Dienstag den 26. November.
140.
Oberhessischer Anzeiger.
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neg. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag,
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Mi b a und Freitag Abend ausgegeben. 8 17 75 Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
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Tnoncen: die einspaltige Petitzele 19 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreis a; ei 57 5* 9„bo e 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
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Friedberg den 19. November 1889.
Amtlicher Theil.
ereffend: Die Formularien für die Wandergewerbescheine.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 8 Nachdem bestimmt worden ist, daß in die Wandergewerbescheine auch die Staatsan gal, beauftragen wir Sie andurch, bei Ihren desfallsigen Berichtserstattungen darauf zu achten Auch bei den zwecks Erneuerung von Wandergewerbescheinen
8 1 8 1 a ö Sie wollen sich hiernach bemessen, damit Rücksendungen von Berichten te. vermieden werden.
Friedberg am 23. November 1889.
gehörigkeit der Inhaber derselben aufgenommen werden
„daß die Staatsangehörigkeit der Nachsuchenden
zu ertheilenden Bescheinigungen ist stets die Staatsangehörigkeit der
Dr. Braden.
Personen, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird: 1) Heinrich Mussial, Sohn des Jean Mussial zu Bornheim, zuletzt bei Eislieferant Haack in 0 2) Heinrich Philipp Muth, Metzgergeselle aus Vilbel, zuletzt angeblich bei Metzgermeister Heß in Frankfurt bedtenstet.
Erledigung. Das unterm 3. Juli l. J. von Großherzoglichem Amtsgericht Butzbach gegen Johann Wilhelm Strauch von Grüningen erlassene Ausschreilben e ich als durch Wachtmeister Hohmeyer in Butzbach und Gendarm Steinbach in Friedberg erledigt zurück.
Der Großherzogliche Amtsanwalt: Krämer.
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Deutsches Reich. Darmstadt, 23. Nov. Der Großherzog zum Besuche des Erbgroßherzogs nach Leipzig eist, von, wo er am 30. d. Mts. wieder ückkehrt.
— Der Rechnungsrath Scharch in Darm⸗ sidt wurde auf Nachsuchen, unter Aner— Anung seiner Dienste, in den Ruhestand ver— it, der Finanzaspirant Bast aus Langd zum Alkulator bei dem Ministerium der Finanzen, a Finanzaspirant Frank aus Offenbach zum
Vilbel fert Akulator bei der Hauptstaatskasse, der Finanz—
Iah! 1 Jah Ihtrant Darmstädter aus Bessungen zum Kal⸗ nator bei dem Katasteramte ernannt, der Ren⸗ Ait Platz in Gießen II. nach Gießen I., der Andant Stroh in Treis nach Gießen II., der Istriktseinnehmer Fischer in Lich nach Treis an L. versetzt, der Kalkulator Nahrgang zum riktseinnehmer in Lich ernannt, dem Rentner ön in Worms das Ritterkreuz J. Kl. des Milippsordens mit der Krone, dem Rentner Achaelis in Worms das Ritterkreuz I. Kl. des 0. Ordens, dem Regierungsbaumeister March Charlottenburg und dem Schriftsteller Herrig Berlin die Goldene Medaille für Wissenschaft a Kunst verliehen, sowie der Gymnasiallehrer I Hahn zu Worms nach Darmstadt versetzt, en Reallehrer Dr. Nies in Darmstadt zum Gym—⸗ ansiallehrer zu Worms, der prov. Gymnasial⸗
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5 4 111 44 55 stein 115 15 lhrer Dr. Fischer zu Darmstadt zum Reallehrer en 170. 0, dlelbst ernannt. f b. Militärdienstnachrichten. Menges, Mefor von 6 petbesl, 0 ligsministertum, wurde mit Wahrnehmung der Geschäfte
d Kommandeurs der Militär⸗Schießschule beauftragt. 5 Major vom 2. Gr. Inf. Regt. Nr. 116, zun, 77 sundeur des Landwehrbezirks Calau ernannt. Brüstle n, Sb⸗Lt. vom Gr. Feld⸗Art.⸗Regt. Nr. 25. zu den Lehr⸗ rien der welken sed daf e Port. Fähnr. vom 2. Gr. Inf. Regt. Nr: Sol⸗ „. dems. Regt. Koch, e n 6. Gr. Inf. Regt. Nr. 117, zu Pont Fahne de ladert. v. Alvensleben, Haupim. und 19 7 750 05 5 kugsschule in Kassel, als Komp. Chef in 8 2 15 5. Regt. Nr. 115 versetzt; v. Hülst, Sck. Lt. 55 5 8 Nr. 25 in das Hus.⸗Regt. 95 0 7 Aptm. vom 3. Niederschles. Inf. Regt. 1 dp. Chef in das 2. Gr. Inf Regt Nr 6%;
05 ses zu Culm, als ber und Komm. des Kadettenhauf Nr. 116, Körner.
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3 ils.⸗Komm. in das 2. Gr. Inf.⸗Regt. ˖ Belag 00 von Inf. Regt. Nr. 13, zum e ee „e balgaatt versezt. von Brockhusen, Haupta, d bewill. 5 00 Af⸗Regt. Nr. 116, als Major 15 eie ü die 13 55 1— Sicherem Vernehmen nach— 1 5 7205 1 rla „ ee bamten des Großherzogihunn 55 unmittelbar j 15 0 5 selen Uniform⸗Reglements wiedern han sworstehend. f 10. 1 9 1. 22. Nov. Der Kaiser machte . ee nach Letzlingen dem
(tern vor seiner Abreise nzen Arisugawa Takehit hn Gemahlin einen längeren
o von Japan und Gegeabesuch.
Um 9 Uhr traf der Kaiser wohlbehalten in Letzlingen ein. Zugleich mit demselben langten auch Prinz Friedrich Leopold, Herzog Ernst Günther zu Schleswig-Holstein, Prinz Maxi— milian von Baden und die übrigen geladenen hohen Fürstlichkeiten und Jagdgäste gleichfalls dortselbst an. Morgen Abend wird der Kaiser nach Berlin zurückkehren. Die Gerüchte von der Verlobung des russischen Thronfolgers mit der Prinzessin Margarethe von Preußen wurden heute auf Grund von Petersburger Depeschen auf der Berliner Börse als Thatsache hingestellt.
— 22. Nov. Der Bundesrath beschloß in seiner gestrigen Sitzung den vom Reichstage angenommenen Antrag v. Benda auf Errichtung eines Reichszolltarifamts keine Folge zu geben.
— 22. Nov. Im Reichstag begann heute die zweite Berathung des Etats des Auswärtigen Amts. Richter wünscht Auskunft, ob der Chef des Großen Generalstabs Einfluß auf die auswärtige Politik übe, wie ein gewisser Theil der Presse behaupte. Der Kriegsmintster v. Verdy bezeichnet das bezügliche Treiben gewisser Blätter als frivol. Es sei beleidigend für die Armee, wenn man über— haupt bei Offieteren das Entstehen eines Geistes fur möglich halte, der geeignet sei, irgendwelche Oppositton zu treiben gegenüber der Regierung des Kaisers. Graf Herbert Bismark schließt sich dem Kriegsminister an, indem er ausführt, er könne die fragliche Behauptung nur für eine Mythe erklären. Die auswärtige Politik leite der Kaiser, der dazu den Rath derer annehme, die dazu be—
rufen seten. Im Fortgang der Sitzung hebt der Staats-
secretär Graf Bismark gegenüber Windthorst die Noth— wendigkeit der Forderung für eine neue Colontalabtheilung im Auswärtigen Amte hervor. Was die Missionen an— lange, so sei die von Windthorst gewünschte gesetzliche Regelung bezüglich der paritätischen Behandlung der Con— fessionen entbehrlich, da eine ganz gleiche Behandlung ohnehin stattfinde. An der weiteren Debatie über die
Colonialfrage nahmen Dr. Hammacher, Frege, Woermann,
Dr. Bamberger und wiederholt Graf Bismark Theil. — 23. Nov. Das Emin Comits hier erhielt durch die Firma Hansing in Sansibar eine Meldung Borchert's mitgetheilt, wonach nicht die deutsche, sondern die englische Expedition von Somalis zersprengt worden sei. Dr. Peters und Genossen befänden sich wohlauf am Kenia. Essen. Die Grubenverwaltungen des Essener Reviers haben auf den kundgegebenen Wunsch der hier abgehaltenen Bergarbeiterversammlung, die gemaßregelten Arbeiter wieder anzustellen, der„Rhein.-Westf. Ztg.“ zufolge erwiedert, daß nach dem Streik Arbeiter nur wegen ungebühr⸗ lichen Verhaltens entlassen worden seien. Die
Grubenverwaltungen seien jedoch bereit, um einen
Beweis ihrer friedfertigen Gesinnung zu geben, jeden treuen und langjährigen Arbeiter wieder in Arbeit nehmen, der ohne Veranlassung der Grubenverwaltungen die Arbeit verloren habe.
München, 22. Nov. Die Kammer der Reichs räthe nahm nach längerer Debatte das gesammte Malzaufschlaggesetz in der von der
Kammer der Abgeordneten beschlossenen Fassung mit allen gegen eine Stimme an.
Ausland. Oesterreich-Ungarn. Prag, 23. Nov. Der Landtag lehnte den Commissionsantrag auf Bewilligung von 2000 Gulden für den czechischen Schulverein ab, dagegen nahm er den Antrag des Grafen Zedtwitz an, diesen Betrag den Privatschulen mit Oeffentlichkeitsrecht zu widmen, welche nicht von dem Landesfonds erhalten werden. Die Vertheilung des Geldes bleibt dem Landesausschuß überlassen.
Belgien. Brüssel, 24. Nov. In der gestrzen Sitzung des Antisklaverei-Congresses wurde einstimmig beschlossen, daß die Territortal— fragen außerhalb der Competenz des Congresses lägen. Es wurde eine aus den Delegirten Deutschlands, Belgiens, Frankreichs, Englands, Italiens, Persiens, Portugals, Rußlands und der Türkei bestehende Commission zur Prüfung des Sklavenhandels auf dem Meere ernannt. Holland. Rotterdam, 22. Nov. Unerwartet brach hier ein großer Streik auf der Schiffs— werft Feyenoord aus; die Streikenden bedrohten die Freiheit der Arbeit auf den naheliegenden Eisen— werken, die Polizei umstellte die Etablissements.
Frankreich. Paris, 22. Nov. Der Senat genehmigte den Marinecredit von 58 Millionen zum Bau von Kriegsschiffen auf Privatwerften. Barbey kündigte an, es werde im nächsten Jahre ein Credit für den Bau von Panzerschiffen auf den Staatswerften gefordet werden.
Le 23. Nov. Kammer. Infolge der Er— klärung des Ministerpräsidenten und des Finanz⸗ ministers, welche sich gegen den Antrag Leydets auf freie Erzeugung der Zündhölzchen richtete, lehnte die Kammer den Artikel 3 des Antrages ab, worauf Leydet den ganzen Entwurf zurückzog. Der Finanzminister erklärte, die Regierung werde das Monopol der Zündhölzchen-Erzeugung selbst ausüben.
L Der Ackerbauminister schob infolge von Schritten, welche die Viehhändler von La Villette bei ihm unternommen, die Anwendung des Ver⸗ botes der Einfuhr deutschen und österreichischen Viehs über die Schweizer Grenze bis zum 5. December auf..
— Nach einer Brüsseler Meldung verließen Boulanger und Dillon die Insel Jersey und be— gaben sich nach Spanien.
Großbritannien. London. Die englische Regierung entsandte ebenfalls zwei Kriegsschiffe zum Schutze der englischen Staatsangehörigen nach Rio de Janeiro.
Italien. Rom, 21. Nov.
Die königliche
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