Ausgabe 
30.6.1874
 
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einnahme seit Januar beziffert sich auf 13,904 fl.

beuligen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 17 fl. 2 ke.; Korn(90 Kilo) 12 fl. 32 kr.; Gerste(80 Kilo) 10 fl. 36 kr.; Hafer(60 Kilo) 7 fl. 34 kr.; Molter (90 Kilo) fl. kr.; Erbsen(110 Kilo) 12 fl. tr.;

36 kr., Eier das Hundert 2 fl. 42 kr.

Juni fl. kr., per Juli 15 fl. 40 kr., per Nov. 14½ fl. Korn per Juni 11 fl. kr., per Juli 10 fl.

arbeiten für die leibliche Entwicklung und Gesund- erhaltung haben muß, vorzubeugen, ist überall darauf zu achten, daß für Lehrgebiete, welche es gestatten, gedruckte Leitfäden und Lehrbücher in Gebrauch genommen und alle schriftlichen Haus- arbeiten in diesen Gebieten untersagt werden. Ferner sind die Pensen für den häuslichen Fleiß in den fremden Sprachen sorgfältig zu überwachen, um nicht bei Präparationen zu Uebersetzungen den Schülerinnen unverhältnißmäßig viel Zeit und Kraftaufwand zuzumuthen.

In Zukunft ist es als Maximum anzusehen, wenn die Schülerinnen der Unterstufe eine, die der Mittelstufe eine und eine halbe, die der Oberstufe zwei Stunden täglich zur Bewältigung der häus lichen Schularbeiten in Anspruch genommen werden.

Handel und Verkehr.

(Oberhessische Eisenbabnen.) Die im Mai er zielte Mehreinnahme beträgt 3981 fl. Die Totalmehr⸗

Grünberg, 27. Die Preise auf unserem

Juni.

Linsen(100 Kilo) fl. kr.; Samen(90 Kilo) 13 fl. 45 kr.; Kartoffeln(100 Kilo) 4 fl. 33 kr. Frankfurt, 27. Juni. Der beutige Heu- und Strobmarkt war gut befahren. Heu kosteie per Cir. 1 fl. 45 kr. bis 2 fl. 30 kr., Strob per Ceniner 1 fl. 45 kr bis 2 fl. kr., Butter 1. Qualität 38 kr., 2. Ogalität Mainz, 27. Juni.

Productenmarkt. Waizen per

50 kr., per Nov. 10 fl. 10 kr., per Dec. fl. kr. Hafer per Juli 11 fl. 42 kr., per Nov. 10 fl. kr. Rüböl per Juni fl. kr., per Oc. 20 fl. 12 kr. Raps per Sept. 18 fl. kr.

reiten Landwirthschaftliches. d t 7 Der richtige Zeitpunkt der Heuwerbung.

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Es ist schon so oft und so viel über diesen Gegenstand geschrieben worden, daß es beinabeWasser in den See tragen heißt, wenn die Sache noch einmal berührt wird. Sie kann aber so lange als nicht genügend in Anregung gebracht angeseben werden, als sie noch nicht überall in die Praxis aufgenommen worden ist und das ist leider noch an vielen Orten der Fall. Der Werth unserer Futter- mittel ist(sonnige normale Beschaffenheit vorausgesetzt) bekanntlich größtentheils von dem mehr oder weniger großen Gehalte an Eiweiskörpern, flickstofffreien Extra floffen, Fenn und Mineralsubstanzen abhängig. Je mehr von diesen Stoffen vorhanden und je leichter sie den Ver dauungssäfien dee Thieres zugänglich sind, um so wirk samer wird auch das Fulter sein. Nun sind aber durch aus nicht zu jeder Zeit diese nährenden Bestandtheile in gleicher Menge oder in allen Theilen der Pflanze gleich mäßig vorhanden; es findet vielmehr eine beständige

Wanderung statt, so lange die Pflanze im Wachsthum begriffen ist. Von den Blättern aus, wo diese so wich ligen Stoffe aus der von der Pflanze theils durch die Wurzeln, theils durch die Blätter aufgenommenen Nahrung gebildet werden, nehmen sie ihren Weg zurück in den Halm und werden da theils zum Weiterbau der Pflanze verwendet, theils auch an bestimmten Stellen abgelagert. Sobald die Blüthe vorüber ist, wandern alle diese Substanzen dem Korne zu, um für das künftig daraus enistehende Pflänzchen einen möglichst reichen Nährstoffvorrath zu bilden; ja sogar die Wurzel muß einen Theil ihrer Be⸗ standiheile zur Erhaltung des neuen Sprößlings abgeben. Es ist deshalb leicht erklärlich, warum die Samen so außerordentlich reich an Nährstoffen sind, während die übrigen Theile nur noch verhältnißmäßig wenig enthalten; ebenso leicht begreiflich ist es auch, daß alle Pflanzentheile, mit Ausnahme der Körner, vor der Blüthe nahrhaster sein müssen, als nach derselben, so enthalten z. B. zur Zeit der Blüthe Hülsenfcüchte im Kraut 1415% Pro⸗ teinstoffe, zur Zeit der Reife nur 78, dagegen in den Saamen 22 24%, die Getreidearten zur Blüthezeit im Halme 78%, zur Zeit der Reife nur 2 4%, da⸗ gegen in den Samen 12 14%; ebenso verhält es sich auch mit dem zur Heubereitung bestimmten Grase, wenn dasselbe erst nach der Samenbildung gemäbt wird; hier gehen die Körner nun natürlich ganz ver⸗ loren. Ein weiterer Nachteil besteht bier aber noch darin, daß die Holzfaser sowobl an Menge wie an Härte fortwährend zuniamt, also auch die noch zurück⸗ gebliebenen Nährstoffe immer schwerer assimilirbar werden. Es müßte demnach das Gras um so größern Futterwerth haben, in einem je frühern Stadium es geschnitten worden ist, und es ist dies thalsächlich auch der Fall, denn während ganz junges Gras z. B. 24% Prolefnstoffe und 24% unlösliche Pflanzenfaser enthält, bat es zur Zeit der Blüthe nur noch 12% von erstern(it also nicht einmal mehr balb so viel werth), dagegen 300% von letzterer; bei völ⸗ liger Reise siellt sich das Verhältniß noch ungünstiger. Junges Gras ist demnach ein vollkommenes Kraftsutter⸗ mutel und in seinem Nährwerth den Körnern mindestens gleich, während ausgereiftes Gras nur als Magenfüllungs⸗ materal angesehen werden kann, das nicht mehr werth ist, als reifes Stroh. Bei zu frühem Mäben würde nun aller dings die absolute Menge an Nährstoffen, die wir von einer bestimmten Fläche gewinnen können, zu gering aus sallen und ist aus diesem Grunde das Stehenlassen des Grases, bis es einen elwas höhern Enwickelungsgrad er reicht hal, notbwendig. Um nach beiden Seiten bin ge recht zu werden, ist der geeignelste Zeitpunkt nun der, wenn die den Hauptbestand der Wiese aus machenden Gräser eben in Blüthe zu treten beginnen. In zweifel⸗ hasten Fällen, oder wo andere Umstände die Einhaltung der richtigen Mähezett nicht gestatten, wird man meistens besser ibun, lieber eiwas zu früh als zu spät zu mäben. Es wiegt hier namentlich auch der Umstand noch schwec, daß beim Reifen der Körner auch der Wurzelstock erschöpft wird und da der nachfolgende Graswuchs sich doch beinahe ausschließlich aus diesem heraus bildet, so ist klar, daß durch Reiswerdenlassen des Grases auch ein Theil der Grummeternte verloren gehen muß. Dagegen hat der ausgereifte und ausgefallene Unkrautsame binreichend Zeit und Raum, um sich auf's Kräftigste zu entwickeln. Die Ansicht, daß der ausgefallene Grassame,(Heublumen) zur Regenerauon unserer Grasnarden nothwendig sei, ic nur da richnig, wo eben die alte Narbe duich zu spätes Mähen

erschöpft wird, im anbern Falle wird diese Meinung bin⸗ reichend durch den Zustand mancher unserer Grasgärten widerlegt, die oft alle 23 Wochen gemäbt werben(wobti von Samenbildung natürlich nicht die Rebe sein kann), ohne daß deßhalb der Grasbestand in irgend einer Weise nothleidet, sofern an Dünger nicht gespart wird,**

Herzliche Bitte.

Der hiesige Ortsbürger und Handarbeiter Heinrich Vogt betbeiligte sich in voriger Woche an den zur Herstellung des Mineralbrunnens hei Staden nöthigen Arbeiten behufs Erwerbung des täglichen Brodes für sich und seine Familie. Keine Gefahr fürchtend, stieg er in die Tiefe um den Brunnen zu reinigen und wurde von dort angk⸗ sammelter Stickluft schnell betäubt und getödtet, ohne daß er zum Leben hätte zurückgebracht werden können. Er binterläßt eine Wittwe nebst 3 Kin dern, alle unter 8 Jabren alt, mit Erwartung des 4.

Die Wittwe ist ganz arm, da ihr sebr ge ringes Eigenthum verschuldet und eben auf dem Zwangs wege veräußert ist. In dieser höchst trau rigen und hülflosen Lage hat sie uns, die Unter- zeichneten, ersucht, uns bei barmherzigen Menschen freunden um Mittheilung milder Gaben zu ande Milderung ibres schweren Schicksals zu verwendet. Indem wir dieser Bitte hiermit Folge geben und uns zur Empfangnahme der zu boffenden Gaben bereit erklären, fügen wir die Versicherung binzu, daß wir für zweckmäßige Verwendung der Gaben Sorge tragen werden.Selig sind die Barm herzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.

Nieder ⸗Florstadt am 18. Juni 1874.

Görtz, Wagner, Kirchenrath. Bürgermeister.

Auch die Exped. d. Anz. ist bereit, Gaben in Empfang zu nebmen und weiterzubeför dern.

Bereits sind eingegangen: Von Pfarrer Bornagius in Fauerbach 1 fl., Pfarrer Decker in Hochweisel 1 fl., Frl. M. W. aus Nauheim 1 fl., N. N. v. St. 30 kr,

[Gesammelt in der Wirthschaft des Jacob Sommer in Hochweisel 1 fl. 46 kr., Trapp& Münch 2 fl. 20 kr.

Acht külnisches Wasser

von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober⸗ hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle 10 zu 8 fl. per Dutzend, 1 fl. per halbes Dutzend U 45 kr. per Glas gehorsamst.

Johann Maria Farina in Cöln.

Vergebung von Bauarbeiten. 1954 Montag den 6. Juli d. J., Morgens 10 Uhr, ollen die zur Wiederherstellung der Hainamühle zu ssenheim nöthigen Bauarbeiten an Ort und Stelle nter den im Termin bekannt gemacht werdenden Be ingungen öffentlich an die Wenigstfordernden versteigert

werden? 1

1) Maurerararbeiten 533 314 2) Steinhauerarbeiten 2182 3) Zimmerarbeiten 134 28 4) Dachdeckerarbeiten 141 2 5) Schreinerarbeiten 252 47 6) Schlosserarbeiten 109 32 7) Glaserarbeiten 85 20 8) Weißbinderarbeiten 147 30 9) Pflastererarbeiten 197 10) Chaussirarbeiten 70 11) Mäͤhlenbauarbeiten 1200 12) Handarbeiten 40 13) Pumpenmacheraxbeiten 45

tenberg am 24. Juni 1874.. 1. Jun eu, Gemeindebaumeister.

Arbeits- Versteigerung. . 119 f ll 1052 Donnerstag den 2. Juli, Vormittags 8 Uhr, sol ile Ansräumung des Flutheanals der Horloff, in der Gemarkung Nieder-Florstadt, an Ort und Stelle

in Accord gegeben werden. g 8 Lusttragende für genannte Arbeiten wollen sich um

die angegebene Zeit an der sog. Neuen Horloff- Brücke, der Gemarkung Nieder-Florstadt, einfinden.

Auis an die Herren Lehrer.

Der seither im Selbstverlage des Verfassers

Hilfs

erschienene

0

bogen 5

über die neuen Maße und Gewichte und das neue Geld die neuen Münzen 5 im Vergleich zu dem Maß-, Gewichts- und Munz-System im Großherzogthum Hessen

f von Fr. Schenk, ist in meinen Verlag übergegangen und soeben in

Lehrer in Laubach, 2. vermehrter und verbesserter Auflage erschienen.

Das Honorar fließt, wie bei der ersten Auflage, in die Kasse des Lebrerwaisenstifts für Hessen.

Dadurch, daß das Heftchen stärker geworden ist,

werden. Der Verkaufspreis beträgt jetzt 6 kr. Wegen der Bezugsbedingungen beliebe man

Friedberg im Juni 1874.

mußte auch der Preis entsprechend erhöht

sich hierher zu wenden.

Carl Bindernagel.

Hofraithe- und Güter-Versteigerung.

1840 Dienstag den 28. Juli J. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die Hofraithe nebst Güter⸗ stücken der Heinrich Müller II. Wittwe dahier öͤffent lich meistbietend versteigert werden.

Die Flurbuchsauszuͤge über die verkauft werdenden Parzellen liegen bei uns zur Einsicht offen.

Friedberg den 13. Juni 1874.

Großherzogliches Ortsgericht Friedberg.

f den 25. Juni 1874. een Wenk, Bezirksbauaufseher.

1602 Ein reinliches braves

* Mädchen, gelches noch nicht gedient zu haben braucht, wird für

enen ruhigen Dienst zum 1. Jult gesucht. Näheres di ber Expedition d. Anz.

Mom de x.

395 Gulden

1975 Kapital liegen in dex hiesigen Kirchenkasse zur ale baldigen Verauslelhung gegen fünfprozentige Ver zinsung.

Bekanntmasch unn g. 1967 Durch die Chaussirung des Vieinalwegs Oppershofen nach Soͤdel kann der Weg durch den 2 berger und Oppersböfer Markwald vom 1. Juli lio g; an durch Fuhrwerke nicht mehr befahren werden und muß der Weg von dem Vieinalwege vor dem Markwalde nördlich ab durch die Rubstadt genommen werden.

Oppershofen am 26. Juni 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Oppershofen. Schmidt. 90

1566 Die Graͤfliche Hofgärtuerei in Assenhbelste offerirt folgende Pflanzen;

Pelargonium, Narlet., 12 Stück 1 fl.,

Heliotrop 12 Stück fl.

Petunsen 12 Stück l fl.,

Georginen 12 Stück 1 fl.,

Bönstadt am 27. Juni 1874. Der Kirchen vorstand.

Sommerflor Pflanzen 100 Stück 24 ke. Selleriepflanzen 100 24 kr.

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