Ausgabe 
29.12.1874
 
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möge seiner Lobs⸗Nummer disponibel geblieben ist. Im letzteren Falle darf diese Verzünstigung

treten, wenn der deßfallsige Antrag vor der zweiten Aushebung, bei welcher

der betheiligte Militärpflichtige zu concurriren hat,

3. Instanz wieder verliehen werden, wenn der betheiligte Militärpflichtige noch nicht an einer Loosung Theil zu nehmen verpflichtet war, oder ver-

ung verloren gegangenen Commission zu richten. indeß nur dann ein⸗ Darmstadt den

formirt wird.

Gesuche um Wiederverleihung der durch versälumte rechtzeitige Meld

Berechtigung sind an die zuständige Kreis ⸗Ersatz · 17. December 1874.

Großherzogliche Prüfungs- Commission für einjährig Freiwillige. a b st. Strecker.

An die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Wir ersuchen Sie, diejenigen Ihrer Ortsangehörigen,

unser Rechner, Herr Stadtrechner Vogt dahier di

e Pflegegelder für

ungen Montag den 4. Januar 1875 auszahlen wird.

welchen Pfleglinge unserer Stiftung anvertraut sind, gefälligst zu benachrichtigen, daß das zweite Semester 1874 gegen Beibringung der vorschriftsmäßigen Bescheinig⸗

Für den Vorstand: Meyer.

Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großberzogliche Regier⸗

ungsblatt Nr. 61 enthält:

Verordnung, die Eintheilung der Volksschulen in Klassen und Aptheilungen und den Lehrplan für die Volksschule betreffend.

Das Gr. Regierungsblatt Nr. 62 enthält:

I. Verordnung, die Repertotiengebühren der Secreläre, Actuare und Gerichts vollzieher in der Provinz Rhein hessen betreffend.

II. Vitordnung, die Gebühren der Advocat⸗Anwälte in der Provinz Rheinhessen betreffend.

III. Verordnung, die Gebühren der Notare in der Provinz Rheinbessen betreffend.

IV. Vererdnung, die Fortfübruns der Grundbücher, insbesondere die dafür zu vergütenden Gebübren betreffend.

V. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Erlassung einer neuen Arzneimitteltaxe für die Apotheken des Großberzogtbums Hessen betreffend.

VI. Bekanntmachung Gr. Ministeriums der Finanzen, die Fortführung der Grundsseuerkataster betreffend.

VII. Bekanntmachung desselben Ministeriums, den Stempel für Flurbuchsauszüge betreffend.

VIII. Bekanntmachung desselben Ministeriums, die Ausgabe neuen Stempelpapiers mit Stempelsätzen in Reichswährung betreffend.

IX. Bekanntmachung Gr. Ministeriums der Justiz, betreffend die Umrechnung der Advokaturgebühren in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen in der Reichs⸗ markwährung.

X. Bekanntmachung desselben Ministeriums, betreffend die Umrechnung der in der Stempel- und Taxordnung vom 27. August 1822 und den mit derselven im Zu⸗ sammenhang stehenden Geldsätze in die Reichsmarkrechnung.

XI. Ermächtigungen zur Annahme und zum Traßen eines fremden Ordens.

XII. Concurrenzeröffnungen. Erledigt ist: 1) die evangelische Pfarrstelle zu Ginsheim, im Dekanat Groß⸗ Gerau, mit einem jährlichen Gebalt von 1054 fl. 21½ kr.;

wird in kurzer Zeit eine Reise nach einem süd⸗ lichen Klima antreten; die Bestimmung seiner Aerzte darüber wird in einigen Tagen erfolgen. Die von ihm hinterlegte Caution von 100,000 Thalern wird ihm, unter Abzug der durch den Prozeß entstandenen Kosten, die sich auf ca. 3000 Thlr. belaufen sellen, in diesen Tagen zurückerstattet.

23. Dez. Das deutsche Kanonenboot Albatroß ist, von Santander kommend, in dem Hafen von Plymouth eingelaufen.

DieNeue freie Presse in Wien meldet, daß die in dem Arnim Prozesse nur in geheimer Verhandlung verlesenen 13 kirchenpolitischen Er. lasse ausschließlich die Sedisvacanz des päpstlichen Stuhles betreffen und die Stellung zeichnen, welche das deutsche Reich bei dem Tode Pius IX. zur Wahl eines neuen Papstes zu nehmen gewillt sei.

Die durch das erstinstanzliche Erkenntniß im Prozeß Arnim brennend gewordene Frage be züglich der Verwaltung und Behandlung der Ge⸗ sandtschasts-Archtwe des deutschen Reiches ist Seitens des Reichekaͤnzler-Amtes der Lösung nahe gebracht worden. Wie mit Bestimmtheit verlautet, ist die betreffende Instruction bereits ausgearbeitet und und den Bundesregierungen zur Kenntnißnahme mitgetheilt worden.

DieNational-Zeitung bestätigt, daß die preußische Regierung den Besitzern preußischer Bank-⸗Antheile zu Neujahr 1876 deren Betheiligung gekündigt hat. DemReichs- Anzeiger zufolge hat der Kaiser dem Cultusminister Falk den Stern zum rothen Adler-Orden verliehen. f

Essen. Am 15. d. M. sind auf der Guß⸗

2) die evangelische Schulstelle zu Hergersderf, im Kreise Alsfeld, mit einem jährlichen Gehalt von 400 fl.

Mainz. Bezüglich der biesigen Festungs⸗ bauten scheinen andere Dispositionen getroffen worden zu sein. Wie wir aus guter Quelle vernehmen, ist die Ausführung der großen deta⸗ chirten Außen Forts in weite Ferne gerückt und auch die Ausführung des ersten Forts von der Westfronte, für welches der außerordentliche Credit mit mehr als einer Million Gulden vom Reichs- tag bereits bewilligt ist, wird vorerst unterbleiben.

Berlin. Der Justiz⸗Ausschuß des Bundes; rathes hat die Zustimmung des Bundesrathes zu dem aufgestellten Gesetzentwurfe über die Beur- kundung des Personenstandes und die Eheschließ⸗ ung beantragt. Der Entwurf enthält allgemein gültige Bestimmungen über die Erfordernisse der Eheschließung und begründet die ausschließliche Zuständigkeit der bürgerlichen Gerichte in streitigen Ehe⸗ und Verlöbnißsachen. Das Gesetz, welches sich im Uebrigen dem preußischen Gesetze auschließt, soll mit Neujahr 1876 in Kraft treten.

DerProv.⸗Corresp. zufolge wird der preußische Landtag vermuthlich auf den 14. Jan. einberufen werden und etwa noch 10 Tage gleich- zeitig mit dem Reichstage tagen.

Mehreren Blättern wird von hier gemeldet: Glaubwürdigen Mittheilungen zufolge hat das Ver Fürsten Bismarck erklärt, es könne für seine persönliche Sicherheit von de nicht einstehen; er möge darauf verzichten, zu Fuß auszugehen und sich eines geschlossenen Wagens 1 l

Motivirt ist diese Erklärung, in der unvollständig gelungen sei. Frankreich. Paris. Der zweite Secretär hiesigen deutschen Botschaft, Baron v. Holstein, Es ist in den hiesigen diplomatischen Kreisen

hiesige Polizei-Präsidium dem

bedienen.

von einem Attentat, welchem die Polizei auf der Spur sei, nicht die Rede ist, mit dem Hinweis der

auf die maßlose Agitation der Ultramontanen welche den Fürsten Bismarck für die neueGe waltthat gegen Majunke verantwortlich machten.

Im Wiederspruch mit anderen Mittheil ungen schreibt die Berl. e

1

7 sehr v. Holstein eine Audienz ertheilt hat, und man Graf Arnim sieht darin eine Genugthuung für die Anschuldig

stahlfabrik von Friedrich Krupp wieder 4000 Mann gekündigt worden, da die Fabrik bis auf 8000 Mann reducirt werden soll, wo sonst, wie bekannt, 16,000 Mann beschäftigt waren.

München. Einer Mittheilung derNeuen freien Presse zufolge gedenkt der Papst der neu bekehrten Königin-Muttec von Bayern die goldene Tugendrose zu verleihen.

Stuttgart, 23. Dez. Der Vorstand der Württembergischen Commissionsbank, Fr. Graf, sowie die Precuristen Kühne und Blum sind gestern verhaftet worden. Gleichzeitig wurden sämmiliche Papiere und Bücher des Justituts auf das Stadt- gericht verbracht. Der Grund der Verhaftung ist unbekannt. Die Beamten der Bank wurden heute gerichtlicherseits salarirt.

Ausland.

Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Die amt⸗ licheWiener Zeitung veröffentlicht das sanctio irie Finanzgesetz für 1875, wonach die Deckung des Defic'ts von 8½¼ 0 Millionen durch Rente- verkauf zu erfolgen hat. Schweiz Berr. Die Dibcesan⸗Conferenz des Bisthums Basel beschloß die Aufhebung des Domcapitels in Solothurn und Liquidation des mögens des Bisthums. ö Holland. Haag.

ist aus Berlin wieder hier eingetroffen.

- natürlich

bemerkt der Kaiser Herr!

daß

worden,

Der Regierung wurde r niederländischen Expebition auf der Insel Réunion telegraphirt, daß die Beobachtung des Venus⸗Durchganges wegen bewölkten Himmels nur

ungen und Insinuationen, welche die Vertheidiger des Grasen v. Arnim gegen ihn gerichtet hatten.

In Folge einer Beschwerde des spanischen Botschafters Vega de Armijo hat die Parifer Polizei, wie derRappel vernimmt, bei ver schiedenen Buchhändlern lithographische Portraits des Don Carlos mit Beschlag belegt, welche die Unterschtift tragen:D. C. R. D. E.(Don Carlos, Rey de Espanna).

Versallles, 24. Dez. Die Nationalver⸗ sammlung nahm den Gesetzentwurf betreffs der Pariser Stadt- Anleihe von 220 Millionen an und vertagte darauf ihre Sitzungen bis zum 5. Jan.

Spanien Madrid. DerAgence Havas wird aus Bayonne gemeldet, daß fich die Car- listen bereit erklärt hätten, das deutsche bei Zarang auf den Strand gelaufene SchiffGustav gegen Bezahlung der Douane⸗Kosten wieder freizugeben. General Loma ist von seiner Verwundung wieder hergestellt.

Rußland. Petersburg. Einer Dapesche von hier zufolge sind die Nachrichten über Fort⸗ setzung der Brüsseler Conferenz, namentlich über den Zeitpunkt sür die Eröffnung der Conferenz, unbegründet. Die russische Circular-Depesche ist noch nicht einmal von allen Regierungen beantwortet. Ein kaiserlicher Ukas an den Haus minister spricht aus, daß der Großfürst Nikolaus Kon- stantinowitsch an einer Gemüthskrankheit leide, und stellt denselben unter die Curatel seines Vaters. Der Ukas stützt sich auf ein Gutachten, welches die Aerzte, darunter Zdeckauer und Balinski, nach längerer Beobachtung des Großfürsten erstatteten. Der Ükas wurde durch den Senat publicirt. Amerika. Lima. Nach einer der peruvianischen Gesandtschaft in Paris aus Lima zugegangenen Depesche vom 14. Dezember sind die dortigen Junsurgenten am 7. d. M. vollständig geschlagen worden, ihr Anführer Pierola nach Bolivia ge⸗ flüchtet und die Ordnung darauf wiederhergestellt. Pernambuco. Aus der Provinz Pernam⸗ buco sind die Jesuiten vertrieben worden. China Peking, 21. Dez. Die russische Regierung wollte von ihrer Grenzstation Kiachta nach Peking eine Telegraphen-Linie bauen, erhielt aber nicht die Genehmigung der diesseitigen Re⸗ gierung. Inzwischen erhielt die von der dänischen Regierung incorporirte Great⸗Northern⸗Telegraph⸗ Company vom Vicekönig zu Foochou die Concession zur Herstellung einer Leitung von Foochgu nach Muwy. Rußland verlangte nun ebenfalls die Concession. Die Regierung machte jedoch geltend, jene Concession sei irrthümlich ertheilt und verlangt die Niederlegung der fast fertigen Leitung. Däne⸗ mark intervenirt jedoch und wird darin von Ruß land unterstützt.

Aus Stadt und Land.

Bad⸗ Nauheim, N. Dezember. Der in nächßer Gemeinderathssitzung zur Abstimmung kommende Antrag Geberinger, nämlich auf Grund des Art. 43 der neuen Landgemeinde Ordnung die Oeffentlichkeit der Sitzungen des Gemeinderalhs der Stadt Bad Nauheim zu beschließen wird fortwährend in allen Schichten unserer Bevölkerung lebhaft diskulirt, und dürfte am Platze sein, auf die desfallsige Berathung der 2. Kammer der Stände hier kurz zurückzukommen. Be⸗ kannilich nahm dieselbe in ihrer Sitzung am 3. Juli 1878 den Antrag Welcker mit 31 Stimmen an, anstatt des frag · lichen Artikels im Regierungsentwurf zu setzen:Die Sitzungen des Gemeinderaths sind öffentlich. Für einzelne Gegenstände kann durch besonderen Beschluß, welcher in geheimer Sitzung gefaßt wird, die Oeffentlichkeit aus geschlossen werden. Die Regierung erklärte bei damaliger

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Berathung, die Fassung des Artikels sei nicht aus Ab⸗

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