Ausgabe 
18.6.1878
 
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ein Einjährig-Freiwilliger von einem der Berliner

Tad, ee ne Garde ⸗Regimenter. Derselbe ist zunächst in das ine Shundt 1 Militär- Arrestlokal in der Lindenstraße gebracht ü worden. Am Freitag sind in der Wohnung

eines hiesigen Literaten Schriftstücke mit Beschlag

11 denz belegt worden, die, wie es heißt,keinen Zweifel

mehr darüber lassen, daß der Mörder Nobiling im Complot gehandelt habe. Der betreffende Schriftsteller selbst ist verschwunden, ebenso mehrere Personen, die mit ihm in Verkehr gestanden haben. Die Mutter des Einen der Verschwundenen, die erklärt hat, sie wolle den Aufenthalt ihres Sohnes nicht angeben, wurde verhaftet.

DerReichs- Anz. publicirt einen Erlaß, durch welchen der Staatsminister Hofmann mit der Stellvertretung des Reichskanzlers in den ui, Flnanz- Angelegenheiten des Reichs beauftragt wird. Latlager sen DieNordd. Allg. Ztg. schreibt: Als deen, sen Symptom, daß die welsischen Bestrebungen nur

auf die Gelegenheit warten, um sich kundzuthun, Siu mag die Thatsache gelten, daß anläßlich des Ab- chan lebens des Königs Georg in diesen Tagen mehrere dt e Telegramme mit der Adresse:König Ernst a z August II. von Hannover an verschiedenen Jeg i Orten Deutschlands zur Einlieferung gelangten. Aided. 1 Dem nämlichen Blatte wird bestätigt, daß die e Versc([Regierung der Beisetzung der Leiche Königs rrebrden Georg in Hannover und zwar in Herrenhausen dena keine Schwierigkeiten zu bereiten gedenke. vurdt 16 Bonn, 13. Juni. Die altkatholische Synode Sehchen ig that mit 75 gegen 22 Stimmen beschlossen: Das en hih ider Eingehung einer Ehe durch einen Geistlichen Algen We, ze om Subdiakon aufwärts entgegenstehende Verbot

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Amerika. Washington, 14. Juni. Das Repräsentantenhaus hal mit 215 gegen 21 Stimmen eine Resolution angenommen, durch welche erklärt wird, daß, nachdem der 44. Con- greß Hayes zum Präsidenten gewählt und er klärt hat, kein Congreß berechtigt ist, diese Ent scheidung umzustoßen. such würde einer werden müssen.

Aus Stadt und Land.

Friedberg. Zur Warnung für Alle, welche in Sand gruben zu thun haben, wollen wic die Thatsache veröffent lichen, daß im Kreise Friedberg im Jibre 1877 nicht weniger als 5 Personen in Saudgruben verunglückten.

r. Bad⸗ Nauheim. Der Besuch unseres reizenden Kurortes war am zweiten Pfingstfeiertage ein so außer ordentlich zahlteicher, daß die weitläusige Terrasse vor unserem Kurhause, namentlich zur Concertzeit, die Nenge kaum zu sassen vermochte. Das für diesen Tag bestimmte Programm unsecer Kurkapelle war ein ebenso reichhalliges wie ansprechendes und fand allgemeinen Beifall; besonders wohl wurde es aufgenommen, daß der neue Director un seres Kurorchesters, Machts, über die Concertzeit hinaus spielen ließ und bierdurch dem Publikum eine Extra Unterhaltung gewährte. Auch eine anerkennenswerthe Neuerung hat Machts eingeführt, indem derselbe die Musikstücke zweimal durchspielen läßt, was früher nicht gesch ih, und so ein besseres Vecständniß der Composition ermöglicht. Ueberbaupt haben wir alle Ursache mit den Leistungen unjerer Kurkapelle in jeder Beziehung zufrieden zu se in.

C. Reichelsheim. Wieder einmal, wie schon so oft, hat das Wasser der Nidda unsere Wiesen und Aecker über schwemmt und die trüben Fluchen verursachen großen Schaden. Hier thäle eine Correction der Ufer dringend noth. Wenn man für Wasserunternehmungen in einzelnen Gebäuden Gelo hat(wogegen wir an und für sich gar Nichts haben), dann sollte man auch nicht geizen, wenn

Ein jeder derartige Ver- Revolution gleich 7

egeeng nadie des canonischen Rechts bildet in der altkatholischen es gilt, eine ganze Gemarkung vor einem jährlich wieder dd dn Cengrif T0 Gemeinschaft weder ein Hinderniß für die Ehe kehrenden Schꝛden von vielen Tausend Mark zu bewahten. at Fre won Seiten der Geistlichen, noch für die Ver 7 55 Appell an maßgebender Stelle nicht ungehöct 87t, der Preulelg waltung der Seelsorge durch einen verheiratheten 8 B. 8 Eine hiesige Frau wollte eine Urkunde d 1877 1 Geistlichen. nicht unterschreiben weil sie mit deren Inbalt nicht ein D 8 2 8 verstanden war. Von ihrem Manne wurde sie jedoch zum * 1 5 Ausland g 5 Unterschreiben gezwangen, bei welcher Gelegenheit er ihr Frankreich. Paris. Cardinal Guibert mit einem langen spitzen Messer in der linken Seite eine nge dad beugan hatte mit dem Papste und dem Cardinal-Staats liefe i e W. 1 ee 8 1 der ein 4 N f i b eine Untersuchung über diesen Fall eingeleitet wird. een een ane, kecretär Franchi mehrere Besprechungen über eine o. e e f N a Darmstadt. 15. Juni. Das eiwa zehnjäbrige Kind * T ananber 1 Gai Aenderung des Concordats mit Frankceich. Es des in der 88 n 2Schlessers Feick u Nresen det be⸗ and die Hauptpunkte festgestellt, auf welche der wollte gestern Mitlag in Abwesenheit seiner Ellern Feuer ee e dae Vatikan nicht eingehen zu können glaubt, wäh- im Kochheerd anzünden und goß, als das Holz nicht ne hani tend diese Aenderungen von der französischen brennen wollte, Petroleum zu. Letzleres explodirte und fland 1 Regi ünscht d das Kind sofort völlig in Flammen. Dasselbe lief gleich Oc deen eg e n 4. 0 auf den Gang und tief laut um Hülfe. Hausbewohner 1 e Brüssel, 14. Juni. Anspach, e ein Lengß⸗N Belgien el, 14. RAnspach, eulen rasch herbei und gelang es das Kind auch zu retten. 10 dite Bürgermeister von Brüssel, wurde vom König Demselben sind nur die Hände furchtbar verbrannt, im! 2 4 über die Bildung eines Ministerjums zu Rathe Uebeigen hat kes wunderbacer Weise keine besonders schweren e Benet an gezogen. Der Eintritt Frere-Orbans ist ae, erlitien. 1 Agen darlegtl Großbritannien. London. Während Allerlei. 1 Kuni ver Abwesenheit Salisburp's leitet der Staats- Berlin, 13. Juni. Der geyeimnißvolle Selbstmord niit Secretär des Innern, Croß, das auswärtige Amt. eines jungen, kaum in Berlin angekommenen Conditor Waben mat Rußland Peters b 15 5 Juni Gehülfen aus Dresden macht bei den Behörden einiges Sache de 0012 Bulleti 5 5 Kai 5 25 12425 b 550 Aussehen. Am Sonntag wurde die Leiche in Bohneshof u pte sich den ulle in.. Aer* ü wieder fie el rei, aufgefunden. Der Selbstmöcder hatte sich mit einem neuen , bebe u Appetit und Kräfte sind im Zunehmen begriffen. Revolver das Leben genommen. Es wurden bei ihm n eie 1 Das pleutritische Exsudat verringert sich allmählich. Briese an seine Eltern und Geschwisier vorgefunden, aus b des Wia is werden vorläufig keine weiteren Bulletins aus- denen hervorgehl, daß ihm am Freitag auf der Promenade tischen b in Dresden eine Karte mit der Ausschrift in die Hand *in besoseem zegeben. a 5 gedrückt wurde,daß er binnen 30 Stunden eine Leiche 2 1 lit DerWiener Abendpost wird von hier sein müsse. Sofort reiste der Unglückliche von Dresden Di L 3 7 femeldet: Der Zar wünsche besonders, daß ge ab und unkerzog 80 2 1 dem N 15 r Bafa 159 i 1 a sehle; in jenen Briesen verfügte er über den kleinsten 6 entlich des Berliner Congresses unter den 5 J d. ge bebaln,. 2 1 b n l dt 4 latenden Ministern die Frage besprochen werde, e eee Die erwähnte Karte ist dard f welche Weise dem Wühlen der Sotialisten n mal!! 5 u dent 1 10 temeinschaftlich entgegenzuwirken sei. Rußland 8. ma 8 ae 5 n ü e ferner 5 i i either ist mehrfach in öffentlichen Blättern die An 143 50 dtn* asch 1 0 daß der Congreß e Comm 5 gelegenbeit des Landes⸗Denkm als besprochen worden, welches 10 1 Amelie nne, welche die Vormundschast über die Tür 1 zum ebhrenden Gedächtniß der Theilnahme der Großh. We e ae ernehme. Der Bericht konstatirt die Schwierig- Hess.(25.) Dioiston an dem Krieg gegen Frankreich und f 1 2 tit der Aufgabe des Congresses. der in Erfüllung n Gefallenen, in J 5 * biliin f 1 e ö i errichtet werden soll. Bekanntlich ist das im Jahr 18 Ne 10 DerRegierungs-Bote veröffentlicht einen a b f. L Die e entworfene und bis zum Herbst 1875 wesentlich verbesserte N 0 850* esst läserlichen Ulas, wodurch Nabakoff 25 Stelle Geneek- Model bes Bildhauers Seti in Dresden von * 4007 5e Ce% Lahlen's zum Justizminister ernannt wird. dem Preisgericht und dem Comite einstimmig zur Aus⸗ 12 r Aegypten. Alexandrien. Die Comités führung 0 5 70 18 5 a 14 0 ne een vn agyptischen zubi i i des vorigen Jihres war der Künsiler mit Herstellung de 42 Paten Con- 1 gbr dc gta agläubiger 75 Cairo 1775 zum Erzguß bestimmten Colossal-Modells beschäftigt. n 2. trandrien ba 0 107 Petition unterzeichnet, Dieses, nach dem Urtheil künsflerischer Autoritäten wohl⸗ 1 che die Einsetzung einer Untersuchunzs- Com- gelungene Modell ist zu Anfang d. J. in die Erzzießetei 17 4 Jae assion und den Rückfall des Grundbesitzee des des Prosessors Aken 1 en 1 5* f f der Erzguß des größeren eile esselben i ereilt 1. 5 40 U. i ee Die en vollendet. Die Herstellung des Granit-Postamentes ist f ten(chen geltend, der Khedive zur Zeit seiner der Firma Kessel und Röhl in Berlin übertragen, und 1 165 ronbesteigung nur 25,000 Feddahn Ländereien die Fundament- und sonfligen Arbeiten hat Hofmaurer 0 ent Besitz gehabt habe und sonach die 1,300,000 Rieblinger in Darmstadt Wenn i Das. 1 Agnitben, dahn, welche er gegenwärtig besitze und die wird auf dem allseitig als Ausstellung a 5 hen Wert 40 bis 50 Milli estrl Platz vor dem Zeughause, eiwa 20 Schritte von der * 1 erth von K utonen[denselben durchschneidenden Straße enisernt, errichtet

räsentirten, nur aus Staatsmitteln habe er ben können.

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werden, und im Ganzen eine Höhe von 7,80 Meter erhalten. Ueber dem Postament erhebt sich die 4,44 Meter

hohe Hauptgruppe des Denkmals. Eine in anti und Gewandung dargestellte Victoria schwebt hernieber, um dem ibr zur Linken vorschreitenden und dem ihr zur Rechten bingesunkenen zu Tode verwundeten hessischen Krieger, jedem den Sieger⸗Kranz zu reichen. Diese Gruppe drückt den der Aufrichtung des Denkmals zu Grunde liegenden Gedanken voll und wahr aus und es if nach allen zur Zeit vorliegenden Urtbeilen zu erwarten, daß die vollendete künplerische Ausführung diesem Gedanken entsprechen wird. Das ganze Monument wird durch ein in einfachem Stil ausgeführies eisernes Gitter abgeschlossen,

ker Form

zund der Betrachtung von allen Seiten zugänalich sein.

Das Denkmal war im Ganzen veranschlagt zu 60,000 M. An freiwilligen Beiträgen sind eingegangen ungefähr 52,500 Mark. Wegen dieser Differenz und der inzwischen eingetret nen unvorhergesehenen Ausgaben würde zur gänzlichen Vollendung des Denkmals noch der Bettag von elwa 10 000 Mark fehlen. Das Landesdenkmal soll und muß aus freiwilligen Beiträgen errichtet werden, wenn es dem palrkotischen Dankesgesühl entsprechen soll, in dem es gegründet wurde. Das Comite hat sich seiner⸗ zeit nicht vergeblich an den opferbereiten Sinn der Bewohner unseres Landes gewendet, es hat den Sammlungen für das Naljonaldenkmal auf dem Niederwald in loyalster Weise wiederholt den Vortritt gelassen, es darf aber wohl darauf zählen, daß ein Appell an die Beihülfe der Landes⸗ angehörigen nicht überhört werden wird, wenn ein solcher zur Aufbringung der noch fehlenden verhältnißmäßig keinen Summe ergeben sollte.

Handel und Verkehr.

Friedberg, 15. Juni. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 8090 Pf. Eier per Stück 6 Pf.

Gießen, 15. Juni. Wochenmarkt. Butter per Pfd. 7585 Pf., Eier per Stück 5 Pf., Tauben das Paal 70 Pf., Hühner per Stück M. 1.20, Hahnen per Stück M. 1.10, Kartoffeln 100 Kilo M. 5.60, Ochsenfleisch 6870 Pf. per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 5860 Pf., Schweinefleisch 64 Pf., Kalbfleisch 56 60 Pf., Hammelfleisch 6570 Pf.

Frankfurt, 15. Juni. Der heutige Heu- und Stroh⸗ Markt war ziemlich befahren. Heu kostete je nach Qual. per Cent. M. 1.80 2.60 Stroh per Cent. M 1.60 2.20. Butter im Großen 1. Qual. 90 Pf., 2. Qual. 80 Pf., im Detail 1. Qual. M. 1.10 15, 2. Qual. M. 1. Eier per 100 M 4.606. Kartoffeln M. 5.6. Erbsen geschälte(per 100 Kilogr.) M. 26. 32., ganze Erbsen M. 23. 25. Bohnen M. 25.28. Linsen M. 26. 34. Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfd. 68 75 Pf. Kuh⸗ und Rindfleisch 57 64 Pf., Schweinefleisch 70 75 Pf., Hammeifleisch 55 68 Pf., Kalbfleisch 60 70 Pf., Speck M. 1. Kirschen 18 Pf.

Marburg, 15. Juni. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund 80 Pf. bis M. 1. Eier 2 Stück 10 Pf. Zwiebeln per Pfd. 8 10 Pf. Salat 34 Köpfe 10 Pf. Tauben das Paar 60 70 Pf. Junge Hahnen per Stück 8090 Pf. Gänse per Stück M. 3.

Geld⸗Cours. Frankfurt am 15. Juni 1878.

20⸗Frankenstücke M. 16 1923 Englische Sovereigns 20 31-36 Russische Imperiales. 16 65-70 Holländische fl 10-Stücke. 15 65 Ducaten N 8 9 5257 Ducaten al marco 2 9 5560 Dollars in Gold. 1 4 1720 Zur Erheiterung für unsere Leser theilen wir nach⸗

stehende, mit dem Poststempel Berstadt versehene, an uns eingegangene Epistel, wie sie geschrieben ist, mit. Wir können dieselbe ohne jeden Commentar geben, der be⸗ treffende Einsender stellt sich damit selbst ein Armuths Zeugniß aus. Uns scheint, er hielt die in letzter Nummer poetisch verherrlichte Reichstagswahl für ein wirkliches Begebniß und fühlt sich getroffen. Die Redaetion.

An die Redacktion des Oberhessischen Anzeigers.

Mehrere Abonennten erlauben sich hiermit der Re⸗ dacktion einen Vorhalt zu machen u. zwar:

Was soll das immer fort währende Gedichteschreiben von Geibel u. Treyse in den Anzeiger in Wetterauer Mundart; die Herrn Verfasser sind gewiß sehr beschränkter Natur, wollen Etwas machen u. wissen nichts Besseres. Das heißt großer Spott mit der Wetterauer Landbe völkerung getrieben einmal ist es Scherz aber der ewige Unsinn Wo sind die meisten Abonennten wie unter der Wetterauer Landbevölkerung. Wir wollen Ihnen noch kurzwech sagen, wenn dieser bedauernswürdige Unsinn nicht nachläßt wir Alles thun werden den Anzeiger bei der Land bevölkerung zu verdrängen und anderen Blättern Eingang zu verschaffen Mehrere Abonennten

Für die hülfsbedürftigen Hinterbliebenen der bei dem Untergange desGroßen Kurfürsten? Ver unglückten sind weiter eingegangen von: M. Scheibel M. 10., Kammerrath Trümpert zu Assenbeim M. 5., Kammerrath Fresenius M. 3., Registrator Tönges M. 1., Hosmaurer Wehner zu Ilbenstadt 50 Pf., Oberlehrer Bitsch M. 3.

2007 Für die freundliche Aufnahme in hiesiger Stadt,

sowie für den zahlreichen Besuch unseres Concerts sage

ich im Namen meiner Kapelle unsern verbindlichsten Dank. Häͤnseroth,

Kapellmeister des rhein. Jägerbatalllons.

Verloosungen.

Kassel, 1. Juni. Bel der heute stattgefundenen 66. Serlen⸗Ztehung des vormals kurhessischen aufgenommenen