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Donnerstag den 6. Dezember.
M 143.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf.,
lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclame
n 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus- t ist, werden stets durch die Post nachgenommen.
wärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefüg
Amtlicher Theil.
Betreffend: Die Landkalender für das Großherzogthum Hessen für 1896.
an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Butzb
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg
Friedberg den 4. Dezember 1894.
ach, Friedberg, Heldenbergen, Hoch-⸗Weisel, Klein-Karben, Münzenberg, Ober-Rosbach, Okarben
Reichelsheim, Rodheim, Vilbel.
Sie wollen umgehend berichten, an welchen Tagen im Jahre 1896 die Märkte in Ihren resp. Gemeinden abgehalten werden.
Betreffend: Verfälschung von Schweineschmalz.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzogli Büdesheim, Burg-Gräfenrode, Butzbach, Dorheim, Fauerbach b. Fr., Göns, Münster, Münzenberg, Nieder-Mörlen, Nieder-Weisel, Ober⸗E Ostheim, Petterweil,
Okarben, Ossenheim,
Friedberg, Hausen,
Rockenberg, Schwalheim,
Wir erinnern Sie wiederholt an die Erledigung unserer Verfügung vom 6. Juni l. J.,
Verfügung.
schbach, Ober-Florstadt, Södel, Steinfurth, Weckesheim, Wölfersheim und Wohnbach.
Dr. Braden. Friedberg den 3. Dezember 1894.
chen Bürgermeistereien
Heldenbergen, Hoch-⸗Weisel, Ilbenstadt, Kirch— Ober-Mörlen, Ober-Rosbach, Ockstadt,
Kreisblatt Nr. 67, bei Meidung unangenehmer Dr. Braden.
Deutsches Reich. Darmstadt. Die 5. evangelische Landes— synode wird zum 12. Dez. einberufen.
— Das gesammte Bauwesen in Hessen wurde neu organisirt und treten die Aenderungen am 1. April 1895 ins Leben. Es werden sieben„Hochbauämter“ mit dem Sitze in Darmstadt, Bensheim, Dieburg, Gießen, Alsfeld, Friedberg, Mainz errichtet und ferner fünf„Straßen⸗ bauämter“ mit dem Sitze in Darmstadt, Erbach, Grün⸗ berg, Nidda, Alzey. Von den hierbei nothwendig werdenden Personalveränderungen interessiren uns: der Kreisbaumeister Groß in Worms wurde zum Bau- inspektor des Hochbauamts Friedberg, der Kreisbau⸗ meister Schneider in Friedberg zum Bauinspektor des Straßenbauamts Alzey, der Kreisbauaufseher Lynker in Nidda zum Hochbauaufseher in Friedberg, den Kreis- bauaufseher Häusel in Friedberg zum Hochbauaufseher in Friedberg ernannt.— Der Geh. Obersteuerrath Engisch wurde auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner! Dienste in den Ruhestand versetzt und demselben das Komturkreuz 2. Kl. des Philippsordens verliehen, der Kanzleigehilfe Hartmann aus Udenhausen zum Mini⸗ sterialkanzlist, der Militäranwärter Kaiser aus Oschitz zum Kanzleiwärter im neuen Kanzleigebäude in Darmstadt, L. Traber aus Sulza zum Hauptlehrer an der er⸗ weiterten Handwerkerschule zu Gießen ernannt.
Berlin, 3. Dez. Der Kaiser begab sich
gestern Abend nach Kiel, wo er heute früh um meingefährliches Zum erlaubt darstellen; 2) eine Erweiterung Empfange waren Prinz Heinrich und der Reichs-§ 112, der die Verleitung von Soldaten und öprozentige definitiv angenommen. N Militärpersonen mit schärferen Strafen bedroht, Maschine wechselte, einge- wenn dabei Bestrebungen hervortreten, die auf
8 Uhr bei schönem Wetter eintraf.
kanzler erschienen, die beim Stadtkloster, wo der Sonderzug die
stiegen. Der Kaiser setzte ohne Aufenthalt die Reise nach Levensau fort. Um 83“ Uhr pas⸗ sirte der Hofzug die Hochbrücke bei Levensau. Nach einer kurzen Eröffnungsfeier begab sich der Kaiser mit dem Prinzen Heinrich, dem Reichskanzler, dem Minister Bötticher und dem Gefolge an Bord der Salonpinasse durch den Nordostseekanal und die neue Schleuse nach dem hiesigen Hafen. Als um 10 Uhr 20 Min. die Kaiserstandarte in Sicht kam, gaben die Kriegsschiffe Salut. Der Kaiser fuhr bei der Flottenparade längs der ganzen Kriegsschiff— reihe. Die Matrosen auf dem Deck präsen⸗ tirten und brachten ein dreimaliges Hurrah aus. Die Schiffe flaggten über Topp. Der Kaiser ging bei der Barbarossabrücke ans Land und begab sich mit der gesammten Begleitung, darunter die Admirale, in das Schloß. Der Kaiser traf dann um 12 Uhr in der Kaserne der Marineinfanterie ein, und schritt mit dem Prinzen Heinrich, dem Reichskanzler und Ge⸗ folge die Front der Ehrenkompagnie ab. So⸗ dann wurden im Exerzierhause die Rekruten vereidigt. Um 12¾ Uhr war Frühstück im Marine⸗Offiziers⸗Kasino. Der Kaiser begab sich
Nachmittags 3¼½ Uhr auf das Flaggschiff „Kurfürst Friedrich Wilhelm“.
— 3. Dezbr. Der Ausschuß des Bundes der Landwirthe hat sich in seiner heutigen Sitz⸗ ung mit der Anregung, beim Kaiser eine Audienz nachzusuchen, einverstanden erklärt und den Vorstand beauftragt, die nöthigen Schritte zu thun.
— Die„Post“ meldet, in dem neuen Tabak⸗ steuerentwurf betrage der Zoll für ausländischen Tabak 40 Mk., auf 100 Kilogramm, wie im vorjährigen Entwurf. Demselben Blatte zu— folge geht dem Reichstage bei seinem Zusammen⸗ tritt ein Weißbuch außer dem Etat und der sogenannten Umsturzvorlage zu.
— Die Umsturzvorlage, die dem Reichs⸗ tage morgen zugehen wird, enthält drei Artikel. Der Artikel 1 enthält: 1) Aenderungen des Strafgesetzbuches, zunächst des§ 111 desselben, wodurch die Aufforderung zu Verbrechen und strafbaren Handlungen mit Gefängniß bis zu 3 Jahren bestraft werden kann und auch die⸗ jenigen Personen bestraft werden, die ein ge— Vergehen anpreisen oder als des
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den Umsturz der Staatsgewalt gerichtet sind; 3) wird§ 126, der von der Androhung eines gemeingefährlichen Verbrechens handelt, auf die Bedrohung mit Verbrechen überhaupt ausge— dehnt; 4) wird durch einen neuen Paragraphen die Bestrafung des Complots vorgesehen, das darauf gerichtet ist, den Umsturz der Staats ⸗ ordnung herbeizuführen;
rungen angreifen.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien.
ständig unbegründet. 1
Algier in Folge einer heftigen Bora Schutz in [Hafen von Pola suchen. 24 Stunden für die Strecke
5) wird§ 130 dahin erweitert, daß Personen bestraft werden, die Religion, Monarchie, Familie, Ehe und Eigen⸗ thum in einer den öffentlichen Frieden ge— fährdenden Weise durch beschimpfende Aeuße⸗ Ministerrath berieth den
über die Verlobung des Königs von Serbien mit einer österreichischen Erzherzogin sind voll- öffnete
Die Yacht„Miramar“ mit der von Kaiserin an Bord mußte auf der Reise nach Turin, der Minister
Die Yacht brauchte— von Triest nach Stefani“ aus Pola, welche normal in 6 Stunden durchfahren die Absicht kundgegeben,
wird. Die Kaiserin fährt heute von Pola mit der Bahn nach Marseille und von dort nach Algier.
Budapest. Wekerle wird demnächst, da die rechtzeitige Erledigung des Budgets unmöglich ist, eine Indemnitätsvorlage einbringen.— Im Abgeordnetenhaus wird noch im Lauf dieser Woche die Mittheilung von der erfolgten Sanktion der kirchenpolitischen Vorlagen er— folgen.
— 4. Dez. Die Regierung verlangte heute ein zweimonatliches Budgetprovisorium für die Monate Januar und Februar n. J., da das Budget in diesem Jahre nicht mehr erledigt werden kann.
Belgien. Brüssel, 4. Dez. Kammer. Die sozialistischen Deputirten begründeten ihren An— trag auf eine Amnestie für politische und Strike— vergehen. Der Justizminister ersuchte die Kammer Namens der Regierung den Antrag nicht in Erwägung zu ziehen.
Dänemark. Kopenhagen, 4. Dez. Das Landsthing hat die Regierungsvorlage betreffend die Emission einer Zprozent. Staatsanleihe im Betrage von 25 Million Kronen und die Kon⸗ version der jetzigen 3 ½ prozent. Obligationen in
Großbritannien. London, 3. Dezbr. Aus Sansibar wird gemeldet, daß zwischen der Regierung von Uganda und der Britisch Ost⸗ afrika⸗Gesellschaft ein Konflikt ausge brochen. Die Beamten der ersteren nahmen mit Gewalt eine befestigte Station der Gesellschaft in der Nähe von Kavirondo, nordöstlich von Viktoria Nyanza in Besitz und zwangen den befehls— habenden Offizier unter Androhung der Ge⸗ fangennahme, das Feld zu räumen, indem sie sich gleichzeitig der Waffen und der Munition
bemächtigten. Spanien. Madrid, 3. Dezember. Der Gesetzentwurf betr. die Revision des Zolltarifsvz. Das Kabinet rechnet auf die Annahme desselben, da die den Entwurf bekämpfenden Deputirten der Kammer—
Gerüchte majorität sich der Abstimmung enthalten werden.
Italien. Rom, 3. Dez. Der König er⸗ heute das Parlament im Beisein der Königin, des Prinzen von Neapel, der Herzoge Aosta und Genua und des Grafen von und des diplomatischen Corps. einer Meldung der„Agenzia Belgrad hat König Alexander den König von Italien
Nach
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