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II. Osffeutliche Anerkennung einer edlen That.
III. Nachträgliche Uebersicht der für 1878 genehmigten Umlagen in den Gemeinden des Kreises Oppenheim.
IV. Ordensverleihungen.
V. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden.
VI. Dienstnachrichten. Es wurden ernannt: der Revisor 2. Kl. Scriba zum Registrator bei der Direktion der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn der seitherige Kabineisgüter⸗ kanzlist Gßumann zum Hoskanzlisten bei dem Hofmarschall⸗ amt, der Oberrechnungsprobasot 1. Kl. Friedrich zum Oberrechnungs⸗Revisor, der Oberrechnungs-Probator 2. Kl. Spiegel zum Oderrechnungs⸗Probalor 1. Kl., der Revisions⸗ Gehülfe Landzettel aus Darmstadt zum Oberrechnungs⸗ Probatotr 2. Kl.. der Gerichts Accessist Obenauer aus Nieder⸗Flöcsveim zum Ergänzeingsrichter bei den Friedens: gerichten Mainz 1 und Il und zum Ergänzungsrichter bei dem Ryeinschiffsabrisgerichte erster Instanz zu Mainz, der Gerichtsaccessist Wolf aus Wendelsbeim zum 2. Ergänz⸗ ungsrichter dei dem Friedensgerichte in Oppenheim, der Expeditor der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn, Raab, zum Haupi⸗ kassea sistenten, der Finanzasp. Heider von Lützelʒ⸗Wiebelsbach zum Expeditor, die Finanzasp. Schmidt von Darmstadt und Mayer von Bessungen zu Rü vitoren 2. Kl. bei der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn, der Kreisassessor Dr. v. Wedekind zum Kammerjunker, der Bauaufseher Weingäriner zum Haupisteueramtediener in Mainz; dem Franz Kipper aus Kastel wurde das Patent als Geometer 2. Kl. ertheiltz; serner wurde dem Schullehrer Geil zu Eich die Schulstelle zu Schwanbeim, dem Schulamtsasp. Dirlam aus Röthges die 4. Schulstelle zu Grünberg, dem Schulamisasp. Flath aus Hetschbach die 4. Schulstelle zu Groß-Bieberau, dem Schullehrer Leht zu Gießen eine Lehrerstelle zu Gießen, dem Lebrer Hotz zu Trebur die Schulstelle zu Raibreiten⸗ bach, dem Lebrer Ruth zu Windecken die Schulstelle zu Offenheim, dem Schullehrer Rau zu Blödesheim die 4. Schulstelle zu Trebur übertragen.
VII. Concurrenzeröffnungen. Erledigt ist: die ev. Pfarrsielle zu Langen, Gehalt 3942 M.; eine mit einem kath. Lebrer zu besetzende Lehrerstelle zu Büdesheim, Gehalt 942 M. 85 Pf.; die Schulstelle zu Himbach, Gehalt 771 M. 43 Pf.; das Präsentationsrecht steht dem Grafen zu Menburg und Büdingen in Meerbolz zu; die Schulsielle zu Hockersdorf, Gebalt 685 M. 71. Pf.
Darmstadt, 8 Juli. Prinz Alexander hat sich nach Weimar begeben, um bei dem 25jährigen Regierungsjubiläum des Großherzogs von Sachsen unseren Großherzog zu vertreten. Prinz Wilhelm ist heute nach Paris gereist und wird sich von da nach Fischbach in Schlesien begeben, wohin die Prinzessin Karl morgen Nachmittag zu mehr wöchigem Aufenthalte über Berlin abreist.
Berlin, 8. Juli. Heute beginnt die For- mulirung der Beschlüsse des Congresses zu dem „Berliner Vertrage“. Die griechische Frage bleibt ungelöst. Die Pforte soll ihrer hellenischen Be- völkerung freiwillig geben, was nöthig ist. Beacons⸗ field setzte diese Forderung durch gegen den Wider- spruch von Rußland, Italien und Frankreich. Kreta und Thessalien sollen eine administrative Autonomie unter europäischer Contcole erhalten. Einer Meldung des„Daily Telegraph“ zufolge hätte die Königin mit dem Sultan einen Desensiv⸗ Vertrag abgeschlossen auf Basis der künftigen Aufrtechterhaltung der strikten Integrität des türkischen Reiches in Asien. Gegen diesen Schutz der Integrität des kleinastatischen Be. sitzes der Pforte durch England habe der Sultan England das Recht zugestanden, Cypern zu besetzen. Die Octupation Cyperns werde un⸗ verzüglich, wahrscheinlich durch die jetzt in Malta befindlichen indischen Truppen, stattfinden. Die Armenier schlagen vor, den früheren ägyptischen Minister Murad Pascha zum Geuverneut ihrer autonomen Verwaltung zu ernennen. Die russischen Kriegskosten sind bis zum 24. Juni auf 988 Mill. veranschlagt. Die:ürkischen Congreß⸗Delegirten in Berlin erhielten die Weisung, mit den öster- reichischen Delegirten die Modalitäten der Occu⸗ pation Bosniens festzustellen. Die hauptksächlichsten Arbeiten des Congresses werden als erledigt be⸗ zeichnet. Die Unterzeichnung des Vertrags und Schlußprotokolls wird Donnerstag oder Samstag erwartet.
— 8. Juli. Bei gutem Allgemeinbefinden des Kaisers ist heute auch am rechten Arm der Verband fortgelassen worden. Der Kaiser ist gestern zum ersten Male wieder an dem bekannten Eck. Fenster des Palais erschienen.— 9. Juli. Die Kräfte des Kaisets sind in dem Grade gehoben, daß der Kaiser heute den Versuch des Treppensteigens mit gutem Erfolge unternehmen konnte.
— Die ersten verantwortlichen Vernehmungen Nobiling's baben nach dem„Berl Tagbl.“ am
3. 4. und 5. Juli durch den Uatersuchungsrichter Stadtgerichtsrath Jobl in Gegenwart des Staats anwalls Tessendorff stattgefunden. Nobiling gab über seine Person und seine Famtlien-Verhältnssse die weitgehendste Auskunft; er nannte alle seine Familien- Mitglieder und erklärte sich nach ein; dringlichen Vorstellungen bereit, die volle Wahr heit zu sagen, um sich dereinst der Milde seiner Richter zu empfehlen. Auf die Frage, ob er Mitschuldige gehabt habe, erklärte Nobiling:„Ich habe die That allerdings allein ausgeführt und mir zu dem Behuf die Waffen selbst in Stand gesetzt. Von Anfang an war es meine Absicht,
die That allein auszuführen und sodann meinem
Leben selbst durch einen Schuß in den Kopf ein Ende zu machen. Bevor ich jedoch mein Vor- haben ausführte, habe ich mehreren Personen von demselben Kenntuiß gegeben und bei diesen keinen Widerspruch gefunden, mithin könnte ich wohl annehmen, daß dieselben mein Vorhaben gebilligt haben. Ich kann und werde indessen ihre Namen nicht nennen.“ Das ist das Gesammtresultat der Nobiling'schen Aussage.
— 9. Juli. Beaconssield theilte heute im Congreß mit: England werde mit Erlaubniß der Pforte Cypern besetzen, wofür es einen Theil der türkischen Kriegsschuld an Rußland übernehme und die Zinszahlung für jene türkischen Anleihen übernehme, für welche die Einkünfte Cyperns verpfändet wurden. Italien und Frankreich scheinen mit Cyperns Besetzung nicht einverstanden zu sein und bereiten angeblich einen Protest vor. Die Frage betreffs Batum ist geordnet. Dasselbe wird russischer, den Flaggen aller Nationen ge— öffneter Hafen. Rußland darf Batum nicht zum Ausgangspunkt von militärischen Maßregeln im Orient machen. Die Besestigungen werden ge— schleift. Fürst Bismarck schlägt vor, die Botschafter⸗ Posten beim Sultan in Legationen umzuwandeln. Deutschland beginnt damit, indem es Limburg Stirum, bisheriger weimarischer Gesandter, zum Gesandten in Constantinopel ernennt. Ueber Ar- menien fand folgende Einigung statt: Die Ver⸗ waltung leitet ein von der Psorte ernannter General- Gouverneur. 75 pCt. der Einnahmen werden für die Verwaltung der Provinz ver wendet, 25 pt. gehören der Pforte als Tribut, 20 pCt. Einnabme müssen für Schalen verwendet werden. Die Pforte behält das Besatzungsrecht. Die Provinz darf nur 4000 Milizen unterhalten. Religions⸗Freiheit wird garantirt; während eines Jahres überwacht eine internationale Commission die Ausführung. Der Congreß hat die Freiheit der Donau beschlossen. Die Schifffahrt vom Eisernen Thore abwärts wird vollständig frei, alle Donaufestungen werden geschleift, neue zu er- richten ist untersagt. Keinerlei Kriegsschiffe dürfen einfahren, ausgenommen die leichten Fahrzeuge für die Strom Pelizei und den Zolldienst. Zum Schutze der Donau- Mündungen bleibt die euro- päische Commission bestehen, deren Funktion voll · ständig unabhängig von jenem Staate ist, welchem das Donau Delta gehört. Die Regulirung des Eisernen Thores wird ausschließlich Oester reich übertragen, welches zur Deckung der Kosten eine provisorische Taxe erheben darf. Bezüglich der Dardanellen Frage ist die Aufrechterhaltung des status quo nunmehr definitiv beschlossen. Gestern hat noch Saint Vallier im Interesse Rumäniens beantragt, Rußland möge, wenn anderweit irgend möglich, den Rückzug seiner Truppen über Varna und das Schwarze Meer bewerkstelligen. Der persische Delegirte, welcher gestern im Congreß empfangen wurde, verlangte die Abtretung dee Distrikts Khotur, welche auch bewilligt wurde, da Bajazid türkisch bleibt. Eine Denkschrift der amerikanischen Evangelischen Gesellschaft verlangt
vom Congreß volle Cultusfreiheit für Bulgarien,
Serbien, Rumänien und Montenegro. Der eng- lische Deputirte Richards empfiehlt in einer Denkschrift die Errichtung eines internationalen Schiedsgerichts. Bismarck drängt auf den Con-
greßschluß. Was dann noch übrig bleibt, gehört vor das Ausführungs-Comité, welches unter Fürst Hohenlohe als europäische Conferenz thätig bleibt. Es besteht aus Vertretern der Signatar⸗ Mächte.
Straßburg, 8. Juli. Der Landes-Aus⸗ schuß für Elsaß Lothringen wurde heule durch den Ober-Präsidenten mit einer Rede rein ge⸗ schäftlichen Inhalts eröffnet. Altersprästdent Goguel gedachte der gegen den Kaiser gerichteten Attentate. Die Büreauwahlen ergaben solgende Zusammen⸗ setzung: Schlumberger Präfident, Zorn von Bulach erster und Adam zweiter Vice-Präsident.
Ausland.
Frankreich. Paris, 8. Juli. Aus den gestrigen Ersatz- Wahlen gingen 17 Republikaner und 3 Conservative als gewählt hervor. Dänemark. Kopenhagenz 8. Jult. Prinz Louis Napoleon hat seit seiner af 5 Juli erfolgten Ankunft täglich bei dem König oder dem Kronprinzen dinirt. Zum Dienste bei demselben ist der Gouverneur des Prinzen Waldemar com-: mandirt.
Großbritannien. London, 9. Juli. Der„Morningpost“ zufolge reist General Wolseleh in einigen Tagen nach Cypern ab. Eine Ab⸗ theilung der indischen Truppen geht gleichzeitig dorthin. Alle Zeitungen,„Daily News“ aus- genommen, besprechen die englisch türkische Con⸗ vention in günstigem Sinne, nennen sie einen kühnen politischen Schritt, geeignet, die englischen Interessen in Indien und am Suez Canal zu schützen.„Daily News“ tadelt die Conventiog und hebt die große Verantwortlichkeit Englands hinsichtlich der astatischen Türkei hervor.
Italien. Rom, 6. Juli. In der heutigen Sitzung der Kammer erklärte der Minister des Innern, Zanardelli, die Regierung bedauere auf die gestern gestellten Interpellationen in Betreff der Orient⸗Frage mit Rücksicht auf den Congreß nicht antworten zu können. Die Regierung könnte übrigens Beweise geben, daß sie ihre Pflichten nicht vergessen habe und ihren Principien treu geblieben sei.
Türkei. Constantinopel, 7. Juli. Aus Serajewo wird gemeldet: Zufolge des Bekannt werdens des bevorstehenden österreichischen Ein⸗ marsches hat eine türkische Demonstration stattge⸗ sunden. Die Mohamedaner schlossen die Bazare, versammelten sich bewaffnet und protestirten tele ⸗ graphisch beim Congreß gegen die Occupation. Die Christen waren Anfangs bestürzt. Sie frater⸗ nisirten später mit den Türken. Der Militär ⸗ Commandant wurde gezwungen, zurückzutrelen. Kein Exceß ist weiter vorgefallen.
— 7. Juli. Russische und türkische Com⸗ missäre, unter letzteren Kianil Pascha und Reschid Pascha werden unverzüglich die Räumung Varna's und Schumla's bewerkstelligen.— In den Ge⸗ wässern von Cypern sind zwei englische Panzer: schiffe eingetroffen.
Serbien. Kragujewatz, 7. Juli. Die Skupschting wählte den Senator Matie zum Prä⸗ sidenten, den Handelsmann Vasits zum Vite⸗ Präsidenten, und Stojanovite, Stojkovits, Stefano: vits und Vitits zu Secretären. Die Wahle wurden vom Fürsten bestätigt.
— 8. Juli. Die Skupschtinga hat den Legis“ lations-, Finanz und Petitions-Ausschuß gewählt und die genannten Ausschüsse beauftragt, mit dem
Präsidium einen Adreß Entwurf auszuarbeiten. Ein Antrag, an Kaiser Wilhelm anläßlich seiner
glücklichen Errettung eine Adresse zu richten, wurde
einstimmig angenommen. Afrika. Algier, 8. Juli. Die Nach:
richt von dem Tode des Kaisers von Marokko wird widerrufen mit der Hinzufügung, daß sichs
sein Befinden gebessert hat. Die auswärtigen Mächte haben der„Ind. belge.“ zufolge Kriegs schiffe zum Schutze ihrer Angehörigen nach Tange
geschickt, für den sehr wabrscheinlichen Fall, daß
sich bedenkliche Wirren in Marokko nach dem Tode des Sultans ereignen sollten,
Amerika. New- Nork, 7. Juli. Dit Nachrichten über den Krieg mit den Indianern sind ernster Natur. Die Indianer dringen nach Norden sor. Eine starke Colonne versuchte den Columbia zu überschreiten. Die Stadt Canponcilß ist von Indianern umzingelt, das ganze Gebiel in größter Erregung.
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