Ausgabe 
15.2.1876
 
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Das nächste, zweite Jahr liefert derselbe drei, bei günstiger Witterung auch vier Schuren zur Grün- sutierung oder gedörrt zu Heu. Früher war bei leser Kleeart Düngung mit gemablenem Gyps urch Bestreuen der Pflanzen im Gebrauch, jetzt t man aber völlig davon abgekommen.

Düngung mit Gyps ist jedoch nicht ganz zu derwersen, wein solche bei der Aussaat erfolgt, der Gyps ist aber mit dem Saamen unterzuschleifen.

Die beste und größte Ausbeute liesert der olbklee dann, wenn er in der Blüthe steht, weil r da die größte Menge von nährenden Bestand- beilen enthält. Samen zlebt man gewöhnlich im weiten Jahr vom kräftigsten Wuchs nach dem rsten Schnitt.

Die Lebensdauer des Rothklee ist kaum etwas ber zwei Jabte, im güystigsten Fall ist im dritten Frühjahr noch ein Schnitt möglich.

Sonst batte für Rotbklee der Saamen aus der Pfalz für unsere Gegend den Vorzug, im serflossenen Jahre ist derselbe aber dort nicht recht geratben und ist für dieses Jahr Saamen von zieperischem oder schlesischem Rotbklee der empfehleus⸗

wertheste. Die andere bei uns beimische Klecart ist vie Luzerne oder der ewige Klee. Dessen Lebensdauer lerstreckt sich auf eine Reibe von Jahren. Der Saamen biervon wird gewöhnlich im Frübjahr allein in den Boden gebracht und ist die Erndte e nach Gunst der Witterung eine für die Land- wirthschaft überaus ergiebige und wird die Luzerne daher sehr häufig angebaut.

2

D. Frankfurt a. M., 12. Februar.(Börsen woche som 5. bis 11. Februar.) Unsere dieswöchige Berichts deriode eröffnete unter dem Einfluß der durch die Prager datastrophe staltgefundenen Creditaclien-Vanik, die im Sonntagsverkehr ihren Culminaulonspunkt erreichte und

2 4 welcher erst im Montags geschäft auf Dackungskäufe eine 1 1 zcbövung des Effecis folgte. Dieser Einfluß kam zunächst r n einer abwartenden Haltung der Speculaulon zum Aus⸗ *. 0 druck, während derselbe im Großen und Ganzen auf die Toutse der übrigen Speculatlonspapiere und auf das Anlagegebiet ein nur geringfügiger war. Nachdem em

Samstag bekannt geworden, daß sich der Verlust in Prag auf 733,000 fl. belaufe und nicht wie durch übertriebene Derüchte verbreiteit wurde, eine Million betrage ie Conttemine, da auch an den solgenden Tagen keine neuen Hisbsposten von Prag einliefen, zu den erwähnten Deckunssskäufen. Das Mißtrauen der Börse selbst gegen vie Leitung eines Inslituis, welches durch eine solche Miß⸗ wirihschaft und Nachlässt keit die Juteressen seiner Actionäte schädigt, hat inzwischen nicht an Bedeutung verloren, um so mehe, als eine neuete Erklärung der Ctedit-An⸗

galt weitere Aufklärungen über die Defraudation bei der U. Prager Filiale bis nach beendigter Criminaluntersuchung A tale verschiebt, eine Berzögerung, welche den ungünnigsten 5 Zonjccturen frische Nahrung geben muß. Seit Montag »lieb die Tendenz im Allgemeinen ziemlich sest, wozu außer

det dera dem äußerst flüssigen Geldstand, auch günstig interpreticte Bet des volitische Meldungen Beranlassung gaben. Die Bereil⸗ ae willigkeit der Pforte, das Andrassy'sche Resormprogramm

2 4 arangtz

1 urchzufübren, der Commentar, den Lord Derby im eng⸗ erte 1

ischen Oberhause zu dieser Angelegenheit lieferte, und die

Oesterr. Renien blieben behauptet, Ungarisch

schruts de

markt war gut befahren.

von der Pariser Conttemine, die flarker Abgeber an den deulschen Plätzen war, verbreitet wurden, eine VBerflauung eingetreten, welche aber an den folgenden Tagen, indem die deutsche Speculation endlich in die vielen sich wider⸗ prechenden Dividendennachrichten Mißtrauen zu setzen an fängt, durch eine Reaction nach Oben nahezu wieder aus⸗ geglichen wurde. Lombarden lagen während der ganzen Woche ziemlich stabil und waren in kaum nennenswerthem Verkehr. Cteditactien setzten am Samstag mit 157½ ein, verflauten im Sonntags verkehr auf 150, boben sich am Montag bis 153 und verkehrten an den folgenden Tagen zwischen 155 15½ 150 und 155½. Staats, vahnacllen, am Samstag 259 ¼260, ermalteten am Sonnlag auf 258, stiegen bis Diensag auf 262, ver⸗ flzuten gestern auf 255¾ und schließen nach 256, mit 255½ Lombarden bewegten sich zwischen 97¼98½ vis 97- 97½ und 97¾. In Oesterr. Bahnen waren bei nachgebenden Coursen die Um sätze nicht besonders be⸗ lebt. Franz⸗Joseph sind fl., Norowest fl., Galiziet 3 fl. maiter. Buschlüehrader gefragt und 4 fl. böber. Deulsche Bahnen weisen bei ktubigem Verkehr nur wenig verändetle Nolirungen auf. Auch am Bankenmafkle berrschte im Ganzen geringes Animo. Raichsbankactien verblieben in fester Haltung zwischen 157¾159 und 150% Antwerpener hoben sich%, Darmfiadter%/, Oesterr. Nationalbank 2 fl.; auch Provinzjal⸗Disconto Meininger, Deuische Essectenbank und Nürnberger Vereins- bank haben im Course angezogen. Fraulsusser Bank, Würuiembergische Notenbank, Ceutinenial, Badische und Brüsseler Bank waren nachgebend. Aulagepapiere zeigten sich fest. Von deulschen Fonds fanden nene Württem bergische und Bayerische Anleibe Nehmet zu festen Coursen. Schatzbous waren gesragt und höber; auch andere ungarische Fonds erfubren tbeilweise Avancen. Von Russen 1870er und IS7ber besser. Amerikaner beliebt. Deulsche P toritäten blieben fast statienär. 5% Hess. Ludwigsdahn waren vielfach für Kapitalanlagen in Begebt und wurden besser bezahlt; die neuen Berlin-Stettiner wurden zu 95¼ um⸗ gesetzt. Oesterr. Prioritäten documentirten große Fesligkeit. Buschtiebrater avancirten 1½0%, Maͤhrische Grenzbahn 18% Lemberg⸗Czetnowitzer ¾0/. Ferdinand⸗Nordvahn. Rudolf, Siebenbürger und Ungar. Nordest wurden etwas billiger abgegeben. Loose schlossen bei re elmäßigem Ver⸗ kehr wenig verändert. Coöln-Mindener und Badische böoͤher, Braunschweiger, Ungarische, Raab⸗ Grazer, Darmstädter und Kurhessische blieben matier. Pfanobriese lagen ssill abet absolut sest. Von fremden Devisen Amsterdam und

Paris elwas schwächer, London und Wien tbeurer. Geld A sebr flüssig. Privaldisconto ca. 2½0%. Handel und Verkehr. Grünberg, 12. Februar. Die Preise auf unserem

uligen Fruchtmarkie beitragen: Waizen(50 Kilo) 10 M. 48 Pf.; Korn(50 Kilo) 8 M. 44 Pf.; Gerste(50 Kilo) 8 M. Pf.; Hafer(50 Kilo) 8 M. 30 Pf.; Molten (50 Kilo) M. Pf.; Erbsen(50 Kilo) 11 M. 30 Pf.; Linsen(50 Kilo) M. Pf.; Samen(50 Ko) M. Pf.; Kartoffeln(50 Kilo) M. Pf. Kcrankfurt, 12. Febr. Der beutige Heu- und Stroh Heu kostete je nach Qualität

per Ceniner M. 4.456.. Strob per Ceniner M. 4.50 bis 5.12. Butler im Großhandel 1. Qual. das Pfund 91 Pf., 2. Qual. 86 Bj., 1. Qual. im Kleinbandel das

fund M. 1.3, 2. Qual. 97 Pf. Taselbutter M. 1.14.

1

Mainz, 12. Februar. Producten-⸗Markt. Wanen per März 20.50, per Mai 21.10 per Juli 21.85. Roggen per März 14.90, per Mal 15.15, per Juli 15.25. Hater Rüböl per Mai 34.9

g N*. 1 Eier, italienische, das Hundert M. 7.60, gewöhnliche M. 6.90.

per März 17.15, pec Mai 17.30.

und den Verunglückten überschüttete.

0

Nach dem neuen Posttarif beträgt das Port 5 1) GSriese bis 15 Gamm 10 2 von 15-250 Gramm 20 2) Postkarten 3 1 mit Rückan wort. 10 4) Drucksachen dis 50 Gramm. 9 über 50 bis 250 Gramm E über 250 bis 500 Gramm 2 20 über 500 Gramm bis 1 Kilo. 2 30 5) Waatenproben bis 250 Gramm n 6) Einschreibegebühr(Recommandationsgebühr) 20 7) Postanweisungen bis 100 M. 20 ie FF.. 8) Postvorschüsse bis 150 M. für jede Mank. 2 ee 9) Postaufträge(PVostmandate) bis 600 Mark 30 10) Local- und Local⸗Landbriefe, ftankitte 3 unftankirte. 4 10) Bestellung der Posisen dungen: a) im Postort. Postanweisung* Werthbrief bis 1500 Mask 3 5 über 150 bis 3000 Mak 10 gewöyuliche Packete bis 5 Kills 10 b) auf's Land. Brief mit Werth, Packete, Post⸗ e 12) Eilbesteltung(Expretz), gewöhnliche und eingeschriebene Briefe im Ort 25 auf's Land à Kllometet 1 10 13) Behändigungs⸗Scheine: von Behörden von P ivaten. 0 8 20 Verloosung⸗ Augsburger fl. 7,Loose vom Jahre 1864. erku⸗Ziebung vom 1. Februar 1876. S. 188 573 634 660 773 846 1020 1238 1385 1716 1819 2105.

Die Gewinn Ziebung findet am 1. März 1876 statt.

f Auszug

aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Getraut:

Julius Karl Christian Mateß, Handschuhmacher

dahter Sohn des verstorbenen Registrator

Jobann bristian Mateß in Kassel und Henriette

Friederike Kleber, Tochter des Mechanikus

Wilhelm Kleber in Darmstadt Geboren:

Der Taglöhnerin Elisabetha Mülleroth

Ober⸗Mörlen eine Tochter. Gestorben:

Lob Herz, Rentier, 73 Jahre alt

Katharina Henast, Tochter des Bäckermeisters

Anton Hengst, 6 Jahre alt.

Bitte!

Am 5. Februar d. J. vecunglückte beim Abbruch einer Scheuer in Ober⸗Wöllstadt der dortige Einwohner Joseph Feuerbach, indem die eine Wand der Scheuer einftel Derselbe starb sofort und hinterläßt eine Frau nebst zwei kleinen Kindern, von welchen das Jüngste 9 Monate alt ist. Die Frau verlor ihren Ernährer, welcher ein durchaus braver Mann gewesen ist; sie befindet sich in sehr ärmlichen Verbält⸗ nissen und bittet hiermit edle Menschenberzen, ihre schlimme Lage durch kleine Gaben in Etwas mildern zu belfen.

Die Expedüion des Oberb. Anzeigers har sich bereit erklärt, Gaben für sie in Empfang zu nehmen.

9. Febr.

aus

5. Febr.

6. Febr. 10.

494 bedeutend verschaärft,

Die neuen Reichsgesetze haben die Militär⸗Examina deßhalb werden die schlechteren

itt Ni Rede Bie marck's über die politische Situation waren ge- per October 34.80. Vorbereitungs Anstalten bald verschwinden; Eltern und 4 Kranke ignet, die letzten Befürchtungen, daß aus der Orieniftage Marburg, 12. Februar.(Wochenmarkt). uur ede werden aber bei der Wahl sebr vorsichtig 3 ihn m nächster Zeit eine europäische Conflagration enisteven Lostele per Pfund M. 1. 1.10. Eier per Stück 78 Pf. sein müssen Wir halten es für unsere Pflicht, auf die 4 würde, zu zersireuen. Für Slaatedahnactien ist indeß Käse per Stück 810 Pf. Hasen per Stück M. 1.80 durch ihre Erfolg bekannte Anstalt des Dr. Killisch Saen b im Muütwoch auf ungünstige Dividendegerüchte, welche l bis 2.50. zu Stuttgart hinzuweisen. 1 det Nut 106 85760 5 1 N 5: 2 Jagd Verpachtung. Holz-Versteigerung. Holz ⸗Versteigerung. 1 40t Balg 0 d 0 0 5. n 9 8 ein een 93 Freitag den 18. d M., Vormittags um 10 Uhr, 498 Freitag den 18. Februar J. J., Vormittags 10 500 Im Stadtwald zu Lich, Distrikt Rothebusch, 3 en ell die den beiden Gemeinden Groß und Klein-Karben Uhr, soll in dem Berstädter Markwald nachstehendes Ettingsbäuserkopf und Riedkoͤpfe, kommen Mittwoch den 60 Besen u ihrer Gemarkung zustebende Jagd auf weitere 8 Jahre Holz versteigert werden 23. und Donnerstag den 24. Februar d. J., Morgens Jotilt uu ruf dem Gemeindehause zu Groß Karben verpachtet 134 Naummeter Buchen Scheitholz, 9 Uhr, nachverzeichnete Holzsortimente zur Versteigerung: verden. 25 Prlügelholz, 1. Bau- und Werkholz Mittwoch den 28. d. M. Sroß- und Klein⸗Karben den 10. Februar 1876. 29 8 5 Stockholz, 51 Eichenstä eee 1 At. f Proßherzogliche Bürgermeifereien Oroß⸗ und Klein Karben. Buchen-Stämme von 810 Meter Länge und enE=** 05 261 eu mung galtt! ö 0 9 Burk* f* 25 messer, 615 Meter Lange 70 Kubikmeter L* Bär. Schneider. 5056 Centimeter Durchmesser. Inbalt Aer Bites 5** 5 Die Zusammenkunft ist beim Häuser Waldschlag. 42 5 11 65 3 8 6 b 4. 2 2 V, ö 2 Buchenstamme ähnlichen Inhalts, 1 Eulen 1 18 effentliche Bekanntmachung. Berstadt den 11. Februer 1876. 8 Hainbuchenstämme, 148 iber r 1499 Nachdem die Ebefrou des Adolph Engel mit Großherzogliche Bürgermeisterei Berstadt. 2 Elsveerstämme, f n Sed. en Gläubigern ibres Mannes ein Arrangement abge Well. 12 Fichtenstaͤmme, u 1 bt schlossen hat, dessen Einsicht auf der Registratur des. 8 3 CC 40 Fichtenstangen tern unterzeichneten Jerichts zu nehmen srei 1 57155 5 a g d- Ver p a ch tun 9. II. Breunhol! Donnerstag den 24. d. M. bent ld wal kannte Gläubiger desselben aufgefordert, 3 a 1 51 1 J aer, 8 enden A waige unbekann 9 g 0509 Dienstag den 29. Februar J. J., Mittags 1 Uhr, 342 N e Buchen⸗Scheitholz 1. Qual vettltt i. 4 1 342 Naummeter Buchen⸗Scheitholz 1. ualität, * wanne, Sinwendungen 1 1 3 1 Fe wird die Feld, und Waldfagd in der Gemarkung Büdes⸗ 164 5 Buchen Eichen- u. Kiefern- Prügelbolz, e e 44 widrigenfalls daß Arrangement ohne sicht heim im Natbhaus daselbst verpachtet 10 4 1 0 Stockbolz, 2 ein Belus gesetzt werden wird. Büdes beim den 12. Februar 1876. 12300 Wellen 1 eee e zi 9 Friet berg den 4. Februar 1876. g Großberzogliche Bürgermeisteret Büdesheim. Die Zusammenkunft und Anfang sind jedesmal am 1 an, Großherzogliches Landgericht Friedberg. Di e g. Ettingsbäuserfußvfad im Rothenbusch. del 3 Pistor, Follenius, f 7 Lich den 14. Februar 1876. * in 1 1 bestehend aus Wohnhaus, 1 45. 0 0 1 1 100 1 Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Eine Hofraithe, Rindvleh- und Schweine- wee n Lich 10 0 N ee 100 de gegen die Sheftau von Frs And. Well zu Rockenberg stallungen nebst Scheuer, stebt auf den Abbruch zu ver g ech f kaufen bei Philipp Philippi L. u sehr billigen Preisen bei n ausgestoßene Beleidigung nehme ich hiermit zurück. Corsetten ö 9 e 160 196 a Elitabetba Landvogt VI. 407 zu Wobnbach. K. Friedrich. . 1 805 5 1. 4