im nächsten Frühjahr in Rom zu besuchen.— Die spanische Regierung hat die italienische ersucht, den handelspolitischen modus vivendi zu verlängern. Italien habe sich die Antwort
vorbehalten.
— 4. Dez. Die Kammer wählte Biancheri mit 236 Stimmen zum Präsidenten; 73 Stimm⸗ zettel waren unbeschrieben.
Amerika. Washington, Dez. Der
okio hat die an den ameri⸗
Minister des Auswärtigen in japanischen Gegenvorschläge kanischen Gesandten Dun behufs Uebermittelung an den amerikanischen Gesandten in China mit⸗ getheilt. Ueber die Verhandlungen wird das größte Geheimniß bewahrt, jedoch nimmt man an, daß die japanischen Vorschläge hauptsächlich in der Entschädigung sowie in der Forderung drückender Garantien abweichen, unter denen sich die Besetzung Port Arthurs bis zur Er— füllung des Friedensvertrages befindet Afrika. Sansibar, 4. Dez. Privatbriese aus Uganda von Ende September melden, daß Kabarega, der König von Unyoro, das britische Fort Hoima, zwölf Stunden von der Grenze Ugandas entfernt, angegriffen hat. Der Kom— mandeur des Forts, Hauptmann Thrusion, schlug den Angriff ab, wobei viele von Kabarega's
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Leuten, darunter einige Häuptlinge, getödtet wurden.
China. Shanghai, 22. Okt. An den Häusern der in Peking wohnenden Fremden
ist eine in chinesischer Sprache abgefaßte kaiser— liche Proklamation angeschlagen worden, in welcher dem Volke und den Soldaten bei An— drohung schwerer Strafen befohlen wird, sich gegenüber den Ausländern höflich zu benehmen.
Japan. Pokohama. Nach einer Meldung der Blätter ist der japanische Marschall Vama— gata in Folge von Ueberanstrengung schwer er— krankt und er muß nach Japan zurückkehren.
Aus Stadt und Land.
d. Friedberg. Die von dem ev. Arbeiter- und Handwerker-Verein am verflossenen Sonntag Abend im Saalbau veranstaltete Hans Sachs-Feier übertraf alle Erwartungen. Der große Saal erwies sich als viel zu klein. Durch den Gesang eines Liedes vom Seminar- saͤngerchor wurde die feier um 8 Uhr eröffnet. Decan Meyer hielt eine kurze Ansprache und hieß sämmtliche Gaäste willkommen. Er glaube nicht, daß durch diese Feier die begonnene Adventzeit benachtheiligt würde, ein anderer Tag habe sich aber dafür nicht festsetzen lassen. Sem. Lehrer Dr. Karg hielt einen längeren Vortrag aus dem Leben und Wirken des berühmten Dichters und Schuhmachermeisters Hans Sachs. Der Vortrag war sehr lehrreich und fand allgemeinen Beifall. Durch kraftige Mitwirkung an der Feier haben sich um den Verein noch besonders verdient gemacht. Der Sängerchor vom Lehrerseminar unter Leitung des Dirigenten Schmidt, Frl. Jenser aus Frankfurt, Frl. Nies u. K. Müller von hier durch Gesangsvortrage, Frl. Bernius und mehrere Seminaristen durch Vorträge auf dem Klavier, Frl. Romeiser durch Deklamation. Ein Theil von Vereinsmitgliedern bewirkte auf der Bühne die Auf— führung des Stückes:„Der fahrende Schuler aus dem Paradies“ und Aufstellung von Marmorgruppen. Die Aufführung gelang ausgezeichnet und ernteten die Ver- anstalter derselben großen Beifall. Am Schlusse dankte Decan Meyer für das Gelingen des Ffestes allen Per— sonen, welche mitgewirkt und zur Verschonerung der Feier beigetragen haben, sowie für das zahlreiche Er— scheinen. Das Fest verlief von Anfang bis zu Ende auf's Beste und wurde durch keinen Mißton getrübt.
0 Eine eigenthümlichen Eindruck muß es auf jeden Kirchganger machen, wenn man stets Sonntags ein Dutzend Jager in vollem Wichs nebst Hunden mit der Eisenbahn in Friedberg ankommen sieht, um der Jagd zu frohnen. Man merkt es diesen Leuten durch aus nicht an, daß sie nothig hätten die Jagd
gerade Sonntags auszuub
8 Der Gese Samstag sei gnügen ab reiche Prog Erledigung ten Chore ste Usinger, das das alte, aber ewig schöne B der Karthner Walzer Seminarlehrer Gatzert
dexein Frohsinn hielt vergangenen erstes, größeres Winterver- usammengestellte, abwechselungs⸗
ausgezeichneter Weise seine verstandnißvoll zeführ zkeit des Dirigenten, Lehrer Am besten gefielen ied„Untreue“ und
letzterer von
Am Worther imm
ebenso war die Wiedergabe des schöͤne. Von mitwirken in A. Jenser zu nennen, welche di
und den seelene lautesten Frankfurt bewies den Violinsoli, daß er ein
Beife
ist. Ein durchaus flott gespielter Einakter machte den Schluß des Programms, über dessen Aus führung nur die eine Stimme herrschte, daß sie eine genußreiche und gelungene war.
t. Gießen. Verzeichniß der Sitzungen des Schwur⸗ erichts vom 4. Quartal 1894: 1. Mittwoch, 5. Dez., Form. 9 Uhr, gegen Martin Bindewald von Ober⸗ Seibertenrod, wegen Meineids; 2. Mittwoch, 5. Dez., Vorm. 11½ Uhr, gegen Kaspar Herbst von Roßdorf, wegen Versuchs der Nothzucht; 3. Donnerstag, 6. Dez. und Freitag, 7. Dez., je Vorm. 9 Uhr, gegen Johannes Schroder 11. von Nieder⸗Bessingen, wegen Meineids; 1. Samstag, 8. Dezbr., Vorm. 9 Uhr, gegen Marie Silberling von Merkenfritz und Georg Imhof von Wolferborn, wegen Meineids; 5. Montag, 10. Dezbr., Vorm. 9 Uhr, gegen Heinrich Seibert von Wetzlar, Paul Kleinau von Oels, Heinrich Gebhardt von Als⸗ feld, Philipp Schick von Jugenheim und Hermann Gräber von Windhof bei Heuchelheim, wegen Zwei⸗ kampfs mit tödtlichem Ausgang, resp. Beihülfe dazu. Worms, 2. Dez. Im Rayon des hiesigen Bahn⸗ hofes stieß gestern Abend ein Güterzug auf eine Rangir maschine. Beide Maschinen, sowie einige Wagen wur⸗ den beschädigt, doch nicht erheblich; Personen wurden nicht verletzt.
Allerlei.
Wiesbaden, 3. Dezember. Der Konservator der nassauischen Alterthümer, Oberst Cohausen, der auch große Verdienste um die Limesforschungen hat, ist ge⸗ storben
Mannheim, 3. Auf dem Wege von Ilves⸗ heim nach Ladenburg wurde gestern Abend die Schuh händlerin Keller aus letzterer Stadt von 2 Strolchen und einem Frauenzimmer überfallen und eines Theils ihres Waarenvorraths beraubt. Von den Räubern hat man bis jetzt keine Spur.
Würzburg, 2. Dez. Großes Aufsehen erregt der plötzliche Tod der beiden 15 u. 17 Jahre alten Töchter des Bahnhofsrestaurateurs Ries in Selb. Die beiden Mäd chen wurden am Freitag Morgen in ihren Betten als Leichen gefunden. Man schöpfte sofort Verdacht, daß sie keines natürlichen Todes gestorben seien und dieser Verdacht ist begründet. Es steht fest, daß die Mädchen Gift genommen haben und zwar unbeabsichtigt. Von wem ihnen das Gift mit den am Donnerstag Abend genossenen Speisen beigebracht wurde, ist gänzlich unbe— kannt, ein Verdacht nach irgend einer Richtung besteht zur Zeit nicht.
Berlin, 3. Dez. Gestern Abend ist im Norden von Berlin, in der Nähe der Nazarethkirche, an der ßjahrigen Anna Mosler ein Lustmord verübt worden. Als Thäter wurde der Schuhmacher Bischoff verhaftet. Bei der Vernehmung spielte er die Rolle eines stupiden Menschen. Bischoff hat nach anfänglichem Leugnen die That in vollem Umfange eingestanden.
Berlin, 4. Dez. Auf den Major Enderlein vom Bekleidungsamt des. Armeekorps in Spandau ward vorgestern Abend, als er sein Bureau verließ, im Haus flur ein Revolverattentat verübt, die Kugel drang dicht über dem Kopf Enderlein's in die Wand. Der Atten— täter entfloh. Es wird ein Racheakt vermuthet.
Szegedin, 1. Dez. Heute Morgen bestieg hier ein betrunkener Locomotivführer eine geheizte Maschine und fuhr in rasender Geschwindigkeit einem vor einer
Der Dez.
halben Stunde abgelassenen Personenzuge nach, mit welchem die Locomotive bei Vasarhely zusammenstieß.
Die Letztere sowie mehrere Waggons wurden total zertrümmert. Der Locomotivführer des Personenzuges und ein Reisender wurden schwer verletzt, mehrere
andere Personen leicht.
Brüssel, 2. Dez. Die Caulille'sche Forcit⸗Fabrik bei dem Militärlager von Beverloo ist in die Luft ge— flogen und vollstandig zerstort. Bisher wurden drei Todte und etwa 20 Veewundete aufgefunden.
Reggio, 4. D Die Beunruhigung dauert fort, nachdem in Folge angeblich beobachteter Anzeichen eines
ez.
Erdbebens das Gerücht verbreitet ist, daß neue Erd⸗ stoße möglich seien. Die ganze Bevölkerung hält sich auf den Straßen auf. Offiziell sind 86 Opfer der
letzten Erdbeben nachgewiesen, die Zahl der Verwundeten belauft sich auf 600.
Petersburg. Von einem Schneesturm wurden unweit des Dorfes Besdonnaja im russischen Gouverne ment Tula 9 Bauerinnen im Alter von 24— 26 Jahren sowie 2 Bauernknaben auf dem Heimwege vom Felde überrascht. 11 Personen sanken bald erschöpft am Wege nieder und erfroren sammtlich.
Takoma in Washington, 29. Nov. Gestern Nacht um 11 Uhr hörte man hier ein donnerähnliches G räusch und plotzlich stürzten die Docks auf einer Strecke von 600 Fuß in die Auch zwei
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unter. Der Erdboden k in der Nahe 6 Zol einen Fuß ein. Der Einwohnerschaft e mik. Die Viehhöfe der Northe die Bureaux und ein 400 Fu stürzten ein. der Schuppen geriet der die Ursache der Katastrophe gehen
Um Kraukheitsübertragung durch Milch zu vermeiden, fordert Fr. Dornblüth in Rostock mit Recht bei der hohen Bedeutung der Milch als Nahrungsmittel, insbesondere für die Kinder, nick izeiliche Kontrole bezüglich ihres
0 1 1 at 11 icht bloß pol 4
ruhigem
Gehaltes, sondern auch eine hygieinische, unvermeidliche, in die Milch hinein gelang Schädlichkeiten unschädlich zu machen. selben können schon von der Kuh stammen oder
der Milch erst später durch Zufall oder Absicht
beigemengt sein.— Von Thierkrankheiten können
mit der Milch übertragen werden die Erreger
der Milch- und Aphthenseuche und die Perlsucht,
Tuberkulose, zumal wenn das Euter infizirt
ist. Durch Zufall kann die Milch aufnehmen die Krankheitskeime von Scharlach, Diphtherie, Unterleibstyphus, Cholera ꝛc. Fälle von Kinder⸗
cholera werden oft durch Milch, in welcher f Solche Milch erscheint sonst normal, hat aber, besonders 1 Die
Gährungsvorgänge schweben, erzeugt.
abgekocht, einen eigenthümlichen Geruch. Gährungsprodukte, wohl zu unterscheiden von den einfachen Gerinnungs-Produkten, werden durch Kochen nicht vernichtet, während die Keime der oben genannten Infektonskrankheiten
durch gründliches Kochen unschädlich gemacht werden
können. Weiter ist für den Milchge⸗ brauch der schon beim Melken hinzukommende Milchschmutz nachtheilig. Derselbe sinkt bei Stehen zu Boden und besteht aus Kuhexkrementen, Futterresten, Futterstaub und Streubestandtheilen und ist durchsetzt von Bak— terien, Schimmelpilzen und Hefearten. Durch den Milchschmutz können folgende Nachtheile entstehen, nach Soxhlet: 1) Bei längerem Stehen und bei der Verdauung der Milch werden werthvolle Nahrungsstoffe in minder werthvolle oder schädliche Zersetzungsprodukte verwandelt Milchzucker in Milchsäure oder Alkohol in Kohlensäure. 2) Es entstehen giftige Stoffe, Ptomaine, als Stoffwechselprodukte der Bak— terien. 3) Labartige Stoffe bilden sich, welche die Milch in kurzer Zeit ohne Säurebildung zur Gerinnung bringen.
Um alle diese Schädlichkeiten fern zu halten, ist nicht nur die Sterilisierung der Milch und die Marktkontrole wichtig, sondern vor
Allem auch eine hygieinische Beaufsichtigung d
der Stallungen in Meiereien.
krankheiten, während mit ansteckenden Krank- heiten behaftete Personen nicht zum Melken zuge— lassen werden dürfen, 3) für die beim Schlacht⸗ vieh gefundenen Krankheiten behufs Nachforsch⸗ ung über Ort und Ursache. Natürlich müssen die Kuhbesitzer und Milchhändler über dies Alles insbesondere belehrt werden. Hygieinische Aufklärung ist wichtiger als hygieinische Gesetz⸗ gebung.
Petroleumlampen und Petroleumkocher
schuell und leicht zu reinigen.
Als einfaches Mittel zur schnellen und gründlichen Reinigung der Lampen wird trockene Holzasche empfohlen, mit welcher man Brenner und Glasbecken von innen und außen, ganz ohne Wasser, mit weichem Papier abreibt. Das Becken wird spiegelklar und darf nur noch mit einem trockenen Tuche nachgewischt werden. Besonders Küchenlampen und Petroleumkocher lassen sich auf diese Weise schnell vollständig säubern, da die Asche alles Petroleum aufsaugt. Zieht man zu der Arbeit ein Paar alte Hand⸗ schuhe an, so bleiben die Hände ganz rein, weil das Putzen ohne Anwendung irgend einer Feuchtigkeit geschieht. Dieses Putzen mit Asche ist dem vielfach gebräuchlichen Auskochen mit und Soda bei weitem vorzuziehen, da dieses Verfahren nicht nur viel umständlicher ist, sondern mit der Zeit auch die Trennung des Brenners vom Becken zur Folge hat. Diese scharfe Natronlauge löst nämlich die Alaun⸗
Seise
verkittung, welche jene beiden Theile verbindet,
auf. Uebrigens bemerken wir, daß dieser letztere Umstand, trotz Sodareinigung, erst dann ein⸗ tritt, wenn die Einkittung mittels Bleiglätte und Glycerin stattgefunden hat. Diese Ein⸗
Die.
Berin 4) Es erfolgt eine g lebhafte Gasbildung bei der Milchzersetzung; g die Milch hat stark blähende Eigenschaften. 5
a 0 Nöthig ist auch 12 die Meldepflicht 1) für Alle, die Milch zum 4. Verkaufe bringen, 2) für ansteckende Thier⸗ 9.
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