſprechen im Stande bin, als ſie der Meiſter aus— führt; denn die ganze Geſchichte droht ihm unter den Händen zu zerbrechen.
Mit gehöriger Vorſicht gelingt es ihm indeſſen doch, ohne den ganzen Bau des Schreibpultes zu zerſtören. In der Freude ſeines Herzens wirft er auf der Stelle die Behauſung des verhaßten Holzwurms in den Ofen und kehrt dann zu der Lücke zurück; aber wie erſtaunt er, als er genauer nachſieht! Da iſt ein außerordentlich ver— ſtecktes, heimliches Schubfach, an das er, obwohl Kenner in ſolchen Dingen, hier nicht gedacht hätte. Noch mehr erſtaunt er, als er das Schubfach mit lauter kleinen Rollen angefüllt ſieht!
Faſt zitternd ergreift er eine davon; öffnet ſie und — hellglänzendes Gold leuchtet ihm in die Augen!—
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Welch' ein Reichthum! rief er aus— und welche Armuth! mußte er, an ſich und die Seinen denkend, hin— zuſetzen.
Da flüſterte ihm der Verſucher ins Ohr: Der alte Nath wußte und weiß es nicht. Er hat doch genug, und es thut ihm nicht wehe, es zu entbehren. Du koönnteſt dadurch dich und deine Familie glücklich machen. Behalt's!
Tauſend Andere hätten ſich vielleicht nicht lange beſonnen und wären der Verſuchung anheimgefallen.
(Schiuß folgt.)
Die Contraſte des Bühnenlebens.
In einer preußiſchen Provinzialſtadt(Poſen) ſtirbt kürzlich der Director des Theaters. Die Garderobieère, aus Trauer, betrinkt ſich. Sie will eine Treppe hinun⸗ terſteigen und bricht ſich den Hals. Während der eine Todte im Hintergebäude der Bühne ruht, der andere Leich— nam im Blute ſchwimmend gefunden wird, ſpielt die Truppe unter Gelächter des Publikums die Poſſe:„Wenn Leute kein Geld haben.
Kann es ein ſchauerlicheres Bild der Tragikomödie des Bühnenlebens geben?
Die ſocialen Mephiſtos. Wie jedes Glas einen Ton hat, durch deſſen Angabe im fortgeſetzten Crescendo man es ohne Berührung zuletzt ſprengen kann, ſo ſuchen ſchlaue Menſchen jeder ihnen be— gegnenden Perſönlichkeit durch Ergründung des geheimſten Zusammenhangs ihrer geiſtigen Textur ſogleich als ſiegreiche Meiſter beizukommen.
Warnung. (In Vorzimmern zu bedenken.)
Hüte dich, in einer dir gemeſſenen Friſt zu viel ſagen zu wollen! Du willſt die kurze Zeit vielleicht vor einem Großen und Mächtigen) nutzen, willſt gern vollſtändig ſein, ganz erſchoͤpfen und erſcheinſt— geſchwätzig. Die Gele— genheit, ſo kurz am Kragen gefaßt, läßt dich anders er— ſcheinen als du biſt. In ſolchen Fällen iſt Schweigen, wie ſo oft, die beſſere Beredtſamkeit.
Dieß den Intereſſenten mit dem Anfügen zur
Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.
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Edictalladung.
(1762) Gr. Hofgericht der Provinz Ober⸗ beſſen hat über das Vermögen des Johannes Marguth zu Butzbach, welches nach dem auf⸗ genommenen status um 2049 fl. überſchuldet iſt, den förmlichen Coucursprozeß erkannt. For⸗ derungen jeder Art ſind deßhalb bei Meidung Ausſchluſſes von der Maſſe im Termine Mittwoch den 21. Dezember d. J., Vor⸗ mittags 9½ Uhr, 5 dahier anzumelden, zu begründen und etwaige Vorzugsrechte geltend zu machen Im Falle eines gütlichen Uebereinkommens ſollen die nicht erſcheinenden Gläubiger als den Beſchlüſſen der Mehrheit der Erſcheinenden bei⸗ tretend angeſehen werden. Butzbach den 4. November 1853. Großherzogl. Landgericht Ebel. Dr. v. Schmalkalder.
Oeffentliche Aufforderung.
(1789) Die dem Herrn Grafen, Ferdinand Maximilian zu Yſenburg und Büdingen zu Wächtersbach in der Gemarkung Rockenberg
zuſtehende Grundrente im geſetzlichen Geldan— ſchlage von 46 fl. 21 kr., ſoll nach den deß⸗ falls beſtehenden geſetzlichen Beſtimmungen ab⸗ gelöst werden. 5
Es werden deßhalb alle bei dieſer Ablöſung, bekannte und unbekannte, Betheiligte hierdurch aufgefordert, ihre etwaigen Rechtsanſprüche bin⸗ nen 2 Monaten bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, gegenfalls die Auszahlung des Ab⸗ löſungskapitals an den genannten Herrn Grafen Ferdinand Maximilian zu Jſenburg und Bü⸗ dingen in Wächtersbach geſtattet werden wird.
Butzbach den 17. Nobember 1853. Gr. Heſſ. Landgericht
Ebel.
Brod⸗, Oel⸗, Sohlen- und Fleck⸗ lieferung. (1790) Donnerſtag den 1. k. M., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, wird: a) die Brodlieferung auf's 1. Semeſter kom⸗ menden Jahres, bp) die Oellieferung desgleichen, und c) die Lieferung der Sohlen und Flecken auf das Jahr 1854, für die Garniſon dahier in dem Bureau des Bataillons⸗Verwaltungsraths, auf dem Sou⸗ miſſionswege an die Wenigſtnehmenden lin Ac⸗ cord gegeben.
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Nachricht, daß die Lieferungsbedingungen von heute an in obengenanntem Bureau eingeſehen werden können. Friedberg den 20. November 1853. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter.
[Butzbach] Verkauf von Oefen, Ofen— ſteinen ꝛc. (1792) Donnerſtag den 1. Dezember l. J., des Vormittags um 10 Uhr, ſollen in der hie⸗ ſigen Reitercaferne 34 Stück Oefen, 16 Stück runde Ofenſteine, 16 Stück hölzerne Kaminthü⸗ ren, 6 alte Fenſter und eine Parthie altes Gebölz, meiſtbietend gegen gleichbaare Zahlung verſteigert werden. Butzbach den 19. November 1853.
In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter.
Bekanntmachung.
(1790) Freitag den 2. k. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Büreau des Bataillons⸗ verwaltungsraths dahier die Schloſſer-, Schrei⸗ ner⸗,Spengler⸗,Bürſtenbinder⸗„Sattler⸗„Küfer⸗, Dachdecker- und Glaſerarbeiten, welche in der Garniſon dahier in dem Jahre 1854, 1855 und 1856 vorkommen, ſowie das Schröpfen erkrank⸗


