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Bekanntmachung.
Es wird hierdurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß in aller Kürze die diesjährigen Schießübungen der Stamm mannschaft des hiesigen
Landwehr Bataillons auf der Seewiese dahier beginnen und demnächst auf der Ockstädter Sauweide fortgesetzt werden. Dauer des Schießens wird durch eine aufgehißte, roth weiße Flagge für die nächste Umgebung signalisirt werben.
Die jedesmalige Stunde und Die Großherzoglichen Bürger
meistereien Friedberg und Ockstadt wollen Vorstehendes noch besonders in ihren Gemeinden bekannt machen lassen.
Friedberg den 13. Juni 1878.
Groß berzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 17, enthält:
I. Bekanntmachung, die Aufbringung des Bedücfnisses der Landes⸗Brandversicherungs-Anstalt für 1877 betr.
II. Bekannimachung, das Aufbringen der Mittel für die Landjudenschaft in Oberhessen für 1878 betr.
III. und IV. Bekanntmachung, die Wahl der Ge— schworenen in der Provinz Rheinhessen und Oberhessen für 1879 beir.
V. und VI. Uebersicht der für 1878 genehmigten Umlagen der Stadt Friedberg und der Gemeinden des Kreises Bensheim.
VII. Bekanntmachung, die Vergülung der Brand— schäden in Weinheim betr.
VIII. Uebersicht der für 1878 genehmigten Umlagen in der isr. Rel.⸗Gem. Bechtolsheim.
IX. Namensveränderungen.
X. Dienstnachrichten. Der Miiprediger Keil zu Darm— stadt wurde zum Lehrer an der böheren Mädchenschule zu Darmstadt, der Sieueraufseher Münzenderger zum Pfand— meister in Lindenfels, der Steueraufseher Feidner zum Pfandmeister in Gießen, der Militäranwärter Seibert zum Hauptsteueramtssiener in Mainz ernannt; der Pfand— meister Haubach wurde von Lindenfels nach Groß⸗Umstadt versetzt. Dem Lehrer Weitz zu Höckersdorf wurde die Schulstelle zu Bobenhausen II, dem Schulamtsasp. Quirin aus Harheim eine Lehrerstelle zu Obertshausen, dem Schul— lehrer Falkenstein zu Abengeim eine Lohrerstelle zu Bretzen⸗ heim, dem Schulamtsasp. Merz aus Liederbach die erste Lehrerstelle zu Grebenau, dem Schullehrer Zimmer zu Eschenrod die Schulstelle zu Wernges übertragen; der auf die Schulstelle zu Gronau präs. Schulamtsasp. Schöffel aus Langstadt wurde bestäligt; der Schulamtsasp. Kahl aus Schöustein wurde zum Lehrer in Gießen, der Schul⸗ amtsasp. Metzler aus Langstadt zum Lehrer in Lichtenberg Obernhausen, der Schulamtsasp. Clarius aus Höchst zum Lehrer in Reichelsheim ernannt.
XI. Charakterertheilung.
XII. Ruhestandsversetzungen. Der Landrichter Ceßner und der Lanegerichtsaktuar Kronenberger in Wimpfen wurden in den Ruhestand versetzt.
XIII. Dienstentlassung.
XIV. Concurtenzeröffnung. Erledigt ist: Die 3. und 4. Lehrerstelle an der kalh. Mädchenschule zu Bensheim, Ansangsgehalt 1028 M. 57 Pf.; die 2. Lehrerstelle an der kath. Knabenschule zu Bensheim, Anfangsgehalt 1028 M. 57 Pf. Das Präsenlationsrecht feht dem kath. Pfarrer und dem Ortsvorstand zu Bensheim zu; eine Lehrerstelle zu Eckzell, Gehalt 771 M. 43 Pf.; die Schul⸗ gelle zu Cümbach, Gehalt 685 M. 71 Pf.; die Schul⸗ stelle zu Bleidenrod, Gehalt 685 M. 71 Pf.
XV. Sierbefälle. Gestocben sind: Der Professor Dr. Pistor zu Darmstadt; der Hoskupferstecher Rauch zu Darmstadt; der Professor Baur zu Darmstadt; der Gymna⸗ siallehrer Professor Dr. Lucius zu Darmstadt; der Gymna⸗ sialdirektor Boßler zu Darmstadt; der Landrichter Winheim zu Sießen; der Förster Vöglin zu Münster; der Rent⸗ amtmann Hoffmann zu Lindenfels.
Darmstadt, 13. Juni. Die erste Kammer genehmigte heute zunächst in geheimer Sitzung die zwischen dem Finanz Ausschuß der zweiten Kammer und der Regierung über die Cuivilliste abgeschlossene Vereinbarung und berieth sodann in öffentlicher Sitzung eine Reihe von Gegen- ständen, von denen jedoch nur zwei allgemeines Interesse boten. Bei der Regierungs Vorlage, betreffend die Fesistellung des Witthums der Frau Prinzessin Karl und die Erhöhung der Apanage des Prinzen Wilhelm, trat nämlich die erste Kammer der von der zweiten Kammer der Be⸗ willigung beigefügten Verwahrung, daß für das Land nur die Verpflichtung bestehe, den nachge- bornen Prinzen eines regierenden Großherzogs Apanagen zu verwilligen, nicht bei, indem das Haus die Pflicht des Landes zu Apanagen auch dann anerkennt, wenn Brüder des regierenden Großherzogs nicht Söhne eines regierenden Groß · herzogs sind. Im Uebrigen erfolgte einfach die Bewilligung. In der öffentlichen Sitzung wurden die Anträge des Ausschusses: I. Sich vorerst ganz der Berathung der Beschlüsse zweiter Kammer über die beiden Steuergesetze zu enthalten, II. Großh. Regierung die Erwartung auszusprechen, daß die kommende Kammer, welche das Finanz⸗ gesetz für die Periode 18791881 zu berathen und zu beschließen hat, frühzeitig berufen werde, angenommen. Bei der Berathung über den zweiten Gegenstand der Tagesordnung, den Gesetzentwurf
die Besteuerung der Händler im Umherziehen mit vorübergehenden Verkaufslokalen, sowie die Vor- stellung des Handelsvereins zu Darmstadt, gleichen Betreffs, wurde den Beschlüssen der zweiten Kammer beigetreten; ebenso den Beschlüssen dieser Kammer be⸗ züglich des Gesetzentwurfs, das Civildienerwittwen⸗ institut betr. Sodann wurde der Nachtragskredit für die beiden Schullehrerseminarien zu Friedberg und Bensheim im Ganzen 31,150 M. bewilligt, die Berathung über die Errichtung eines Schul- lehrerseminars in Alzey jedoch verschoben. Bezüglich der Aufhebung der Verordnung vom 29. Juli 1791 über Abtretung von Geundeigenthum zu Bau— plätzen, und des Antrags der Abgeordneten Kugler und Weber, den baldigen Erlaß eines Gesetzes über das Bauwesen in den Städten betr., sowie des Gesetzentwurfs, über den Schutz der in fremde Verpflegung gegebenen kleinen Kinder wurde den Beschlüssen der zweiten Kammer beigetreten. Dem Beschlusse der letzteren bezüglich des Antrags auf Aufhebung des Gesetzes vom 3. Mai 1858, die Bildung der Ortsvorstände betr, und eines Theiles des Gesetzes vom 22. November 1872, die Mit- wirkung der Forensen bei der Festsetzung des Gemeindevoranschlags betr., trat die erste Kammer nicht bei. Der Antrag Büchners, das Ersuchen
setzvorlage zu machen, daß bei Concessionsertheilungen zur Errichtung von Schankstellen für Branntwein und Spiritus der Nachweis des Bedürfnisses er- bracht werde, wurde der Großh. Regierung dringend an empfohlen, ebenso der Antrag, an Großh. Regierung das Ersuchen zu richten, bei dem Bundesrathe dahin zu wirken, daß dem neuen Reichstage ein bezüglicher Gesetzentwurf wieder vorgelegt werde. Dem Beschluß zweiter Kammer wegen Befreiung der rechtsrheinischen Gerichte von der ihnen zugewiesenen Feststellung der Collateralsteuer wurde nicht beigetreten.— 15. Juni. In der heutigen Sitzung wurde der Gesetzentwurf, die bürgerlichen Wirkungen des Austritts aus einer Kirche oder Religionsgemeinschaft betr., und der Gesetzentwurf, den Austritt aus den israelitischen Religionsgemeinden betr., berathen. Detaillirter Bericht folgt. Der Antrag auf Abänderung des Art. 6 des Gesetzes über das Besteuerungsrecht der Kirchen und Religionsgemeinschaften und die Petition verschiedener Gemeinden um authentische Interpretation des Art. 9 des Volksschulgesetzes vom 16. Juni 1874, wurden abgelehnt. Bezüglich des Gesuchs der Oberin der Englischen Fräulein zu Mainz, a. daß den Englischen Fräulein im Lande das Wohnen in den einzelnen Institutshäusern gestattet werde, b. daß es erlaubt werde, den durch ihre ange⸗ strengte Thätigkeit oder ihr Alter erschöpften Lehr- schwestern an Privatinstituten aus der Zahl der vakanten Lehrschwestern eine Aushülfe, je nach Bedürfniß zu gewähren, e. daß es gestattet werde, die weltlichen Hülfslehrerinnen an den von Eng- lischen Fräulein geleiteten Privatinstituten durch geeignete Persönlichkeiten aus der Zahl der vakant gewordenen Lehrschwestern zu ersetzen, hatte der Ausschuß zu a. C. Ablehnung, zu b. dagegen ge— eignete Berücksichtigung beantragt und wurden diese Anträge mit großer Majorität angenommen.
Darmstadt. Militärdienstnachrichten. Bethke, Hauptm. vom 3. Großh. Inf. Regt. Nr. 117, wurde zum überzähligen Major befördert, v. Weise, Hauptm. vom Generalstabe des 8. Armeecorps, zum
Generalstabe dec Großh.(25) Diviston versetzt. Pecsiens berühren.
Berlin, 16. Juni. Der Kaiser hat den
gestrigen Tag außer Bett zugebracht, wegen der
ungünstigen Witterung jedoch nicht bei geöffneter Balconthür. Während der verwichenen Nacht hat der Kaiser gut geschlafen. Der Zustand der Wunden am Arm ist unverändert. Das All⸗ gemeinbefinden ist befriedigend und schreitet die
Besserung stetig fort.
Berlin. Der„Reichs- Anz.“ veröffentlicht einen Erlaß des Kronprinzen an den Reichs kanzler vom 11. Juni, worin er unter Anderem sagt: Der Kaiser ist überaus gerührt von den zahlreichen Beweisen lauterster Anhängigkeit, welche sich noch
nah und fern, welche ihm das volle Vertrauen in die Treue und hingebende Gesinnung seines Volkes wiedergewährt, Allen, welche durch sympathische
Herz mit wohlthuender Freude erfüllt haben, seinen innigsten Dank zu sagen. — 14. Juni. In der gestrigen Congreß-⸗Sitzung
ein und gab darauf einen kurzen Ueberblick der Entwickelung der Orient⸗Krisis. Andrassy gab der Sympathie des Kaisers Franz Joseph für den verwundeten Kaiser Wilhelm Ausdruck. Etz erfolgte allseitige Beistimmung. Der Vorschlag, Bismarck gemäß diplomatischer Gewohnheit und in Anerkennung seines bedeutenden staatsmännischen Genies zum Vorsitzenden zu wählen, wurde an— genommen durch stillschweigendes Erheben von den Sitzen. Bismarck dankte und gab der Hoff⸗ nung auf einen glücklichen Ausgang Worte. Nun
an Großh. Staatsregierung zu stellen, eine 8 mung ren
Abstimmungs Ordnung. Auf dem Congreß⸗Tisch lagen von vornherein vor jedem Platz Exemplare der Verträge von 1856 und 1871, der Protokolle der Constantinopeler Conferenz von 1877 und des Stefano Vertrags. Die nächste Sitzung findet Montag statt.
— 15. Juni. Der gestrige und heutige Tag war vorzugsweise Besprechungen der einzelnen Congreß⸗ Bevollmächtigten unter einander in Bezug auf Erörterung der einzelnen Interessen der be— züglichen Staaten gewidmet; es verlautet in dieser Beziehung, daß schon jetzt mannigfache Abklärung zwischen Rußland und Oesterreich gewonnen sei. Obwohl Seitens irgend einer Congreß Macht ein bezüglicher Antrag nicht gestellt ist, suchen doch die betheiligten Staaten zweiten und dritten Ranges dahin zu wirken, daß ihre Vertreter auf dem Congresse selbst ihre Anschauungen darlegen können, wobei Griechenland seine von Rumänien, Serbien und Montenegro abweichende europäische Stellung betont. Für die Sache der Gleich- stellung der Juden in Rumänien werden sich ver⸗ schiedene Vertreter auf dem Congresse echeben und soll auch Fürst Bismarck den Wünschen der „Alliance Israélite“ geneigt sein, wennschon es unrichtig ist, daß er deren Vertreter in besonderer Audienz empfangen habe. Die Türkei ist friedlichst gestimmt und bewilligt Alles, nur Bajazid und Bulgarien südlich des Balkan will sie behalten. Rußland übersetzt die bulgarische Instruction be⸗ hufs Vorlegung auf dem Congreß. Bismarck's Geschick zur Vermittlung findet allgemeine An⸗ erkennung. Die Erwartung eines befriedigenden Ausganges besteht fort. Andrassy legte vertraulich die Zwecke der militärischen Vorkehrungen Oester⸗ reichs dar. Es handle sich nicht um Mobilisitung, sondern um Bereitstellung von blos sechs Divi⸗ sionen zur Ausführung der Beschlüsse des Congresses. Diese Erklärung wurde beifälllg aufgenommen. Die„Agence Havas“ meldet: Persten verlangt, zum Congresse zugelassen zu werden, da der Con- greß sich nothwendigerweife mit orientalischen Fragen beschäftigen werde, welche die Interessen Der persische Gesandte in London reist heute Abend von London ad und begibt sich nach Berlin, um das Verlangen des persischen Veziers, der bereits an Bismarck, Gort⸗ schaloff, Andrassy und Salisbury geschrieben, zu 1
— Unter den in der Attentats affaire neuer⸗ 1
dings und zwar am Mittwoch Abend und Donnerstag verhafteten Personen befindet sich auch
täglich mehren, und hat mir aufgetragen, Allen 6 Kundgebungen auf seinem Schmerzenslager sein
führte Bismarck selbst den kranken Gortschakoff
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