stein⸗Wertheim⸗Rosenberg und dem Grafen zu Erbach⸗ Schönderg sieht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu; die evang. Schulsielle zu Pobl-Göns, im Kreise Gießen, mit einem jäbrlichen Gehalt von 400 fl.; die evang. Schulstelle zu Schwanheim, mit einem jährlichen Gehalt von 450 fl.
Darmstadt. Die Nachricht über den bevor stehenden Zusammentrit der zweiten Kammer ent- behrt der Begründung. Vielmehr wird auf Veranlassung der Mitglieder des Finanz- Aus- schusses der zweite Präsident der Kammer, Herr George, ersucht werden, einstweilen bis zum Zu- sammentritt der Kammer die Geschaͤfts-Leitung im Ausschuß zu übernehmen und für diese Zeit von seinem Rechte Gebrauch machen, den Sitzungen des Ausschussts beizuwohnen.
Berlin, 24. Febr. Bei der heutigen Ersatz⸗ wabl in dem hiesigen sechsten Reichstags wahlkreise wurde Dr. Banks mit 7240 Stimmen gewählt. Hasenclever erhielt 5149, Redacteur Sachse 1029 Stimmen.
— 25. Februar. Das Herrenbaus und das Abgeordnetenhaus haben den Antrag auf Ver— tagung bis zum 13. April angenommen. Das Abgeordnetenhaus beschloß vorher in Ueberein- stimmung mit der Regierung, den Vertagungs- Antrag in einer Lesung zu erledigen.
— 25. Febr. Sitzung des Reichstags. Auf der Tagesordnung stebt die Berathung über das Protokoll der Commission sür die Vorbereitungen zur Erbauung eines Reichstagsgebäudes. Von den fünf vorliegenden Anträgen, betreffend die Wahl eines Bauplatzes, wird der Antrag Reichen- sperger, in welchem der Platz hinter dem jetzigen provisorischen Reichstagsgebäude in Vorschlag ge— bracht wird, mit 130 gegen 120 Stimmen ange-
nommen. Ein Zusatz- Antrag von Duncker, sieben
Delegirte zu ernennen, welche mit dem Präsi— denten und Sachverständigen den Bauplan und den Kostenanschlag feststellen sollen, wird bei Namensaufruf mit 112 gegen 110 Stimmen ge— nehmigt. b
— Aus gut unterrichteten Kreisen erfährt die „Weim. Zig.“ mit Bestimmtheit, daß das über die bekannte Angelegenheit des Capitäns Werner gebildete Kriegsgericht den Letzteren freigesprochen, und daß dieser Spruch, der übrigens bereits im Januar ergangen sein soll, die allerhöchste Be— stätigung gefunden hat.
Köln. Die„Köln. Ztg.“ vernimmt, daß der am 1. April fällige Gehalt des Erzbischofs Melchers mit Beschlag belegt werden soll.
Koblenz. Gleichwie die Beamten aufge⸗ sordert wurden, ihre Mitgliedschaft des„Mainzer Katholikenvereins“ aufzugeben, haben dieselben auch jetzt die Weisung erhalten, aus dem hiesigen katho⸗ lischen Casino auszutreten.
Sonderburg. Wie bekannt, war bei der Enthöllung des Standbildes Friedrichs VII. in Kopenhagen am 15. Nov. v. J. auch eine sog. nordschleswigsche Deputation anwesend. Die Sache machte seiner Zeit viel von sich reden. Dieser Tage wird nun bier mit der Ausweisung der— jenigen Nordschleswiger dänischen Unterthanenver⸗ hältnisses vorgegangen, welche sich an jener Demonstration betheiligt hatten. So trifft u. A. diese Ausweisung einen jungen Mann, welcher mit bedeutenvem ländlichem Grundbesitz hier auf der Insel ansässig ist.
Leipzig. In den studentischen Kreisen erregt
die am 19 d. erfolgte Verhaftung eines Stu— direnden mit hochadeligem Namen großes Auf- sehen. Es soll sich derselbe bei einer Versammlung einer argen Beleidigung des deutschen Kaisers schuldig gemacht haben. 5
Schwerin, 23. Februar. In der heutigen Plenarversammlung des Landtages wurde ein Rescapt der schwerin'schen und eine Note der strelitzer Regierung mitgetheilt, in welchen beide Regierungen eine wiederholte Berathung der 8. bie 9 der Verfassungevorlage(welche die Hormition der neuen Landesvertretung betreffen) un Peincipien der Regierungsvorlage ausspre Beschlüsse der Landschaft sowie den 3 Ritterschaft, die Vorlage im Princip nicht ver⸗ werfen zu wollen, acceptiren, jedoch den Beschluß
die die völlige Uebereinstimmung mit den
des letzteren Standes betreffs Aufrechterhaltung der Ritter- und Landschaft als politischer Corpo⸗ ration ablehnen. Es wurde darauf beschlossen, daß jeder Stand das Capitel der Vorlage über die Modification der Landesvertretung noch ein— mal berathen solle.
Straßburg. Von etwa 100 hiesigen katho- lischen Geistlichen haben 50 die Zustimmungsadresse an Teutsch unterzeichnet. Der Protest der Bürger- schaft gegen Bischof Räß hat bis jetzt etwa 250 Unterschriften erhalten.
Ausland.
Frankreich. Paris. Das„Journal offi⸗ ciel“ veröffentlicht die erste Liste der Subserip— tionen für die von der Herzogin von Magenta patronirten Volks- Speise- Anstalten. Diese erste Liste weist ein Gesammterträgniß von 77,012 Fr. aus.
— Es verdient erwähnt zu werden, daß am 16. März der kaiserliche Prinz nicht nur voll- jährig sein, sondern sich auch im Besitze eines ansehnlichen Vermögens befinden wird. Bei seiner Geburt hat ihn Napoleon III. bei einer großen Anzehl Versicherungs-Gesellschaften eingekauft, um ihm nach vollendetem 18. Jahre ein Ver— mögen zu sichern, wenn er bis dahin den Thron nicht einnehmen sollte. Man spricht von 7 bis 8 Millionen, welche an diesem Tage dem Prinzen ausbezahlt werden müssen.
— Der„Figaro“ glaubt zu wissen, daß der kaiserliche Prinz an eine hervorragende Persön— lichkeit der bonapartistischen Partei einen Brief gerichtet habe, in welchem er seine Freunde er— suchte, auf die für den 16. März beabsichtigte Demonstration zu verzichten, da man jetzt vor Allem darauf bedacht sein müsse, Frankreich, welches so sehr der Rube bedürfe, keine unnütze Aufregung zu bereiten.
Dem Pernehmen nach soll im nächsten Jahre hierselbst eine internationale Ausstellung von Erzeugnissen der Kunst und Industrie stattfinden.
Holland Amsterdam. Der kürzlich ge— wählte Erzbischof der altbischöflichen Utrechter katholischen Kirche, Cornelius Diependahl, hat gutem Vernehmen nach die Wahl abgelehnt.
Großbritannien. London. Ernannt sind: Karslake zum Attorney General, Bagalley zum Sollicitor- General, Lennox zum Obercom— missär der Bauten, Reach zum Obersecsetär für Irland, Marquis of Bath zum Oberkammerherr.
— Marquis of Abercorn ist zum Vicekönig von Irland, Oberst Taplor zum Kanzler des Herzogthums Lancaster, Howker Hamilton zum Unterstaatssecretär für die Colonien, Hamilton zum Unterstaatssecretär für Indien ernannt.
— Das schon seit mehreren Wochen umlaufende Gerücht, Gladstone gedenke zeitweilig die Fübrer— schaft der Liberalen abzugeben, wird in den letzten Tagen mit großer Bestimmtheit wiederholt. Nach der ntuesten Lesart würde der so jählings Ge⸗ stürzte im Frühjahr eine längere Erholungsreise in das Ausland machen. Als stellvertretende Führer im Unterhause werden Göschen, Forster und der Marquis of Hartington namhaft gemacht.
— Der Madrider Agent des hiesigen Aus- schusses der Inhaber ausländischer Staats-Obli— gationen meldete telegraphisch, daß»der spanische Finanzminister vorgeschlagen habe, die Zahlung der beiden fälligen Coupons der spanischen Schuld durch Uebertragung der Minen von Pajares und Rio Tinto und des Erlöses der zu National Eigenthum erklärten Güter an die Obligations Inhaber zu bewerkstelligen.
— Einem officiellen Telegramm des Generals Wolseley vom 5. d. Mts. zufolge ist derselde nach viertägigen Gefechten am 4. in Cumassi eingerückt. Der König der Aschantis hatte die Stadt verlassen und sollte zur Unterschrift der Friedensbedingungen am 5. in das Hauptquartier Wolseley's kommen. Der Verlust der Engländer betrug 300 Todte und Verwundete.
Spanien. Madrid, 23. Febr. Gentral Moriones hat den begonnenen Vormarsch wieder
eingestellt, da die Flotte durch ungünstiges Wetter an der Mitwirkung bei den militärischen Opera-
tionen verhindert ist.
mäßig bohen Reservefond enisprechend, auf 7 fl. erhöhl,
Italien. Rom, 25. Febr. Der Corping Barnabo, General-Präfect der Congregatlon de „propaganda fide“, ist gestern Abend gestorben Es wird versichert, General Bilio werde sel Nachfolger werden. ö
Türkei. Konstantinopel, 26. Fehn Die armenische Frage ist auf der Grundlage dez 2900 4 Gewissensfreiheit entschieden und die Katholiken che! gemeinde von dem Patriarchen der Dessidentey für unabhängig anerkannt worden. Heute find die Investirung des Vertreters der katholischn! Gemeinde bei der Pforte statt. 7
Griechenland. Athen, 25. Febr.. der heutigen Sitzung der Deputirten- Kammg brachte Lombardas den Antrag ein, das Min sterium Deligeorgis in Anklagezustand zu ven setzen. Die Anhänger Deligeorgis' stellten da em Gegenantrag, von der Erhebung der Anklaß! abzustehen und die Gesch aftsführung der Ri g gierung zur Untersuchung zu ziehen, die das Ven! dan halten der Regierung rechtfertigen werde.
Smyrna. Der bier erscheinende„Ju. partial“ empfieblt die Unisitation der türkische! in Sn
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Staatsschuld als einziges Mittel in der jetzigen“ ian n Finanzlage. Man versichert, der Artikel sei off,„ 1205 ciell irspirint. 1
Amerika. Newpork. Die biesigen Zei d ungen meldeten aus Cheyenne, 11. Februar, den d ml einem neuen Indianer-Ausstand, der wie gewöhnlit 5 mit Beraubung und Ermordung einzelner An E siedler und Militär-Posten sich einleitet. Sogar en az die Potter Station an der Union-Pacific- Bahr? ati soll ernstlich bedroht sein. Es werden Truppen dan 2 aufgeboten.* f
Ostindien. Calcutta. Einem Spetialtese P ichen es gramme der„Times“ vom 23. Februar en nehmen wir: Die Regierung gibt zu, daß Vage t d bondiren, Verbrechen und Verlassen von Kinden“ unden ft zunebmen. Frauen und Kinder leiden furchtban hie fe Es beißt, daß Todesfälle durch Hunger vort 1
kommen seien. Sir George Campbell bezweifelt
: Mödelfuce ob die Regierung hinlänglich viel Nahrung win**
und Gesäße
beschaffen können. bee Japan. Nangasaki. Die japanesische Gy ümer; N r 5 f 8 1 und dgl. de sandschaft in London veröffentlicht ein Telegramz 1 von bier, wonach 3000 Mann japanessischer Truppe zue auf den Schauplatz der Unruhen eintrafen. Den Die Pf Unruhen ist laut der Mittheilung der Gesand, schaft eine erhebliche Bedeutung nicht zuzuschreiber, 1 Man bofft auf eine baldige und völlige Wieden, f herstellung der Ordnung. B. 5 ung der Aus Stadt und Land. vu jtde A Friedberg. Die Mittheilung ihres R.⸗Correspon, Wil vit denten in Nr. 24. ö. Bl., wonach von Naubeim aus dit an der di Calfirung der er vor wenigen Jahren auf Kosten del ung be Staats angelegten Allee auf der Chaussee von hier nac Ungen! Naubeim bei der einschlägigen Bebörde deantragt worde!“ i in, erinnert uns gleichzeitig wieder einmal an das, wal] gal ein nicht ist, was aber beute sein könnte, wenn Nau, ige ssch
beim s. Z. nicht in Obsibäumen speculirt hälte bes von Es bedürfte wahrlich keines„großen Krachs“, um dahin! lun 5
zu kommen, daß die Nauheimer Obstbaum⸗Speculatie, 0 K welche den Naubeim Friedberger Premenadenwag ven imtlung zirt, eine ganz unrentable ist und sein wird. Wir häuen ach aus heute eine schatlige Allee auf diesem Wege, keine hoff Don nitler nungslose, blätterarme Odstbaum- Anlage“(wie sich iht J ute R. Correspondent sehr richtig ausdrückt) wenn die betreffen b den Leute in Nauheim zur Zeit der„Gründung“(k. Obsibaum-Anlage nicht gar zu engherzigen Ideen gesolgl
wären. Nun heißt es gar, daß die neue Staats All“ Nauheim genire, daß es sie wieder beseitigt zu d wünscht. Die zukünftige schaltige Anlage auf der Hö“ soll schwinden und die Speculations⸗ Anlage ohne* gangenen und zukünftigen Schatten im Thale fel bleiben? Wir hoffen, daß letzte schwiadet und ern bleibt. Nauheimer Kur- und Friedberger Handelsvereh mögen in dieser Richtung thätig sein, vielleicht erlebe wir dann noch, unter schattigem Leubdache sowobl a der Höhe als im Thale nach Nauheim wandern zu können.“
Butzbach. Der Gemeinderath bat beschlossen, ei Realschule dahier zu errichten und dadurch dem lang ge vegten Wunsche eines großen Theils der Bürgerschaft en
sprochen. a 1 Nidda, 19. Febr. Gestern sand die statutenmäßigt dey
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Generalversammlung des biesigen Vorschuß- und Credit Vereins statt. Die Geschäftsergebnisse für das abgelaufene
Jahr waren wieder in jeder Hinsicht sehr erfreuliche, 890 0 Gleichwie im vorigen Jahr konnte auch diesmal eine Ge f winnvertheilung von 10 pCt. festgesetzt werden, wobei det— Neservesond noch weit über den in den Statuten bes
stimmten Betrag dodirt wurde. Das Eintrittsgeld füt 96 von jetzt an eintretende Mitglieder wurde, dem verbältniß⸗ 1 5 eh


