eſſen legaliſtrten Grundbücher betr. Es werden darin alle Gemar⸗ 1 5 0 genannten Provinzen namentlich aufgefübrt, welche mit legaliſirten Grundbüchern verſehen ſind, mit dem Anfügen, daß vom 1. März k. J. an die Grundbuchsauszüge von den Vorſtehern der Gr. Ortsgerichte ausgefertigt werden.— 3) Bekanntmachung Gr. Oberpoſtinſpektion vom 23. Nov. d. J., daß das Perſonengeld für Localreiſende zwiſchen Offenbach und Seligenſtadt auf 39 kr. zwiſchen Frankfurt und Seligenſtadt auf 56 kr. ermäßigt worden iſt, ſoferne die betreffenden Reiſenden leere Plätze in den Haupt- oder Beiwagen einnehmen. Für Localreiſende, welche auf obiger Strecke beſondere Beförderungskoſten verurſachen, bleibt die bisherige Taxe in Kraft. — 4) Bekanntmachung Gr. Kreisraths zu Lindenfels, daß das 5. und 6. Ziel der Umlage 3. Klaſſe der Gemeinde Litzelbach für 1852 nicht erhoben werden ſoll.— 5) Namens veränderung. Am 19, Okt. wurde dem Georg Jakob Weyrauch aus Untermoſſau geſtattet, künftig den Namen„Frey“ zu führen.
Antonio, der Niſcher von Capri. Eine Erzählung von W. O. von Horn. (Schluß.)
Antonio war mit ſieben Fiſchern und dem Capitän in der Barke. Ausnahmsweiſe war Letzterer menſchlicher, als die übrigen Genoſſen, und behandelte ſeine Leute milde. Er ſaß zugleich am Steuer und regierte es. Die Fahrt war glücklich. Sie flochten die Netze während der Fahrt und erreichten endlich ohne beſondere Fährlichkeiten ihre Station, welche ein Korallenriff war, welches in einer Tiefe von etwa dreißig Fuß unter der Oberfläche des Meeres und ungefähr zwei Miglien von der Küſte der Berberei entfernt war. Das Riff hatte eine bedeutende Ausdehnung, und ſeit zwölf Jahren ankerte hier der Barken— kapitän und zog ſeit dieſer Zeit reiche Schätze aus der Tiefe. Die nöthigen Vorbereitungen wurden getroffen und der Fang begann. Er war über alle Vorſtellungen reich und glücklich, und die Gunſt des Glückes ſchien nicht weichen zu wollen. Es war gegen das Ende der Fang— zeit, da ſchon die Barke ungewöhnlich beladen war, und zwar am reichſten mit den werthvollſten und geſuchteſten Korallenſorten, als eines Tages der Capitän ſelbſt das Netz warf. Er hatte, wie es ſein mußte, das Tau um den Schenkel gewunden, als plötzlich das Netz an einem außerordentlich großen Korallenklumpen feſthing, ein Wind— ſtoß die Barke vorwärts trieb und der Capitän mit einer ſolchen Wucht und Schnelligkeit in die Tiefe geriſſen wurde, daß an eine Rettung nicht mehr zu denken war. Das einzige noch gute Netz war mit ihm dahin.
Der augenblickliche Schrecken über dieſes unerwartete Ereigniß war groß, denn kein Unglück hatte ſie bis jetzt getroffen; aber der Schrecken wich der Begierde. Viere der Mannſchaft riefen: Laßt uns die Hälfte der Ladung in Algier verkaufen und mit der andern Hälfte heimſegeln! Manu muß uns ja glauben, da der Capitän fehlt und Niemand gegen uns zeugen kann! Es waren vier ver— worfene Salernitaner, die dieſen Vorſchlag machten und heftig auf ſeiner Ausführung beſtanden. Einer der übri— gen Dreien ſchwankte; aber Antonio und ein Anderer aus Capri beſtanden auf der ehrlichen Auslieferung der Ladung an den Patron. Es gab einen hitzigen Kampf, aber die räuberiſche Partei verlor ihr Haupt, weil dieſes, ein heftiger Menſch, rücklings über Bord ſtürzte. Der Unentſchiedene ſchlug ſich nun auf Antonios Seite, wo zufällig die Jugendkraft war, während die drei Andern alte Leute waren. Sie wurden überwältigt und gefeſſelt, und Antonio übernahm den Befehl. Alsbald verließen ſie die Station und ſegelten mit der vollen Ladung nach Neapel, welches ſie glücklich erreichten.
Der Patron belohnte Antonio reichlich für ſeine Treue, und ſo kam er fröhlich zur Inſel zurück, fröhlich,
9 14 6
weil er ſeiner Pflicht treu geblieben, fröhlich, weil noch ein beſonderer Lohn ihm geworden war.
Ich entſinne mich noch lebhaft des Augenblicks, als er ankam. Wir erwarteten ihn noch nicht. Ich ſaß in meiner Stube und las. Da höre ich plötzlich einen Schrei, den die arme Annunciata ausſtieß. Ich fuhr empor von dem Stuhle, auf dem ich geſeſſen, und doch war es kein Schrei der Angſt oder des Schreckens geweſen. Als ich zum Fenſter trat, ſah ich ſie feſt einen Mann mit ihren Armen umhalſen, der ſich zu ihr herabgebeugt hatte. Ich ahnte, daß es Antonio ſei und eilte hinaus und fand ihn.
Signor, rief er, Ihr habt Euer Wort gehalten, ich danke Euch aus Herzensgrund! Er faßte meine Hand und drückte ſie herzlich. Annunciata war ganz außer ſich vor Freude, daß Antonio geſund wieder da war, und ich kann wohl ſagen, die innige Anhänglichkeit der Geſchwiſter hat oft mein Herz tief ergriffen.
Am drauffolgenden Sonntage ſaßen wir nach der Sieſta traulich bei einander, Antonio und ich. Er er⸗ zählte von ſeinen Erfahrungen und auch von dem Er— halten des Eigenthums des Patrons, aber ſich ſelbſt maß er nicht das Geringſte bei, nur mit großer Entrüſtung gedachte er der Unehrlichkeit ſeiner andern Gefährten. Es waren Salernitaner! rief er voll Verachtung.
Annunciata brachte uns ein Körbchen duftiger Feigen und ſetzte ſich dann auch zu uns. Ich brachte das Geſpräch auf meine baldige Abreiſe. Da hätten Sie die Trauer ſehen ſollen! Es war nicht die Habſucht, die um die Miethe trauerte, welche ſie nun einzubüßen in Gefahr ſtand; es war eine aufrichtige Trauer des Wohlwollens und dankbarer Anhänglichkeit, welche mich um ſo mehr rührte, mir in einem um ſo höhern Maße wohlthat, als ich ſie überhaupt ſelten in der Welt gefunden, am wenig— ſten in Italien. Alle Luſt und Freude ſchien verſcheucht; aber die Erweiſungen der Liebe wurden verdoppelt. Die beiden Geſchwiſter wetteiferten darin gegen mich.
Ich hatte den öffentlichen Schreiber wieder aufge— ſucht und von ihm eine Schenkungsurkunde über das Häuschen und ſeine Umgebung an Antonio und ſeine Schweſter anfertigen laſſen. Ich zahlte nun meine Miethe, beſchenkte Annunciata mit einem neuen Anzuge und vertraute ihr, da ſie nicht leſen konnte, die beiden Urkun— den an, daß ſie ſie Antonio gäbe, wenn er von Neapel, wohin er mich in ſeinem Boote überſetzte, würde zurück gekehrt ſein.
Weinend drückte mir das arme Geſchöpf die Hand und den Segen aller Heiligen wünſchte ſie mir. Mir ſelber that das Scheiden wehe. Ich hatte auf der Inſel ein Stillleben geführt, wie ich es nie habe führen können in früherer und ſpäterer Zeit; ich hatte mit Menſchen verkehrt, die unbekannt mit Heuchelei und Täuſchung, thaten, was ihnen ihr Herz gelehrt, und nun ſollte ich wieder hineintauchen in das vielbewegte Leben der Stadt; ſollte wieder wandern, nachdem ich leiblich und geiſtig ausgeruht hatte.
Antonio ſaß während der Fahrt ſtille am Steuer. Sein Geſicht drückte Trauer aus, und es kam mir manch— mal vor, als wolle er reden und könne nicht recht. End— lich ſagte er: Signor, werdet Ihr nie wiederkehren zu uns?— Ich erwiderte, daß ich das nicht ſagen könne, aber gab ihm die Verſicherung, daß, wenn es mir ſollte vergönnt ſein, je Neapel wiederzuſehen, ich jedenfalls ihn in Capri aufſuchen würde. Das ſchien ihn zu erheitern.
Bald darauf landeten wir, und er trug mir meine Effekten in den Gaſthof.
Als er ſie abgeſtellt, ſtand er da, drehte ſeine Muͤtze
deren
zu bere ſtuͤrmen dem jut tonio fuhr,
— meine Augen. halten in der 0 Danke ſeligere ich den nich,
ſen der mit Ri ten, un
Gegeng
ſagte: that ge
0
Soldat weil ih endlich der mi Geſichſ endlich Ende met d woll, und zt
Darmſ henden


