Ausgabe 
27.10.1874
 
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Dienstnachrichten aus dem Kreise

Zu Bürgermeistern sind in Folge der Landgeiaeindeordnung auf 9. Jahre gewählt und als

die Bürgermeisterti Bad-Nauheim der seitherige Bürgermeister Schutt, 3) Für die Bürgermeisterei Bönstadt der seitherige Bürgermeister Geibel, Küchel, 5) Für die Bürgermeisterei Burg Gräsenrod der seitberige Bürgermei rmeisterei Groß Karben der seitherige Bürgermeister Bär, Bürgermeisterei Klein⸗Karben der seitherige Bürgermeister Schneider, 10) Für die Bürgermeisterei

herige Bürgermeister Mohr, 7) Für die Bürge der seitberige Bürgermeister Zwier, 9) Für die

Melbach der seitberige Beigeordnete Hahn, 11) Für die Bürgermeisterei Nieder-Rosbach der seithe

meisterei Nieder Weisel der seitherige Bürgermeister Reuter, 13) Für die Bürgerme

14) Für die Bürgermeisterei Ockstadt der seitherige Bürgermeister Gröninger, 15) Für die Fauerbach, 16) Für die Bürgermeisterei Rodheim der seitherige Bürgermeister Jakobi, 17)

Friedrich Herling, 18) Für die Bürgermeisterei Schwalheim der seitherige Bürgermeister Hensel.

Friedberg am 24. October 1874.

Friedberg. solche bestätigt und verpflichtet worden: 1) Jür 2) Für die Bürgermeisterei Beienheim der seitherige Bürgermeister Huber 4) Für die Bürgermeisterei Butzbach ster Moscherosch, 6) Für die Bürgermeisterei Dortelweil der seit⸗

der seitherige Bürgermeister 8) Für die Bürgermeisterei Ilbenstadt

rige Bürgermeister Groh, 12) Für die Bürger⸗

isterei Ober Rosbach der seitherige Bürgermeister Blecher,

rgermeisterei Okarben der seitherige Bürgermeister Für die Bürgermeisterei Rendel der Ortsbürger

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Tur a p p.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Sicherem Vernebmen nach beab⸗ sichtigt man auch in der ersten Kammer, die Be- rathung der Kirchengesetze in jeder Art zu be⸗ schleunigen. So sind bereits vor einigen Tagen die Reserenten dafür bestellt worden, und zwar nennt man als solche den Geh. Just zrath und Proftssor Wascherschleben in Gießen, den Hof gerichtspräsidenten Buff daselbst und den Ober⸗ Consistorialpräsidenten a. D. Freiherrn v. Starck dahier.

Wie verlautet, sell der 1. Dezember d. J. als Einführungstermin des Vollsschulgesetzes vor- gesehen sein, und sind deßhalb die Wahlen zum Kreistage zu beschleunigen, damit die Kreis ⸗Aus⸗ schüsse die neben dem Kreisrathe und Schul ⸗In⸗ speclor in der Kreis Schul- Commission fungirenden Mitglieder erwäblen können. Ob es gelingen wird, in allen Kreisen rechtzeitig den Kreistag einzube rufen, dürfte deßbalb fraglich sein, weil noch nicht sämmtliche Gemeinderathswahlen beendet, bezw. gesetzlich bestätigt sind, und die Verhandlungen über eingelaufene Reclamationen nur binnen be stimmter Fristen zu Ende geführt werden können.

Berlin, 22. Oct. Der deutsche Handelstag berieth über die Eisenbahn⸗Tarif⸗ Frage und be⸗ schloß nach langer Debatte mit großer Majorität: Der Handelstag erklärt für dringend nothwendig, die Ausführung der für Neujahr beabsichtigten Tarif⸗Resorm zu vertagen und beauftragt einen permanenten Ausschuß, das Reichs Eisenbahnamt zu ersuchen, die Ansichten des Handelsstandes über das adoptirte Braunschweiger System durch ein- berufene Delegirte einzuholen und bei dem Reichs kanzleramt und den zuständigen Einzelstaatsbebörden den Einfluß dabin geltend zu machen, daß die bereits erfolgten Tarif⸗Erböhungen unter Zuziehung von Interessenten einer sorgfältigen Prüfung unter- zogen, auf ein verständiges Maaß zuräckgeführt und die auf Grund dieser Revision aufgestellten Tarife als unüberschreitbare Maximal-⸗Tarife ein- geführt werden.

Die von dem Grafen Arnim eingereichte Civilklage, welche sich als sog. Diffamationsklage darstellte und verlangte,daß der Reichsfiseus den Eigenthums⸗Anspruch an die quästionirten Schrift- stücke, vessen er sich berühme, begründe und nach weise, ist als unzulässig vom Stadtgerichte zurück- gewiesen worden und schwebt jetzt auf die alsbald erhobene Beschwerde beim Kammergericht. Der Kreuz⸗ Ztg. geht von einer dem Grafen Arnim befreundeten Seite die Mittheilung zu, daß der selbe den dienstlichen und amtlichen Character der von ihm beanspruchten Schriftstücke, welche voll- ständig vorhanden seien, nicht bestreite, zu deren Ansichnahme aber sich berechtigt halte, weil die⸗ selben seinen Conflict mit dem Reichskanzler be träfen, vorwiegend persönlichen Character hätten und niemals an die Archive der Botschaft von ihm abgegeben seien.

22. Oct. In der Arnim'schen Angelegen⸗ heit ist mit dem heutigen Tage eine, man darf wohl sagen, kritische Wendung eingetreten. Das Berliner Stadtgericht hat nämlich in seinem Requi⸗ sitionsschreiben an das Wiener Landesgericht den Gegenstand der Anklage dahin bezeichnet, daß es sichun Beseitigung amtlicher, ihm anvertrauter und zugänglicher Scripturen handle.

24. Oct. Das Obertribunal hat Arnim's Beschwerde wegen seiner Verhaftung ebenfalls ab-

in Paris, Fürst Hohenlohe, ist auf der Reise nach Varzin hier durchgekommen.

Fulda. Wie neuerdings bekannt wird in klerikalen Kreisen wußte man es bereits vor einigen Wochen bat sich ein tonsurirter Leiter der ultra montanen Partei dahier das Vergnügen gemacht, den Bisthrms-⸗Verweser Hakel wegen seiner Hal tung gegenüber der Regierung in Rom zu verklagen. München. Der deutsche Kaiser hat 52 Männern und Frauen im Kreise Oberfranken in Anerkennung hervorragender Leistungen die Kriegsdenkmünze von Stahl am Nichteombatlautenbande verliehen. Unter

Dänemark. Kopenhagen. Das Project einer Verlobung der Prinzessin Thyra mit dem Kronprinzen von Hannover ist aufgehoben.

Großbritannien. London, 22. Oet, Kaiserin Eugenie stattete heute der Kaiserin von Rußland im Buckingham⸗Palaste einen Besuch ab.

DieTimes, die Abberufung des eng lischen Gesandten von Rom besprechend, sagt: Der Papst, obschon mit Ehrfurcht und Rücksicht behandelt, besitzt keine Spur zeitlicher Gewalt mehr. Des Gesandten Anwesenheit, derjenigen desOrénoque gleich, war ganz zwecklos, mög⸗

Melanie von Thurn und Taxis in Bambera.

der neuen Studien⸗Ordnung gegen die Bestimmung, daß an den humanistischen Gymnasien in Zukunft wöchentlich nur eine Stunde Religions-Unterricht ertheilt werden soll, in einer direct an den König gerichteten Eingabe Beschwerde erhoben. Von Seite der protestantischen Kirchenbehörde ist auch Protest erhoben worden.

Ausland.

Oesterreich-UUngarn. Wien, 20. Oct. Die bereits gemeldete Zeugen Vernehmung in Sachen Arnim's fand gestern beim hiesigen Landes- gerichte statt. Wiener, der Herausgeber, und Klebinder, der verantwortliche Redacteur des Neuen Fremdenblattes, gaben eidlich zu Proto koll, daß Julius Lang ihnen am 14. April diplomatische Enthüllungen, Actenstücke zum preußischen Kirchenkampf und andere Correspon- denzen angeboten habe; jedoch seien sie auf dieses Anerbieten in keiner Weise eingegangen.

Schweiz. Bern. Die Bundes versammlung hat zum Präsidenten des Bundesgerichts Dr. Blumer (Glarus), zum Vice-Präsidenten Roguin(St. Gallen) gewählt.

Wie demGenfer Journal von hier ge schrieben wird, soll die französische Regierung den Bundesrath ersucht haben, Rochefort in der Schweiz zu interniren oder wenigstens die Publication der Laterne zu verhindern, letzteres wegen ihrer An- griffe auf die französische Regierung und speciell auf den Präsidenten Mae Mahon. Der Bundes- rath habe auf diese Zumuthung kühl geantwortet, daß es der französischen Regierung völlig freistehe, das Blatt vor die Gerichte zu ziehen, wenn sie sich in ihrer Ehre angegriffen fühle; zugleich habe er an die wiederholten Beschimpfungen der Schweiz und ihrer Behörden durch französische Zeitungen und französische Bischöfe erinnert, ohne daß die französische Regierung irgendwie sich veranlaßt ge funden, dagegen einzuschreiten, obgleich die Presse in Frankreich unter ganz anderen und härteren Gesetzen stehe, als in der Schweiz.

Frankreich. Paris. Bei den Wahlen der Vorsitzenden der Generalräthe büßten die Conservativen 5 Sitze ein und gewannen 13 Von den 86 Präsidenten sind 53 conservativ. Alle conservativen Prästidenten betonten bei den Eröffnungsreden, die Generalräthe sollten die Ge schäfte erledigen, die Politik aber bei Seite lassen. Nur einige republikanische Präsidenten berührten politisches Gebiet.

Frau Bazaine, welche nächster Tage nach Santander abreisen wird, hat seit ihrer Ankunft den Besuch vieler hohen bonapartistischen Persön⸗

schlägig beschieden. Der deutsche Botschafter

lichkeiten empfangen.

Wie derVolksfreund mittheilt, hat der Erzbischof von München sofort nach dem Erscheinens welche schon vor einigen Tagen gemeldet wurde,

den Ausgezeichneten befindet sich die Frau Fürstin licherweise schädlich. Wir freuen uns, die Schwierig: keit friedlich beseitigt zu wissen.

23. Oct. Die Ergreifung Nena Sahibs, wird officiell beßätigt. Nena Sahib ist das be⸗ rüchtigte Scheusal, welches in dem indischen Auf⸗ (stande von 1857 sich die furchtbarsten Gräuel gegen Männer, Frauen und Kinder der englischen Ansiedler zu Schulden kommen ließ. Seine Ab⸗ urtheilung wird sogleich erfolgen.

[Eine Versammlung ver Baumwollenspinner des Distriets Blackburne beschloß, die Arbeit am 29. d. niederzulegen, fals die Arbeitgeber auf der Einführung des neuen Arbeitsreglements beständen.

Die Fabrikbesitzer in Wales haben be⸗ schlossen, eine neue Herabsetzung der Löhne um 10 pCt. eintreten zu lassen. Die Kohlengruben⸗ Arbeiter in Northumberland haben das proponirte Schiedsgericht angenommen. Der Strike in Vigan dauert fort. Der DampferMafic hat bei den Hebriden-Inseln Schiffbruch gelitten, wobei die ganze Besatzung von 24 Mann umgekommen ist. Spanien Madrid, 22. Ock. Die Car- listen haben die Provinzen Alicante und Murcia verlassen. Don Alphons versuchte kürzlich ver⸗ gebens den Ebro zu überschreiten und wird jetzt lebhaft versolgt.

Der vom General Dabau bei Bogarra geschlagene Carlisten Chef Lozano ist auf der Flucht in die Haͤnde der Regierungsbehörden ge⸗ fallen und soll wegen Zerstörung einer Eisenbahn und Tödtung von vier Eisenbahn-Beamten vor Gericht gestellt werden. a Santander. Der Correspondent derKöln. 31g. meldet von hier vom 17. d.:Gestern ist der deulsche Gesandte in Portugal, Graf Branden- burg, hier durchgekommen. Auf der Reise von Lissabon nach Madrid hatte ber den Gesandten führende Zug das Mißgeschick, bei der spanischen Station Canada vor Ciudad Real von zwölf Räubern angehalten zu werden, die den Passagieren ihr Geld und ihre Uhren abnahmen. Unsern Ge⸗ sandten haben die Strauchritter um 80 Pfd. St. erleichtert, auch seine und seines Bedienten Uhr eingesteckt.

Türkei. Konstantinopel, 22. Oct. Die Pforte erhielt eine Melrung aus Podgoricza an der montenegrinischen Grenze vom 19. d., wonach dort zwischen Türken und Christen ein Zusammen⸗ stoß stattgefunden hat, welcher durch vie Weigerung det Christen herbeigeführt wurde, sich der von der Regierung anbesohlenen Entwaffnung der Bevöl kerung zu fügen.

Aniäßlich der letzten Vorgänge in Monte negro hat die Pforte eine Untersuchung durch eine gemischte Commission don Vertrauensmännern ein geleitet und Montenegro aufgefordert, ein Mitglied zu der Commisston zu entsenden. Montenegto verlangt die Zuziehung der fremden Consuln.

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