*
25
1 4 1 1 15 1 5 N 75
——
dem Marineminister Montaignac, dem General Lallemond, dem Seepräfecten und der Behörde er- wartet wurde und sich durch die festlich beleuchtete Stadt nach der Präfeetur begab.
— 22. August. Der König von Bayern hat sich heute Nachmittag 2 Uhr in Begleitung des Grafen Holnstein nach Versailles begeben, um die dortigen Kunssschätze zu besichtigen. Der König verweilte daselbst den Nachmittag im strengsten Incognito.
Belgien. Theur de Muilandt, Chef des
Brüssel, 21. August. Graf Minister-Conseils
und Minister ohne Portefeuille, ist heute früh gestorben. Spanien. Madrid, 21. August. Der
„Iberia“ zufolge hätte Marschall Serrano gestern die Creditive des spanischen Gesandten in Paris unterzeichnet.— Tristang forderte Puygeerda gestern zur Uebergabe auf und begann, da dieselbe abge lehnt wurde, heute die Beschließung.— Wie ver- lautet, hätte Frankreich der spanischen Regierung den Vorschlag gemacht, einen französischen und einen spanischen Dampfer in die Bidassoa zu schicken, um so gemeinschaftlich die Ueberwachung gegen die Zufuhren der Carlisten auszuüben.
Amerika. New⸗Nork. Die Nachricht von Feindseligkeiten der Indianer in Dacotah be— stätigt sich nicht.
Philadelphia. Die Versammlung der republikanischen Partei von Pennsylvanien ver- warf mit großer Majorität eine dritte Präsident- schafts-Candidatur des General Grant und stellte den Gouverntur Hartranft als republikanischen Candidaten auf.
Aus Stadt und Land.
Friedberg, 23. August. Unsere Aussteller befanden sich gestern gewiß alle in gelinder Aufregung, denn die Herren Preisrichter waren gekommen, um ihr Ehrenamt auszuüben. Ueßer das Resuftat konnten wir noch Nichts erfahren. Die Prämiirten werden erst am Schlusse der Ausstellung ihre Diplome erhalten. Abends vereinigte eine gemeinschaftliche Tafel im Hotel Trapp Preisrichter, Comité und die hiesigen Aussteller.
Friedberg. Die in letzter Nummer gebrachte Notiz aus dem Marburger Tageblatt, die hier vielfach ange⸗ zweifelt wurde, findet jetzt ihre Bestätigung in Darmstädter Blättern. In den Volksblättern liest man: Den Schluß der zwischen Marburg und Friedberg demnächst stattfinden⸗ den Manövern des ganzen 11. Armee-Corps bildet dem Vernehmen nach die Erstürmung der Stadt und Burg Friedberg; ein jedenfalls großartiges Schauspiel, dem, so weit bis jetzt verlautet, auch Se. Kgl. Hob. der Groß— herzog und staiser Wilbelm beiwohnen werden.
Darmstadt. Dieser Tage ftarb zu Fürth im Oden⸗ wald der dortige Bürgermeister Keil, der wiederholt Mit⸗
Allerlei.
Weinheim. Am letzten Sonntag bewegten sich etwa 300 Viernheimer Pilger in feierlicher Prozession über Großsachsen nach Leutershausen. Wie der biesige Anzeiger hört, sind vom Gr. Landescommissär Schritte geschehen, um im Einverständniß mit der hessischen Regierung die Wiederholung solcher Wallfahrten durch gemischte Gemein⸗ den„im Inkeresse des consessionellen Friedens und der öffentlichen Ordnung für die Zukunft unmöglich zu machen.“ Oberndorf, 20. Aug. Diesen Nachmittag nach 2 Ubr brach in der voriges Jahr neuerbaulen Waffen⸗ Fabrik der Gebrüder Mauser Feuer aus, welches dieselbe größtentheils zerstörte. Das Feuer enistand an der Ost⸗ seite des Gebäudes unterm Dach und wurde. durch heftigen Ostwind angefacht, in unglaublich rascher Weise gerade durch die ganze Länge des Gebäudes hindurch getrieben. Der Dachstuhl ist ganz zerstört, das obere Stockwerk fast ebenso, das Parterre, bedeutend beschädigt, brennt noch jetzt Abends 6 Uhr, trotz sortgesetzter Thätigkeit der Feuer⸗ wehr und fremder Lösch-Mannschaften. Der Schaden ist sehr groß.
Handel und Verkehr.
Grünberg, 22. August. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 12 fl. 4 kr.; Korn(90 Kilo) 8 fl. 20 kr.; Gerste(80 Kilo) 8 fl. 17 kr.; Hafer(60 Kilo) 6 fl. 8 kr.; Molter (90 Kilo) 8 fl. 5 kr.; Erbsen(110 Kilo)— fl.— kr.; Linsen(100 Kilo)— fl.— kr.; Samen(90 Kilo) 13 fl. 10 kr.; Kartoffeln(100 Kilo)— fl.— kr. Frankfurt, 22. August. Der heutige Heu⸗ und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostele per Cir. I fl. 30 kr. bis 2 fl. 30 kr. Stroh per Centner 1 fl. 12 kr. bis 1 fl. 20 kr. Butter 1. Qual. 4850 kr., 2. Qual. 46 kr., Eier das Hundert 3 fl. 18 kr.
Mainz, 21. August. Productenmarkt. Waizen per
August— fl.— kr., per Nov. 11 fl. 55 kr. Korn per August— fl.— kr., per Nov. 9 fl.— kr. Hafer per August— fl.— kr., per Nov. 10 fl. 5 kr. Rüböl per Oct. 17 fl. 45 kr., per Mai 18 fl. 45 kr. Raps
per Sept. 16 fl. 30 l.
Anerkennung des Hamburger Dampfers „Schiller“ von der Adler⸗Linie. Der sehr geachtete „Newyorker Social⸗Demokcat“ theilt in seiner Nr. 158 mit, daß der Dampfer Schiller, Capt. J. G. Thomas, einer der schönsten sei, die den Occan kreuzen und lobt namentlich die vortreffliche Bedienung und vortreffliche Kost an Bord des Schiffes.
Eine höchst werthvolle Empfehlung hat die Adler⸗Linie soeben vom General-⸗Postamt in New⸗Y er⸗ hallen. Der„Newyork Herald“ vom 24. Juli beingt wörtlich solgenden Passus:„Die europäische Post, durch den Adler⸗Dampfer Goethe überbracht, wurde gestern vom Postamt empfangen. Die Chefs der Newporker Post erklärten, daß dies die kürzeste Zeit und die schnellste Reise sei, welche die Post je zwischen den beiden Häfen durch laufen hat.
Ueber Vuleane und Erdbeben. (Fortsetzung.)
(Zunahme der Erdwärme mit der Tiefe.— Der andere Factor der Erscheinung.— Die Vulcane als Sicherbeits⸗
glied der 2. Kammer wan.
Darmstadt. Bei der in voriger Woche vollzogenen Wahl zur Vertreinng der hies. protestantischen Kirchen Gemeinde smmten von etwa 3000 Slimmberechtigten nur 170 ab, und zwar vereinigten sich die sämmtlichen abgegebenen Stimmen auf die 70 von dem hiesigen Prote⸗ stanten⸗Verein vorgeschlagenen Namen.
Mainz, 20. August. In einer biesigen Familie spielte gestern Abend ein beklagenswerther Vorfall, der geeignet ist, demnächst auch vor Gericht ein trauriges Familien- Bild zu entrollen. J. S. von bier ist ver⸗ heirathet und Vater größerer und kleinerer Kinder. Die Frau und die erwachsenen Töchter erscheinen in sittlicher Hinsicht in nachtheiligem Lichte; sie leben auf eigene Faust Und gehen einem verwerflichen Erwerbe nach; es sorgt die Mutter ebensowenig, wie die erwachsenen Töchter, für den Hausbalt; Mutter und Töchter sind den ganzen Tag ab⸗ wesend und der Vater, wie die kleineren Kinder, entbehren der nothwendigsien Pflege. Nach vielen vergeblichen Ver⸗ suchen der Besserung ging nun gestern Abend dem Manne die Geduld aus und, nachdem er vorher schon, wie uns von Ohrenzeugen mitgetheilt wird, äußerte, daß er seine Frau unschädlich machen werde, schoß er sie gestern Abend, als sie wie gewöhnlich sehr spät nach Hause kam, in die Sbtirngegend. Die Wunde stellte sich als eine solche dar, wie sie ein Pfropfenschuß erzeugt; sie ist unter solchen Verhältnissen natürlich auch nicht tödtlich. Die Unter⸗ suchung wird das Weitere ergeben. S. S. ist selbstver⸗ sländlich verhaftet.
Mainz, 21. Aug. Ein 6jähriges Kind spielte vor- gestern Nachmitiag an dem steil abfallenden Rhein-Quai zu Castel, wobei es einen Fehltritt tbat und in den dort 8 Fuß liefen Strom stürzte. A. Sünder, ein Flößer im Alter von 56 Jahren, welcher in einiger Entfernung davon auf einem Bocke saß, besann sich keinen Augenblick und stürzte sich in den St om, es gelang auch seinem wackeren Bemühen, das Kind dicht an den Badhäusern, wo es un⸗ rettbar verloren gewesen, dem nassen Elemente zu ent⸗ reißen. Wie wir vernehmen, bat der wackere Mann schon mehrere Menschenleben gerettet, ohne bis jetzt eine öffent⸗ liche Anerkennung erhalten zu haben.
ventile.— Kraterbildung.— Eigenschasten und Wirk⸗ ungen der Lava.)
Epochen. Vergangenheit in derhand.
Gehen wir jetzt den auf den Grund und sehen wir zu, wodurch
der Wissenschaft die Bru—
ihre Entstehung bedingt ist. Daß es um so
wärmer wird, je tiefer wir in die Rinde
bekannte Sache. Es ist bekannt, welche Wärme in tiefen Bohrlöchern herrscht, bekannt, wie viel die Bergleute von der Hitze zu leiden haben(um so mehr, je tiefer das Bergwerk hinabreicht), bekannt endlich, wie viele Quellen es gibt, welche von Natur warm, ja heiß fließen, weil sie aus bedeutender Tiefe hervor— kommen. Im Allgemeinen steigt die Temperatur um je einen Grad R. mit jeden hundert Fuß, die wir tiefer hinabsteigen. Dies ist durch die Erfahrung sschergestellt, und man kann daraus entnehmen, welch' enorme Hltze bereits in einer Tiefe herrschen muß, welche im Ver— hältniß zum Durchmesser der Erde immer noch sehr gering sein kann! Dazu kommt, daß die Temperatur um so constanter wird, je tiefer die Erdschichte ist, denn dort findet fast gar keine Schwankung, gar keine Abkühlung mehr statt.
Begreiflicher Weise herrscht in Folge dessen schon in wenigen Meilen Tiefe eine Gluth, welcher kein Metall, kein Gestein Widerstand leisten kann, welche Alles schmilzt und viele Stoffe zu Gas verflüchtigt. Und schon aus diesem Grunde wäre man berechtigt, das Innere unseres Erdballs als eine feuerflüssige Masse zu bezeichnen, selbst wenn nicht hun dert andere Gründe darauf hindeuteten, welche in der Geologie und in der Entstehungs— geschichte der Erde wurzeln.
Aber Wärme allein gibt noch keine Explo— sionen. Es muß noch etwas vorhanden sein, was durch die Wärme so sehr ausgedehnt wird, daß es alle einschließenden Wände sprengt.
Wir brauchen nicht lange zu suchen. Fort⸗ während sickern und fließen bedeutende Men— gen Wasser in die Klüfte und Spalten der Erde, und wenn dieses auch nur ein Bruch- theil des Wassers ist(der größte Theil ist in steter Bewegung auf der Erd-Oberfläche: er kommt als Quell aus dem Gebirg, geht dem Flusse und mit diesem dem Meere zu, ver dunstet auf diesem, ballt sich als Dunst zu Wolken, schlägt sich als Regen nieder und wird so wieder zum Quell), so ist dieser dem
Noch weit wichtigere und geradezu uner— setzliche Aufschlüsse verdankt die Alterthums⸗ wissenschaft dem Vesuv: das Unglück der armen Pompejaner ist das Glück späterer Generationen. Die Lava, die das Leben er— stickt und Alles in einem Augenblicke lähmt, die alles so fixirt, wie sie es antrifft,— sie hat jene alten Städte treu unserer Einsicht aufbewahrt, sie hat sie gleichsam für uns ein- balsamirt erhalten, damit sie nicht verwesen und zu Grunde gehen. Was wäre unsere Kenntniß vom Alterthum, von seiner Kunst, seinem socialen Leben, seiner gewerblichen Ent— wickelung, seinen öffentlichen Einrichtungen? Was wäre sie ohne jene zerstörten römischen Städte? Was ohne den Vesuv? So erblüht noch nach Jahrhunderten aus altem Leben in jedem Sinne neues und frisches. So wandelt selbst ihre Schäden Mutter Natur in Segen um.
Dank der einsichtsvollen Maßnahmen der jetzigen römisch-italienischen Regierung. Dank ihrer energischen Umsicht werden diese schlum— mernden Schätze jetzt immer mehr an's Tages⸗ licht gefördert, und je mehr dies geschieht, um so bedeutender tritt ihr Umfang und ihr Werth hervor. Schon ist die feste, steinharte Lava⸗ decke zum größten Theile entfernt, und man wandelt in wohlgebauten Straßen, welche die Kunst weitentlegener Jahrhunderte erbaut hat, und der Hammer des forschenden Arbeiters erklingt in den Werken längstvergangener
Kreislauf des Wassers auf der Erd⸗Oberfläche entzogene Bruchtheil immerhin doch groß genug, um, wenn er in gewissen Tiefen ins Kochen geräth und in Dampf verwandelt wird, eins enorme Expansivkraft zu besitzen. Je größen die Hitze, um so gespannter die Dämpfe, um so größer ihre Expansivkraft. Wo der Zu⸗ tritt von Wasser besonders begünstigt ist, be⸗ sonders leicht erfolgt, da werden die Dämpfe reichlicher entwickelt werden und um so mehn gegen die- deckende Erdwand andrängen.
Vielleicht ist hierauf die Thatsache zurüch, zuführen, daß alle thätigen Vulcane in großen Nähe vom Meere oder von Binnenseen liegen, daß sie dem Abfall der Küsten zu folgeu pflegen, das sie sehr häufig auf Inseln vorkommen, welche mitten im Ocean isolirt liegen, hingegen ni mals im Innern großer Continente.
Wasser und Feuer neben einander haben! wir in der Tiefe des Erdbodens,— wat Wunder, daß sie zusammen wie im Dampf, kessel wirken und in der That hat man ein Zeit lang mit Alexander v. Humboldt aug nommen, die vulcanischen Eruptionen seien de Oeffnung der Sicherheitsventile unserer Dampf, maschinen zu vergleichen, die Sicherheitsventile. Wo sie in Thätigkeit seies, da könnten die überhitzten Dämpfe inan und hätten freien Abzug,
Vulcane seie!“
So reichen sich Gegenwart und
Vulcanen etwas näher
unseres Erdkörpers hinuntersteigen, ist eine all-
wo sie fehlten ode!“
verschlossen seien, da brächen sich die 6 neue Bahnen und es käme zu weitverbreitete
Dämpfe“
— Erbeben oder zur Aufwerfung neuer Kratel
—
Schlamn Lösungen servoirs dehnen,
die Erdo
——
Gtu
000 M soll das d gras, eit der Beha heim mei Nied Gre
——
Gr! 01 Di soll das bei Gastu
Bau
Gri 800 J 11 Uhr, Grumme
Br
cltea 50 verstelger Stal


