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Intelligenz-Blatt
fuͤr die
Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke
im Beſonderen.
M97.
Sonnabend den 10. Dezember
1853.
Amtlicher Theil.
Bekanntmachung,
Gemäß eſetzlicher Vorſchrift, wird hierdurch zur öf⸗ fentlichen Kenntniß gebracht, daß die Wahl der Mitglieder des Bezirkraths durch die Bevollmächtigten der Gemeinde— vorſtände ſtattgefunden hat und hierbei im:
I. Wahldiſtrikt: Gr. Hofgerichtsadvokat Trapp II. da⸗
hier, Gr. Bürgermeiſter Wilhelm Hol— ler von Fauerbach II.,
II. 5„ Gr. Bürgermeiſter Philipp Beſt von Bruchenbrücken, III. 1„ Conrad Schaubach, Landwirth von Florſtadt, IV. 1„ Chriſtoph Keil, Landwirth von Melbach, V. 1„ Großh. Bürgermeiſter Johann Jakob Seippel J. von Butzbach, 2.5 1„ Großh. Beigeordneter Johann Adam Joutz zu Butzbach, VII. 15„ Gr. Bürgermeiſter Johann Georg Haub V. von Niederweiſel, VIII.—„ Gr. Schullehrer Chriſtian Müller von Steinfurt, IX. 7„ Landwirth Jakob Schneider I. von Oſtheim, N 15„ Gr. Dekan und Pfarrer Weismantel zu Obermörlen, XI. 75„ G. Bürgermeiſter Georg Stoll II.
zu Niederwöllſtadt,
gewählt worden ſind. f Die Großh. Bürgermeiſter der betreffenden Gemeinden
haben dieſe Wahl alsbald in Ihren Gemeinden zu ver—
offentlichen. Friedberg am 7. Dezember 1853. i Gr. Kreisamt Friedberg Mü lte r.
Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes.
Betreffend: Die Fremden⸗ und Sicherheitspolizei.
Bei Viſirung der Wanderbücher und anderer Reiſe⸗ legitimationen iſt ſchon häufig die Wahrnehmung gemacht worden, daß die im Kreiſe beſtehenden Armenvereine zur
Beurkundung, daß einem Reiſenden ein Geſchenk ertheilt worden ſei, dies in den Legitimationen dadurch conſtatiren, daß das Siegel des Vereins in dieſelben gedruckt wird, ohne daß eine Viſirung der betreffenden Legitimation durch die Polizeibehörde vorausgegangen iſt.
Ebendaher, daß darum von den betreffenden Polizei— behörden keine gehörige Ueberwachung ſtattfindet, kommt es denn auch wohl, daß ſehr haufig Handwerksburſchen Stadtgeſchenke verabreicht werden, die ſich auf der Bettel⸗ fahrt herumtreiben. Sie werden daher unter Verweiſung auf das Ausſchreiben vom 23. Okt. v. J. beauftragt, die Vorſtände der Armenvereine, wo ſolche in Ihren Gemeinden beſtehen, zu bedeuten, nur dann Geſchenke zu verabreichen, wenn die betreffende Polizeibehörde zuvor viſirt hat.
Friedberg am 6. Dezember 1853.
de Beauclair,
Drei Splitter. Aus Joachim Mürat's Leben. Von Fr. Iſ. Proſchko. (Fortſetzung.)
Im National⸗Theater wurde das Trauerſpiel„Bru— tus“ gegeben, alle Logen waren gedrängt voll. Der Vor⸗ hang einer der letzten Logen flog auseinander, und das bleiche Antlitz Robespierre's blickte ſcheu über die wogende Menge. Theilnahmlos ſtarrte der Despot in's Parterre. Da klopfte es leiſe auf ſeine Schulter. Robespierre ſah ſich um, ſeine kalten Geſichtszuͤge lösten ſich in ein er⸗ zwungenes Lächeln. Vor ihm ſtand der junge Kapitän.
„Zwei Worte, Bürger!“
Robespierre lächelte:„Auch drei, wenn's Noth ſthut.“
„Sprecht Gnade!“
„Für wen?“
„Für den Royaliſten Bollieu.“
„Nein.“
„Nicht?— Ihr müßt!“
Robespierre lächelte ungläubig.
„Stern Frankreichs! warum zertratet Ihr die Lilien, wenn Ihr die Axt an Eure eigene Wurzel legt?“ Robes— pierre ſtutzte, und der Kapitän fuhr fort:„Es iſt mein Geheimniß. Sie müſſen Alle ſterben, Alle!“ Robes— pierre wurde glühendroth.„Auch Danton muß daran!“
Der Gewalthaber fuhr zornig von ſeinem Sitz auf. „Woher wißt, woher könnt Ihr wiſſen?“
„Daß Ihr Euren treuen Danton geopfert, daß Iten
Kreisaſſeſſor.


