1874.
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Samstag den 24. October.
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Die Petitzeile
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— 2 sn wird mit 4 Kreuzern berechnet. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, Donnerstag und Samstag. 1—
Wan i An s l f un Für den Monat November kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der
eee Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. uuns n Pet, 5 1
a Amtlicher Theil.
N Betreffend: Die Ausleizung verzinslicher Kapilalien aus Kirchen-, Schul⸗ und Stiftungefonds.
Juho An die Kirchen-, Schul- und Stiftungs-Vorstände des Kreises. 1 Da die Vorschriften bezüglich des obigen Gegenstandes, die in dem Ministerial⸗Ausschreiben vom 30. November 1863, Nr. 14 des Ministerial- M. Scheibel Amtsblatts, wovon Sie seiner Zeit Abdrücke erhalten baben— Nr. 100 des Friedberger Intelligenzblattes von 1863 und Nr. 102 des Anzeigeblattes
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ür den Kreis Vilbel von 1863— enthalten
8 Friedberg am 20. October 1874.
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versicherungs⸗ und Brandentschädigungs- SBerster als Stellvertreter für den Butzbach auf Widerruf ernannt
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Friedberg am 20. October 1874.
Seiwächter für die Geueinde Holzhausen ernannt
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Wir bringen biermit zur öffentlichen Kenntniß,
Be kan nt ma ch un g daß Zimmermeister Arnold Oelschläge
und verpflichtet worden.
ö 5 sind, nicht immer genau befolgt, namentlich Ibre deßfallsigen Berichte nicht durch das betreffende Decanat sondern direct an uns befördert werden, so empfehlen wir Ihnen, die erwähnte Vorschrift pünktlichst zu befolgen.
Großberzogliches Kreisamt Friedberg. r a pep
l aus Butzbach zum ständigen Experten in Brand-
Angelegenheiten, wie als Feuergeschworner für den Bezirk Butzbach, Heinrich Füller II. und Heinrich Bezirk Friedberg, Bezirksbauaufseher Metzger und Heinr und eidlich verpflichtet worden sind.
Die betreffenden Großberzoglichen Bürgermeistereien wollen dies ortsüblich publiciren.
ich Rockemer als Stellvertreter für den Bezirk
Großherzogliches Kreis amt Friedberg. S
Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Heinrich Kunz III. und Heinrich Wink II. von Holzhausen sind als Feldgeschworene,
Georg Köppel von Holzhausen als
Deutsches Reich.
Darmstadt. Das Großherzogliche Regier⸗ ingsblatt Nr. 50 enthält:
3 Bekanntmachung Großherzoglichen Gesammtministe— Kune ums, die Erbauung einer stehenden Brücke über den Diehl.—— Fein bei Germersheim betreffend.
3 ö II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des L 14 lt. 0 zunern, die Bestäligung von Stiftungen und Vermächt— r N ssen betreffend.
III. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Bingen, die
0 erhebung nachträglicher Umlagen in den israel. Religions⸗
meinden zu Gau⸗Algesbeim und Ockenheim betreffend.
IVV. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen nes fremden Ordens.
V. Concurrenzeröffnungen. Erledigt ist: die 3. evang. Schulstelle zu Rodheim v. d. H. mit einem jährlichen gehalle von 450 fl.; die 2. kath. Schulstelle zu Heusen⸗ umm mit einem jährlichen Gehalte von 550 fl.; da dem cafen zu Schönborn⸗Wiesentheid das Präsentationsrech! dberselben nicht mehr zusteht, so wird die Concurrenz— kröffnung in Nr. 45 zurückgezogen.
Darmstadt. Die Regierung hat sich dahin ütschieden, daß bei Aufstellung des nächsten Bud⸗ ats für die Finanzperiode 1876— 78 eine den Iuverhältnissen entsprechende Aufbesserung der
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Eisenbahnamtes Haibach und Ministerial-Directer Jacobi. Das Präsidium bilden Commerzienrath Delbrück(Berlin), Frommel(Augsburg) und Meckel(Elberfeld). Die Sitzungen dauern bis Samstag.
Breslau. Das Reichs- Oberhandelsgericht hat die Coneessionäre der Rumänischen Eisenbahn— Actien-Gesellschaft, Herzog von Ratibor, Herzog von Ujest, Graf Lehndorf und Dr. Strousberg, in dem Prozeß der hiesigen Actionäre solidarisch zur Zahlung von 7½ pCt. Zinsen auf die alten Actien verurtheilt.
Fulda. Neuerdings hat das hiesige bischöf— liche Domcapitel wieder die Frage bezüglich der Neuwahl eines Bischofs für die Diöcese Fulda erörtert, und zwar, wie man uns mittheilt, aus Anlaß eines bezüglichen Schreibens aus dem Vatikan. Man kam jedoch zu dem Schlusse, daß unter den obwaltenden Umständen von der Aufstellung einer zweiten Candidatenliste am besten abzusehen sei, da das gegenwärtige Interregnum volle Bürgschaft für bie Erhaltung des Friedens innerhalb der Diöcese biete. Hierzu ist zu bemerken, daß die Majorität des Copitels(Hahne, Dr. Labrenz und Dr. Malkmus) antijesuitisch gesinnt ist.
Limburg. Unser Bischof hat seit einiger Zeit einen Caplan, Namens Harth, an der Lieb— frauenkirche in Frankfurt a. M. ohne die Ge— nehmigung des Oberpräsidenten angestellt und wird sich dieserhalb vor dem Staatsanwalt zu verant— worten haben.
Weimar, 19. October. Die Landessynode hat nach Erledigung der Vorlage über die Pen- sionsanstalt für die Geistlichen und deren Witiwen und Waisen sich mit einigen auch für weitere Kreise interessanten Anträgen beschäftigt. Zunächst handelte es sich darum, daß die Trauung solcher
Nussonäre vorgesehen werden soll. 1e! 6 Berlin. Die„Prov.⸗Corresp.“ meldet die — g.oelgte Einberufung des Reichstags zum 20. d., „ iiisen Eröffnungsfeier der Kaiser selbst abhalten ure. Als Aufgaben des Reichstages werden f ic namentlich die Fessstellung des Reichs- Etats, die cell Mrathung der großen Justizgesetze und des Bank— . e be, gsetzes bezeichnet. i „ bee,— Dem Vernehmen nach wird der Reichs ⸗ eee, n zler Fürst Bismarck gegen den 25. oder 26. d. ie z kurzem Aufenthalte hier erwartet. Derselbe nmt sodann noch einen Herbst- Aufenthalt in edrichsruhe.
L 22. October. Der sechste deutsche Han— düstag wurde heute Vormittag 10 Uhr im
ud Argetsaale des Rathhauses eröffnet, und zun
11 K uin Handelsminister, dem Ober ⸗Bürgermeister soprecht und dem Vorsitzenden des Aeltesten-
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Collegiums der hiesigen Kaufmannschaft begrüßt. Regierungskommissär den Standpunkt des Kirchen- Awesend waren auch der Präsident des Reichs- raths dargelegt, wurde der Antrag der Regierung
gemischten Paare, von denen der eine Theil zu den Dissidenten gehöre, ebenfalls von evangelischen Geistlichen vollzogen werden könne. Nachdem der
zur Erwägung überwiesen; ebenso verfuhr die Synode mit dem Antrage, daß bei ehelichen Auf— geboten die herkömmlichen Ehren⸗Prädicate„Jung- geselle“ und„Jungfrau“ in Wegfall kommen sollten. Diese Ueberreste mittelalterlicher Kirchen— zucht zu beseitigen, schien die Synode geneigt, doch bat man den Weg gewählt, daß zunächst die Kirchen- Regierung die Frage in Erwägung ziehen möge.
— 21. Oct. Heute fand die Schließung der ersten evangelischen Landes- Synode durch den Chef des Cultus departements, als landesfürstlichen
Commissär, statt.
Meiningen. Der Landtag des Herzogthuas
ist auf den 9. Nov. einberufen. Außer den sehr umfänglichen, nach der Mark-Rechnung umgerech- neten Etats für 1875/78 wird das Gemeindegesetz und Volksschulgesetz, sowie eine Reibe kleinerer Gesetze zur Berathung kommen, darunter auch das Münzgesetz, welches die Einführung des Mark- Systems auf 1. Januar 1875 fesisetzt. Die Be- soltungen werden im Allgemeinen um etwa 20 Procent erhöht. Für die Lehrer ist ein neues Dienst⸗Einkommengesetz proponirt, welches durch— schnittlich 2733 Procent Erhöhung bringt. Coburg. Nach mehrwöchigen Berathungen im biesigen Landtag ist das neue Volksschulgesetz mit Fortbildungsschulen nach gegenseitigen Compro- missen zwischen der Regierung und Landesver— tretung angenommen worden. Straßburg. Sicherem Vernehmen nach wird der Straßburger Bürgermeisterei-Verwalter Back, indem von hier aus Schritte in dieser Richtung geschehen, auf seinem Posten verbleiben und nicht nach Köln gehen.
Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 20. Oct. Abgeordnetenhaus. Der Finanzwinister bringt das Budget pro 1875 ein und begleitet dasselde mit einem längeren Exposs, in welchem er belont, daß es das ernste Bestreben der Regierung gewesen
sei, die Ansprüche aller Ressorts auf das noth-
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Oberheffischer Anzeiger.
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