Ausgabe 
8.1.1876
 
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Kapitalaufnahme. Versteigerung vol

107 Die Stadt Friedberg beabfichtigt ein Kapital von 97 Die Lieferung und das Zerschlagen des zur Un

20,000 Merk aufzunehmen. forderlichen Deckmaterlals soll für 1876 in den unten Anmeldungen werden von dem Unterzelchneten ent- in Accord gegeben werden.

1 Straßenarbeiten. bb.

terhaltung der Staatsstraßen im Baubezirk Friedberg er⸗ bemerkten Terminen und Orten an die Wenlzstnehmenden

gegen genommen und bemerkt, daß Kapitalien jeder

Größe angenommen werden. 11 Der V a 225 Friedberg den 6 Januar 1876. 88 er Verstelzerung 35 Namen ee tene Friedberg. 8 7. der Beuaufsehel 2 8 a 0 Tag. Stunde. Ort. Local. 8 e 1M den 10. J[S876 se Uhr Morg.] Butzbach Gambrinus f H. t d(0. Vormittags 10 Uhr ontag den Januar 91 org.] Bußba 5 ambrinu 2 40 oͤlzer. laben 2. Maiden Nalbbabs die bel der Anlage 2 Dienstag den 11. Januar 1876,10 Uhr Morg.] Bad Nauheim Deutscher Hof 2 und 3 Weide u. Sünner.* von 6 Abfahrten in das Kleingalgenfeld vorkommenden 3 Mittwoch den 12. Januar 18760 Uhr Morg. Reichelsheim Zur Post 1 Stipp. Arbeiten an die Wenigsinebmenden in Aecord gezeben] 4 Donnerstag den 13. Januar 187610 Uhr Morg.JIlbenstadt Zu den drei Hasen b und 7 Konrad u. Stipp. werden, als: Mark Pf. 5Freitag den 14. Januar 1876 10 Uhr Morzg. Okarben Wirthschaft v. Stoßel 6 Schäfer. Planirarbe'ten lt. Kostenüberschlag 247 80 60 Mon ag den 17. Januar 1876 Uhr Morg. Ober-Eschbach] Brüsseler Hof 12 Michel. Chaussirarbeiten 356 7 Dienstag den 18. Januar 1876% Uhr Morg.: Oberwöllstadt] Wirthschaft v. Müller 4 Kreß. Fabren von Shaussirsteinen, 65 Kbm. 97 50 8 Mittwoch den 19. Januar 187610 Uhr Worg. Ober-Rosbach] Wirthschaft v. Ruppel 4 Kreß. Aufsetzen derselben, 65 Küm. 3690Donnerstag den 20. Januar 18760 Uhr Morg.]Lindheim Gasthaus zum Stern g u. 10 1 und deutess t 150 5 Mettenheimer. 5 Mauersteinen, 25 Km. 37 50 100 Freitag den 21. Januar 87610 Uhr Morg.] Büdingen Gasthaus zum Stern 1 Kleyensteuber. Aufsetzen derselben, 9 10 11ʃSamstag den 22. Januar 187600 Uhr Morg. Bönstadt Chausseehaus 8 Jäger. Fahren von Mauersand, 7, 1 Friedberg den 2. Januar 1876. Großherzozliches Kreisbauamt Friedberg. 1 Messen desselben 10 4 2 10 Re u 5. uns sole i 26 lf. Meter D latten, 1 7 A. 8 162 94 Verlag von Eduard Zernin in Darmstadt. Friedberg den 6. Januar 1876. Durch alle Buchhandlungen ist zu beziehen:

Die Verfolgungen der Evangelischen in Böhmen. Versteigerung. Eine ernste Warnung für alle Evangelischen

von

Dienstag den 11. Januar 876, Vormittags Uhr, Hermann Daum sollen wegen Aufgabe der Posthalterei 5 a g 1. 10 Pferde, rchid* 5 zu Ae e. 7 Paar leichtere Geschirre, N Preis 1 Mark. f Chaise Gegen Ende des 9. Jahrhunderts hatte ein morgen- dadurch, daß man den Ketzern eine Kirche nach der an⸗ öffentlich gegen Baarzahlung versteigert werden. ländischer Priester dem böhmischen Volke griechisches dern wegnahm und Bibeln und Erbauungsschriften, deren Friedberg den 28. Dezember 18 ö. Ebristenthum gebracht, welches wir hundert Jahre später der Jesult Kontasch allein sechszigtausend vernichtet hat, 64 S. von Helmolt. im Kampfe mit dem Bischof von Prag sehen, der Alles verbrennen ließ.(Die römische Hierarchie fürchtete, wie

93 Mein in der Vorstadt zum Garten gelegener Grab⸗ garten, 145[O Klafter haltend, mit vielen Obstbäumen depflanzt, ist aus freier Hand unter günstigen Zahl⸗ bedingungen zu verkaufen.

Friedberg am 5. Januar 1876

5 nach römischer Art eingerichtet wissen wollte. Huß und 2 4 Hieronymus mußten ihren Versuch, die immer mehr ver⸗ Garten 2 Verkauf. weltlichende Kirche zu reformiren, mit dem Feuertode büßen. Um der auch in Böhmen eingedrungenen Re formation Einhalt zu thun, brachten die Kaiser im Ein⸗ verständniß mit den Bischoͤfen und den ins Land ge rufenen Jesuiten die härtesten Maßregeln gegen die Evangelischen in Anwendung. Man schloß alle evange 5 J lischen Kirchen und wüthete mit den entsetzlichsten Grau

Conx. Walther Wiuwe. samkeiten gezen die Ketzer, indem man ft den Hunden Verstei gerung. vorwarf, ihnen Zunge und Ohren abschnitt oder sie mit

85 Donnerstag den 13. Januar d. J., Vormittags Tropfbädern zu Tode marterte. Den Mafestätsbrief, 9 Uhr, läßt Unterzeichneter in seiner Behausung nach durch welchen die Protestanten Erleichterung gehofft batten, folgende Gegenstände öffentlich gegen gleiche baare Zahl- umgingen die Jesuiten, indem sie erklärten, wal der ung versteigern: 3 Pferde, 8(rächtige Kühe, 1 Rind, Kaiser verstegelt habe, könne die Kirche entsiegeln. Nach⸗ 12 Stück Schafe, 2 schwere und 1 leichten Oeconomie- dem durch die Zerstörung der Kirchen zu Klostergrab und wagen mit vollständiger Rükung, s verschiedene Pflüge, Braunau der dreißigjährige Krieg ausgebrschen, fielen 3 Eggen, 1 Ackerwalze, Putzmühle, 1 Rangen mühle, die kaiserlichen Truppen in Böhmen ein, in dessen Haupt 1 Häckselbank, sämmtliches Pfervegeschirr nebst Acker- stadt ein surchtbares Blutbad angerichtet wurde. Zu zeschitr, 100 Centner Roggenstrob, eine Parthie Waizen⸗ nächst suchte man die Quellen der Ketzerei zu verstepfen

auch heute noch, mit Recht, durch Gestattung einer freien Schriftforschung ihre eigene angemaßte Stellung einzu⸗ büßen, da auf diese Weise den Lalen die Augen geöffnet würden über die verschiedenen Irrthümer, welche in dem System der römischen Lehre und Verfassung enthalten sind.) Böhmen, bis 1620 noch fast ganz protestantisch, ist nicht durch die überzeugende Lehre der Jesuiten, son⸗ dern durch die ihnen beigegebenen Horden der lich ten⸗ stein'schen Dragoner wieder katholisch geworden, welche die Evangelischen mit Säbelhieben in die Messe trieben. Belte Müttern gestatteten sie nicht eher ihre weinenden Säug

linge zu stillen, als bis sie versprochen hatten, kathollssch

zu werden. Aber viele ließen sich lieber zu Tode mar⸗

tern, als daß sie ihrem Glauben entsagt hätten. Ander!

wanderten zu Tausenden in die angrenzenden Staaten gilon nt aus. Trotz des westfaͤlischen Friedens und trotz allet

Fürbitten der auswärtigen Mächte um Duldung der Protestanten wurde ihnen diese erst unter dem mildge⸗ sinnten Joseph II. gewährt.

Betres

und Haferstroh, Heu, Grummet, Rangen, Kartoffeln,

Philipp Heinrich Schudt.

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7 1 8* 4 e Mobiliar-Versteigerung. 2 Sorten ehe Kennst 4%% N 1 f e Harzseise(Putzseife) A% IN e 92 Mittwoch den 2. d. M., Vormittags 9 Uhr, läßt Schmierseife(braun und weiß) 8 9 3. 71 die Unterzeichnete in ihrer Behausung verschiedene i 5 1 4 8 2 50 Mobiliargegenstände, namentlich: Bettstellen,! Slavicr, Glyeerin-, Mandel, Cocus- und Rosenseife in schönen Pressungen à Pfund 24 kr. Betreff 1 Küchenschrank mit Aufsatz, 1 Anrichte. 1 Wasserbank, Stearinlichter, Stärke und Parfümerien billigst. Wiederverkäufer billiger. 1 Waschbütte, 1 Regenfaß, 1 Schweinetrog, diverse Stühle Sämmtliche Seifen sind frei von allen der Wäsche nachtheiligen Substanzen.

und sonstigen Hausrath, Gartengeräthe ꝛc. ꝛc. öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung verstelgern.

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Friedberg om 5. Januar 1876. Cour. Walther Witlwe. 13

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übergeben werden. Näheres bei der Exped. d. Anz. 5 0

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81 im Hause empfiehlt sich Frau Dina Probst, zeb Rausch, krahru Badgasse. ditder