Ausgabe 
27.1.1874
 
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Weimet, Cs i biesigen Orte der Versuch gemacht] Hauswesens, seines Wohlwollens wegen galt er jeder

d

m i d orden, das System der Tbeilnehmerschaft der Arbeiter] Fam'lie als Hausfreund. Daßer die allgemeine Trauer: Marktbericht.

...* Gewerbs Anternebmungen einzubürgern, ein Bersuch, es war Jedem ein Freunb gestorben! Born batte sich Grünberg, 24. Januar. Die Pieise auf unserem 1 jedenfalls als ein interessantes Experiment aus soclalem] durch rasilose Thäligkel! aus bescheidenen VBerbältnissen] beugen Fruchtmarkie besragen: Walzen(100 Kilo) 16 fl. W ebiet bezeichnet werden darf. Man schreibt derWeim. empor gearbeitet. Er war am 3. März 1825 zu Fränkisch⸗55 ke.; Korn(90 Kilo) 13 fl. 17 ke,; Gersie(80 Kilo) in n g. darüder:Das bier bestehende, unter der Firma] Krumbach im Odenwald geboren. In Wien und Gießen 9 fl. 30 kr.; Hafer(60 Kile) 5 fl. 42 kr.; Molter dars Uner und Comp. rübmlichst bekannte photolithographische studirte er die Thier- Heilkunde. Seine practische Thälig⸗(90 Kilo) 10 fl. 30 kr. Erbsen(110 Kilo) 11 H. 36 kr.; Dan udkartengeschäft ist dieser Tage durch Kauf in die Hände keit begann er in Rockenberg. Von dort kam er im Linsen(100 Kilo) fl. kr.; Saamen(90 Kilo) * cer Genossenschast übergegangen, die aus den Beamten Jahr 1865 als Kreisveterinät-Arzt nach Friedberg. Hier 14 fl. 10 kr.; Kartoffeln(100 Kilo) fl. ke.

d Arbeitern desselben bestebt, und eine glückliche Loͤsung 5 so lebhaft entbrannten Streites zwischen Arbeitgeber d Ardbeitnebmer erstrebt. Als Besitzer des Geschäfts unen die Arbeiter in der Generalversammlung frei hlen und stimmen, als Arbeiter haben sie sich freiwillig ter selbst erwäblie Oberleiter gestellt. Sie genießen als stere verhälinißmäßigen Antbeil am Reingewinne, als biete höberen Lohn und eine Arbeitszeit, die es ihnen möglicht, auch ihren Familien sich widmen zu können. ußerdem versichert die Genossenschaft ibre Mitglieder mit ret beweglichen Hade gegen Feuersgefahr, und kauft sie it 500 Thirn., zahlbar drei Monate nach ihrem Tod, die Lebensversicherung ein. Gelingt es der Genossen Haft, ibre schwierige Aufgabe erfolgreich durchzuführen, so Atrste sie dann leicht ein Vorbild werden für so viele erführte Arbeiter, ihren Frieden mit der Gesellschaft zu tachen.

r Dr. Born.

Friedberg, 23. Januar. Ocute hatten wir bier ine tiefernste Feier. Ueber 500 Männer aus Friedberg, en näberen und ferneren Orten der Wetterau bis zum Fogelsberg und dem Mainthal waren gekommen, einem ziel geschätzten Manne die letzte Ehre zu erweisen dem unglücklichen Kreis Tbicrarzt Dr. Born. Der Geschiedene var am Dienstag Morgen zur Erwirkung eines Schieds⸗ Spruches in einem Thier⸗Proceß nach Rommelshausen el Altenstadt, 45 St. von Friedberg, gefahren und var am Abend nicht wiedergekebrt. Am Mittwoch Morgen bef die Schreckenskunde durch die Wetterau: Dr. Born 2 an der Kreuzung der Straße von Altenstadt und Stammbeim gefunden worden. Sein Wagen war um⸗ estürzt, zerbrochen; er selber lag entseelt unter den Trüm⸗ nern. An der zerbrochenen Deichsel standen noch die auf en Wink ihres Führers barrenden Pferde. Enisetzen aßte jedes Gemüth: Frauen jammerten, bätlige Männer weinten so lief halte die Kunde Alle erschüttett. Un⸗ rmüdlich war der Geschiedene in seinem Beruf; einen Sezirk von 68 Stunden Durchmesser batte er täglich

wirkte er nicht blos in seinem speciellen Beruf; ex war auch bei der Gründung vieler das Gemein-⸗Wohl fördernden Anstalten und Vereine thänig. Das landwirthschaftliche Casino, der Thierschutz Verein, der ärztliche Verein, die Ackerbauschule, der Consum-Verein u. a. sind theils durch ion veranlaßt, theils unter seiner Mitwirkung ge gründet worden. In der Ackerbauschule wirkte er als Lehrer; in dem landwirthschastlichen Casino und den übrigen Ver⸗ einen hörte man gern seine Ansicht über die Fragen seines Faches. Einfachbeit und Klarheit zeichnete seine Vorträge aus: Energie, Cyaraklerstärke bewies er in der Durch⸗ fübrung der das Gemein-Wobl fördernden Aufgaben. Heiter⸗ keit, sprudelnde Laune in fröhlicher Gesellschaft ließen ihn als liebenswürdigen Menschen erscheinen. Die Trauer der Vielen bewies, daß die Wetterau einenrechten Mann verloren batte. Daß die Trauer eine tiese und ernsthafte war, zeigt der am Trauertag entstandene Beschluß der Leid tragenden. Man erklärte sich sofort bereit, dem Geschie denen ein Andenken zu weihen. Ein Comite ward dafür er⸗ nannt; ein Gedenkste in soll sein Gedächniß sesten. H. B.

Das der Deulschen Transatlantischen Dampf⸗ schifffabris-Gesellschaft(Adler⸗Linic) in Ham⸗ burg gehörende DampfschiffGölhe, Capitän Wilson, trat am 22. Januar seine erste diesjährige Reise mit Passagieren und Ladung don Hamdurg direch ohne Zwischen bäsen anzulausen nach Newyork an.

8 Liste derjenigen 10,000 Partialschuld-

scheine, welche bei der in Folge des bekannt ge machten Plans über das bei Hrn. M. A. v. Roth⸗ schild K Söhne zu Frankfurt unterm 15. August 1825 eröffnete Anlehen von Millionen Gulden der Großherzogl. Hess. Staateschulden-Tilgungskasse in Darmstadt am 2 9. Januar 1874 öffentlich gehal- tenen Acht und dreißigsten Verloosung mit Bemerkung der gezogenen Preise herausgekommen

Mainz, 23. Januar. Zu notiren it: Waizen ruhig, per März 17 fl. ke., ver Mai 17 fl r.; Korn maler, pet Jan. 12 fl. 36 kt., per März 12 fl. 24 ke. pet Mai 14 fl. 24 ke.; Hafer unver. per März 10 fl. 27 kt., per Mai 10 fl. 35 kr. Rübsl unver., per Mai 19 fl. 30 kr., per Oct. 20 fl. 9 kr.

Allkatholische Gemeinde.

Die in diesem Blatte erlassene Einladung zur Bildung einer altkatholischen Gemeinde in unserer Gegend hat bereits einige Anmeldungen zur Folge gehabt, aber auch wie aus verschiedenen einge laufenen Schreiben hervorgeht, zu irrigen Auf⸗ fassungen Anlaß gegeben.

Um diesen zu begegnen, bitten wir alle die⸗ jenigen katholischen Mitbürger, welche gesonnen sind, sich bei der Bildung einer eigenen oder bei dem Anschluß an eine bereits bestehende altkatho⸗ lische Gemeinde zu betbeiligen, sich bei Herrn E. Ermus in Friedberg schristlich oder münd⸗ lich anzumelden, worauf dann eine gemeinschaft⸗

Die nach der Nummernsolge geordnete liche Besprechrug und Berathung veranlaßt werden

wird.

Accht Hölnisches Wasfer

von Johann Maria Farina.

Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober⸗ hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. ver Dutzend, 4 fl. per halbes Dußend und 45 kr. per Glas gehorsamst.

zu durchjagen, den Rufen der Landwirthe zu genügen.

Mobiliar-Versteigerung. Bekanntmachung. 300 Mittwoch den 4. Februar d J., Vormittags 10 Uhr 295 Nächsten Donnerstag den 29. d. M., Vormittags anfangen d, soll in hiesigem Nathhause der Nachlaß der 11 Uhr, soll ein der biesigen Gemeinde gehöriger, 4 Jahre verstorbenen Musiker Aloys Kümmerl Wittwe dahter, alter, schwarzscheckiger Faselochse, sowie 3 Pappelstämmt bestehend in Mobilien als: 0 von 2545 Centimeter Durchmesser und 10 Meter Länge 1 nußbaumene Commode, 2 Bettstellen, 1 Kleider- auf biesigem Nathhause öͤͤffentlich meistbietend versteigert schrank, Tische. Stühle, Spiegel, Portraits, 1 Wand⸗ werden. uhr, Bettwerk. Welßzeug, worunter Frauenhemden, Dorn ⸗Assenbeim den 24. Januar 1874. Betttücher, Kleidungsstücke, sowie Küchengeräth⸗ Großherzogliche Bürgermeisterei Dorn-Assenbeim. schaften und sonstige Haushaltungsgegenstande Na ck. 2. öffentl. bietend Baarzahlung versteigert werden. vabier anzumelden, als sonst die Anerkennung angenommen r 8. 19 en 7 a 0 e 1 0 ch 8. V er st e 1 gerung Aud die zum Eintrage ines Grundbuch nöthigen Urkunden Großb lies Ortsgerl e 3 öherzogliches Ortsgericht Friedberg. 269 Donnerstag den 29. Januar d. J., Nachmittags 1 uhr, soll auf dem Rathhause dahier ein der Gemeinde

zusgestelli werden. Butzbach den 19. Januar 1874. 1. K 5 Großberzogliches Landgericht Butzbach. Slein- Karben gebörender, zur Nachzucht noch tauglicher Dr. Gilmer, Fresenius, igen D. Race, 74 13 33 1 alt, dundrich 0 ichts⸗Af an die Meistbietenden oͤffentlich versteigert werden Lnorlichter. Lang.. Klein⸗Karben am 21. Januar 1874. Großberzogliche Bürgermeisterel Klein Karben. Schneider.

2228 Seiner Umsicht, seiner Rathschläge in allen Dingen des find, liegt bei der Expedition zur Einsicht offen. Johann Maria Farina in Cöln. * ö * 1 1 Bekanntmachung. ppc 7˖7%«ð ¹0d 285 Christian Schäfer I. dahier ist durch Verfügung 9. a The 0 8* 0 es untergelcbneten Gerichts vom 10. v. Mis. wegen 290 Für die große Theilnahme an dem rasch erfolgten Tode unseres lieben Gatten, Vaters 170 W n unter Curatel gestellt und in der Person und Schwiegervaters

u de hilipp Becker II. von hier ein Curator für ihn 2 1 213 8

eee. Kreisveterinärarzt J. P. Born,

27 Nechtsgeschäfte jeder Art können daher von dem I sowie allen Denen, die ihn zu seiner letzten Rubestatte begleitet haben, sagen den inni en rr iat 9 a f. 0 sag ö innigsen 1 nur mit Bewilligung des Letzteren abgeschlossen Dank Die trauernden Hinterbliebenen.

5 Bad⸗Nauheim den 13. Januar 1874. 1 . Oroßberzogliches Landgericht Bad⸗Nauheim. 1 ulrich.

1* Tl

Edictalien.

288 Etwaige Einwendungen betreffend der in Nr. 11 des Oberhessischen Anzeigers unter Nr. 270 verzeichneten Items Maibacher Gemarkung für welche die dabei genannten Eigenthümer sich urkundlich nicht aus veisen können, solche aber durch Ersitzung erworben zu zaben bescheinigten, sind

binnen 4 Wochen

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Güter Verpachtung.

302 Montag den 1. Februar l. J, Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen in hiesigem Rathhause, auf freiwilligen Antrag der Frau Philipp Steck's Witlwe dahler, die

Immobiliar-Versteigerung.

g derselben gehörenden in hiesiger Gemarkung gelegenen 303 Freitag den 30. Januar d. J., Vormittags 11 Uhr, Güterstücke auf neun Jahre öffentlich an den Melstbte soll in hiesigem Rathhause auf freiwilligen Antrag das tenden verpachtet werden. D* 7 4 zem nachstehend beschriebene Grundstück, den Erben des der Friedberg den 24. Januar 1874. N en EL pro N 0 0 11 storbenen Carl Fritz dahier gehoͤrend, nämlich: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg.* A 2 Gemarkung Friedberg. Fou car. dre N K Is kr. 4 11 f Flur. Nr. Klktr. ee 5 Bilderkalender 9 2 8 406.. Acker, die Ackergarten, Arbeits- Verstei gerung. 1 4(gestempelt) 12 0 mit dem Anfügen öffentlich meistbietend versteigert wer- 299 Freitag den 30. d. Mts., Morgens 10 Uhr, sollen dkalende durchschossen) 65 0 * de den, daß dem Melstbietenden der Zuschlag sofort ertheilts an Ort und Stelle in der Gemarkung Münster nach Lan 25 5 7 len* g werden soll. stehende Arbeiten in Accord gegeben werden 0 Gustav- Adolf. alender S g 3 Friedberg den 24. Januar 1874. D 9 0 dus[Hefsischer Hausfreund 1 1 Großer üches Ortsgert 5 Die Zusammenkunft ist am vorderen Ende des Orts essischer 5 1 50 N: herzogliches Ortsgericht Friedberg. am Weg nach Fauerbach. vorräthig bei Carl Bindernagel in Friedberg. 6 5 e Planirarbeit, laut Kostenüberschlag 353 fl. N 4 1 4 Ste re 40 Arbeits-Versteigerung. e 1 an Gegen hohen Lohn 2 298 Freitag den 30. d Mts., Nachmittags 3 Uhr, sok. Bußbach den 5. Januar 1874. 287 werden auf Petritag tüchtige Magde gesucht. i die Lieferung von Schichtpflastersteinen, laut Kostenüber Meßger, Bezirksbauaufseher. Zu 2 der CIP. d. A*. 2* ö Sa, 1 270 fl. 8 6 oder Mörler 8 8 286 Ein junger, zur Zucht tauglicher 7 Steinbrüchen öffentlich auf dem Gemeindehause zu Ostheim g II bei 8 5* ö ee hause zu Of Geübte Modellschreiner Faselochs, 1 e Buß bach den. Januar 1874. 296 finden Beschaͤftigung auf der Elsengleßerel von Berner Race, Rothscheck, steht zu verkaufen bet 7** Mebger, Bezirksbauaufseher. Julius Wurmbach en Veckenheim Jost Franck in Verstadt. 1 1 5