1874.
Oberhessischer Anzeiger.
Dienstag den 27. Januar. M12.
Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet.
Erscheint jeden
Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, Donnertag und Samftag.
Amtlicher Theil.
Bekanntmachung. betreffend: Die Heranziehung der Ersatz-⸗Reservisten erster Classe zum Classiftcations-Geschäft. Friedberg den 23. Januar 1874. Durch einen Ministerial- Erlaß ist bestimmt worden, daß die Ersatz-Reservisten erster Classe an dem für die Reservisten und Landwehr Leute orgeschriebenen, im Anschluß an das Kreis-Ersatz-Geschäft jährlich stattfindenden Classifcations-Verfahren Theil nehmen dürfen. Zu demselben ürfen auch diejenigen Militärpflichtigen zugelassen werden, welche den Ersatz-Reserve- Schein erster Classe zwar noch nicht erhalten haben, aber von Broßberzoglicher Departements-Ersatz-Commisston bereits für die Ersatz-Reserve erster Classe designirt worden sind, sowie diejenigen im dritten Con- urenzjahr befindlichen Militärpflichtigen, welche nach zweimaliger Zurückstellung von Seiten der Kreis-Ersatz Commission zur Ueberweisung zur Ersatz⸗ Feserve erster Classe demnächst in Vorschlag gebracht werden. Die Ersatz⸗Neservisten und die in Vorstehendem bezeichneten Militarpflichtigen, welche uf Grund ihrer häuslichen Verhältnisse, auf Zurückstellung für den Fall einer Mobilmachung Anspruch machen zu können glauben, haben ihre Gesuche Asbald bei dem Gemeinde- Vorstand anzubringen, welch Letzterer nach§. 4 der Beilage 3 zur Verordnung, betreffend die Organisation der Landwehr⸗ Jehörden zu verfahren hat. Die Großherzogliche Kreis-Ersatz-Commission. Der Militär-Vorsitzende. Der Civil-Vorfttzende. n Trapp.
Edietal ladung.
Wilhelm, Georg, Ludwig, Karl Schneider des I. Großherzoglich Hessischen Infanterie-(Leibgarde) Re⸗ ments Nr. 115, aus Pohl⸗Gönse Kreis Friedberg gebürtig, der Desertionsproteß eröffnet ist, wird derselbe hiermit aufgefordert, zu seinem ruppentheile zurückzukehren, spaͤtestens aber in dem auf:
Mittwoch, den 15. April 1874, Vormittags 9 Uhr,
8 Nachdem wider den Rekruten
garn br dem unterzeichneten Gericht anberaumten Termin sich zu gestellen, widrigenfalls die wider ihn eingeleitete Untersuchung geschlossen, er in con- b maciam für einen Deserteur erklärt und in eine Geldbuße von 50 bis 1000 Thaler verurtheilt werden würde. der Echloß Darmstadt den 19. Januar 1874. Großherzogliches Divisionsgcricht. K 1 8 5 Logis Edietal ladung. an 1* Nachdem wider den Rekruten Karl, Theodor Holder des I. Großherzoglich Hessischen Dragoner(Leibgarde) Regiments Nr. 23 aus 1 5 42 Kreis Friedberg gebürtig, der Desertionsproceß eröffnet ist, wird derselbe hiermit aufgefordert zu seinem Truppentheil zurückzukehren, * hatestens aber in dem auf: eee ee, Mittwoch den 15. April 1874, Vormittags 9 Uhr, 2— r dem unterzeichneten Gericht anberaumten Termin sich zu gestellen, widrigenfalls die wider ihn eingeltitete Untersuchung geschlossen, er in contumaciam dean bat t einen Deserteur erklärt und in eine Geldbuße von 50 bis 1000 Thaler verurtheilt werden würde.
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Darmstadt den 19. Januar 1874. Großherzogliches Divisionsgericht.
Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Heinrich Conrad Ohly von Nieder-Roßbach wurde als Todtengräber für diese Gemeinde ernannt— Konrad Jung IV. von erg wurde zum Polizeidiener für diese Gemeinde ernannt und verpflichtet.
Bekanntmachung
ct, bebe. Die Forst- und Felbstrasen von der VI. Periode 1873 können an den bestimmten Zahltagen Oienstag und Donnerstag Morgens von 8 bis 12 und Mittags von * 1 bis 5 Uhr an das unterzeichnete Rentamt bezahlt werden.— Als besonderen Erbebungstag für den Landgetichtsbezirk Butzbbach destimmen wir D Zulltu lives den 4. Februar diesee Jahres, Morgens von 8 bis 10 Uhr, im Gasthaus zum Stern zu Butzbach.— 3 8 1 n die Großh. Bürgermeisterclen dieses im Interesse Ihrer Ortsangehörigen mit dem Bemerken bekannt machen zu lassen, daß nach dem 15. Februar 1874 g 1 öriebberg den 22. Januar 1874. Großberzogliches Rentamt Friedberg. 4 Lin deck. heim. 1 11 1 Deutsches Reich. Bischof! Ich danke Ihnen für die herzlichen Glück—— Kaiser Wilhelm bat, wie das„Tageblatt“ Cuscht 21 Darmstadt. Mit der demnächst zu erwar- wünsche, welche Sie Mir aus Anlaß des Jahres- wissen will, einen Arzt und eine andere hohe 7 8 unden Publikation der evangelischen Kirchenver- wechsels ausgesprochen haben. Möge Gottes Segen Persönlichkeit vom Hofe, nach Italien geschickt, *— sissung, türste, wie glaubwürdig verlautet, zu- das in Seinem Namen von Ihnen begonnene welche in Neapel abstiegen und von dort Portici , K. lich die Ernennung eines geistlichen Oberkirchen] Werk auch im zeuen Jahre fördern! Möge die und Sorrent besuchten, um zu constatiren, welcher — zuitobetß saths erfolgen. Als solcher wird wenigstens von Ihnen getheilte, unzweifelhaft richtige Ueber von beiden Orten der deste sei zu einem mehr- u waits jetzt Habicht, Pfarrer in Rüsselsheim, zeugung in immer weitere Kreise dringen, daß in wöchentlichen Aufenthalt für den Kaiser. 1517 geichnet. Meinen Staaten die Achtung vor dem Gesetz mit— Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt offfcibs: 1 4744“ 1 Mainz, 24. Jan. Bei der heutigen Stich-der Religions-Uebung einer jeden Gemeinschaft] Die Discusston über das Buch Lamarmora's in Di 0 ahl erhielt in Mainz Domcapitular Moufang wohl vereinbar ist, welche keine irdischen Zwecke, dem Abgeordnetenhause habe zur Prüfung jenes a 2170 4 424 Stimmen, Obergerichts-Ratb Görz 3043 sondern nur den einen versolgt: des Menschen Buches Anlaß gegeben. Dabei sei constatirt, daß 1110 3* Summen. Zu dieser Maforität von 881 Stimmen Frieden zu suchen mit Gott. Berlin, 17. Jan. 1874. die von Lamarmora mitgetheilten Depeschen Go⸗ 5171 neben die bis jetzt bekennten Resultate der Ab-(gez.) Wilhelm.“ vone's von Anfang bis Ende gefälscht oder gar % mung in den Landgemeinden weitere 2 bis— 23. Jan. Die 7. Deputation des Stadt- völlig erfunden seien. In Folge dessen sei an die ee 00 Stimmen. Moufang ist also gewählt. gerichts verurtheilte heute den Redacteur der italienische Regierung die Anfrage gerichtet, ob g Berlin. Nach einer hiesigen Quelle öster-(„Germania“, Majunke, wegen Majestäts-Belei- die fraglichen Depeschen sich in deren Besitz be- 19 f uischischer Blätter hat der Kronprinz von Däne- digung und Beleidigung des Reichskanzlers, des finden und ob sie an der Hand der Originale — 1* mark lelegraphisch die Bitte an das deutsche Kron- Staatsministeriums und der Redaction des„Staats- dag Maaß der Fälschungen in dem Lamarmo— 7. 167 nzen- Paar gerichtet, die Reise nach Petersburg Anzeigers“ als öffentlicher Behörde zu einjährigem ra'schen Buche constatiren wolle. 9 ut demselben gemeinsam machen zu können, und Gefängniß und 200 Thlr. Geldbuße. Es lagen— Die Nachrichten über das Befinden des * 3 lol oß sich alsbald demselben in Wirballen an. 11 einzelne Anklagefälle vor. Der Staatsanwalt Kalsers lauten andauernd günstig. Wie die„N. * 0— Der Kaiser hat an den Bischof Reinkens hatte dreijähriges Gefängniß, 500 Thlr. Geld- Pr. Ztg.“ bört, macht die Wiedergenesung kegel. n Schreiben gerichtet:„Hochwürdiger Herr!] buße und Verlust des Reichetage-Mandats beantragt. mäßige Fortschrütte. Seit mehreren Tagen hat
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