Ausgabe 
2.5.1876
 
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Deutsches Reich. Darmstadt, 28. April. Das Verordnungs⸗ blatt für die evangelische Kirche Nr. 3, hat folgen-

den Inbalt:

I. Kuchengesetz, die Abänderung der Verordnung vom 8. September 1843 über Errichlung einer allgemeinen geistlichen Winwenkasse betreffend.

II. Kirchliche Verordnung, die Taggebühren der Mit⸗ der der Dekanatssynoden und der Dekanalsausschüsse betr. III. Dienst nachrichten. IV. Charaklerverleihung. V. Coneucrenz⸗Eröffnung. VI. Sterbefälle.

Darmstadt. Aus sicherer Quelle verlautet,

ie

g saß Minister-Präsident Hofmann sich bereit erklärt

at, in das Reichskanzler-Amt an Stelle Delbrück's inzutreten, daß er jedoch nur einen Theil der on dem Genannten geführten Geschäfte über ehmen werde.

Berlin, 28. April. Das Abgeordnetenhaus zenehmigte in der heutigen Sitzung nochmals den Besetzentwurf über die Einverlsibung von Lauen-

burg, welcher gemäß Vorschrift der Verfassung

iner zweiten Verathung zu unterziehen war. 29. April. Zweite Berathung der Eisenbahn Zorlage. Der Landwirthschafts- Minister Dr.

Friedenthal betont das Bedürfniß der Vorlage n Inkteresse der Landwirthschaft gegenüber der

Berschiedenheit der Eisenbahn- Verwaltungen, sowie er materiellen Willkürlichkeit und Systemlosigkeit er Tarife. Der Minister hebt insbesondere die

Pindernisse hervor, welche jetzt der Beförderung

er Lebensmittel entgegenstehen, und weist auf die Differential⸗Tarife hin, die oft den inländischen Fxport⸗Handel schädigten. Allem diesem könne ur eine einheitliche Eisenbahn- Verwaltung ab elfen und die für die Volkswirthschaft noth endige Mischung von Industrie und Landwirth 1 berstellen. Die Regierungs-Vorlage habe ineswegs die prognosticirte gefahrvolle Con sguenz, welche die Gegner befürchteten; dieselbe halte sich innerhalb bescheidener, für Handel und

derkehr nur segens reicher Grenzen, indem sie die Vechselwirkung zwischen Land- und Wasserstraßen und den Eisenbahnen ausgleichen wolle. Schor⸗ ener Alst spricht gegen die Vorlage, und für ein

Inn bestehenden Mängeln abhelfendes Eisenbahn⸗ Ersetz.

Bethusy Hue für, Virchow gegen die Lorlage, Letzterer aus politischen und wirthschaft den Gründen: allem Uebel sei durch ein Eisen hn ⸗Gesetz abgeholfen. Fürst Bismarck erklärt,

von Verträgen mit dem Reiche wegen Uebergangs der Staatsaufsichts⸗Rechte über die Bahnen zu ermächtigen, wird nach dem Antrage Lasker's ge- strichen. Der Antrag Reichensperger's, zu allen Verträgen mit dem Reiche die Genehmigung der Landtage vorzubehalten, wird abgelehnt. Das Uebrige wird nach der Vorlage angenommen.

DieKreuz-Zeitung theilt mit, daß sich ihr Leserkteis gegen das vorige Quartal um 113 Abonnenten vermehrt habe.

Kiel, 28. April. Sr. Maj. SchiffGazelle, ist nach dreiundzwanzigmonatlicher Abwesenheit heute Vormittag in den hiesigen Hafen eingelaufen.

Wiesbaden, 28. April. Der Kaiser nebst vielen anderen hier anwesenden fürstlichen Persönlich keiten wohnte heute Nachmittag einem Pferderennen bei Clarenthal bei, welches einen glänzenden Verlauf nahm.

29. April. Der Kaiser nahm heute Vor mittag die Parade der hiesigen und Biebricher Garnison ab; wegen starken Gewitter-Regens mußte dieselbe vor Beendigung abgebrochen werden; die Corsofahrt fiel dagegen glänzend aus. Zum Diner haben außer den fürstlichen Gästen aus An laß des heutigen Geburtstages des Katsers von Ruß- land auch die hier anwesenden destinguirten Russen Einladungen erhalten, im Ganzen 90 Personen. München, 29. April. Kammer der Ab geordneten. Im Laufe der heutigen Debatte verwahrten sich die liberalen Redner Marquardsen, Völk, von Schauß und Frankenburger dagegen, in der Reichs-Eisenbahn Frage als in einer noch nicht völlig aufgeklärten Frage schon jetzt endgiltig Stellung nehmen zu wollen. Marquardsen erklärte, er sei keineswegs aus Mißtrauen gegen die Leiter der deutschen Reichs Eisenbahn-Politik, sondern nur wegen Bedenken gegen die Ergebnisse der durch das Reichs Eisenbahn- Project bedingten

Veränderungen gegen dasselbe.

Ausland.

Oesterreich⸗Ungarn. Pest, 29. April. Die Berathuug des ungabuischen Ministeriums, zu welcher auch die Minister Szende, Pechy. Trefort und Bedekovics in Wien eingetroffen waren, dauerte bis spät in die Nacht hinein und wurde heute morgen fortgesetzt. Um 10½ Uhr Vormittags begab sich Tisza zu Andrassy, um ihm das Er

wolle die sachliche Debatte nicht aufhalten, nur gebniß der ungarischen Minister Conferenz mitzu

ir Unterstellung entgegentreten, als bestünden pischen ihm und dem Handelsminister in der Esenbahn Frage Widersprüche: im gesammten Hinisterium bestehe die vollste Uebereinstimmung n dieser Frage, und gerade damit diese Ueber- stimmung nicht gestört werde, wolle man 1 rlage, wie gegenwärtig, ins Werk setzen. Er wchte nur wünschen, daß selbst ein volles Ein⸗ vständniß auch zwischen dem Ministerium und Partei des Vorredners bestünde, dann würde les glatt und gut gehen. v. Wa nic en die Vorlage. Nachdem der Handelsminister ichmals für die Vorlage eingetreten war, die nar kein Eisenbahn⸗Elysium schaffe, aber alle orhandenen Uebelstände abstelle, wurde die Debatte

echlossen.

5 Stimmen angenommen. Dagegen stimmen Fortschrittspartei, das Centrum, die Polen, Natlonal- Liberale, zwei Freiconservative. we von der Fortschritts partei rrlage. Alin. 5: die Regierung zum Abschließen

Die vier ersten Paragraphen werden rauf in namentlicher Abstimmung mit 206 gegen

theilen. Heute Nachmittag reisen Trefort und Pechy nach Pest zurück; ihre Collegen sind vor läufig in Wien geblieben. 8 Schweiz. Bern, 28. April. Der Bundes- rath hat heute die Errichtung eines Bisthums auf Grund der VerfassungsBestimmungen der altkatholischen Synode der Schweiz genehmigt. Frankreich. Paris. Aus Algier wird vom 19. d. M. gemeldet: Die Häuptlinge der aufständischen Bu-Azid erschienen gestern im Lager des Generals Carteret und baten um Pardon Der Aufstand ist jetzt schon auf bie Oase El-Amré beschränkt. Die in den Zibans durch die letzten Ereignisse hervorgerufene Aufregung scheint sich zu legen; die Truppen Abtheilungen von Bu-Saada und Batna setzen ihre Bewegung fort. Die von verschiedenen Punkten der Provinz Constantine eingegangenen Meldungen lauten zufriedenstellend. Dänemark. Kopenhagen., Durch offenen Brief des Königs wird der Reichstag zu

stimmt für ing außerordentlichen Session auf den 15. Mai

einberufen.

Großbritannien. London, 28. April. Im Unterhause tbeilte der Unterstaats-Secretär Lowther auf Befragen mit: Der Gouverneur von Barbadoes habe beute telegraphirt, daß die Unruhen seit Sonnabend geflillt seien. Es seien 90 Personen verhaftet worden; 320 seien der Theilnahme an den Unruhen und resp. der Aufnahme gestoblenen Gutes verdächtig. Einer sei getödtet, 18 ver wundet und davon inzwischen 2 gestorben. Die Polizei habe zwei Mal geschossen. Es sei nicht der geringste Grund zu der Besorgniß vorhanden, daß die Unruhen sich erneuerten. Das amtliche Blatt veröffentlicht die Proclamation der Königin wegen Annahme des Titels als Kaiserin von Indien.

Italien. Rom. Der Zustand des Cardinals Antonelli wird als ein hoffnungsloser bezeichnet. Die Geschäfte seines Ressorts sind dem Cardinal Vannicelli⸗Casoni, Erzbischof von Ferrara, Pro Datar des Papstes, übertragen worden.

Rumänien. Bulkarest, 27. April. Der Ministerpräsident Florescu eröffnete heute zuerst die Kammer, dann den Senat mit kurzen Bot- schaften des Fürsten. Zugleich entwickelte er das Programm des neuen Cabinets, welches nach Außen in Beobachtung der strengsten Neutralität und Festhalten am Pariser Vertrage, nach Innen in Aufrechthaltung der Ordnung, Sparsamkeit und Versöhnlichkeit bestebt.

Türkei. Constantinopel. Seit Donnerstag den 27. April finden im Duga-Passe wiederum Kämpfe statt, über deren Ausgang bis jetzt nichts Zuverlässiges bekannt geworden ist.

In ganz Albanien herrscht zur Zeit noch völlige Ruhe. Nichtsdestoweniger sieht die Pforte sich vor und beabsichtigt, zwischen Skutari und der montenegrinischen Grenze ein befestigtes Lager für 25,000 Mann zu errichten. Vorläufig verfügt der Vali wohl kaum über 9000 Mann, aber er hat Nachrichten aus Konstantinopel, wonach zwei Divisionen aus Jemen bieher beordert wurden. Das Armee-Corps von emen wird als einer der besten Theile der türkischen Armee angesehen. Auch alle Redifs des albanesischen Vilajets sind für den 1. Mai einberufen worden.

Griechenland. Atben. Am 12. April trat der außerordentliche Gerichtshof unter unge wöhnlichem Andrange des Publikums zu seiner letzten Sitzung zusammen, in welcher das Urtheil in dem Simonie-Processe zur Verkündigung ge langte. Der Gerichtsbof erklärt die Exminister

Valassopulos und Nitolopulos, den ebemaligen Friedensrichter Oeconomepulos, den Advocaten Charitakis und die Erzbischöfe Kampothekras,

Averkios, Lampiris und Argyriadis für schuldig.

Amerika. San Francisco, 29. April. Der Kaiser von Brasilien ist von hier abgereist; sein nächstes Ziel ist Chicago.

Für die Wasserbeschädigten zu Heidesheim, Ober und Nieder-Ingelheim und Groß⸗Win⸗ ternheim sind dem uns weiler eingegangen: Von Eilaucht dem Herrn Grasen von Leiningen Westerburg zu Schloß Ilbenstadt 100 M., gesammelt durch die Großh. Bürgermeisterkien: Ildenstadt 85 M. 40 Pi. Rendel 68 M. 30 Pf. Wobubach 20 M. Maibach 24 M. 20 Pf., Bruchenbrücken 54 M.(die früber als von Bruchenbrücken eingegangen veröff nilichten 20 M. gingen von der Görbel⸗ beimer Mübl ein) Odet⸗-Eschdach 32 M. 40 Pf., Okarben 56 M. 63 Pi., Rad Naubeim 250 M., Gambach 64 M. 58 Pf., Nader Weisel 72 M., Pobl-Göns 48 M. 76 Pf. Summa 876 M. 27 Pf. Friedberg den 1. Mai 1876. ö Klietsch.

ö Kreus, Assessor.

Sr S d.

Fin!. Kreiekasse⸗Rechner.

Holzversteigerung.

10 Donnerstag den 4. Mai d. J., Vormittags 9 Uhr, en in den Gräflich zu Rantzau'schen Waldungen dahier, Atrikt Wehrkopf,

113 Meter Buchen- und Eichen⸗Scheltholz,

26000 Wellen von harten Laubholzarten;

shenn Nachmittags 1 Uhr an der preußischen Grenze: 50 Meter Buchen⸗-Scheitholz,

500 Buchenwellen

Ort und Stelle versteigert werden.

Ziegenberg den 23. April 1876.

eee eee eee Glasergesellen(Rahmenmacher), tüchtige selbstständige Arbeiter, finden dauernde bäftigung bei H. Keck, Gießen.(H. 6968.)

.

Bekanntmachung.

1461 Die am 25. d. M. im Gemeindewald Ockstadt abgehaltene Holzversteigerung hat die Genehmigung nicht erhalten und kommt das Holz Donnerstag den 4. Mal, von Morgens 9 Uhr anfangend, wie selbiges im Ober hessischen Anzeiger Nr. 48, Inserat 1339, ausgeschrieben, nochmals zur Versteigerung. Die Zusammenkunft ist im Schlag Nr. l naͤchst dem Jungenwald. Ockstadt den 29. April 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Ockstadt. Gröninger.

12-15 Ctr. gutes Heu

zu verkaufen bet Anton Sang 0 in Fauerbach b. Fr.

Holz-Versteigerung im Villinger Gemeindewalde. 1458 Montag den. Mal 1876 werden versteigert:

Holzart. Scheitholz. Prügelholz. Stockholz. Re sholz, Ra um meter.

Buchen 189 69 110 55

Eichen 2,5 90,5 114 53

Nadel 16 2.8 206

Der Anfang ist des Morgens 9 Uhr im Distriet Buchwald an der Straße nach Hungen.

Villingen den 8. April 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Villingen.

Zimmer. 33

1383 Ein gesitteter Junge, der die Wirthschaft erlernen will, gesucht zu baldigem Eintritt in die Restauration von J. Lenz am Bahnhof zu Gießen.(H. 6969.)