Ausgabe 
18.7.1876
 
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Gouverneurs von Bosnien meldet, daß die Türken bei Sucsanicza in der Nähe von Novibazar gesiegt haben; deßgleichen errang(wie schon ge

meldet) Selim Pascha einen bedeutenden Sieg über die Montenegriner zwis ben Gacko und Neve

sinje, und stellte so die Verbindung mit den Truppen in Nevesinje her.

LL die Journale veröffentlichen eine Er- klärung der Regierung welche, indem sie die Ver antwortlichkeit für den Kampf auf Serbien schiebt, sagt: die Pforte werde sich bemühen, den Kampf rasch zu beendigen, um die beabsichtigten Reformen und Berbesserungen durchführen zu können. Heute hat ein wichtiger Ministerrath, zu welchem auch andere hohe Würdenträger zugezogen waren, statt⸗ gefunden.

Salonichi. Nach Privatberichten, welche derAgence Havas mitgetheilt sind, wären die Strafen der aus Anlaß der Mordthaten in Salonichi Verurtheilten erhöht worden; gegen den Polizei Chef wäre Degradation und 15jährige Zwangs-

Arbeit, gegen einen Fregatten Capitän Degradation

und 10jährige Haft verhängt.

Nisch, 15. Juli.(Türkische officielle Meldung). Die irregulären türkischen Truppen griffen die Serben bei Chehirnkeny an, schlugen dieselben in die Flucht und besetzten ihre Stellungen.

Serajewo, 15. Juli,. Die Insurgenten griffen vorgestern die Türken zwischen Duca und Ranjevoselo an und warfen dieselben gegen Nepun zurück, wo sich ein heftiges Geschützfeuer entwickelte. Nach einem dreistündigen Kampfe zogen sich die Insurgenten gegen Gradac zurück. Beide Theile erlitten große Verluste. Auch Montenegriner nahmen an dem Kampfe Theil. Peco Pavlovies und Mussie sind am 13. Juli mit 4000 Mann bei Dubnavitza Oltaja eingetroffen.

Montenegro. Cettinje, 14. Juli. Die montenegrinische Haupt-Armee hat am 11 d. M. Zrnica und zwei andere befestigte Orte bei nur geringem Widerstand erobert und zwei Kanonen nebst anderen Waffen erbeutet, während detachirte Corps Nevesinje und den Hafen von Klek besetzten. Bei Muritji, westlich des Sees von Skutari, haben die Montenegriner ein türkischees Corps zurückge schlagen. Die Montenegriner verloren hierbei 400 Mann, die türkischen Verluste sind unbekannt. Mukhtar Pascha ist gestern mit seiner Armee von Bosnien her in Mostar eingerückt.

15. Juli.(Slavische Quelle.) Der südöstlich von Metokia liegende befestigte Ort Lipnik ist von den Montenegrinern besetzt worden, Die türkischen Truppen haben sich nach Metokia zurückgezogen, welches, obgleich von 6000 Türken besetzt, die weiße Fahne aufhißte. Die ganze Hochebene von Gacko ist von den Montenegrinern besetzt, ausgenommen die Verschanzungen oberhalb Metokias, in welchen 2000 Türken blokirt sind. Fürst Nikolaus marschirt auf Nevesinje.

Serbien Belgrad, 13. Juli.(Amtliche Meldung.) Der serbische Heerführer Leschjanik hat gestern Nachmittag auf Osman Pascha neuer- dings einen ungestümen Angriff gemacht und den- selben gezwungen, seine verschanzten Stellungen aufzugeben.

DerPol. Corr. wird von hier berichtet: Wenn Seitens der Pforte die Absetzung des Fürsten Milan verfügt werden sollte, so würde dies von hier aus mit der vollständigen Unabhängigkeits⸗ Erklärung Serbiens beantwortet werden.

14. Juli.(Amtliche Meldung.) Die fürkischen Berichte aus Serajevo über Kämpfe bei Novibazar entbehren der Begründung; Oberst Czolakantics verharrt in verschanzter Stellung vor Novlbazar. Ferner wird constatirt, daß die serbischen Truppen fast allenthalben auf türkischem Gebiete stehen, während dagegen die Türken auf keinem Punkte in serbisches Gebiet eingedrungen sind.

Rumänien. Bukarest, 15. Juli. In der Deputirtenkammer beantragte der Abg. Ghergel im Namen von 80 Deputirten, das vorige Mi- nisterium in Anklage-Zustand zu versetzen.

Amerika. Washington. Der republi⸗

anzunehmen, und faßt zugleich, indem er den Beschlüssen der Convention von Cincinnati seine Billigung ertheilt, sein Programm in folgenden Sätzen zusammen: er verspreche eine durchgreifende Reform der Civilverwaltung, befürworte die Un- zulässigkeit einer wiederholten Wahl einer und derselben Person zum Prästdenten der Union, be

stehe auf Wiederaufnahme der Baarzahlungen,

welche für die Wohlfahrt des Landes nothwendig

sei. Der Süden bedürfe des Friedens; er werde sich bemühen, die Herrschaft des Gesetzes und die Anerkennung des gleichen Rechtes für Alle herzu- stellen, indem er gleichmäßig die Interessen der weißen und der schwarzen Bevölkerung beschütze und den Unterschied zwischen Süden und Norden ausgleiche.

Aus Stadt und Land.

Butzbach. DemW. B. entnehmen wir: In der Nacht von 11. zum 12. Juli wurde in dem Bureau des Gütterschuppens auf dem hiesigen Bahnhof eingebrochen; der Einbrecher oder die Einbrecher schlugen ein Fenster ein, worauf sie die Riegel desselben aufzogen und so in das Bureau gelangten. Nun erbrachen sie die Schublade des Tisches, in der das Geld in der Regel aufbewahrt wird, mußten aber mit langer Nase abziehen, denn das Geld war über Nacht in einer eisernen Kiste aufbewahrt worden. Bis jetzt ist noch keine Spur der Thäter vorhanden. Der Diebstahl steht überigens nicht vereinzelt da, es wurde in derselben Nacht noch in einem Hause in der Nähe des Bahnhofs eingebrochen und da mit besserem Erfolg, außer dem verschwanden zu gleicher Zeit die grau leinenen Rouleaux aus einem Gartenhause in derselben Gegend, die der Dieb jedenfalls zu einem eleganten Sommeranzuge nöthig hatte.

Gießen, 14. Juli. Dem Vernehmen nach ist heute Nacht auf dem Bahnhöfe zu Alsfeld der Heizer Lehrmund von hier beim Einölen der Maschine dadurch verunglückt und schwer beschädigt worden, daß beim Rangiren an den Zug stoßende Wagen die Maschine vorwärts trieben und der Bedauernswerthe unter dieselbe gerieth. Der Verun glückte hat den Verlust eines Armes, sowie Verletzungen am Kopfe zu beklagen.

Gießen. Der Schwurgerichtshof der Provinz Ober hessen vom 3. Quartal l. J. hat in seinen weiteren Sitzungen erkannt: Am 6. Juli gegen W. F. Koch von Nieder- Florstadt wegen Meineids, Zuchthausstr. von 2 J. 6 M., Verlust der bürgerl. Ehrenrechte auf die Dauer von 3 J. und dauernde Unfähigkeit als Zeuge oder Sachverständiger vernommen zu werden. Am 7. gegen Jobs. Sann von Lauler wegen Urkundenfälschung u. Unterschlagung, Ge fängnißstr. von 10 W., abzüglich der erstandenen Unter juchungshaft von 6 W. Am 8. gegen Johs. Diehl von Climbach wegen Meineids, Zuchthausstr. von 1 J. 6 M., Aberkennung der bürgerl. Ehrenrechte auf die Dauer von 3 J. und bauernde Unfähigkeit als Zeuge oder Sachver ständiger vernommen zu werden. Am 10. gegen Hch. Glas von Wallernhausen wegen Urkundenfälschung, Ge sängnißir, von 1 J. 4 M. und Verlust der bürgerl. Eorenrechle auf die Dauer von 2 J. Am 11. wurde die Anklage gegen Chr. Müller von Schlitz wegen Verleitung zum Meineid wegen eines einzuleitenden weiteren Verfahrens,

is zur nächsten Quartals⸗Sitzung vertagt. Denselben, Nachmittags, gegen Margaretha, Christian Müller's Ehe jrau von Schlitz, wegen Verleitung zum Meineid, eine Zuchthausstrase von 1 Jahr.

Darmstadt, 13. Juli. Der Polylechniker Berna von Frankfurt wurde in der heutigen Sitzung des Schwur⸗ gerichts wegen Tödtung im Zweikampf mit einer Festungs⸗ strase von 3 Jahren(abzüglich 2 Monate Untersuchungs haft), Bauaccessist Lucius wegen Beihülfe zum Duell zu 3 Wochen Festung verurtheilt.

Allerlei.

Karlsruhe. Nach Aufhebung des Klosters St. Blasien war das Gerücht von einem geheimen unterirdischen Gang in eine feuerfeste Kammer steis lebendig. Es scheint nun, daß diese geheime Gruft entdeckt ist. Als vor einigen Tagen bei der Herstellung des abgebrannten Theils eine Stütze in den Boden getrieben wurde, stieß man auf eine steinerne Treppe, von welcher man nach Hinabsteigung von 12 Staffeln auf eine zugemauerte Thüre kam. Man hofft nach der Erlaubniß zum Oeffnen zu dem vermißten Archiv zu kommen, dessen Auffindung zur Vervollständigung der Geschichte des weltberühmten Klosters wesentlich bei tragen würde.

Cöln, 15. Juli. Das DampsschiffFriede erlitt oberhalb Köln einen Maschinen-Bruch, doch ist keinerlei Verlust zu beklagen; das BootDeutscher Kaiser über⸗ nahm zahlreiche Passagiere. Das verunglückte Schiff wird baldigst wieder flott werden.

Hirschberg. Gasthofbesitzer H. Prenzel imFreund lichen Hain schreibt demBote a. d. R. Folgendes: Ich habe dieses Frühjahr ein Bachstelzen-Nesichen an der Thür meiner Kegelbahn bemerkt und die Thlierchen dort geduldet. Am Donnerstag sah ich, daß ein Junges aus dem Nestchen gefallen war; im Begriff, dasselbe wieder hineinzusetzen, sehe ich, wie ein von den Bachstelzen aus- gebrüteter Kutut in demselben sitzt, welcher, nachdem ich

kanische Candidat für die Präsidenten Würde, Gouverneur Hayes von Ohio, erklärt sich in einem zeröffentlichten Schreiben bereit, die Candidatur

ihn in einen Vogelbauer gesperrt, von den Bachstelzen tüchtig gefüttert wird, während die jungen Bachstelzen verhungern mußten.

Saarlouis, 7. Juli. Von einem Arzte, ber dem geslern Morgen an ihn ergangenen Ruse nach Spittel Folge geleistet, sind uns grauenhafte Details über ein Gruben⸗ unglück mitgetheilt worden. Als vorgestern Abend 10 Uhr die Explosion stattfand, befanden sich 150 Bergleute in der Grube, von denen 147 zu Tage gebracht waren, darunter nur 3 Unverletzte, 38 Todte und 106 zum größien Theil schwer Verwundete. Von den drei noch nicht aufgefundenen Arbeitern darf wohl auch angenommen werden, daß sie durch die Explosion getödtet wurden. Der Jammer der Angehörigen soll ensetzlich seinz aus einem Hause stelen ber Vater, zwei erwachsene Söhne und ein Schwiegersohn als Opfer dieser Katastrophe.

Schaffbausen. Dem Schlosse Arenenberg, dem bekannten Ruhesitz der Napoleonischen Familie in der Schweiz, drobt der Einsturz. Der. Wasserstand. im unteren Theile des Bodensee's ist seit nunmehr drei Wochen ein so ungewöhnlich hoher, daß zwischen Constanz und Schaffhausen noch jetzt in mehreren Orten der Verkehr zwischen den Häusern nur mittelst hergerichteter kleiner Brücken möglich ist. Am Fuße des Arenenberg sind nun entweder durch Abspielungen, man vermuthet mehr noch durch Unterwasser, welche aus dem Berge hevorgebrochen sind, Senkungen im Boden entstanden und ein Theil des Parkes, welcher das Schloß umgab, ist sammt seinen großen berrlichen Bäumen heruntergerutscht, ein Theil noch in abwärtsgehender Bewegung begriffen. Der Abrutsch geht bis hart an das Schloß, und die Kapelle; Treppe und Schutzmauer der letzteren sind bereits in die Tiese gestürzt.

Handel und Verkehr.

Gießen, 12. Juli. Auf dem Viehmarkt hierselbst waren 1468 Stück Rindvieh und 567 Schweine aufge⸗

trieben. Gleichzeitig wurden über 300 Körbe Kirschen verkauft. Grünberg, 15. Juli. Die Preise auf unserem

heuligen Fruchtmarkte betragen: Waizen 11 M. 62 Pf.; Korn 9 M. 52 Pf.; Gerste 8 M. 79 Pf.; Hafer 10 M. 35 Pf.; Molter M. Pf.; Erbsen 10 M. 41 Pf.; Linsen M. Pf.; Samen 14 M. 28 Pf.; Kartoffeln 3 M. 86 Pf. Die Preise verstehen sich sämmilich per 50 Kilo- 100 Pfund.

Frankfurt, 14. Juli. Fruchibericht. Mehl Nr. 1 M. 42., Nr. 2 M. 38., Nr. 3 M. 34., Nr. 4 M. 30., Nr. 5 M. 24. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26., do. II.(Berliner Marke) M. 21. Weizen⸗Schaalen M., Weizen eff. hies. M. 24.50., fremder je nach Qualität von M. 2420. Roggen M. 16.50 17.50. Gerste M. 1721. Hafer M. 20 19.50. Kohlsamen fehlt. Erbsen M. 2124. Wicken M. 2123. Linsen M. 21-30. Rüböl M. 72. Die Preise verstehen sich sämmilich per 200 Pfd. Zoll⸗ Gewicht= 100 Kilo.

Frankfurt, 15. Juli. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war gut befahren. Heu kostete per Centner je nach Qualität M. 4.50.5.. Stroh per Ceniner M. 45, Butter im Großhandel das Pfund 1. Qual, M. 1.09, 2. Qual. M. 1.03, im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.23. 2. Qual. M. 1.1417. Eier das Hundert M. 5.

Mainz, 15. Juli. Producten-Markt. Wagen per Juli 19.60, per Nov. 20.40. Roggen per Juli 15.40, per Nov. 15.60. Hafer per Juli 18.40. Rüböl per October 33.40.

Marburg, 15. Juli. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund 8595 Pf. Eier 89 Stück 40 Pf. Käse per Stück 8 10 Pf. Tauben das Paar 50-60 Pf. Hähnchen per Stück 7080 Pf.

Telegraphischer Schiffsbericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht ein Friedberg. Das Hamburger Post⸗ dampfschiff Cimbria, Capitän Brandt, von der Linie der Hamburg ⸗Amerikanischen Packetfahrt-Aetien-Gesellschaft, welches am 28. Juni von Hamburg via Havre abging, ist nach einer glücklichen Reise am 12. Juli wohlbehalten in New⸗York angekommen.

Verloosungen. 8

Braunschweiger Thlr. 20-Loose vom Jahre 1868. Gewinu-Ziehung vom 30. Juni 1876. Heim⸗ zahlung am 30. Sept. 1876. Serie 2695 Nr. 45 M. 48,000, S. 2354 Nr. 23 M. 15,000, S. 4884 Nr. 33 M. 7200, S. 8097 Nr. 48 M. 3000, S. 2071 Nr. 21, S. 2152 Nr. 30, S. 4217 Nr. 43, S. 4337 Nr. 38, S. 5255 Nr. 22, S. 5517 Nr. 24, S. 5906 Nr. 16, S. 6330 Nr. 13, S. 6350 Nr. 46, S. 7844 Nr. 9, Nr. 31 à M. 300. S. 797 Nr. 34, S. 2071 Nr. 25, S. 6081 Nr. 49, S. 6230 Nr. 39, S. 6330 Nr. 35, S. 6357 Nr. 7, S. 7101 Nr. 31, S. 7858 Nr. 38, S. 8048 Nr. 25, S. 8329 Nr. 42 à M. 75. Alle übrigen Nummern in den am 1. Mal 1875 ge⸗ zogenen Serien 135 189 197 367 554 797 906 920 1568 1710 1914 2071 2145 2152 2354 2452 2695 2884 2909 3019 3289 3316 3424 3475 3541 3562 3582 4217 4337 4802 4884 5011 5255 5517 5588 5595 5686 5906 6081 6230 6330 6350 6357 6405 6546 6736 7027 7101 7598 7743 7794 7844 7858 7908 8048 809 8097 8329 8435 8604 8803 8858 8935 9037 9205 9723 9779 9838 erhalten den geringsten Gewinn von M. 66.

pC.. Oesterreichische fl. 250⸗Loose von 1884. Serien-Ziehung vom 1. Juli 1876. Serie 33 136 289 368 437 539 608 736 794 864 955 1093 1266 1307 1682 1825 1869 2199 2310 2461 2580 2874 3214 3241 3277 3404 3474 3499 3530 3588 3633 3987. Die Gewinn⸗-Ziehung findet am 2. October 1876 statt.

Oesterr. Credit fl. 100-Loose vom Jahre 1858. Serien- und Gewinn-Ziehung vom 1. Juli 1876. Heim⸗ zahlung am 2. Januar 1877. Serien. Serie 526 582 610 996 1460 1817 2031 2161 2475 2548 2789 3109

S. 9205