Ausgabe 
3.12.1853
 
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2382 Die Localſection des Gewerbvereins zu Friedberg

an die verehrlichen Einwohner daſelbſt.

(1858 Der hieſige Localgewerbverein beabſichtigte die Errichtung einer Gewerbhalle, um den Gewerbtreibenden Gelegenheit zu geben, auch ihre nicht in Laden und Schaufenſtern aufgeſtellten Erzeugniſſe dem kaufluſtigen Publikum zu präſentiren. Die Sache ſtieß jedoch auf Schwierigkeiten und ſoll darum für jetzt unterbleiben. Bei der Berathung dieſes Gegenſtaͤndes, als eines Mittels, den Gewerben in hieſiger Stadt aufzuhelfen, wurde von einem Mitgliede beantragt, in dem Verein und durch denſelben dahin zu wirken, daß die Bewohner Friedbergs diejenigen ihrer Bedürfniſſe, welche hier gefertigt werden können, nicht anderswoher beziehen möchten.

Faßt man die Verhältniſſe etwas genauer ins Auge, ſo iſt dieſer Antrag ſehr an der Zeit und leider mehr als gerechtfertigt. Denn, abgeſehen von der übermäßig wachſenden Concur- renz in der Stadt ſelbſt, ſind die Gewerbtreibenden durch die ganz vereinzelt daſtehende hieſige Gewerbfreiheit, welche ſie der alten Rechte beraubt hat, ohne ihnen neue zu geben, nicht nur im Verhältniß zur Umgegend, ſondern zum geſammten Geweroſtand auf eine Inſel geſetzt und die Nachtheile, welche ihnen daraus erwachſen, ſehr fühlbar.

Was außerdem die Eiſenbahn den hieſigen Gewerben ſchadet, ſehen wir am deutlichſten an der Menge zum Verkauf angebotener Häuſer und ihren geſunkenen Preiſen; und wollte man ſich damit tröſten, der durch den Schienenweg verurſachte Schaden habe nicht auf alle Geſchäfte Bezug, ſo wäre hiergegen zu erinnern, daß Eine Hand die andere waſcht.

Müſſen aber bei all dem Angeführten, wodurch der Mangel an Abſatz herbeigeführt wird, die Verfertiger von Waaren nachſehen, daß Gegenſtande, welche ſie eben ſo gut und oft bil⸗ liger liefern, aus andern Städten, wie z. B. Frankfurt und Mainz, bezogen werden, ſo kann ihnen dies mindeſtens keine Freude machen und wird ſie eher zur Entmuthigung führen, als zum Fortſchritt antreiben.

Es iſt zwar für den Käufer eine ſchoͤne Sache, ſich aus einem vollen Magazine das⸗ jenige herauszuſuchen, was dem Auge einleuchtet; daß aber die Dauerhaftigkeit der Schönheit in ſolchen Fällen nicht immer entſpricht, hat ſchon Mancher zu ſeinem Schaden erfahren. Ein An deres iſt es dagegen, wenn man bei einem bewährten Manne beſtellt, welcher bemüht ſein muß, ſeine einheimiſchen Kunden mit guter Waare zu verſorgen und billig zu behandeln, damit ſie ihm treu bleiben; denn von ihnen muß er leben. Aehnlich verhält es ſich mit dem Hauſirhandel. Die Sachen find für's Auge gemacht, die Preiſe ſpottbillig; aber die Qualität und der Schaden ſtellen ſich erſt heraus, wenn man die Waare in Gebrauch nimmt. a

Nach dieſer kurzen Darlegung des Sachverhaltes glauben ſich die Mitglieder der Lokal- ſection des Gewerbvereins der Hoffnung hingeben zu dürfen, daß alle verehrlichen Einwohner Fried⸗ bergs, deren billige Wünſche berückfichtigend, ihren Bedarf an Gegenſtänden, welche hier producirt werden können, für die Zukunft auch nur von bier bez ehen werden. Die Geſchäftsleute laſſen ſich's dagegen die angelegentlichſte Sorge ſein, die Wünſche ihrer geehrten Abnehmer eben ſo zu befriedigen, als dieß von außen geſchehen kann, und diejenigen unter ihnen, welche dem Verein angehören, machen ſich verbindlich, alle einſchlägigen Waaren genau ſo zu liefern, wie ſie von ihnen verlangt werden, ſei es denn nach Muſter, Zeichnung oder Beſchreibung.

In Auftrag des r unterzeichnet

ol k.

Neiſegelegenheit n a ch Amerika.

(1839) Ich befördere noch immerwährend für die General⸗-Agenten J. Lemaitre und W. Finlay in Mainz und Havre, und zwar monatlich regelmäßig Amal, den 1., 10., 20., 30., Auswanderer ab Mainz, Cöln, Paris und von da uber Havre nach New⸗Nork.

Die Ueberfahrtspreiſe ſind ſtets die billigſten und können bei mir jederzeit

erfahren werden. G. F. Nau,

conceſſionirter Agent in Friedberg.

Ein Logis ernregeln, Gartenkalender u. ſ. w. Keine (1860) für eine kleine Familie bat zu ver⸗ Ruhe Erzählung von Brunold. Kleine Er⸗ miethen Bernhard Wagner. zählungen, Gemeinnütziges. Zwei deutſche

Sni (18610 Am vergangenen Sonntag iſt dem Unterzeichneten ein Mutterſchwein entlaufen. Der gegenwärtige Beſitzer wird erſucht daſſelbe gegen eine gute Belohnung an ihn zurückzugeben. Rockenberg den 30. November 1853. Anton Dietz IV.

118062) In Scriba's Buchhandlung in Frſebberg iſt ſoeben erſchienen: Der Wandersmann, ein Kalender für das Volk pro 1854. Inhalt: Monate mit Jahrmärkten. Bau⸗

Sprüchwörter. Wie dem Herrn Paſtor Spuck⸗ bauſen einmal die Gicht vertrieben wird. Seid einig, Erzählung von J. Rauk. Ein Kapitel über den deutſchen Durſt. Die ſon⸗ derbare Wirthsrechnung. Weltweisheit, Ge⸗ dicht. Anekdoten, Sprüche. Allgemeiner

Anzeiger des Wandersmann's. Judenka⸗ lender. Intreſſenrechnung. Literariſche Beilagen.

Preis nur 4 kr. Noch niemals iſt ein ſo gehaltreicher und vollſtändiger Kalender um die⸗ ſen Preis verkauft worden.

Kirchliche Anzeigen. 2. Advent den 4. Dezember. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Seel.

Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Marbach. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe.

Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Bernbeck.

Frankfurter Cours vom 30. Nov. 1853.

NMH fl. 9 37½--38 Friedrichsd or 9 55¼ç6 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 43¼-⁰⁴?ʃin Rand⸗Ducaten 5 34-35

20 Frankſtügzſt e 9 Engliſche Souverains..

11 44 Preußiſche Thaler. 1 45½ 5. Frankenthaler. 9 2207

Preußiſche Caſſenſcheine 145%

Fruchtpreiſe. 30. Nov. 25. Nov. 24. Nov.

Gattung.[Fried⸗ Gerns⸗ berg Mainz

fl. kr. fl. kr. fl.] kr. Waizen pr. Malter] 17 201823 Korn 132013 1012 45 Gerſte 75 10.20 10 71040 Hafer 5 41351 5 271 515

Polizei Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 3. bis zum 9. Dezember.

. 5 Fried⸗Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. * kr. pf. kr, pe 14Leib⸗Roggenbrod 4 1141 2 7 7. 8 2 8 2 44 7 17 17 Lth. Lth.

Milchbrod 13 13

Waſſerweck 17

Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 13% ¼⁶ 13 Fleiſch⸗Preiſe. pf 56

1 Ochſenfleiſch 12 212 Kühfleiſch, gemäſtetes 10 9 Rindfleiſch, gemäſtetes 8 9 Kalbfleiſch 8 18 gemäſtetes Schweinenfleiſch 14 14 SHammelfleiſch 9 19 Schaaflleiſch 7 Wurſt v. blos Schweinen 16 16 Bratwurſt nn Schwartenmagen 18 18 (Geräucherter Speck 24 26 Schinken 19 20 Dörrfleiſch 20 20 Schweinenſchmalz, 7 ausgelaſſen 21222 unausgelaſſen 20 20 Nierenfett 22 20 Hammelsfett 16 16 Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel,

Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.

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