wenigſtens * krieaus⸗
en Kitz.
II., den Ihr,
tem Andenken A man viele
geleſen habt.
u erzählen,
i mal auf!
roßen Hel.
t Aue Mangel
E es
*euen
„Alten Fritz 0
So iſt's gut; ſagte der König und der Feldwebel hatte, was auch ein Lieutenant bezog, ohne daß er den Aufwand eines ſolchen zu machen brauchte. Er heirathete
nun ein ſehr braves Madchen und lebte glücklich und
ſegnete ſeinen Konig.
Wann iſt aber das Menſchenloos völlig ohne Leiden? — Der brave Feldwebel verſiel bald darauf in eine ſchwere Krankheit, die ihn ſo herunterbrachte, daß er ſeinem Dienſte nicht mehr obliegen konnte.
Der redliche Oberſt mußte ihn ſelbſt zur Penſioni⸗ rung in Vorſchlag bringen.
Als der König die ſchriftliche Meldung des Oberſten las, rief ihm ſein außerordentliches Gedächtniß alle die Umſtände zurück, die ſich auf den Feldwebel bezogen. Er ließ den Oberſten rufen, fragte angelegentlich nach dem Feldwebel und ſagte dann, als er nur Gutes von ihm horte: Einmal hab' ich ihm ſeinen Willen gethan, jetzt will ich aber auch den meinigen haben. Entlaſſen ſoll er werden, aber als Lieutenant, und dann ſoll er den freien Poſten des Steuereinnebmers in ſeinem Geburtsorte haben! Sag' er ihm das, Oberſt!
Nun zog der Glückliche auf ſeine neue Stelle und ſtand ſeinem Amte mit Gewiſſenhaftigkeit vor; aber ſchon wenige Jahre ſpäter ſtarb er, ohne daß er ſeiner Familie ſoviel hatte hinterlaſſen können, um ſie vor ſchweren Sorgen zu ſchützen.
Die arme Wittwe ſchränkte ſich mit ihren Kindern ſoviel ein, als es immer möglich war; allein dennoch vermochte ſie es nicht, auszukommen. In ihrer großen Noth rieth ihr ein treuer Freund ihres verſtorbenen Gatten, ſich an den König zu wenden. Er verfaßte ihr eine Bittſchrift, worin er die Verhältniſſe ihres Gatten wahr und treu und ebenſo ihre Noth ſchilderte. eit dieſer Bittſchrift reiſte die Frau ab und kam glücklich in das königliche Schloß.
Lange und geduldig ſtand ſie im Vorſaale, bis end— lich die Reihe an ſie, als an die Letzte kam, welche Ge— hör beim Könige wünſchte.
Sie überreichte ihre Bittſchrift. Der König las ſie und ſagte: Das iſt Alles wahr! Ich habe den Mann gekannt. War ein braver Soldat!
2349
Nun ſchrieb er einige Zeilen an den Rand und reichte die Schrift der Wittwe mit der Weiſung, damit auf die Hauptſtaatskaſſe zu gehen.
Mit innigen Dankesworten entfernte ſich die Frau.
Im Vorſaale aber blickte ſie auf die Worte, welche der Koͤnig geſchrieben hatte, und ſah, daß es eine An⸗ weiſung auf fünfzig Ducaten war. Da erſchrack die arme, beſcheidene Frau, und meinte in ihrer Ehrlichkeit, der König habe ſich da verſchrieben zu ihrem Vortheile.
Während ſie noch beſtürzt da ſtand, trat der König aus dem Kabinette heraus und fragte freundlich: Wie iſt's?
Da faßte ſie ſich ein Herz und ſagte: Ach, Eure Majeſtaͤt haben ſich gewiß verſchrieben! Sie haben mir fünfzig Ducaten dahin geſchrieben. So viel wollte ich ja nicht erbitten.
Ueber des Königs Angeſicht flog da ein Lächeln und er ſagte: Geb' Sie mir's nur wieder! Es iſt wahr, ich hab' mich auch verſchrieben!
Er nahm die Schrift und ging wieder ins Kabinet und kam nach einigen Minuten wieder und reichte ihr die Schrift, die aber nun verſiegelt war.
Nun iſt's aber richtig, ſagte er mit heiterm Ange— ſicht und entließ die Frau.
Die eilte nun mit erleichtertem Gewiſſen auf die Hofſtaatskaſſe; aber wie erſtaunte ſie, als man ihr dort die Beſtimmung des hochherzigen Königs las! Sie lautete auf hundert Ducaten und ein lebenslängliches Jahrgehalt von hundert Thalern und darunter ſtand, von des Königs Hand geſchrieben:
Nun iſt's richtig, und dabei bleibt's.
Friedrich.
Frucht Markt
zu Friedberg am 2. November 1853.
Kartoffel waren 70 Malter aufgefahren, 61 Malter à 240 Pfd. wurden verkauft. Mittelpreis 4 fl. 6 kr. Der Großh. Bürgermeiſter Bender.
Bekanntmachungen von Be⸗ hörden.
A NNerenen Mobiliar-Verſteigerung. 11632) Montag den 7. November d. J, Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in der Anton Suhrada'ſchen Hofraithe dahier die zum Nachlaſſe der verſtorbenen Katharina Göring gehörenden Mobilien, beſtehend in Bettung, Kleider, Weißzeug, Tiſche, Stühle, Schränke, Commode, Glas und Porzellan, ſowie ſonſtige Hausgeräthſchaften öffentlich meiſtbietend gegen
Baarzahlung verſteigert. Friedberg am 19. Oktober 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Bender. Pfänderverſteigerung. (1653) Montag den 14. November d. J. und die darauf folgenden Tage von Vormit⸗ tags 9 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die am 26. und 27. September d. J. begonnene Ver⸗ ſteigerung verfallener Pfänder der hieſigen Pfand⸗ und Leihanſtalt fortgeſetzt. Zur Ver⸗ fleigerung kommen: Gold, Silber, Kupfer, Weißzeug, Herren- und Frauenkleider ꝛc. Bemerkt wird ausdrücklich, daß das Pfand⸗
local vom 10. November bis zum Schluſſe der Verſteigerung geſchloſſen bleibt, weßhalb die Auslöſung und Renovation verfallener Pfänder nur bis längſtens den 9. November d. J. ſtattfinden kann. Friedberg den 19. Oktober 1853. In Auftrag der Pfand⸗ und Leihhausverwaltung: Der Großh. Bürgermeiſter Bender. Faſelochsverſteigerung. (1712) Mittwoch den 9. November d.. des Vormittags um 11 Uhr, ſoll im Rathhauſe zu Reichelsheim ein der Gemeinde daſelbſt ge⸗ höriger ſchwerer Faſelochſe meiſtbietend verſtei⸗ gert werden. Reichelsheim den 31. Oktober 1853. Schmid, Bürgermeiſter. Arbeits-Verſteigerung. (1713) Montag den 7. d. M., Vormittags 11 Ühr, ſoll auf hieſiger Rathsſtube die Anfer⸗ tigung von 8 Stück neuer Subſellien in die hieſige Schule, veranſchlagt zu 80 fl., unter den dabei näher angegeben werdenden Bedin- gungen, öffentlich wenigſtnehmend in Accord gegeben werden. Bönſtadt den 1. November 1853. Der Loe, Bürgermeiſter be.
Privat ⸗ Bekanntmachungen. Ein Logis,
(1709) beſtehend in 5 heizbaren Zimmern,
3 Kammern, Küche, Waſchküche, Keller ꝛc. ift
zu vermiethen und kann bis den 1. Februar k. J. bezogen werden bei
Friedberg. W. Hanſtein,
Wagnermeiſter.
(1698) In der
Leihbibliothek von Louis Weis
Clarkſon, Onkel Tom in England. Fortſetzung von Onkel Tom's Hütte.
Das Evangelium der Natur.
Gutzkow, Ritter vom Geiſte.
Hildreth, Der weiße Sklave, Seitenſtüͤck zu Onkel Tom's Hütte.
Linden, Vier Lebenstage.
Wohnungsveraͤnderung.
(1689) Von heute an wohne ich bei meinem Bruder in dem ehemaligen Jung'ſchen Hauſe nächſt der Stadtkirche und dem neuen Schulhauſe. Dr. Ritzel, Veterinärarzt.
Ein möblirtes Zimmer
(171) hat zu vermiethen Karl Kiefer, Kammmacher.
N
een 15 a
54 0
7 * —
„ 8
4


