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ges, L. Schücking u. ſ. w. Müller.
Laut der Ankündigung der Redaction wird die „Deutſche Bibliothek“ in möglichſt ununterbrochener Reihen⸗ folge die neueſten Romandichtungen der genannten Autoren veröffentlichen; der Zutritt von anderen gleichbeliebten Schriftſtellern ſteht mit Sicherheit zu erwarten und ebenſo hofft der Herausgeber, durch dieſes Unternehmen jüngere, zur Zeit noch unbekannte Dichter anzuregen, ſich mit ge⸗ diegenen poetiſchen Productionen ſchnell, glücklich und ſicher bei dem Publikum einzuführen. Denn die„Deutſche Bib— liothek“ will nicht nur(und hierin liegt die andere ſchöne Seite dieſes Unternehmens) dem Minderbemittelten Gelegen— heit zur Anſchaffung der neueſten literariſchen Erſcheinungen bieten, ſondern ſie will auch zugleich die materielle Lage der Schriftſteller verbeſſern eben durch die größere Ver— breitung ihrer Geiſtesproducte, indem ſie dahin ſtrebt,„dem deutſchen Dichtergenius in jedem literaturfreundlichen Fa— milienkreiſe eine Heimathſtätte zu bereiten.“
Wir verweiſen auf die einfache, treffende Ankündig— ung, womit ſich die„Deutſche Bibliothek“ in ihrer erſten Lieferung bei dem Publikum einfuͤhrt, und bemerken hier noch, daß der Preis einer Lieferung von 3 Bogen, deren Inhalt dem von ſechs Bogen gewöhnlichen ſplendiden Roman⸗Formats gleichkömmt, 9 Kreuzer oder 3 Silber— groſchen beträgt, alſo kaum ein Viertel ſo viel wie ſeither!
Exemplare der erſten Lieferung liegen bei Unterzeich— netem zur Einſicht bereit.
Friedberg.
Herausgeber iſt Ott o
C. Bindernagel.
Kirchenbuchs-Auszug von Friedberg. Monat Auguſt. Getraute: 14. Emmerich Bechſtein, Bürger und Buchdrucker zu Wert⸗ heim, im Großherzogthum Baden, des hieſigen Bürgers und Lederhändlers Engelhard Bechſtein ehelich lediger
14.
20.
29.
Ge
Sohn und Johannette Catharine Clara Reuß, des hieſigen Bürgers und Bäckermeiſters Friedrich Wilhelm Reuß eheliche ledige Tochter.
Gent a u ft e Dem hieſigen Bürger und Mehlhändler Adam Rauſch eine Tochter, Johannette Catharina Clara Emilie, geb. den 17. Juli. Dem hieſigen Bürger und Oekonomen Chriſtian Glocken— gießer ein Sohn, Andreas, geb. den 22. Juli. Dem hieſigen Bürger und Uhrmacher Alexander Jäckle eine Tochter, Eliſabetha Chriſtina, geb. den 25. Juli. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Wilhelm Friedrich Schneider ein Sohn, Karl Friedrich Ludwig, geb. den 17. Juli. Dem hieſigen Bürger und Lederhändler Johannes Bech— ſtein ein Sohn, Friedrich Wilhelm, geb. den 25. Juli. Dem Bürger zu Werſau und Lehrer an hieſiger Taub⸗ ſtummen-Anſtalt Georg Philipp Speckhard eine Toch— ter, Maria Eliſabethe Juliane, geb. den 25. Juli. i Ein unehelicher Sohn, geb. den 7. Auguſt. Eine uneheliche Tochter, Marie Eliſabethe, geb. den 22. Auguſt.
Beer digte: Der hieſige Bürger und Fuhrmann Johann Heinrich Mühling, alt 71 Jahre, 8 Monate und 5 Tage; 5 den 3. Auguſt. Chriſtine Julie Konradine Auguſte Irle, des Großh. Landgerichtsaſſeſſors Dr. Auguſt Irle dahier eheliches Töchterchen, alt 2 Jahre, 7 Monate und 22 Tage; 1 den 12. Auguſt. Ludwig Wendel, des Bürgers zu Horchheim, in Rhein⸗ heſſen, und Zieglers dahier Peter Wendel eheliches Söhnchen, alt 1 Jahr, 4 Monate und 4 Tage; 7 den 19. Auguſt. Johannette Friederike Rupp, Töchterlein der Eliſabethe Schwalm, alt 7 Monate und 17 Tag; 1 den 28. Aug.
Bekanmmachungen von Be⸗ hoͤrden.
N NN Edictalla dung. (1290 Die Erben der verſtorbenen Johann Heinrich Eller IV. Wittwe Katharine, geborne Krauſch, von Birklar, haben den Nachlaß der⸗ ſelben unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten. Dieſelben können aber die Gläu⸗ biger nicht angeben und werden daher alle die⸗ jenigen, welche irgend Anſprüche an dieſe Nach⸗ laßmaſſe glauben bilden zu können aufgefordert,
dieſelben im Termin
den 21. September l. J., Morgens 10 Uhr, ſogewiß hier geltend zu machen, als ſie ſonſt mit denſelben ausgeſchloſſen werden. Hungen den 26 Juli 1853. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Hoffmann. Limpert. Bekanntmachung.
2291) Für die Gemeinden Ober- und Un⸗ terflorſtadt ſollen, zunächſt aus den früheren, für beide gemeinſchaftlichen Hypothekenbuche, eigene neue Hypothekenbücher errichtet werden. Als Commiſſär hierfür iſt der vorhinnige Bürger- meiſter Freſenius zu Langgöns beſtellt und es iſt derſelbe namentlich auch angewieſen worden, rückſichtlich aller derjenigen Hypotheken, in denen die Unterpfänder entweder nicht unter Bezeich⸗ nung der Gemarkung in der ſie liegen, oder nicht mit Beifügung der Pag. und No. des Flurbuchs eingetragen find, dieſen Mangel unter Beiziehung der Ortsgerichte von Ober⸗ und Unterflorſtadt zu ergänzen, ſofort den Uebertrag
fehlt,
in die neuen Hypothenbücher zu bewirken. Dem gemäß werden alle Diejenigen, welche a) Schuldurkunden mit Unterpfänder aus den Gemarkungen Ober- und Unterflorſtadt beſitzen, die noch gar nicht im Hypotheken⸗
buche eingetragen find, oder welche b) Schuldurkunde mit Unterpfänder beſitzen, bei denen entweder nicht angegeben iſt, ob ſie in Ober⸗ oder Unterflorſtädter Gemar⸗ kung liegen, oder bei denen die Bezeich⸗ nung nach Pag. und No. des Flurbuchs
aufgefordert, jene Urkunden ſogewiß binnen 6 Wochen, von heute an, bei dem genannten Com⸗ miſſäre in Florſtadt vorzulegen, damit das Er⸗ forderliche wegen demnächſtigen Eintrages im Hypothekenbuche gewahrt werden könne, auch ihre gutfindende Mitwirkung zu vollſtändiger und richtiger Bezeichnung der Unterpfänder in dem neuen Hppothekenbuche eintreten zu laſſen, als ſie ſonſt die Nachtheile, welche daraus, daß beſtehende Pfandrechte in das neue Hypotheken⸗ buch entweder gar nicht, oder nicht mit richtiger Bezeichnung der Unterpfänder eingetragen wer⸗ den, ſich ſelbſt beizumeſſen haben, Niemanden deßhalb in Anſpruch nehmen und namentlich einen Vorzug, einem etwaigen ſpäteren, in dem neuen Hypothekenbuche eingetragenen Pfand⸗ gläubiger gegenüber, nicht anſprechen können. Friedberg den 8. Auguſt 1853. Gr. Heſſ. Landgericht Hofmann.
Edictalla dung.
11315) Ueber das Vermögen des Chriſtian Böhmer in Friedberg iſt der förmliche Concurs⸗
ö proceß erkannt worden. Es werden deßhalb
ſämmtliche Gläubiger deſſelben aufgefordert, ihre Forderungen oder ſonſtige Anſprüche Mittwoch den 9. November, Vormittags 9 Uhr,
bei Vermeidung des ſtillſchweigend eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe geltend zu machen. In dieſem Termin ſoll ein Arrangement ver⸗ ſucht und Beſchlüſſe über die Verwaltung der Maſſe gefaßt werden, weßhalb die nicht perſön⸗ lich erſcheinenden Gläubiger ihre Vertreter in
beiden Beziehungen mit Vollmacht zu verſehen haben, widrigenfalls ſie als den Beſchlüſſen der Mehrheit der Gläubiger beitretend angeſehen werden.
Friedberg den 18. Auguſt 1853.
Großherzogl. Landgericht Hofmann. Arbeits- Verſteigerung.
(1365) Donnerſtag den 8. September d. J., Vormittags 10 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe die bei Einrichtung eines Eichlocals er— forderlichen Bauarbeiten und Material-Lieferun⸗ gen, als:
Maurcrarbeit, veranſchlagt zu 22 fl 26 kr Zimmerarbeit,„ N Schreinerarbeit, 1„ 38„ 44„ Schloſſerarbeit,„„5 8%— 5 Glaſerarbeit,„„ 14% 24 Weißbinderarbeit, 5„21„ 11
Lieferung von 3000 Stück Lehm⸗ ſteinen und eines Ofens, öffentlich an den Wenigſtfordernden verſteigert. Friedberg den 5. September 1853. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Ben d Arbeits-Verſteigerung. (1366) Montag den 12. d. M., Vormittags


