Ausgabe 
23.7.1853
 
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Ertrag von ſeiner Praxis hoffen konnte! dieſe Ausſichten waren in der That für Beide ganz verzweiflungsvoll.

Dieſe Begebenheiten fielen in die erſten Jahre der franzöſiſchen Republik, wo Frankreich mit der halben Welt im Hader lag und der Soldatenſtand das beſte Gewerbe war.Ich will in die Armee treten, ſagte Eugen; ich habe für dieſen Stand immer eine große Vorliebe und das meiſte Talent gehabt, und zudem iſt er in unſeren Zeiten der einzige, durch welchen ein Mann von Muth und Thatkraft raſch vorwärts zu kommen hoffen darf. Als Advokat muß ich vielleicht noch Jahre lang warten, bis ich etwas zu thun bekomme. des Generals Duhamel genau befreundet, und ich weiß, er wird ein gutes Wort für mich einlegen und ſeinen Vater veranlaſſen, daß er mich bald befördert. lich hatte Henriette viele Einwendungen gegen dieſen Plan ihres Geliebten, allein dieſer beſchwichtigte ſie alle durch Gegengründe, und ſie ſchieden nach wiederholten Schwüren ewiger Treue; er führte ſein Vorhaben aus, und Henriette blieb mit Roſine und einer älteren Ver wandten, welche fortan bei ihr wohnen ſollte, zu Hauſe, und ſchlug die Einladung ihres Bruders, fortan bei ihm in Katalonien zu wohnen, aus. den beſtändigen Beſuchen und Artigkeiten des Grafen Gonzalez ausgeſetzt geweſen, während er nun, nach ihres Vaters Tode, ſie doch ſchicklicherweiſe in ihrem eigenen Hauſe nicht beſuchen konnte. ſpäter, daß er ſeine Bewerbung nur bis zu einem ſchick lichen Augenblick verſchoben hatte; einſtweilen war er der Fürſprache und Unterſtützung ihres Bruders gewiß und zweifelte nicht im Mindeſten, ſeine Werbung angenommen zu ſehen, ſeit der Stand von Herrn v. Beaugency's Ver mögens angelegenheiten bekannt geworden war. dieſer erwartete günſtigere Augenblick kam, trug ſich eine Begebenheit zu, die ſeine Abſichten weſentlich forderte: Eugen v. Beaugency hatte ſich nämlich aus Begierde, ſich in den Augen ſeines kommandirenden Offiziers aus zuzeichnen, in einem Treffen mit aller Gluth und Uner fahrenheit der Jugend in eine unnütze Gefahr geſtürzt, und war ſo ſchon in der erſten Schlacht verſchwunden, an welcher ſein Regiment Antheil nahm......

(Fortſetzung folgt.)

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Kirchenbuchsauszug von Butzbach. Monat Juni.

Geftftrapeee Keine.

Getauft e: Dem hieſigen Bürger und Lederhändler Philipp Hein⸗ rich Heil ein Sohn, Johann Jacob, geb. den 21. Mai. Dem hieſigen Buͤrger und Seifenſieder Johannes Schomber ein Sohn, Johannes, geb. den 15. Mai. Dem hieſigen Bürger und Fuhrmann Wilhelm Chri ſtian Karl Engelhardt Hieronimus ein Sohn, Johann

Dem hieſigen Bürger und Metzgermeiſter Jacob Ron ſtaͤdt eine Tochter, Henriette Roſalie Johanne Marie Agneſe Margarethe, geb. den 25. Mai.

Dem hieſigen Bürger und Apotheker Johann Heinrich Vogt eine Tochter, Sophie Louiſe Auguſte, geb. den

Dem hieſigen Bürger und Bierbrauermeiſter Chriſtoph Leſch ein Sohn, Jacob, geb. den 7. Juni.

Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Georg

Heinrich Weigand ein Sohn, Friedrich, geb. den 3.

Beerdigte:

Nicolaus Lieberich, des hieſigen Bürgers und Kamm machers Johann Georg Lieberich drittes Kind, zweiter ehelicher lediger Sohn, alt 3 Jahre, 7 Monate und

Der Großherzogliche Artillerie-Lieutenant Johann Lud⸗ wig Zahn, alt 21 Jahre, 8 Monate und 28 Tage.

Anna Eliſabethe Feeger, der Anna Margaretha Feeger Tochter, alt 9 Monate und 13 Tage. Maria Magdalena Marr, des hieſigen Bürgers und

Nachtwächters Conrad Marx eheliche ledige Tochter, alt 1 Jahr und 3 Monate.

2. Zudem iſt mir ein Sohn 5. 5. Natür⸗ Karl, geb. den 20. Mai. 12. 13. Dort wäre ſie nämlich 13. Mai. 19. 5 eig 26. Es zeigte ſich übrigens Juni. 2. Ehe aber 20 Tage. 4. 6. 12.

Dies den Intereſſenten

öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert

Bekanmmachungen von Be- mt dg gloen werden.

hoͤrden.

Steinkohlenlieferung.

(1066) Dienſtag den 26. d. M., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll in dem Büreau des Ba taillonsverwaltungsraths dahier die Lieferung von 900 Centner Ruhrerſteinkohlen Fettſchrot erſter Qualität auf dem Soumiſſionsweg in Accord gegeben werden. f Dieß den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Lieferungsbedingungen von beute an in obengenanntem Büreau eingeſehen werden können und daß die dieſerhalb eingelegten Soumiſſionen, gleich nach Ablauf oben erwaͤhn⸗ ten Termins, eröffnet werden. Friedberg den 1. Juli 1853. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter Steinkohlenlieferung. 40877) Dienſtag den 26. Juli d. J., des Nachmittags um 2 Uhr, ſoll in dem hieſigen Militär⸗Verwaltungsbureau die Lieferung von 1500 Centner Steinkohlen, ſogenanntes Fett⸗ ſchrot, erſter Qualität, aus den Ruhrer Stein⸗ kohlenwerken, auf dem Soumiſſionswege in

mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Lie⸗ ferungsbedingungen in dem obengenannten Bu reau Vor⸗ und Nachmittags eingeſehen werden können. Butzbach den 9. Juli 1853. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter.

Lieferung von Buchen- und Kiefern Scheitholz. (1088) Dienſtag den 26. Juli d. J, des Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 33 Stecken Buchen- und 9 Stecken Kiefern⸗ Scheitholz in dem hieſigen Militär⸗Verwaltungs⸗ bureau auf dem Soumiſſionswege an den Wenigſt⸗ fordernden in Arcord gegeben werden. Die Lieferungsbedingungen ſind auf gedachtem Bu⸗ reau zur Einſicht aufgelegt. Butzbach den 11. Juli 1853. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter.

Verſteigerung von Bauarbeiten zu Friedberg.

(1113) Montag den 25. Juli l. J., Vor⸗

mittags um 10 Uhr, ſollen in der Wohnung

des Herrn Gaſtwirths Friedrich Netz dahier

die bei der Erbauung eines Pfarrhauſes mit

Nebengebäuden dahier vorkommenden Arbeiten

werden. Die Voranſchläge betragen: 1) für die Maurerarbeit 1262 fl. 52 kr. 2) Steinhauerarbeit 947 11 3)KZimmerarbeit 1593 22 4) Dachdeckerarbeit 569 5 31 5) Schreinerarbeit 783 35 6) Schloſſerarbeit 868 7* 7) Glaſerarbeit 308 7 6 8) Weißbinderarbeit 737 14 9)Spenglerarbeit 67 48 Die Niſſe und Voranſchläge liegen auf dem Büreau der unterzeichneten Behörde zur Ein⸗ ſicht offen. Friedberg den 16. Juli 1853. 9 Das Großh. Heſſ. Kreisbauamt Friedberg Stockhauſen.

Verkauf einer Kirchenuhr. (1120) Die noch in brauchbarem Zuſtande befindliche Kirchenuhr dahier ſoll verkauft werden.

Södel am 17. Juli 1853. Für den Kirchenvorſtand: Breidenſtein, Pfarrer.

Oeffentliche Aufforderung.

(1121) Anſprüche an den, vor den Inteſtat⸗ erben ausgeſchlagenen rein etwa nur 16 fl. be⸗

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