Ausgabe 
15.2.1876
 
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Baron Wenckbeim angeboten, der jedoch mit Rück- sicht auf seine oftmalige Abwesenheit von Pest diese Auszeichnung. ablehnen mußte. Michael Horvath, der in seinem ausgezeichneten Werke: Fünsundzwanzig Jahre aus der Geschichte Un- orns die Wirksamkeit. Deak's und seinen Einfluß auf die Verhältnisse Ungarns ar besten geschildert hat, gab seine Bereitwilligkeit zu et- kennen, dem Rufe der Pester Wähler zu solgen. Schweiz. Bern. Mit Rücksicht darauf, daß über 30,000(33,729) gültige Unterschriften für das Begehren einer Volks- Abstimmung über das Banknoten-Gesetz vorliegen, hat der Bundes- raih heute den Beschluß gefaßt, die Abstimmung auf Sonntag den 23. April anzuberaumen. Frankreich. Paris. Ein in hiesigen Blättern veröffentlichtes Schreiben des kaiserlichen Prinzen bekämpft die Candidatur des Prinzen Napoleon für Corsica, indem er erklärte, daß Prinz Napoleon seine Politik nicht vertrete. Großbritannien. London. Aus der dem Parlamente mitgetheilten diplomatischen Corre· spondenz über den Ankauf der Suez-Canal-Aclien ist noch hervorzubeben: Lord Odo Russell berichtet am 29. November: Fürst Bismarck habe ihn be glückwünscht, daß das britische Cabinet das rechte Ding im rechten Momente gethan habe; er billige den Actien-Ankauf als wichtige Garantie für Wahtung des eur opäischen Friedene Lord Paget zeigte unterm 3. December aus Rom an, daß der Minister Bisconti⸗Venosta sich äußerst günstig und freundlich über den vergrößerten Cinfluß Englands im Mittelmeer geäußert: es freue ihn nicht blos wegen der Itallen fcüber von England geleisteten Dienste, sondern auch mit Rücksich! uuf allgemeine Erwägungen der künftigen Gestaltung der Verhältnisse. Lord Elliot berichtet unterm 8. Dec.: Uls ich gestern mit Raschid Pascha über den Actien-Ankauf sprach, erwiederte er;die dadurch ursprünglich verursachte Aufregung ist ganz geschwunden. Der Gesandte in Wien, Sir A. Buchanan, schreibt am 16. Dec.: Graf Andrassy sagte mir, et fei überzeugt, daß der Ankauf der Actien dem österreichischen Handel gleich vortheilhaft wie dem brilischen sich erweisen werde; er könne denselben nur mit Befriedigung ansehen; seiner Ansicht nach gebe es in Ost⸗ und West Europa keine Frage, worin die österreichischen und die britischen Jnteressen nicht identisch wären. Lord Derby ließ den Regierungen für diese ihre Arußer⸗ ungen dauken. 12. Febr. Die übrigen den Ankauf ber Suez- canal- Actien betreffenden Detumente sind dem Parla- mente gestern vorgeleßt worden. Dieselben enthalten vie Schwierigkeiten, welche früher dem Kaufe ent- gegentraten. Im neuen Jahre sind über diesen Gegenstand 170 Schriftstücke gewechselt worden. Ein letzter Anhang enthält die Documente über

den Vorschlag von Lesseps aus den Jahren 1871 und 1872 wegen des Verkaufs, den Thiers und Remusat damals gebilligt haben

und bezüglich dessen Italien sich bemühte, ein Einverständniß aller See- Mächte herbeizuführen. Die Pforte erklärte indessen, sie werde nicht ein⸗ mal im Principe den Verkauf der Actien oder eine internationale Verwaltung des Can als billigen.

Ein vom 8. Februar datirtes Telegramm aus Penang besagt: Die britischen Truppen rückten am 4. d. von Oualla Kangsa an beiden Ufern und zerstörten

Die Gurkas verfolgten die Kota Lama-Malaien bis nach Prak, Auf britischer Seite nach Perak zurück, um Anordnungen für die künftige

des Flusses Pera stromaufwärts Enggar und alle umliegenden Häuser,

das sie nachher zerstörten.

keine Verluste. General kehrt

Colborne

Vertheilung der Streitkräfte zu treffen.

Von zuverlässiger Seite wird gemeldet, vaß bie Abreise des General-Zahlmeisters Cave bis zur Ankunft derjenigen britischen Beamten in Aegypten verschoben ist, welche für Uebernahme

bel dem Khedive bestimmt sind

Spanien. Madrid, 11. Febr. Di Regierungs- Armee hat durch Ab abe einige Kanonenschüsse auf die Festung Estella ihre Absicht

bestimmter Aemter

das Bombardement zu eröffnen, angezeigt; der

General Pumo de Rivera hat jedoch, ehe mi

Bataillone

dem Geschützseuer weiter vorgegangen wird, noch einen Ausschub bewilligt, um dem unbewaffneten Theil der Einwohnerschaft Zeit zum

Die Entwickelung der Dinge auf dem. i 5 8 f ördli iegs⸗ tet lbenstadt. Am 8. d, wur ie Gemahlin been erbe, ee ee e* Friedisch zu Alt⸗Leiningen⸗Westerburg z

voran, als man es sonst in Spanien gewohnt ist. Räthselhaft bleibt dabei nur der Umstand, daß die Carlisten die vielen besestigten Stellungen, die laut ihrer Drohung das Grab der Liberalen werden sollten, ohne ernstlichen Versuch des Wlder⸗ standes aufgegeben haben. Weder in Biscaya noch in dem größten Theile von Navarra sind die liberalen Truppen belästigt worden. In Hoch-Navarra machten allerdings einige feindliche Miene, den Engpaß von Velate zu vertheldigen. Eine geschickte Bewegung von Martinez Campos hatte jedoch zur Folge, daß ein Kampf vermieden, und dennoch der Zweck erreicht wurde, nämlich in das Thal von Baztan zu gelangen, den Carlisten in den Rücken zu kommen und bis zur Grenze vorzudringen. Dieser Marsch soll eine det besten Leistungen in dem gegenwärtigen Kriege sein, in so fern er von einer Armee von 24,000 Mann mit Artillerie und Train durch ein feindliches und von der Natur mit Hindernissen aller Art übersäetes Terrain ausgeführt wurde. General Quesada geht auf der Straße von Durango vor, ohne Zweisel bis zur Grenze von Guipuzcoa. Der König will sich unverwellt nach Eöffnung der Cortes zur Armee begeben.

Türkei Konstantinopel. Gutem Ver- nehmen nach bestätigt sich die Nachricht, daß die Pforte die in der Note An rassy's vorgeschlagenen Reformen definitiv angenommen bat; jedoch will dieselbe den Punkt bezüglich Verwendung der in Bosnien und der Herzegowina aufkommenden directen Steuern zu Gunsten dieser Provinzen nicht ganz unverändert gutheißen, weil die unver, zügliche Ausführung dieses Gedankens als eine Ausnahmemaßregel zum Vortheile Bosniens und der Herzegowina gegenüber den andern Provinzen des Reiches erscheinen würde. Die Pforte will vielmehr nur zugestehen, daß die zur Ausführung von öffentlichen Arbeiten in Bosnien und der Herzegowina bestimmte Summe erhöht werde. Ein die Auaführung des Projectes anordnendes kaisetliches Itate wird unverweilt erwartet.

cée wird ossiciel mitgetheilt, daß die Kirchengüter(Vakufs), welche bieher nicht von Christen erworben werden konnten, nunmehr von denselben käuflich erstanden werden dürfen.

Rumänien. Bukarest, 10. Febr. Auf ein Tadele-Votum des Senats, welches sich aus drücklich nur gegen den Unterrichts-Minister Majo rescu richtete, hat dennoch das gesammle Ministe-

Rendel, Erbenhausen,

od, Ober Erlenbach, Steinach und Abzuge zu lassen- ue Fillen lich sich eine Berschleppung au

zu Cbone⸗Bougeries in Knaben entbunden.

an sich schon ein seltenes Erelgniß, so mag es noch sellener vorkommen, daß in einer

Ober⸗Ofleiben, Walldorf, Eberst

rücken, Schotten, Ee Elben⸗ Frlebberg. Ju af

Frankfurt

Altenschlirf, Bruchenb

der Schweiz von einem gefunden Dingen beim, 8. Febr. M Reine goldene Hochzeit

Gemeinde von nicht ganz 700 Einwohnern innerhalb vier Monate brei solchet Ehe⸗ jubiläen gefeiert wurden, 11 halten der hiesige Schteinermeifter Heinrich Frlebrich Pfnorr und Kat arina Marie, geb. Oehler, diesen Ehrentag, nachdem am 13. Octo⸗ der 1875 det hiesige Landwirth Johannes Wilhelm Waas

rium Catargiu feine Entlassung genommen. Der Fürst bal bierguf den Kammer Präsidenten und die beiden Vice Präsidenten des Senats mit der Neubildung des Cabinet beauftragt.

11. Feb. Der Senat hat dem seitherigen Minister Präsidenten Catargiu ein Vertrauens- Votum dargebracht und ist Letzterer in Folge dessen wiederum mit der Neubildung des Cabinets betraut worden. Das neue Cabinet ist bezüglich der Mehrzahl der Portefeullles wie das frühere zusammengesetzt, nur ist als Unterrichts Minister Carp, als Minister des Aeußern Balacanu, als Finanz Minister Strat eingetreten.

Rußland. Petereburg, 12. Februar. Golos sagt in einem wichtigen Artikel, daß die orientalische Krists nur gut verlaufen könne, wenn die Pforte durch formelle, bindende Zusagen an die Mächte gebunden sei, deten Ausführung die Mächte garantiren würden, und wenn der Fürst von Montenegro zum Vermittler zwischen den Consuln und den Insurgenten gewählt würde.

Aegypten. Cairo, 11. Februar. Nach den neuesten Berichten aus Abessinien sind die ägyptischen Truppen bis Gudurati gelangt.

e Aus Stadt und Land. . Friebberg. Nach einer amtlichen Mitthetlung über ö die Verbreitung der Blattern im Großherzogthum sind

mehr oder minder zahlreiche Fälle vorgekommen in Gießen,

Klee und die Luzerne oder ewiger Klee. J

Die Aussaat von Rolhklee geschieht im Früb und gibt in demselben Jahre mindestens eine Erndte, die mit dem Stroh der Sommerfrucht gewöhnlich verfüttert wird. Ein zweiter Schult im ersten Jahre ist für das fernere Gedeihen zwar

Lang⸗ ns, Offenbach, Neu-Hlenburg, Darmstadt, Mainz, t Groß Karben, Bsetzenbach, Rodheim v. d. H., Heusenstamm,

nicht vortheilhaft, aber sehr oft noch möglich.

jahr unter Sommergetreide, Gerste oder Hafer,

mit Kalbarina, geb. Höyn, und am 27. October 1875 n e der Landwirth Johann Helurich Roos mit Anna Magda⸗ Dit L. lena, geb. Höoen, die goldene Hochzein in aller Stille, ˖ doch bei guser Gesundheit gefeiert hatten. 3 11 rt Offenbach. Der hiesige Turnverein hal auf dem letzen mitielrheinischen Turniag in Darmstadt die Ab⸗ haltung des XI. mittelrbeinischen Turnfestes für dieses pia Jaht übernommen, und wird das Fest wieder auf dem⸗ par selben Platze stal fiuden, auf welchem im Jahre 1860 das vunfesten erste mittelrteimische Turnfest abgehalten wurde, nämlich gerate auf dem in det Felostraße belegenen Grundstülck des Wachs ip iuchsabrikanten F. A. Schäfer, der solches in uneigen⸗ bet nützigner Weise dem Turnverein auf ergangene Anfrage wille zur Verfügung gesitellt hat. Das Arrangemend wird nun Die in die Hände verschiedener Commissionen gelegt werden. zee Worms, 9. Febr. Emm Metzger aus Worms lud aeg gestern Abend in Gundersheim in den Zug halb 7 Uhr 2 15 ein fettes Schwein in einen ihm hiezu angewiesenen Pack⸗ aan wagen und stellte sich, wie dieses sein muß zu demselben. allein Die schöne Aussicht von Gundersheim und Umgegend scheint ie nach jedoch den Mann veranlaßt zu haben, die Tbüce des Wagens pillhsch iheiweise zu öffnen und sich in diese Oeffnung zu siellen. a Während nun besagter Mann ganz ee Umschan babe hiell bekam sein Schwein ebenfalls Luf nach frischer Lust? s sprang seinem Herrn zwischen die Beine und Reß und. 5 Reiter flogen in die Tiese. Der Zug war schon in aan 5. starkem Gange vor der Weiche. Glücklicher Weise kam] rot jedech der Reiter zur Erde, obne sich zu beschädigen. Aaulte Wäre der Zug nur noch einige Schritte weiter gefahren, 15 so wäre ber Sturz über die Briicke bei der Wiedensohl, wilchet circa 70 Fuß lief, unvermeidlich und das Ende wohl ein Gt chreckliches gewesen, während so der Meister sein in bing wieder am Strick nach der Stalion brachte, um es mit duc dem nächsien Zuge hierher zu bringen. 1 Gul f* Anlageg Allerlei. Sone New⸗York. Von hier wird über einen am 8. ds. a 728 slatigehabien großen Brand berichtet. Derselbe betraf das 5 danch Häuse r quadrat zwischen Broadway, Howard Grand- und ö di Nen Crosby Slreeis. Dreißig Geräude sind niedergebrannt. nung Das Feuer begann Abend um halb sieben Uhr und konnte Dünn, erst nach Mitternacht bewältigt werden. Seit fünfzehn ae Len Jahren bal kein ähnlich großer Brand in New Pork slal I w gefunden. dag um o lt we ueber den Kleebau. 6 Nach Mittheilungen von Saamenhändler W. Goekus wlschieb zu Friedberg. Cunpcu Das Frühjahr rückt immer näher heran und I mit soschem die Aussaat der Felder. Vor dem 155 Eintritt dieser Zeit dürfte es nicht unangemessen ullgkeit sein, über einen wichtigen Theil der Landwirth⸗ I uche! schaft, den Futterbau, insbesondere über Klee, er über dessen vermeintliche und wirkliche Krankheiten, In 5 über Pflanzung von Klee und Gras, sowie über n verschiedene Kleearten und deren Saamen einige Jun,; Erläuterung zu geben. Es wird zwar das Meiste hiervon schon bekannt sein, allein doch manches Neue ist im Stande den Landwirth zur Aufmerk⸗ 1 samkeit und Nachachtung anzuspornen und könnte ts nur erfreulich sein, wenn fleißige Beobachten ud ihre Erfahrungen zum gemeinnützigen Zwecke öffente ihne lich kundgeben würden. auf dem beenden een J. Rother Kopfklee und Luzerne. 1 ade Unter den Futterpflanzen für unsern Viehstand wah nimmt der Klee sicher eine der ersten Stellen ein. Der Klee ist in verschiedenen Arten fast über die[def ganze Erde ausgedehnt. Alle lieben guten Boden( n und gedeihen am besten in gutem Boden und vor⸗ 0 Olav züglich da, wo kalkhaltiger Grund vorhanden. 1 1 Die in Deutschland am weitesten verbreiteten. 5 Sorten sind der sog. tothe Kopf- oder deutsche 8 uin,

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