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Ausschußantrages zurück, der indeß von verschie—
atte über die Geschäftsordnung beginnt die Diseusston iber die Positionen Weizen und Roggen. ung schlägt 3 M. für Welzen, 2 M. für Roggen vor. Schorlemer-Alst will auch für Roggen 3 M.
ill nur für die Zollerhöhung stimmen, wenn dle Erträge
digen, anerkannt sei. Fälle von Verurtheilungen Unschul⸗
Kardorff brachte ein Sperrgesetz ein, wonach die Zölle
Zolltarlfnovelle beschlossen werden wird.—
1885.
Dienstag den 17. Fehruar.
M2.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Areisblatt für den Areis Friedberg.
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Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
—
Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Betreffend: Das Militär⸗Ersatzgeschäft pro 1885.
Der Civilvorsitzende der Großh. Ersatz-Commission Friedberg
Einige von Ihnen stehen noch mit Eins
Amtlicher Theil.
Sind
endung der Stammrollen im Rückstande.
langt, werden dieselben durch Wartboten abgeholt.
an die Gr
Friedberg den 16. Februar 1885
oßh. Bürgermeistereien des Kreises. dieselben nicht bis zum 22.. Mts. einge⸗ Dr. Braden.
Deutsches Reich. g Darmstadt, 13. Febr. Die evangelische Landessynode trat heute zunächst in die zweite Lesung der Vorlage wegen Verlängerung der Wahlperioden für Kirchengemeinde— Vertretung, Kirchenvorstand u. s w. ein, wobei das Kirchen- regiment Veranlassung nahm, gegenüber den gestrigen Ausstellungen über den Werth des In- stitutes der Kirchengemeinde-Vertretung und der! Wahl der Dekane nachdrücklichst die Wichtigkeit derselben zu betonen. Sonst bot die Debatte kein besonderes Interesse, zumal sämmtliche Be- schlüsse erster Lesung aufrecht erhalten und schließ—
lich die ganze Vorlage in der Schlußabstimm- ung mit allen gegen nur eine Stimme Annahme
fand. Weiter stand der von Hempel und Dieffen— bach gestellte Antrag, die Beschlußfähigkeit der Kirchenvorstände betreffend, zur Verhandlung. Hiernach soll zur Beschlußfähigkeit nicht mehr wie bisber, die Mehrheit des Kirchenvorstandes erforderlich sein, sondern für die dann anzube— raumende zweite Sitzung die Anwesenheit von mindestens drei Mitgliedern genügen, während die Mehrheit des Ausschusses die Gegenwart der Hälfte einschließlich des Geistlichen verlangt. Im Laufe der Debatte zogen die Antragsteller ihren urspruͤnglichen Antrag zu Gunsten des
denen Seiten erfolgreich bekämpft wurde, so daß schließlich auch dieser Antrag zurückgenommen und nur dadurch vor der Ablehnung bewahrt wurde.
— Der Landrichter Scriba in Darmstadt
wurde zum Landgerichtsrath daselbst ernannt. Berlin, 13. Febr. Reichstag. Lenzmann be⸗ gründet seinen Antrag auf Entschädigung unschuldig Ver⸗ urtheilter und führt aus, daß von allen Seiten die Pflicht des Staates, unschuldig Verurtheilte zu entschä⸗
diger würden troß der vorzüglichen Einrichtung der Cxi— minaljustiz niemals beseitigt werden können, aber man könne unschuldig Verurtheilte wenigstens sowelt als mög⸗ lich für die ihnen erwachsenen Nachtheile entschädigen. Das Haus möge einen Beschluß fassen, damit die Re— gierung aus ihrer Reserve heraustrete. Staatsseeretär Schelling erklärt, die verbündeten Regierungen hetzten den Wunsch, die in der Strafrechtspflege vorgekommenen Irrthümer möglichst wieder gut zu machen, und gewähr— ten auch in solchen Fällen, soweit es die disponiblen Mittel gestatteten, Entschädigungen. Der vorltegende Entwurf zehe aber zu weit, wenn er jedes Mal, wo bei Wiederaufnahme des Verfahrens eine Freisprechung er— folgt, eine Entschädigung vorschreibt, denn bet der Wieder— aufnahme nach längeren Jahren muß eine Freisprechung oft lediglich, weil der Thatbestand verwischt ist, statt finden. Das verlangte statistische Material werden die verbündeten Regierungen bel der eommissarischen Berath— ung der Vorlage zur Verfügung stellen. Die Verweisung des Antrages an eine Commission wird abgelehnt, die zwelte Berathung wird also im Plenum stattfinden.—
auf Getreide, Mühlenfabrikate und Schaumwein durch den Reichskanzler in vorläufige Erhebung gesetzt werden können in der Höhe, wie sie bei der zweiten Lesung der 14. Febr. De⸗
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Zweite Berathung der Getreidezölle. Nach längerer
Die Regter—
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mel referirt über die eingegangenen Pelltlonen. Rack“
au einer anberwestigen Entlastung der Steuerzahler ver—
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Resolutionen, daß im nächsten Etat speeifieirte
wandt würden. Flügge bedauert, daß durch die Oppo sition der Liberalen der Reichskanzler dazu gedrängt wor den, die Interessenpolitik zu Hilfe zu rufen. Rohland widerspricht der Behauptung, daß die Interessen des kleinen und großen Grundbesitzes stets identtsch seten, und bittet den Reichskanzler, lieber noch 2 Jahre mit der Vorlage zu warten, vann würde man seben, ob nicht auch ohne diese eingreifende Maßregel die Lage der Land wirthschaft sich bessern werde. Fürst Bismarck ergreift nur das Wort, um nachzuweisen, daß die Lage der See— städte Danzig zc. nicht so ungünstig ist, wie neulich die Abg. Möller und Rickert geschildert baben. Hornstetn führt aus, daß die in der Landwirthschaft gegebene Ar beitsgelegenheit nicht nur erhalten, sondern gekräftigt und vermehrt werden müsse. Der Schutzzoll soll dazu be sonders helfen. Die Debatte wird vertagt.
— 13. Febr. Die Budgetcommission des Reichs— tags nahm die Bewilligung eines Pauschale von 248,000 M. für Coloniezwecke an; ferner zwei
Mittheilungen über die getroffenen Eiaricht⸗
Antrag Richter's, vor Herbeiführung sester Or ganisationen in den Schutzgebieten dem Reichs— tage Vorlage zu machen.— 14. Febr. Die
Reichstagscommission für die Unfallgesetznovelle beendete die erste Lesung und beschloß, die zweite Lesung vorzunehmen.
— Wie verlautet, werden die deutsch-englischen Verhandlungen zur Ausgleichung der Differenzen in der Südsee, in Neuguinea, sowie auf den Fidschi Inseln demnächst in London beginnen.
— Hiesige Blätter brachten nach der„Mor— ningpost“ die Nachricht, der Kronprinz habe dem Könige von Italien folgende Depesche gesandt: „Die freiwillige Kundgebung Italiens im gegen— wärtigen Augenblick nach der Nachricht aus dem Sudan ist ein neuer Beweit, daß das italienische Volk seines edlen großherzigen Souveräns würdig ist.“ Der„Reichsanzeiger“ erklärt diese Nach richt für völlig unbegründet.
Hamburg. Die bei ihrer Ankunft aus Amerika verhafteten zehn Anarchisten sind bis auf zwei, welche nach Frankfurt a. M. trans— portirt werden sollen, wieder entlassen werden.
Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 13. Febr. Das Abgeordnetenhaus nahm bei Berathung der Gebühren-Novelle nach der Rede des Finanz ministers, welcher das Eingehen in die Special debatte empfahl, mit 160 gegen 135 Stimmen den Antrag Ruf an: Den vorliegenden Gesetz—
entwurf behufs Milderung der die Realitäten besitzer und Gewerbetrelbenden treffenden Härten, dagegen bedeutend hoherer Besteuerung der Bör sengeschäfte an den Ausschuß zurückzuverweisen.
— Die Versuche, den status quo ante in den Beziehungen der Fractionen der Rechten zueinander und zur Regierung wieder herzu— stellen, haben bisher keinen Erfolg gehabt. Die Zersplitterung macht vielmehr Fortschritte, da auch die Dalmatiner mit den Slovenen gemein same Sache machen.
— Die Parteiblätter constatiren einmüthig die vernichtende Niederlage der Regierung, wo durch die Erledigung der eingebrachten Vor— lagen, auch der der Nordbahn, sehr fraglich ge—
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worden sei. Die Auflösung dürfte nach der Budgetdebatte erfolgen.
Frankreich. Paris, 13. Febr. Der Senat nahm das Gesetz über die rückfaͤlligen Verbrecher mit mehreren, aber sachlich nicht sehr wesentlichen Abänderungen an. Eine Bestimmung über die Verbannungsorte wurde nicht getroffen. General Brière meldet unterm 12. d.: Der Marsch wurde ohne Zwischenfall ausge— führt. Der Feind verließ seine Befestigungen in den Schluchten. Wir trafen am 11. d., 10 Uhr Vormittags, bei der Wasserscheide ein, stiegen in das Thal eines Nebenflusses des Cantonstromes hinab, wo wir Fühlung mit den Chinesen genommen haben. Bis zum Einbruch der Nacht wurde das Gelände von Anhoͤhe zu Anhöhe von zahlreichen Feinden vertheidigt. Wir sind bis 16 Kilometer von Laugson vorgerückt treffen voraussichtlich morgen dort ein.
14. Febr. Das Zuchtpolizeigericht ver⸗ urtheilte sieben Veranstalter der am verflossenen Montag stattgehabten Anarichisten-Versammlung drei, einen zu sechs Monat Gefängniß.
14. Febr. Die Kammer beendigte die ldiscussion der Gesetzvorlage, betr. Er—
aldis
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Gener
höhung der Einfuhrzölle auf Getreide und be—
schloß mit 364 gegen 136 Stimmen in die Specialdebatte einzutreten, und wurde zunächst die Berathung der Gegenentwürfe begonnen.
Großbritannien. London. In den letzten Tagen waren hier Gerüchte über einen tiefgehenden Zwiespalt im Cabinet in Betreff weiteren Vorgehens im Sudan verbreitet. Im Cabinetsrathe kam es, so wird erzählt, zu einem heftigen Wortwechsel. Die näheren An— hänger Gladstone's verfochten die Ansicht, man
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solle äußerlich an dem Programm festhalten,
daß im Interesse des Ansehens des englischen — U
Namens Khartum zwar erobert, nachher aber
sofort geraͤumt werden solle, ähnlich wie man vor dem Einmarsch in Egypten vorgab. Cham⸗ berlain behauptete, man habe nur die Wahl, entweder sofort nach Feststellung Todes Gordon's abzuziehen, oder Khartum zu nehmen und zu behalten.
— Es heißt, nach dem Zusammentritt des Parlaments werde eine Botschaft der Königin eingebracht, welche die Einberufung eines Theiles der Reserven anzeigen wird. Die Adresse zur Beantwortung der Botschaft wird Gelegenheit bieten, die Regierungspolitik im Sudan zu dis— Grundlose Gerüchte über die bevor— stehende Besetzung Herats durch Rußland drücken die Börse und regten die diplomatischen Kreise auf.
Spanien. Madrid, 15. Febr. Die De— putirtenkammer hat mit 241 gegen 65 Stimmen eine Tagesordnung angenommen, in welchem der Regierung Vertrauen ausgesprochen wird.
Italien. Rom, 13. Febr. Die Vorbe reitung der dritten großen Expedition nach Afrika wurde suspendirt. Die Vertreter Italiens bei den Maͤchten haben den Auftrag erhalten, Auf— klärungen über die italienische Expeditionen nach dem Rothen Meere in dem Sinne zu geben,
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