verhall ertheilt worden, an die Reichsschuldenverwaltung(tönigl. preüßische
Hauptverwaltung der Staatsschulden, Berlin S.
einzusenden. Dieselbe wird diese Scheine einer Untersuchung unterwerfen und a. im Falle der Aechtheit für Rechnung des Reichs den Werth der ein- sendenden Kasse zur Aushändigung an den Einzahler zu senden, die Scheine aber, sofern sie zum Umlauf nicht geeignel sind, einzieben lassen;
b. im Falle der Unechtheit das Falschstück an die einsendende Kasse zurückgeben, damit dieselbe in Gemäßheit der Vorschriften unter 1 2
verfahre.
II. Der Reichsschuldenverwalturg ist von jeder, wegen Fälschung oder Nachahmung von Reichskassenscheinen erfolgten Einleitung eines Unter- suchungs- oder Ermittelungsverfahrens sosort Mittheilung zu machen und, sobald es ohne Nachtheil für das Verfahren geschehen kann, das Falschstück
vorzulegen. W. Oranienstraße 94)
zu befördern.
Oeffentliche Vorladung.
Auch ist die Reichsschuldenverwaltung von dem Fortgange des Verfahrens in Kenntniß zu erhalten und von dem schließlichen Ergeb⸗ nisse desselben unter Vorlegung der Acten und Falschstücke zu benachrichtigen, Letztere sind von der Reichsschuldenverwaltung aufzubewahren.
B. Beschädigte und unbrauchbar gewordene Reichskassen⸗
scheine.
ice.„ ic. C. Portofreiheit.
Postsendungen, welche in Ausführung der gegenwärtigen Bestimm⸗ ungen zwischen Landesbehörden und Landeskassen einerseits, sowie der Reichsschulden verwaltung Staatspapiere andererseits erfolgen, sind als Reicosdienstsachen portofrei
und der Königlich Preußischen Kontrole der
Der von bier entwichene Füsilier Johannes König der 12. Compagnie 5. Rheinischen Infanterie- Regiments Nr. 65 geboren am
16. August 1850 zu Ober-Mörlen im Kreis Friedberg des G geleitet ist, wird hierdurch aufgefordert, sich spätestens am 11. lichen Vernehmung zu stellen, unter der Warnung,
erklärt uod zu einer Geldbuße von 50— 1000 Mark verurtheilt werden würde.
Cöln den 12. Juli 1876.
roßherzogthums Hessen, katholisch, Maurer, gegen welchen der Desertions-Proceß ein⸗ November 1876, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht zur verantwort- daß die Untersuchung im Falle des Ausbleibens geschlossen, der Abwesende für einen Deserteur
Königliches Gericht der 15. Division.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Es war vorauszusehen, daß nach Uebernahme der Oberhessischen Bahnen durch ven Staat die früher schon laut gewordenen De⸗ siderien einzelner in der Nähe der fraglichen Bahnen gelegenen Orte sich um so lebhafter erheben würden. So ist denn bereits von den Abgg. Jöckel und Ellenberger der Antrag eingebracht worden, die Halte- Stellen Mittelgründau und Ranstadt in die Nähe der Stagts⸗Straßen zu verlegen und Güter- Expeditionen daselbst zu errichten. Diesem An- trag sind sehr ausführliche Motive beigegeben, in welchen namentlich auch die Rentabilität der ge⸗ forderten Anlagen begründet wird.
— Der Bericht des Kammer-⸗Ausschusses über die Eingaben der deutsch-katholischen Gemeinde zu Offenbach und der frei religiösen Gemeinden zu Ingelheim und Osthofen wegen Beseitigung des religiösen Charakters der Eides-Formel ist nun mehr im Druck erschienen. Es ist daraus ersicht⸗ lich, daß jene Gemeinden ihre Anträge dem Reichs tage mit der Bitte unterbreiten, bei Durchberathung des Entwurses der Proceß-Ordnung dahin zu wirken, daß aus der Eides⸗Formel jede Beziehung auf das dogmatisch-religiöse Bekenntniß entfernt werde. Der Ausschuß konnte daher nur beschließen, daß es angemessen sei, die Entscheidung der Reichs- Gesetzgebung vorerst abzuwarten. Ein abschlägiger Bescheid, wie früher behauptet wurde, konnte sonach nicht erfolgen.
Berlin, 12. Juli. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ und die„Kreuz⸗Zeitung“ veröffentlichen heute einen Aufruf zur Bildung einer deutsch⸗conservativen Partei im deutschen Reiche. Der Aufruf ist u. A. unterschrieben von v. Below⸗Saleske, v. Malzahn⸗ Giltz, Graf Minnigerode, Graf Udo Stolberg,
Graf Rechtern, Graf Limburg und Strödel (Dresden), — 14. Juli. Das deutsche Mittelmeer Ge-
schwader ist heute früh zu Uebungszwecken wiederum auf einige Tage aus dem Hafen von Salonichi in See gegangen.
— Die Wes.-Ztg.“ schreibt: Die angeblichen preußischen Offiziere, welche im serbischen Haupt. quartier eingetroffen sein sollen, stehen natürlich in keinem activen Dienstverhältnisse, sondern sind entweder verabschiedet oder als invalide entlassene Offiziere, deren Drang nach Abenteuern sie treibt, dem Fürsten Milan ihre Dienste zur Verfügung zu stellen. Die deutsche Regierung steht dieser Betheiligung ehemaliger deutscher Offiziere an dem Kampfe durchaus fern.“
— Der letzte Strike der Schriftsetzer hat eine verschärfte Maßregel veranlaßt, über welche die „Bürger-Zeitung“ Folgendes mittheilt: Auf Er— suchen der Staats- Anwaltschaft ist Seitens des Polizei-Präsidiums angeordnet worden, daß bei allen Verstößen gegen den§ 153 der Gewerbe— Ordnung, wonach Derjenige mit Gefängniß bis zu drei Monaten bestraft wird, welcher Andere durch Anwendung körperlichen Zwangs, durch Drohung,
zur Arbeits-Einstellung zum Behufe der Erlangung günstigerer Lohn- und Arbeits-Bedingungen Theil zu nehmen, oder Andere durch gleiche Mittel hindert, von solchen Verabredungen zurückzutreten, die Thäter stets verhaftet und der Staats- Anwaltschaft Be— hufs Einleitung des Untersuchungs- Verfahrens vor— geführt werden sollen.
Kähme. Die Nachricht der„Pos. Ztg.“ von hier, wonach sämmtliche auf dem Propstei- lande des Propstes Kick befindlichen Ernte-Früchte über Nacht von böswilliger Hand vernichtet wor den, erweist sich, wie man demselben Blatte von hier meldet, als übertrieben. Es wurden nur in dem verpachteten Garten einige Kartoffel-Stauden abgemäht, ob aus Niederträchtigkeit oder aus einem anderen leichtfertigen Grunde, will der Bericht— erstatter unentschieden lassen.
Bonn. Der altkatholische Bischof Reinkens sollte am 15. d. nach Bayern kommen und am Sonntag, den 16. Juli, in Straubing und die folgenden Tage in Mering, dann in Kempten und am Sonntag den 23. Juli in München firmen, zu welchem Zwecke Reinkens be— reits am Samstag den 22. d. in München eintreffe.
Fulda. Die„Fuld. Z.“ dementirt die ver- schiedenen Blättern zugekommene Nachricht über eine angebliche Aufforderung des Ober-Präsidenten an den Bisthums-Verweser Hahne zur definitiven Besetzung vacanter geistlichen Stellen, sowie die vorgebliche Antwort des Letzeren. Es sei von Hahne weder eine Aufforderung zur Besetzung der vacanten Stellen vom Ober-Präsidenten ergangen, noch auch von diesem eine Antwort erfolgt, oder gar vom Ober-Präsidium eine Replik gegeben worden.
München. Die Staats-Regierung hat sich definitiv entschlossen, die Forst⸗Akademie Aschaffen⸗ burg aufzulösen und mit der Universität München zu vereinigen.
— Wie die„Allg. Zig.“ vernimmt, wird der deutsche Kronprinz am 4. und 5. Sept, den Uebungen der combinirten Cavallerie-Diviston bei Regensburg anwohnen.
Karlsruhe, 15. Juli. Heute wurde der Landtag im Auftrage des Großherzogs vom Staats- Minister Jolly geschlossen.
Ausland.
Oesterreich⸗-Ungarn. Wien, 13. Juli. Nach einer Meldung des hiesigen„Tel.⸗Corr.⸗Bür.“ wären außer Klek auch sämmtliche Häfen an der dalmatinischen Küste für jede Art Kriegscontrebande sowohl den Türken wie den Montenegrinern gegen- über gesperrt.
— Wallsee, der todt gesagte Zeitungs ⸗Corre⸗ spondent, ist unverletzt und gesund auf österreichischem Boden in Semlin angekommen und gedenkt, wie er in einem diese Ankunft anzeigenden Telegramm an seine Familie meldet, nicht mehr aus unseren Grenzen fortzugehen.
Frankreich. Paris. Der„Temps“ er⸗ hält von seinem Kriegs- Correspondenten, von
durch Ehr-Verletzung oder durch Verrufs⸗Erklärung Coutoulh, die telegraphische Anzeige, daß er und bestimmt oder zu bestimmen sucht, an Verabredungen seine Collegen wohlbehalten von Kruchevacz in
Belgrad eingetroffen sind und daß ihrem Ausfluge kein anderes Ungemach begegnet sei, als daß sie von den Behörden in Kruchevacz und Paratschin verhört und höflich aufgefordert worden wären, nach der serbischen Hauptstadt zurückzukehren.
Versailles, 13. Juli. In der heutigen Sitzung der Deputirten-Kammer erklärte der Minister des Auswärtigen, Herzog von Decazes, in Beantwortung einer Anfrage von Louis Blanc, eine Diskussion über die orientalischen Angelegen⸗ heiten sei unzeitgemäß und nutzlos; die Regierung sei mit der Kammer und dem Lande darin einig, daß es geboten sei, sich an den gegenwärtigen Ereignissen nicht(hätig zu betheiligen. Frankreich habe das Recht, sich ausschließlich mit seiner eigenen inneren Beruhigung zu beschäftigen, theuer genug bezahlt. Indessen sei Frankreich der vorliegenden Frage gegenüber nicht absolut gleichgültig geblieben, sondern habe sich bemüht, mit den anderen Mächten ein Einverständniß zu erzielen; dieses sei auch in der That zu Stande gekommen, und zwar auf der Basis der Nichtintervention und vertraulichen Verständigung hinsichtlich zukünftiger Eventualltäten. Diese Politik werde es gestatten, den Kampf zu localisiren. Die Mittheilung diplomatischer Schrift— stücke müsse er ablehnen.
Großbritannien. London, 15. Juli. Gestern sprang der Kessel des Panzer Schiffes „Thunderer“, dabei kamen 25 Personen ums Leben, 56 wurden verwundet.— Der„Morning Post“ zufolge kehrt das Canal ⸗Geschwader vorläufig nicht nach England zurück, sondern begibt sich nach Gibraltar, wo es weitere Befehle abwartet.
Türkei. Constantinopel. Peco Pav- lovich hat, wie dem„Tel.⸗Corr.⸗Bür,“ aus Ragusa berichtet wird, am 13. Juli die Türken bei Klee geschlagen; der Verlust der Türken belaufe sich auf 150 Todte und Verwundete, sowie 15 Ge⸗ fangene; der Verlust der Insurgenten sei gering.
— Viele griechischen Gemeinden Bulgariens haben sich erboten, dem Sultan Freiwillige zu stellen. An mehreren Orten in Bulgarien sind griechische Freiwillige mit bulgarischen Insurgenten handgemein geworden. Das Verhältniß zwischen Griechen und Bulgaren wird immer gespannter.
— Der Regierung wird gemeldet: Die Divi⸗ ston von Wischegrad lieferte am 11. Juli bei Kondredumarn in Serbien ein siegreiches Gefecht, besetzte diesen Ort und erbeutete 18 große Depots von Munition und Lebensmitteln. Der Ort ist durch türkisches Artillerie-Feuer eingeäschert. Die Serben haben beträchtliche Verluste erlitten. Die Türken verschanzen fich an verschiedenen Stellen des Ortes. Eine von Jenivarosch her angreifende Diviston Serben wurde ebenfalls zurückgeschlagen. 60 bis 70 christliche Familien in der Umgegend von Mitrovitza haben sich geflüchtet. Einige der- selben haben sich bereits wieder unterworfen und sind in die Heimath zurückgekehrt.
— 14. Juli. Die österreichisch-ungarische
Regierung hat die Pforte von der Schließung des Hafens von Klek unterrichten lassen. Hier sind ägyptische Truppen angelangt. Ein Telegramm
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