10 10 Die ländlichen Industrieausstellungen
Eine gemeinsame dringende Aufgabe sollen J Volksbildungsverein in dankens- und anerkennens—
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in ihrer volksw. Bedeutung. (Schluß.)
Auf dem Lande sollte ein industrieller Auf- schwung unmöglich sein? Früher war es so, namentlich in fruchtbaren Gegenden, wo es genügte, Landwirthschaft und Handwerk zu betreiben, wie es der Ort und die Haushaltung erforderten. In- zwischen aber haben die Eisenbahnen begonnen und fahren fort, ihrer Aufgabe immer mehr zu entsprechen, nämlich: Gunst und Ungunst der
und müssen darum auch die lokalen Industrieaus- stellungen sein. Sie erfüllen nämlich zweierlei, was der Industrie förderlich und alle Zeit zu wissen nöthig ist. Sie zeigen hier, was geleistet wird und dort, was geleistet werden kann, hier die einfache rohe Arbeit zwar, aber Fleiß und Streb— samkeit beweisend, dort Kunst und Meisterschaft dar— stellend; und alle Industriellen, Aussteller und Be— sucher der Ausstellung, gewinnen durch gegenseitige Anregung und Aufmunterung und durch das
werther, hoffentlich auch in erfolg- und segens⸗ reicher Weise eingerichtet hat, können in Ver— schmelzung oder in genossenschaftlicher Verbindung mit den ländlichen Musten die öffentliche Für— sorge für die Weiterbildung der angebenden Hand— werker vermehren. Der bier angeregte Gedanke ist eigentlich ein sehr naheliegeuber. Wir wissen ja doch alle, daß die Erziebung zu Hause in der Familie grundlegend st für das ganze Menschenleben. Also wollen wir auch der All—
lokalen Verhältnisse auszugleichen.. Von dieser n, beilsamen Wandlung Gebrauch machend, dehnen * det der energische, geschickte Geschäftsleute auf dem Lande ihren Wirkungskreis mit den besten Erfolgen immer weiter aus. Bei der Friedberger Aus—
augenscheinliche Beispiel in beharrlichem Fortschritte; mutter Industrie eine Stätte bereiten, wo ste ihre denn auch der Meister muß, wie oben angedeutet jugendlichen Angehörigen unterweisen, besser wie worden, weiter lernen, um nicht zurückzubleiben, seither vorbereiten kann füt das Leben, fur eine Nun ist es aber außer Zweifel und leicht er- freie Concurrenz. Es muß absolut etwas dieser klärlich, daß das Beispiel der unter gleichen Ver- Art geschehen; denn die besten Jahre des Lernens stellung können wir z. B. Waaren eines Kunst- bällnissen arbeitenden, strebenden, kämpfenden und(17 bis 22) dürfen nicht in Verwilderung ver— schreiners sehen, der, außer aus großen Städten siegenden Handwerksgenossen greifender wirkt, als lebt werden. Aber, wie oben angedeutet, wollen in der Nähe, auch für Spanien, Frankreich und fremder Männer vielleicht bessere Leistungen, die wir die Lösung dieser großen Aufgabe nicht den Italien Aufträge erhält und ausführt. Fried-[man, für unerreichbare Ideale erklärend und der einzelnen persönlichen Interessen üͤberlassen, da berger Elfenbein Kunstwaaren gehen nach Ham- Entfernung und Fremde wegen, für sich oft gar diese oft aue beutend und saumselig sind. Hier gilt burg, Amerika; Hornwaaren nach Frankfurt, nicht als Strebeziele anerkennt. Welche gute es, eine notbwendige allgemeine öffentliche Für b Rußland 1c. Nicht nur die Eisenbahnen be- Früchte lokale Ausstellungen zur Reife bringen, sorge zu bethätigen. Möchte bierzu die Wetterauer günstigen die ländliche Industrie, sondern auch dürfte eine jede Wiederholung derselben zu ver- Inkustrie-Auestellung ein grundlegender Anfang z die in den Städten schwieriger werdenden anschaulichen im Stande sein. Jedenfalls sind werden! z Verhältnisse in Bezug auf Wohnungen, Gesund- diese Wiederholungen selbst ein gutes Zeichen.“ rr „ f 0 0 lende hält in p. gt f f 117 Jung. geit, Lebensmittelpreise und sociale Zustände Mainz hält in diesem Jahr seine zweite lokale malländer 10 Frs.-Loose vom Jabte 1866 machen es rathsam, die Industrie aus den Ausstellun ab, nachdem die erste vor 5 Jahren Zeebung 44 l. Jun ez ib 42„ zroßen Städten mebr auf das Land zu ver- stattgesunden hatte. Gezogene Serien: 340 914 3889 5531 6087. Haupt⸗ A* heilen. Diese Industrie- Vertheilung Ganz dasselbe, was Ausslellungen der In- preise: Serie 5531 Nr. 48 100 000 Fe s., S: 6007 Nr. * Decentralisation) und die Industrie- dustrie im größeren Maßstabe periodisch und 97 10.000 Fs. 8 Nr. 99 5000 Je, S. 5531 g vebung auf dem Lande ist eine vereinte vorübergehend leisten, das kann, wohl in kleineren 100 5 8. 2 1 „en Aufgabe unserer Zeit. Wer soll sie lösen, Verhältnissen, auch dauernd geschehen, wenn, nach 94 03 S. 840 Nr 7 57 60. S 91 iese sotiale und wirthschaftliche Aufgabe? Ein- sorgsamer Auswahl der zu einem hier beabsich-
Nen
Nr. 94 95, S. 340 Nr. 57, S. 6067 Nr. 57 60, S. 914 Nr. 3, S. 3889 Nr. 83, S. dr. 96 j. 50 Fre,,
Verkehrserleichterungen, im Renommse des
Klatzes, in Associationen insbesondere für Bank
eschäfte und Benutzung von Maschinen 1c. ꝛc. Zon diesem Gesichtspunkte aus die Sache beur—
—— Anne Industrielle vermögen dieses nicht und wenn tigten Anschauungs unterricht besonders geeigneten S. N55 Nr. 66,. 1* S. 3880 Nr, 10, rrebr ze noch so industriell wären. Es handelt sich Werke der Meisterschaft und Kunst, dieselben S! Ne Nr. 175 2 1757. 1525 ier um eine Aufgabe der Gesammtheit. Dennoch in passenden Räumen aufgestellt und den an- S. 914 Nr. 32, S. 340 Nr. 94, S. 3389 Mr. 29 18 ber kommt eine jede Arbeit zur Lösung dieser gehenden Handwerkern leicht zugänglich gemacht 15 88, S. 5531 Nr. 76, S. 6067 Nr. 58, S. 91
roßen Aufgabe den Einzelnen zu Statten, z. B. werden. Eine jede größere Landstadt, insbesondere Nr. 55, S. 3331 Ne. 9 zu 20 Frs. Alle übrigen in
den obigen Serien enthaltenen Nummern zu 10 Frs.
Geld⸗Cours. Franksurt am 23. Juni 1874.
jede Kreisstadt, sollte eine permanente Ausstellung, ein Gewerbemuseum errichten, um den Kunst- und Strebesinn der jungen Handwerker zu er— wecken und zu weiterer Ausbildung wach zu er⸗
sseilt, ist es sehr zu tadeln und widerspricht dem halten. Nach obigen Andeutungen kann es D Sun fl. 1 lnzelnen Interesse, wenn einzelne Geschäftstzäuser, bier nicht handeln um die Errichtung großstädtischer Data aische fl. 25 an 4 2 ö tie sich für groß und selbstständig genug halten, Museen auf dem Lande, sondern nur um die Ducaten al maro 2 5 34—36 2. San ton den gemeinsamen industciellen Bestrebungen fortdauernde Ausstellung der besten als Lebrmittel 20 ⸗Frankenstücke 0 3 110 11 irn bleiben. Auch den Land wirthen sei dieses zum Anschauungsunterricht tauglichen Handwerks- Ang eache e g„ 15 2 n gesagt. Selbst deren Gewerbe gewinnt bei erzeugnisse aus dem Bezirke. Zeichnungen, Pläne 1 55 r ee 5 2 g 1 1 1 1% f febung der formirenden Industrie. Die Land- und Beschreibungen daneben gestellt, würden den 5 n ee kirthschaft blüht und krankelt mit der Gesammt- hier gemeinten Selbstunterricht fördern helsen. Glacée-MHa 6 8 f f bei K. Friedrich 1 1 dustrie, denn diese ist solidarisch. Auch Lesezimmer, wie ein solches der Frier berger Ude all 80 l E neben der Post. 10. K een lige Aufforderung, ken gelt en hn eaten, u dle, Af er der k. 423 Nachdem der Großherzogliche Hofgerichtsadvokat einer Bescheiniguug des Großherzoglich Hessischen Lehn⸗ 1924 Nachdem sich durch errichtetes und eidlich be— I Gutfleisch in Gießen als Bevollmächtigter der pofs vom 15. Juli 1871, wonach dieses Gelände als kraͤftigtes Inventar erwiesen hat, daß das Vermögen des —— benannten Freiherren Schenk zu Schweins berg, ein von Seiner Durchlaucht dem Fürsten zu Sayn- Fabrikanten Ludwig Seibert zu Friedberg— nicht du] mlich: 0 5 5 ins. Wittgenstein-Hohenstein relevirendes Lehen— in den auch dasjenige seiner Ehefrau— überschuldet ist, nach— 1) des Kammerherrn Joseph Alois Schenck zu Schweins Lehnbriefen bezeschnet als„halber Hof zu Florstadt in dem das von der Ehefrau des Christlan Ostermann 3 n. berg zu München, 5 der Wetterau mit allen seinen Inn- und Zubehörungen“, zu Utrecht den Gläubigern des Ludwig Seibert ge⸗ „ 2) des Kammerherrn Karl Schenck zu Schweinsberg womit zum letztenmale durch Lehnbrief d. 4. Wittgenstein machte Anerbicten, —— zu Nieder⸗Ofleiden, 45 2 i. 14. März 1822 ber Freiherr Karl Ludwig Schenck wonach dieselbe gegen Ueberlassung der ganzen Masse e) dis Generalmajors Ludwig Schenck zu Scheine Schweinsberg sen belsehen worden— auf Grund den Gläubigern zur Abfindung mit ibren Forder⸗ ie berg zu Cassel, e des Art. 17 pos. b. des Gesetzes vom 2. Mai 1849, ungen an Hauptgeld, Zinsen und Kosten den Betrag 1 1 4) des Hermann Schenck zu Schweinsberg modo betr. die Aufhebung des Lehnsverbandes unentgeltlich vom von 2500 ihres Hauptgeldes sofort nach Bestätigung
1 dessen Nachlaß,— des Generalmajors Karl Schenck zu Schweinsberg zu Cassel,
dieses Abkommens zu zahlen verspricht, von allen Glaͤubigern, mit Ausnahme zweier, unter An— erkennung der angemeldeten Forderungen angenommen
Lehnverbande befreit worden ist, vorbehältlich jedoch der Unveräußerlichkeit der früheren Lehnsobjeete bis nach
„ nen 5) erfolgter Sicherstellung der den Lehnserben nach Art. 6
4% 6) des Wilhelm Schenck zu Schweinsberg zu Fron— des allegirten Lehnsgesetzes gebührenden Entschädigungs- worden, nach stattgehabter Sachuntersuchung, welche das 1 1 hausen, f 5 g beträge, ohne jedoch durch öffentliche resp. gehörig be— angeführte Abkommen, weil Ludwig Seibert eigenes 92) ves Ferdinand Schenck zu Schweins berg zu Fron⸗ glaubigte Urkunden nachzuwelsen daß seine Vollmacht- Vermögen nicht besitzt und nach den vorgelegten Ehe g* 8 ichneten Gerichte den Antr estellt hat geber die einzigen rechtmäßigen Nachkommen des als pacten die Ueberschuldung lediglich ihm zur Last fallt, e dem unterzeichneten Gerichte den Antrag g hat, exst ehnsträgers bezeichneten Kaspar S als unbedingt vortheilhaft für die Gläubiger erscheinen
N 1 1 in den Gemarkungen Ober ⸗Florstadt und Nieder— sten Leh 09 zelch n Kaspar Magnus Schenck. 99.
zu Schweinsberg sind, von welchem das fragliche Gut am 16. Juni 1592 dem Grafen Ludwig von Sayn, Grafen zu Wittgenstein zu altem rechten Mannslehen aufgetragen worden sein soll, so werden alle Diejenigen, welche wegen der früheren Lehnsqualität des Gutes oder aus irgend einem anderen rechtlichen Grunde Ansprüche an dasselbe resp. dessen einzelne Bestandtheile zu haben glauben, hiermit aufgefordert, diese ihre Ansprüche binnen 3 Monaten, von dem ersten Erscheinen dieser offentlichen Aufforderung in der Darmstädter Zeitung an gerechnet, so gewiß dahier geltend zu machen, als sonst die gericht⸗ liche Bestaͤtigung des Thellungsvertrages erfolgen und der Eintrag in das Mutatlons Verzeichniß auf die oben genannten Antragsteller nach Maßgabe der zu den Akten
orstadt gelegene, in den durch Deeret vom 16. Oktober 492 legalisirten Grundbüchern dieser Gemeinden auf „ Namen„v. Schenck, Freiherr zu Schweinsberg“ mit n Erwerbtitel„Ersitzung“»unbeschränkt eingetragene ände, bestehend aus folgenden Parzellen: 1) Der Gemarkung Ober-Florstadt: Flur I. Nummer „; Flur II. Num. 154. 177; Flur III. Num. 96. % Flur IV. Num. 183. 200. 270. 288. 341. 431; 1 V. Num. 91. 186. 442. 443. 562. 598; Flur VI. 8 4. 64. 195. 200. 278; 1 2) der Gemarkung Nieder- Florstadt: Flur J. Num. N; Flur III Nr. 35. 43. 53. 59. 60. 71. 78. 82. I. 180. 242. 317. 325; Flur IV. Nr. 78. 283. 289. N. 393. 413; Flur V. Nr. 9. 17. 78. 123. 186. 152.
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laßt,— wird dem Arrangement die ger schtliche Bestätig ung ertheilt werden, wenn nicht innerhalb 14 Tagen gegründete Einwendungen(wozu die nackte Behauptung, das Geschäft sei kurz vor der Insolvenzanzeige vollzogen worden, unter den obwaltenden Verhaͤltnissen nicht gerechnet werden kann) hierorts geltend gemacht werden. Friedberg den 20. Juni 1874. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Bramm, Zimmermann, Landrichter-Vicar. Landgerichts: Assessor
Gras- Versteigerung.
9 15780 1 a. Montag den 29. Jund, Mittags 1 Uhr, soll das F. 161. 324. 357. 42. 470. 527. 550. 565. 676. sesebenen ee— 3 Heugras in den wwaldwsesen und Nachmittags 5 Uhr . 696; Flur VI. Nr. 62; Flur VII. Nr. 13. 56. Friedberg den 20. Juni 1874. auf der kleinen Welde in Abtheilungen an Ort und „ 107. 124. 190. 200. 219. 266. 324. 334; Flur VIII. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Stelle meistbietend verstelgert werden. 1 7 V. 10 89. 5. 187. 236. 268. 298. 354; Flur IX. J. V. d. L. Butzbach den 23. Juni 1874. ee ee, 99. 144. 188. 191. 389. 479; Flur X. Nr. 26. en, Großberzogliche Bürgermeisteret Buß bach. 7* 144. 354 Landgerichts Assessor. Küche l 2


