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Donnerstag den 29. Januar.
13.
sischer Anzeiger.
Die Petitzeile 1 wird mit 4 Kreuzern berechnet.
Kreisblatt für den Areis Friedberg.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Sanmstag.
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Für die Monate Februar und März kann auf den„Oberhessischen Anzeiget“ bei der Verlags⸗Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnitt werden.
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Detreffend: Die Voranschläge der Gemeinden des Kreises Friedbe
Amtlicher Theil.
rg für 1874.
Friedberg am 27. Januar 1874.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.
Die Ibnen zukommenden, revidirten und abgeschlossenen Original-Exemplare der Voranschläge für 1874 mit den dazu gehörigen Actenstücken haben
Sie, nachdem die bei Ihnen zurückgebliebenen Exemplare denselben gleichgestellt worden sind, den Gemeinde Einnehmern nach Vorschrift des F. 17 der
Instruction für die Aufstellung und Revision der Voranschläge der Gemeinden vom 25. November 1872 sofort zuzustellen und, daß dies geschehen,
dinnen 8 Tagen nach Empfang der Vor anschläge uns anzuzeigen.
Zetreffend: Die Vertilgung der Raupenntster.
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Friedberg am 26. Januar 1874.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien, Großh. Polizeiberwaltung Bad⸗Nauheim und Großh. Polizei-Commissär zu Wickstadt. Wir fordern Sie auf, die zur Vertilgung der Raupennester erforderlichen Maßregeln nach den bestthenden Vorschriften zu treffen und diese
ffentlich unter dem Anfügen bekannt machen zu lassen,
Deldstrafe bis
daß nach§. 368 pos. 2 des Reichsstrafgese
zu 20 Thaler oder mit Haft bis zu 14 Tagen bedrobt it.
gbuches das Unterlaßsen der Bertilgung mit einer
Zugleich werden Sie dit Feloschützen anweisen, genau zu überwachen, daß Ihren Anordnungen Folge geleistet wird und die Säumigen zur
Anzeige zu bringen. ende Februar dieses Jahres einzuberichten.
Sollten die Feldschügzen hierin nachlässig sein, hoben solche Disciplinarstrasen sich zu gewärtigen. Der Be- und Erfolg ist bis
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5 8 bursche zetreffere; Die Bezahlung det Braunkoblengelber an die Bergkasse zu Friedberg(vom Melbacher Bergwerk).
Jtan Huber.
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Lirche des Großherzo
Friedberg am 28. Januar 1874.
15 die Herren Bürgermeister der jenigen Orte des Kreises Friedberg, welche vom Melbacher Werk Kohlen beziehen. 1
8 Im Juteresse der Kohtengeldschuldner ersuche ich Ste, oͤffentlich bekannt machen zu lassen, daß bei Bezahlung der crebitirten Braunkehlen
end, wenn die Restanten bereits Mahnzettel erhalten haben.
selder, die auf dem Bergwerk bürgscheinweise ausgestellten und fortgeführten Controlzettel(Gegen- und Abfuhrscheine genannt) auch dann mitzubringen
Der Großberzogliche Bergrentmeister. Ne bhu th.
Deutsches Reich. Darmstadt. ungsblatt Nr. 2 enthält:
I. Allextzöchstes Edict, die Verfassung der evangelischen
6 II. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königliche oheit der Großherzog haben allergnädigst geruht:
lementatschule zu. Münzenberg, Isaak Jacob Fürtb auf In Nachsuchen,— den Steuetaufseher Heinrich Eckhardt
Mainz, unter Anerkennung feiner mehr als 50 jährigen
lugeleiseten Diensse,— den Steuctausseber Jobann f.
dbillipp Haas in Groß ⸗ Gerau, mit Wirkung vom Seite zeige, N ind J uar 1874 ab, am 27. December den Steuerausseber diesert Umstand eine baldige Abnützung des schönstenfsteht in nächster Aussicht. x 1874
1 Jan zohann Kaiser zu Lollar mit Wirkung vom 1. Janua und am 31. December den Districis⸗Einnehmer der Listricis-Einnehmetei Birkenau, Georg Ballhasar Habich, E den Ruhessand zu versetzen.
III. Concurtenz⸗Er bffnungen. Erledigt sinb: die erste b angelische Mädchenschule zu Michelstadt, im Kreise Erbach,
nit einem jährlichen Gebalt von 800 fl.; dem Herrn
1(ralen von Ecbach⸗Fürstenau fleht das Präsentationsrecht
5 dieser Stelle zu; die dritte evangelische Schulstelle zu zierstein, im Kieise Oppenheim, mit einem jährlichen Lehalte von 550 fl.; die erße evangelische Schulstelle zu uflabt, im Kreise Neustadt, mit einem jährlichen Ge— zn von 450 fl.; dem Herrn Fürsten zu Löwensteln⸗ Teriheim⸗Rosenberg und dem Herrn Grafen zu Erbach Schönberg fleht das Präsentaliensrecht zu dieser Stelle 1 die brite evangelische Schulstelle zu Echzell, im Kreis, Webda, mit einem jährlichen Gebalt von 400 fl.; die weile evangelische Schulsielle zu Lützel⸗Wiebelebach, im
Freise Neusiabt, mit einem jährlichen Gehalt von 400 fl.; en Herrn Fürsten zu Löwenstein Wertheim ⸗Rosenberg 4 dem Heirn Grasen zu Erbach⸗Schönberg steht das
4 Asenlafionsrecht zu dieser Sulle zu z die drilte evangelische chhulstelle zu Nidda, im Kreise Nidda, mit einem jähr- soen Gehalt von 500 fl. und gesetzlicher Wohnunge⸗ Kogütung.
Darmstadt. Die in den Zeitungen ent⸗ seltene Nachricht, daß die Beamten-Besoldungen nnächst monatlich ausbezahlt werden würden, et sich bestätigt, indem die Besoldungen für Uunuar zur Auszahlung gelangt sind. Mancher *. Beamten, namentlich der niederen Categorien,
githums betreffend.
3 0 am J. December 1873 den Schullehrer an der dernelitischen
ist dadurch aus einer peinlichen Lage befrelt worden, für die Staatsbeamten vorlegen. Das Großherzogliche Regiet⸗ indem bei den höberen Behörden ganze Päcke Ein- nicht nur die unwiderruflich, sondern auch die gaben wegen erbetener Abschlags-Zahlungen c. widerruflich angestellten Beamten begreifen.
vorhanden sein sollen. Viele Beamte hatten mit Sicherheit auf die beantragte Besoldungs-Erhöhung schon zu Ende vorigen Jahres gerechnet.— Bei den Besoldungs-Geldern finden sich diesmal dle ersten Zwanzig Pfennig Stücke. Das hiesige „Tag-Blatt“ macht darauf aufmerksam, daß die Prägung eine kleine Wölbung auf der Wappen- S die höher als der Rand sei, und daß
Theiles der Prägung befürchten lasse. Die Noliz mag der genauesten Prüfung an maßgebender Stelle empfohlen werden.
— Schon bald nach Eröffnung des gegen: wärtigen Landtags stellte ein Abgeordneter den Antrag, unter Aufhebung der bestehenden Ober- Medicinal Direction im Wege der Gesetzgebung eine neue Medieinal-Ordnung einzuführen. Ge⸗ legentlich der Berathungen des Finanz⸗Ausschusses mit den Ministerien über die neuen Beamtenetats und die damit zusammenbängenden Organisations- Aenderungen kam natürlich auch jene Frage zur Sprache, und wie wir jetzt aus sicherer Quelle erfahren, ist die Aufhebung der genannten Be- hörde Seitens der Regierung zugestanden worden. Die Functionen derselben sollen in Zukunft von einem Referenten im Ministerium wahrgenommen werden, in besonders dazu geeigneten Fällen unter Zuziehung von Vertrauens Personen aus dem Stande der Aerzte. Namentlich soll auch schon die neue Medieinal-Ordnung mit solchen berathen und festgestellt werden. Diese Nachricht wird von den Aerzten unseres Landes mit Freuden be- grüßt werden.
— Sicherem Vernehmen nach wird die Re- gierung in der nächsten Zeit ein Penstonsgesetz
Dasfelbe wird
Da ein Penstonsgesetz ein dringendes Bebürfniß ist— auf dem letzten Landtage wurde zwar ein solches vorgelegt, es kam aber nicht zu Stande— so wird jene Vorlage namentlich von den Beamten freudig begrüßt werden, deren Penstoneptthält⸗ nisse mit Rücksicht auf gemachte Vorbehalte der Regulirung harten.— Auch die Vorlage der seit längerer Zeit zugesagten Kirchengesetze für Hessen
— Die Berathungen des Justizministeriums über die Civilehegesetzgebung in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen haben nach der„D. Ztg.“ zu Ende der verflossenen Woche ihren An⸗ fang genommen.
Mainz, 26. Jan. Die Standbilder Guten⸗ berg's und Sqiller's waren gestern wegen der Wahl Moufang's frühe mit Flor verhüllt. Die Polizei entfernte denselben. Vom Lande her werden Großthaten aller Art berichtet. Von vielen einst⸗ weilen folgende. In Oppenbeim waren von dier aus jugendliche Sendlinge aus dem„Frankfurter Hofe“ erschienen, um durch Straßen- Agitation die dort geringen Chancen der„katbolischen Volks- partei“ heben zu helfen. Am Nachmittag wurden die Anlässe vom Zaune gebrochen, und die mit versteckten Prügeln während des ganzen Tages be⸗ waffneten Krakehler sollten die Pläne ausführen. Der Tumult vor dem Ratbbaus entwickelte sich gleichzeitig auf verschiedenen Punkten. Man wurde indessen des Gesindels bald Herr, nicht ohne daß es selbst gewaltige Prügel empfangen bätte. Selbst die Gendarmerie wurde von dem fanatisirten Pöbel angegriffen, mußte von der Waffe Gebrauch machen und theilte scharse Hiebe aus. Diese von bier aus geschürte Haltung war so drodend, daß in


