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„Wie heißt Du?“ i ˖ Fr 18 fragte er in barſchem, aber theil— „Lauretta,“ hauchte das Mädchen nehmt Euch meiner gnädig an. Mein Baer ift 115 mein Bräutigam dem Tode nahe,— und ich ſoll von dieſen rohen Männern in die Conciergerie geſchleppt wer— den, um vielleicht nie mehr meinen Robert zu ſehen!“ „Das Mädchen iſt eine Ropaliſtin,“ ſagte Guillome,
Hund wir müſſen ſie verhaften!“
Finſter blickte der Offizier auf den Spr 1 „Berhaften!“ donnerte er, 0 2 bald 7 8 ſich. „Ja, Bürger,“ ſagte er ruhig;„Ihr habt Recht, ich ſelbſt will ſie verhaften. Folge mir, Mädchen.“
„Ihr 1 für ſie,“ ſagte Guillome.
„„Ich bürge,“ entgegnete der Offizier ruhig;„auẽ Wiederſehen.“ Er nahm das Madchen unter 925 Ae uud ſchritt mit ihr raſch vorwärts. Als ſie ſchweigend eine Strecke gegangen waren, bog der Offizier ploöͤtzli
N 9 de zier plotzlich in eine kleine Gaſſe mit Lauretten ein. Eine Eskadron hielt vor einem Hotel. Als die Reiter des Offiziers an— ſichtig wurden, wichen ſie auseinander.
„Sergeant!“ rief der Offizier,„dieſes Mädchen
geht mit der Eskadron nach Straßburg.“ 5 Lauretta war bisher, ohne zu wiſſen wie, willenlos ihrem Retter gefolgt. Kein Wort ward zwiſchen Beiden gewechſelt. Als ſie jetzt hörte, daß ſie dem Wachtmeiſter nach Straßburg folgen ſollte, erwachte ſie aus ihrer Le⸗ thargie.„Nicht von der Stelle,“ rief ſie,„bevor Robert frei iſt.“—
„Das iſt meine Sorge,“ tröſtete der Offizier leiſe, „wenn Euch das Ehrenwort eines Soldaten genügt, ſo folgt Ihr ruhig dem alten Graubart da, er bringt Euch über die Grenze. Robert Bollieu trefft Ihr in Lauſanne.“
„Ich bleibe,“ rief das Mädchen entſchloſſen,„wie kann ich Euch trauen, da ich Euch nicht kenne?“
„Ach,“ rief der Offizier,„traut Niemanden! das iſt das Beſſere, denn wenn Ihr nur denen traut, die Ihr kennt, ſo werdet Ihr noch oft betrogen werden. Zögert nicht länger,“ ſetzte er ängſtlich hinzu;„ſeht Euch um, unſer längeres Zwiegeſpräch fällt auf; Euer Bleiben iſt der Sache mehr hinderlich, fort, fort!“ Ref er
Trommeln ertönten ferne, die Reiter ſenkten ſich in ihre Sättel, Lauretta wollte noch Einwendungen machen, aber der Wachtmeiſter hob ſie auf ſein Handpferd, gab ihr die Zügel in die Hand, und die Eskadron ſprengte durch die Straße hin, wo bereits die Nationalgarde mit klingendem Spiele daherzog. Lange ſah der Offizier der Entſchwundenen nach.— Ein ſchmerzlicher Zug bedeckte ſein Antlitz.— Sinnend fuhr er ſich uber die glühende Stirne, als wollte er einen längſt entſchwundenen Traum hervorzaubern. Er ſeufzte tief auf, ſtieß dann heftig mit
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dem beſpornten Fuß gegen den Boden und ſchritt raſch auf das große Hotel la Harpe zu, vor dem ſich viele rothe Mützen gelagert hatten. Im Gaſtzimmer herrſchte reges Leben. Tagesbegebenheiten wurden beſprochen, Pläne ausgeſponnen, und über das Schickſal einer ganzen Nation bei einem Glaſe Wein entſchieden. Der Kapitän ſetzte ſich mißgeſtimmt in die äußerſte Ecke des Zimmers und ſah theilnahmslos den beiden Sansculotten zu, welche mit den Bällen am grünen Tiſche, ſo wie am Tage vor— her mit Menſchenleben, herumwarfen. In der Ecke gegen⸗ uber ſaßen zwei Männer, ſchlicht gekleidet, mit bleichen Antlitzen, wie die Herolde des Todes; der Eine mit ſchar⸗ fen Zügen, aus denen die Eutſchloſſenheit hevorleuchtete, neigte ſich mit heuchleriſcher Miene zu dem Andern, der mit wahren Luchsaugen zu ihm aufblickte, um in ſeinen Zügen zu forſchen, und deſſen ſpitziges Kinn und bleich⸗ gelbe Geſichtsfarbe die Unruhe ſeines Gemüthes beur— kundeten.
Der Kapitän kannte ihn wohl, dieſen Einen, von deſſen jeglichem Federzuge eines Menſchen Leben abhing, er diente ihm ja auch, ihm, dem damals Alles diente und zu Gebote ſtand, dem ſchrecklichen Robespierre, der ſich ſo eben mit ſeinem Spießgeſellen, als ob er den Boden Frankreichs nur mit Blumen beſtreut hätte, lächelnd zu unterhalten ſchien. Feſter wurzelten die Augen des Kapi⸗ täns auf den Beiden. Da horchte er plötzlich hoch auf; denn leiſe flüſterte es hinter ihm:„Noch keine Sylbe, es iſt mein Geheimniß, Ihr bürgt mir mit Eurem Kopfe dafür. Sie müſſen Alle ſterben, Alle, und auch Danton.“ Der Offizier horchte aufmerkſam. Aber das Geſpräch wurde noch leiſer und er konnte nichts weiter vernehmen. Aber der Kapitän hatte genug gehört, er haßte Robes— pierre und Danton, er wußte nun, daß es auf den Kopf des Letzteren abgeſehen war, und beſchloß, dieſe Mitwiſſen⸗ ſchaft ſeinem Plane gemäß zu benützen. Leiſe wickelte er ſich in ſeinen Reitermantel und ſchlich aus dem Gaſthauſe in's Freie.
(Fortſetzung folgt.)
Miszelle.
An das Marmorbild am Münſter zu Freiburg im Breisgau heftet ſich eine ſcherzhafte Volksſage. Als nämlich Luther's Lehre zu Freiburg bekannt wurde, hieß es in einem dortigen Frauenkloſter, daß allen Nonnen, welche noch Zähne hatten, das Heirathen erlaubt würde. Da ſprang eine alte häßliche Nonne aus der Mitte der anderen hervor und rief: Auch ich habe hier noch einen Stumpen! indem ſie mit den Fingern in den weit geöffneten Mund zeigte. Zum Spott hiefür wurde ihr Bild in Stein ausge— hauen unter den Waſſer-ſpeienden Fratzen am Münſterchor.
Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.
. dingen in Wächtersbach Butzbach den 17. November 1853.
NUN
Oeffentliche Aufforderung.
9) Die dem Herrn Grafen Ferdinand e zu Aſenburg und Büdingen zu Wächtersbach in der Gemarkung Rockenberg zuſtehende Grundrente im geſetzlichen Geldan— ſchlage von 46 fl. 21 kr., ſoll nach den deß⸗
gelöst werden.
Es werden deßhalb alle bei dieſer Ablöſung, bekannte und unbekannte, Betheiligte hierdurch aufgefordert, ihre etwaigen Rechtsanſprüche bin⸗ nen 2 Monaten bei dem unterzeichneten Gerichte
anzumelden, gegenfalls die Auszahlung des Ab⸗ löſungskapitals an den genannten Herrn Grafen Ferdinand Maximilian zu Yſenburg und Bü⸗
Bekanntmachung.
8800 Donnerſtag den 8. Dezember d.. 0 um 10 Uhr, ſollen die bei der hier ſind falls veſtehenden geſetzlichen Beſtimmungen ab⸗ hieſigen Garniſon in den Jabren 1854, 1855 und 1856 vorkommenden Schreiner-, Schloſſer⸗/ Schmiede, Zimmer ⸗, Weißbinder⸗, Spengler, Glaſer, Wagner, Gürtler⸗, Küfer⸗, Bürſtenbinder⸗, Seiler⸗„ Sieb. macher⸗, Sattelbock⸗ und Dreher⸗Reparaturen,
auf dem Wege der Soumiſſion an den Wenigſt— fordernden in Accord gegeben werden.
Die Accordsbedingungen können auf dem hieſigen Militär-Verwaltungsbureau eingeſehen werden.
Butzbach den 30. November 1853.
In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter.
geſtattet werden wird.
Gr. Heſſ. Landgericht Ebel.
Bekanntmachung. (1863) Bei dem Auguſtiner Schulfond da⸗
3000 Gulden gegen erſten gerichtlichen Gütereinſatz ganz, auch zertrennt auszuleihen. Friedberg am 3. Dezember 1853. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Bender.
Maurer⸗ und Pflaſter⸗,
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