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1874. N
Donnerstag den 28. Mai.
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berhessischer Anzeiger.
Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet.
Areisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
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Für den Monat Juni kann auf den g Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden.
„Oberhessischen Anzeiger“
bei der
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Amtlicher Theil.
Betreffend: Rückvergütung von Porto für dienstliche Correspondenz.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und katholischen Kirchenvorstände der nachstehenden Gemeinden.
Indem wir Sie in Folge Verfügung Großherzoglichen Minister 5254 benachrichtigen, daß die in dem nachstehenden Verzeichniß bemerkt tragen wir Ihnen auf, Einnahmedekretur und Controlirung eintreten zu lassen. erlassene Verfügung nachstehend in Abdruck unter Bezug auf unser Ausschreiben vom
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Friedberg am 23. Mai 1874.
iums des Innern vom 18. Mai dieses Jahres zu Nr. M. d. J. 5217 und en Beträge zur Auszahlung auf die Hauptstaatekasse angewiesen worden sind, Zugleich theilen wir Ihnen die von Großherzoglichem Ministerium 25. April 1871, Kreisblatt Nr. 50, zur Nachachtung mit.
Das Großherzogliche Ministerium des Innern an Großherzogliches Kreisamt Friedberg.
Auf den Bericht vom 7.
laufenden Monats erhalten Sie nach stehenden Auszug zur Nachricht. Bürgermeistereien in Nordhessen bei Sendungen in Staatsdienstangelegenheiten, sowtit solche sich auf Gemeindeangelegenheiten den Bestimmungen des Ausschreibens vom 20. April 1871 zu Nr. M. d. J. 4 der Bezeichnung:„portopflichtige Dienstsache“ zu versehen.
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Uebrigens haben die Großberzoglichen beziehen, genau nach
463 zu verfahren, also die Sendung nicht zu frankiren, sondern mit Sie wollen darauf achten, daß hiernach in Zukunft verfahren wird.
Verzeichniß der von einzelnen Gemeinden und Fonds gemachten und reclamitten Portovorlagen in den Jahren 1872 und 1873, 1) Gemeinde Assenheim 1873 2 fl. 38 kr.— 2) Gemeinde Bruchenbrücken 1873 10 kr.
4) Katholischer Kirchensond zu Friedberg 1873 1 fl. 30 kr.— 5) Gemein 1873 3 fl. 47 kr.— 7) Kirchenfond zu Ober-Mörlen 1872 2 fl. 29 kr., Wöllstadt 1873 3 fl. 49 kr.— 9) Kirchensond zu Ockstadt 1873 1 fl.
11) Gemeinde Reichelsheim 1873 2 fl. 4 kr.— 12) Kirchenfond zu Rockenberg 1873 3 fl. 11 kr.
Veröffentlichung.
de Münzenberg 1873 1 fl. 33 kr. 1873 1 fl. 49 kr., zusammen 4 fl. 18 kr.— 8) Kirchenfond zu Ober⸗ 45 kr.— 10) Kirchenfond zu Oppershofen 1873 4 fl. 17 fr.— — 13) Kirchenfond zu Wickstadt 1873 2 fl. 59 kr.
— 3) Gemeinde Butzbach 1873 5 fl. 10 kr.—
— 6) Kirchenfond zu Nieder⸗Mörlen
Der Lehrer an der Ackerbauschule dahier, Herr Dr. Heuser, wird die Wanderlehre in Besprechungen landwirthschaftlicher Gegenstände Sonntag den 31. Mai laufenden Jahres nach beendigtem Nachmittagsgottesdienste in Nieder⸗Wöllstadt forisetzen, es werden daher die Mitglieder des landw. Vereins wie sonsfige Freunde der Landwirthschaft daselbst wie der Ungegend um recht zahlreiche Theilnahme ersucht.
Der Director des landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins Friedberg.
Friedberg den 26. Mai 1874.
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Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Kaspar Jung von Beyenheim wurde zum Feldschützen für diese Gemarkung bestellt und in Pflichten genommen.
Deutsches Reich.
Darmstadt, 23. Mai. S. K. Hobeit der Großherzog sind heute Vormittag zu kürzerem Sommer⸗ Aufenthalt nach Mainz abgereist.
24. Mai. Die Prinzessin Ludwig ist heute Vormittag 11½ Uhr von einer Tochter entbunden worden.
— Der Finanzausschuß der zweiten Kammer beantragte das Ersuchen an Großherzogl. Regier— ung zu richten, den Personaletat der Salinen und Bergwerke soweit irgend thunlich, und zwar ent- weder durch anderweite Verwendung des über- flüssigen Personals oder, falls sich dazu in der nächsten Zeit keine Gelegenheit gibt, durch zeit weise Pensionirung zu vermindern.
— Im 1. Quartal v. J. beliefen sich die Einnahmen aus Neichszöllen auf 12,174,349 Thlt., während sie in der gleichen Periode dieses Jahree nur 8,386,154 Thlr. betrugen. Der Ertrag des Wechselstempele fiel von 665,865 auf 615,627 Tolr., derjenige der Telegraphie von 902,256 auf 841,134 Thlr. ö
Oppenheim. Die Hauptversammlung des Gustav- Adolf. Vereins wird in diesem Jahre in hiesiger Stadt abgehalten. Als Hauptfesttag ist der 8. Juli in Auesicht genommen. Tags zuvor, Dienstag den 7. Juli, findet Vorversammlung statt. Dieser Tage wird sich ein Comjite bilden, dae die Vorbereitungen zu dem würdigen Empfang der Festgäste treffen wird.
Berlin, 21. Mai. In der gemeinschastlichen Sitzung beider Hauser des Landtages waren sämmt⸗ liche Minister, ausgenommen der Ministerpräsident Fürst Bismark, anwesend. Der Präsident des Hertenhauses, Graf Stolberg, eröffnete auf Grund der getroffenen Vereinbarung mit dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses, anschließend an frühere Vorgänge, die Sitzung. Der Vicepräsident des Staatsministeriums, Camphausen, verliest die könig— liche Botschaft, datirt Wiesbaden den 20. Mai, welche die Session für geschlossen erklärt. Die Mitglieder hören die Botschaft stehend an und stimmen in das vom Präsidenten Graf Stolberg ausgrachte Hoch auf den König enthustastisch ein.
— Die„Nordd. Allg. Ztg.“ bemerkt, bezüg- lich der Andeutungen rheinischer Blätter, daß die ultramontane Agitationspartei damit umgehe, nach Ausweisung der renitenten Geistlichen ein Haupt— quartier der klerikalen Umtriebe an der luxem- burgischen Grenze zu errichten, wozu namentlich Echternach ausersehen sei, es würden sich geeignete Mittel finden einem solchen Unternehmen entsprechend entgegenzutreten.
— Die auch telegraphisch mitgetheilte Meldung des Londoner„Standard“, daß die Königin von
England den Besuch des Kaisers von Rußland im Die Königin ist heute Abend 9 Uhr hier eingetroffen und
August erwidern werde, ist richtig.
Victoria wird bei dieser Gelegenheit auch einige Tage in Berlin verweilen, und es ist deshalb die nommen,
ältesten Sohnes des Kronprinzen, die ursprünglich am 18. Oct. stattfinden sollte, auf diesen früheren Termin verlegt worden.
— Die„Post“ schreibt: Wie wir hören, ist die Ernennung v. Werther's zum deutschen Bot schafter in Konstantinopel nunmehr durch kaiserliche Ordre erfolgt.
— Der Bundesrath hat beschlossen, daß außer den früher bezeichneten Münzen nunmehr auch Fünsmarkstücke in Silber geprägt werden sollenz über den in solchen Fünsmarkstücken auszuprägen⸗ den Betrag wird indeß die Beschlußfassung vorerst noch ausgesetzt, bis über die Aufnahme dieser Münzen im Verkehr ausreichende Erfahrungen vorliegen. Die dermalige Ausprägung von Ein- markstücken wird entsprechend eingeschränkt.
Fulda. Da die Regierung den Entschluß gefaßt hat, das Internat in den Schullehrer— Seminarien zu beseitigen, so ist der Neubau des neuen Lehrer- Seminars dahier vorerst sistirt worden.
— Wie der„Fuld. Anzeiger“ vernimmt, sind wegen der den Herren Domcaplan Weber und Pfarrer Helfrich gebrachten, viel besprochenen Ovationen nicht weniger als einige 60 Anklagen erhoben worden.
Ems, 22. Mai. Der Kaiser von Rußland
hat im Hotel„Vier Thürme“ Wohnung ge—
Zu seinem Empfang war die Stadt
Confirmation des Prinzen Friedrich Wilhelm, des festlich geschmückt und illuminirt.


