dienen, der nur Völker unterdrücken, ſeine Macht ver⸗ größern und Kriege fuhren wollte.
Der Frieden, den endlich nothgedrungen Napoleon in Paris mit den Deutſchen ſchloß, nachdem ſie ihn bis in ſeine Hauptſtadt und ſelbſt daraus hinaus gedrängt hatten, machte dieſem Kriege ein Ende. Napoleon ent— ſagte der Kaiſerkrone und wurde nach der Inſel Elba ge— bracht, und der rechtmäßige König, der nach England ge— flüchtet war, Ludwig der Achtzehnte, kehrte nach Paris zurück, und die leichtfertigen Franzoſen, die kaum erſt aufgehört hatten zu rufen: Es lebe Napoleon! ſchrieen ſich jetzt heiſer: Es lebe Ludwig der Achtzehnte! Unter dieſem Volke, das jeder Wind wie eine Wetterfahne drehet, mochte Fritz nicht bleiben. Nachdem ihm ſein rückſtändiger Sold ausbezahlt worden war, machte er ſein hübſches Vermögen, das er ſich erſpart und bei einem guten Pariſer Handelshauſe dargeliehen hatte, fluͤſſig und nahm ſeinen Abſchied, um nach Deutſchland zurückzukehren, und wo die Gräber ſeiner Lieben waren, da wollte er leben und ſterben. Vorher aber wollte er, da es nun Friede war, eine Reiſe nach England und Italien machen, um auch dieſe beiden merkwürdigen Länder der Welt zu ſehen, ſeine Erkenntniß zu bereichern, und ſo die ſchweren Strapatzen des Krieges zu verſchmerzen.
Den Plan hatte er ſich gemacht, wenn er in ſeine Vaterſtadt zurückgekehrt ſein würde, ſich ein kleines Land— gut zu kaufen, und dann in der Stille und Zurückgezogen⸗ heit von der Welt, in der nun das Glück, das er ge—
hofft, ihm nicht mehr blühen konnte, ſeine Tage zu be— ſchließen.
Der Menſch denkt's, aber Gott lenkt's. Aus der Reiſe wurde nichts. Er, der in allen den Kämpfen un⸗ verſehrt geblieben war, der nicht eine Stunde wußte, von der er ſagen konnte, er ſei in ihr krank geweſen, er⸗ krankte jetzt in Paris ſo ſchwer, daß er wohl glaubte, ſein letztes Stündlein wäre da; allein er ſollte geneſen und genas; aber die Kräfte kehrten nur ſehr langſam wieder. Als er aber ſo allein da lag, nur gepflegt von ſeinem treuen Bedienten, einem ehrlichen Deutſchen, den er aus ſeinem Regimente ſich herausgeſucht, da ergriff ſeine Seele ein ſo mächtiges Heimweh nach Deutſchland, daß er die Stunde der Heimkehr kaum zu erwarten ver— mochte. Er ließ England und Italien liegen, und ſobald er nur wieder ſo weit hergeſtellt war, daß er ohne Ge— fahr für ſeine Geſundheit die Reiſe antreten konnte, eilte er heim, obgleich es ſchon gegen den Herbſt ging.
(Fortſetzung folgt.)
Kirchenbuchs-Auszug von Friedberg. Monat September.
Getraute:
11. Johann Karl Schneid, hieſiger Bürger und Schreiner, lediger Sohn der Katharina Schneid zu Rödelheim, und Friedericke Chriſtiane Müller, des hieſigen Bürgers und Weißgerbermeiſters Chriſtian Heinrich Muller ehe⸗ lich ledige Tochter.
11. Johannes Diegel, evang. Schulvicar zu Ulfa, Kreis Schotten, des verſtorbenen Ortsbürgers und Oeko— nomen zu Niedergemünden, Kreis Alsfeld, Johannes Diegel ehelicher lediger Sohn, und Erneſtine Friede⸗ ricke Eliſabethe Kahres, des verſtorbenen Regiments— ſchreibers im Großh. 4. Infanterieregimente Konrad Kahres eheliche ledige Tochter.
2320 e-
11.
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30.
10.
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29.
Philipp Friedrich Dienſtbach, hieſiger Bürger und Weißbindermeiſter, des verſtorbenen hieſigen Buͤrgers und Zimmermeiſters Heinrich Dienſtbach ehelich lediger Sohn, und Louiſe Fink, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Johann Georg Fink eheliche verwittwete Tochter(verehelicht geweſene Philippi). i
Johannes Reich, hieſiger Bürger und Schuhmacher⸗ meiſter, des Bürgers und Krämers zu Nauheim in Kurheſſen Johannes Reich ehelicher verwittweter Sohn, und Katharine Eliſabethe Brunträger, des Bürgers und Zimmermanns zu Vilbel Joſeph Brunträger ehe— liche ledige Tochter.
Getaufte:
Dem hieſigen Bürger und Ackermann Chriſtian Han⸗ ſtein ein Sohn, Georg Philipp Hermann, geb. den 8. Auguſt.
Dem hieſigen Burger und Baumwollenwebermeiſter Anton Aloys Länder ein Sohn, Jakob Wilhelm, geb. den 9. Auguſt.
Dem hieſigen Bürger und Metzgermeiſter Johann Heinrich Gerth eine Tochter, Suſanne Marie, geb. den 9. Auguſt.
Dem hieſigen Burger und Kaufmann Ferdinand Chri⸗ ſtian Damm ein Sohn, Johann Heinrich, geb. den 3. September.
Dem Bürger zu Udenhauſen, Kreis Alsfeld, und At—
beiter an der Main⸗Weſerbahn dahier Johannes Otter⸗ i
bein ein Sohn, Friedrich Jakob, geboren den 1. Sep⸗ tember.
Dem Dr. med. und praktiſchen Arzte dahier Errſt.
Emil Wenck ein Sohn, Karl Friedrich, geboren den 14. Auguſt. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Johann Hartmann Lang ein Sohn, Johann Heinrich Philipp, geb. den 10. Sept. Dem hieſigen Bürger und Kupferſchmied Martin Mondigler eine Tochter, Anna Margaretha, geb. den 26. Sept.
Beer digte:
Ein todtgebornes Töchterchen des hieſigen Burgen und Schuhmachermeiſters Georg Sellin, geb. den 30. Auguſt.
Marie Hanſtein, Wittwe des weiland hieſigen Bürger und Ackermannes Heinrich Hanſtein, geb. Sommer, alt 75 Jahre, 4 den 1. Sept.
Katharine Margarethe Göring, unverheurathete Tochter
der verſtorbenen Regine Eliſabethe Göring, alt 27 Jahre, 6 Monate und 28 Tage, 1 den 4. Sept. Johann Heinrich Damm, des hieſigen Buͤrgers und Kaufmanns Ferdinand Chriſtias Damm eheliches Söhnchen, alt 6 Tage, 7 den 9. Sept.
Nachtrag vom Auguſt.
Konrad Wolf, Bürger zu Oppershofen Kreis Fries, berg und Knecht dahier, alt 56 Jahre, 7 den 25. Auguſt.
Heinrich Scheibel, ehelicher lediger Sohn des hieſigen Bürgers und Schloſſers Georg Scheibel, alt 20 Jahr; 1 den 27. Auguſt.
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