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Deutsches Reich. Darmstad t. Das Großherzogliche Regier ungsblatt Nr. 15 enthält: 88 I. Bekanntmachung Großherzogl. Provinzial: Direction Oberhessen, das Aufbringen der Mittel zur Bestreitung der Bedürfnisse der* der Provinz Ober⸗ en für 1874 betreffend. 1 besszr sedersicht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern für das 1874 genehmigten Umlagen zur Beflreitung von Communalbedürfnissen in den Gemeinden reises Lindenfels. 0 n Seine Königliche Hoheit der Großberzog haben allergnädigst geruht: am 25. Febr. 117 7 evang. Pfarramtscandidaten Peter Schneider aus Lorbach die erledigte 2. evang. Pfarrstelle zu Wimpfen, am 27. Febr. dem Schullehrer an der evang. Schule zu Wackernheim, Friedrich Ramge, die evang. Schulstelle zu Guntersblum, dem Schulamtsaspiranten Andreas Röder aus Groß Biberau die 3. evang Schulstelle zu Framersheim und dem Schulamtsaspiranten Baruch Feuchtwanger aus Staden die israelitische Elementar⸗Schulstelle zu Bürgel zu über⸗ tagen; am 3. März die Heizer bei der Main ⸗Neckar Eisenbahn Philipp Metzger, Ernst Wagner und Carl Wilbelm Pfeiffer zu Locomotivführern und die Werkstätle⸗ arbeiter in der Centralwerkstätte der Main⸗Neckar⸗Eisen⸗ bahn, Friedrich Becker aus Griesheim, Georg Metzger aus Griesheim und den Werkstättearbeiter in der Betriebs⸗ werkstätte der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn zu Frankfurt a. M., Georg Dell aus Bessungen, zu Heizern bei dieser Eisen⸗ bahn, sowie am 4. März die Güterarbeiter Wilhelm Volz von Bessungen und Ernst Völger von Arbeilgen zu Lade⸗ und Bodenmeistern dei der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn zu ernennen, dem früheren Schullebrer zu Laisa, Heinrich Schmidt, die evang. Schulstelle zu Klein⸗Linden und am 5. März dem gewesenen reformirten Schullehrer zu Groß⸗ Umstadt, Adam Storck, die 2. evang. Schulstelle zu Alt⸗ heim zu übertragen, und den von dem Fürsten zu Löwen⸗ flein⸗Wertheim⸗Rosenberg und dem Grasen zu Erbach Schönberg auf die 1. evangelische Schulstelle zu Höchst präsentirten Schullehrer an der 2. evang. Schule zu Reichenbach, Wilhelm Wolf, für diese Stelle zu bestätigen. Am 3. März wurde dem Pfarrverwalter Andreas Auer die katbolische Pfarrstelle zu Guntersblum, im Dekanate Oppenheim, übertragen. a IV. Versetzungen in den Ruhestand. Seine König⸗ liche Hobeit der Großherzog haben allergnädigst gerubt; am 27. Febr. den Schullehrer an der evang. Schule zu Rieder⸗Mockstadt, Wilhelm Bechtold, auf sein Nachsuchen, und am 2. März den Schullebrer an den städtischen Schulen zu Worms, Maximilian Edelmann, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen. V. Concurrenzerkffnung. Erledigt ist: die 2. evang. Schulstelle zu Königstädten, im Kr. Groß⸗ Gerau, mit einem jährlichen Gehalt von 400 fl. VI. Sterbefall. Gestorben ist: Steuerpfandmeister Klipstein zu Alzey.
Friedberg. Bei der am 9. April hier stattfindenden Conferenz(evangel. Mittelpartei) wird über den Theologenmangel in unseren Tagen verhandelt werden. Referent ist der geistliche Synodalabgeordnete für das Dekanat Umstadt, Pfarrer Wiener, daselbst. Derselbe hat den In- halt seines Vortrags in 7 Thesen formulirt.
Darmstadt, 20. März. Prinz Ludwig von Hessen ist heute Morgen um 8 Uhr 40 Min. nach Berlin abgereist, um im Namen des Groß- herzogs den Deutschen Kaiser an dessen Geburts- tagsfest zu beglückwünschen.
— Der Antrag des Abg. Heinzerling auf Beseitigung der in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen bestehenden Beschränkungen bezw. Privilegien der Frauenzimmer bei Uebernahme von Bürgschaften, welcher sowohl von der Regier- ung, als auch der zweiten Kammer gebilligt worden ist, wird voraussichtlich auch in der ersten Kammer nicht auf Widerstand stoßen. Wenigstens trägt der in den letzten Tagen zur Ausgabe gelangte Bericht des vierten Ausschusses der genannten Kammer auf Beitritt zum Beschlusse zweiter Kammer an.
— Einer an die Stände gelangten Vorlage gemäß verlangt die Regierung für Vergrößerung der katholischen Kirche in Ober- Absteinach zu Lesten des Fonds für die Unterhaltung der Grund— lastengebäude den Betrag von 20,000 fl.
Schotten. Von hier schreibt man der Frankf. Presse: In den letzten Tagen hat eine Untersuchung durch Niederschlagung ihre Erledig— ung gefunden, welche seiner Zeit viel von sich reden machte. Es ist dies die vor etwa einem Jahre eingeleitete Untersuchung gegen den alt—
am 5. März der
Der Beschuldigte stellte die Absicht der Beleidigung in Abrede und publieirte, nach längeren
Artikel.
Verhandlungen wegen Niederschlagung, in Nr. 7 des„Hess. Kirchenblatts“ vom 14. Februar d. J. einen Widerruf dahin,„daß er die Kirchenbehörden nicht habe beleidigen wollen und daß er Alles, was in jenem Artikel für verletzend und als straf⸗ bare Beleidigung der Kirchenbehörden betrachtet werden könne, als unbegründet widerrufe.“ Da das Oberconsistorium sich hierauf mit der Abolition einverstanden erklärte, so hat das Justizministerium die Untersuchung unter der Bedingung der Kosten⸗ zahlung durch Pfarrer Baist, wozu sich letzterer erboten hatte, niedergeschlagen. Dieser Ausgang der Sache ist immerhin bemerkenswerth.
Berlin, 19. März. Der Reichstag setzte die zweite Lesung des Preßgesetzes fort und nahm die§§. 13 bis 16 nach den Anträgen der Com; mission an. Bei§. 17, der den Reichskanzler ermächtigt, ausländische Blätter nach zweimaliger Verurtheilung auf zwei Jahre zu verbieten, bean. tragte der Abg. Sonnemann Streichung des Paragraphen. Der Abg. Gerber klagt über die Strenge der gegen die französischen Blätter in Elsaß Lothringen geübten Censur und will die Befugnisse des Verbots auf 6 Monate beschränkt wissen. Graf Arnim(Präfect von Lothringen) tritt für die Regierung ein und weist nach, daß ale und jede Unzufriedenheit in den Reichslanden von der französischen Provinzial-Presse geschürt werde, und daß die Regierung ohne das jetzige, auf französischer Gesetzgebung beruhende Verfahren nicht auskommen könne.§. 17 wird darauf an- genommen, ebenso die§9. 18 und 19; letzterer, welcher das Verbot der öffentlichen Aufbringung von Geldstrafen für strafbare Handlungen enthält, bei namentlicher Abstimmung mit 158 gegen 148 Stimmen.
— 20. März. Die Militär- Commission des Reichstages beendete heute die zweite Lesung des Militär- Hesetzes.§. 1 wurde mit 22 gegen 6 Stimmen abgelehnt. Mit demselben Stimm- verhältniß wurde der von Bethusy-Hue einge— brachte Antrag, die Ziffer der Friedenepräsenz auf 384,000 zu normiren, abgelehnt. Der Kriegs- minister erklärte im Laufe der Verhandlung, daß die Vorlage ohne§. 1, also obne jede Fixirung der Friedens- Ziffer für die Bundesregierungen unannehmbar sei. Die§§. 2, 3 und 4 wurden nach den Beschlüssen der nommen, ebenso das Uebrige.
— 21. März. Reichstag. Auf eine Inter- pellation des Fürsten von Hohenlohe-Langenburg wegen Außer Cours Setzung der österreichischen Thaler erklält der Staatsminister Delbrück, Dienstag antworten zu wollen. Ein vom Abg. Sonnemann eingebrachter Axtrag um Sistirung des Straf- Verfahrens gegen den Abg. Most(Chemnitz) für vie Dauer der Session wurde angenommen. Ferner wurde der Gesetzentwurf über den Erwerb eines Grundstückes Bebufs Errichtung eines Botschafter— Hotels in Wien in erster und zweiter Lesung mit 169 gegen 133 Stimmen angenommen. Gegen den Antrag stimmten die Ultramontanen, die Fort- schrittspartei, die Social- Demokraten und Polen. Sodann wurde die zweite Lesung des Preß'Gesetzes fortgesetzt und die§§. 20 bis 25 nach langer Debatte in der Commissions-Fassung angenommen. §. 24, betreffs Aufhebung des Zeugen-Zwanges, wurde von dem Bundes- Commissär sehr heftig bekämpft.
— Die Tarif- Erhöhungs Frage soll, der „National-Zeitung“ zufolge, zum beschleunigten Austrag gebracht werden. Ein Reseript des Reichs Eisenbahn-Amtes vom 12. d. Mts. fordert die Eisenbahn⸗Verwaltungen auf, die Betriebs-Ergeb— nisse pro 18671873 zu ermitteln und die Zu— sammenstellung derartig zu beschleunigen, daß die Berathung der Tarif- Reform spätestens Mitte Mai beginnen kann.
— Die„Börsen-Zeitung“ will wissen, der
lutherischen Pfarrer Baist in Ulfa wegen Beleidig⸗ Kaiser hätte unter lebhafter Befürwortung des ung der hesfischen evangelischen Kirchenbehörden, Finanz“ und des Handelsministers entschieden ins besondere des Obertonsistoriums in Darmstadt, daß den nothleidenden Privat- Eisenbahnen ihre begangen durch einen in Nr. 7 des„Hess. Kirchen- finanziellen Reconstructsonen und ihre Weiter-
blatts“ vom 15. Febr. v. J. veröffentlichten entwickelung von Staatswegen thunlichst erleichtert
uad nach Umständen der Lage bei überwiegend öffentlichem Interesse auch durch temporäre Skaats⸗ beihülfen, beispielsweise Vorschüsse und zeitweise Zinsgarantien, Unterstützung gewährt werde.
— Eine den Truppentheilen der Armee neuer⸗ dings zugegangene Cabinetsordre des Kaisers bringt die Verfügung in Erinnerung, daß bei der Behandlung von Untergebenen jede körperliche Mißhandlung auf das Strengste zu vermeiden ist.
Straßburg. Die„Elsäsische Correspondenz“ weist nach, daß ohne Erhöhung der directen Steuern die jährliche Entlastung Elsaß⸗Lothringens an indirecten Steuern 7,767,950 Francs beträgt.
Metz, 20. März. Vor dem hiesigen Polizei- gericht wurde gestern gegen 17 Pfarrer wegen Verlesung des Hirtenbriefes des Bischofs von Nanch verhandelt. 4 Geistliche wurden wegen mangelnden Beweises freigesprochen, 2 zu je einer Woche und 10 zu je zwei Wochen Festungshaft verurtheilt. Der Pfarrer von Lucey, welcher außer der Verlesung des Hirtenbriefes eine politische Predigt gehalten batte, wurde zu 3 Monaten Festungshaft verurtheilt.
Allerlei.
Frankfurt. Einem hiesigen Schuhmacher, welchem vor einigen Jahren ein Haus in der Judengasse einstürzte, ward über Nacht ein seltenes Glück zu Theil. unverheiratheter Banquier, von dem Niemand wußte, daß er mit der keineswegs mit Glücksgütern gesegneten Schuh⸗ macher⸗Familie verwandt sei, starb plötzlich, ohne daß et ihm vergönnt gewesen, ein Testament zu machen und hinterließ sein etwa 600,000 fl. beiragendes Vermögen eben jenem Schuhmacher.
Mannheim, 19. März. Der 28jährige Zimmer⸗ meister Nollert, welcher, wie bereits mitgetheilt, am 1. d. M. seine Frau ohne jede Veranlassung mit einem Revolver erschossen hat, ist heute von dem Schwurgericht zum Tode veructheilt worden.
Stuttgart. Der Thätigkeit Polizei ist es gelungen, des Verbrechers habhaft zu werden, welcher in der Nacht vom letzten Freitag auf den Samstag den Kirchenraub in Rothenberg verübt hat. Es ist ein Instrumentenmacher Namens Obermann aus Hannover, einer der socialistischen Haupt-Agitatoren unter den hiesigen Arbeitern. Ein großes Tbeil der geraubten Gegenstände ist bereits aufgefunden. Bis jetzt soll er behaupten, daß er das Verbrechen allein vollfuͤhrt habe, was aber kaum glaublich ist. Im Uebrigen hat er ein offenes Geständ⸗ niß abgelegt, was er auch Angesichts der bei ihm auf⸗ gesundenen Gegenstände nicht wohl anders konnte. Ein
verlorenes Taschenmesser, das in der Nähe der Kapelle
in einem Weinberg gefunden wurde, soll auf die Sput
ersten Lesung ange- des Tbäters geführt haben.
Berlin. Die Zahl der Opfer, welche im Berliner zoologischen Garten von ruchloser Hand durch Vergiftung gefallen sind, bat sich wieder um eines vermehrt; auch der 8 Fuß hohe afrikanische Strauß weilt nicht mehr unter den Lebenden. Derselbe wurde vor einigen Tagen nach dem Anatomiegebäude gebracht, dort wurde er ge⸗ öffnet bebufs der durch Professor Sonnenschein vorzu⸗ nehmenden Untersuchung der Eingeweide, und sind sodann, der„Trib.“ zufolge, alle Blutgefäße mit gefärbtem Gyps ausgefüllt worden, da man beabsichtigt, den Leichnam in conservirtem Zustande neben dem im anatomischen Museum schon vorhandenen Bären aufzubewahren.
Hannover. Der Astronom Johann Heinrich v. Moͤdlet 1794 in Berlin geboren, seit 1841 in russischen Diensten, Staatstath und Professor in Dorpat, welcher seit einigen Jahren dabier lebte, ist nach längerer Krankypeit gestorben
H.-V. Die Anlage des Vier-Eichenplatzes an der Turnhalle ist in der letzten Woche so weit gefördert worden, daß ihre Vollendung im Laufe dieser Woche zu erwarten ist. Sträucher, besonders Ziersträucher sind noch in einen großen Anzahl erforderlich; sollte deren nicht mancher Garten in und um Friedberg entbehres können? Eine Lichtung schafft noch keine Lücken,
Die Gratis-Abgabe von Sträuchern komme
der Verschönerungs-Kasse des Handelsvereins
zu gut; Letztere bedarf, um lebensfähig
bleiben, der größten Schonung.
Aecht külnisches Wa
von Johann Maria Farina.
Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst.
Johann Maria Jarina in Coln.
Ein hiesiger
Er hörte das Uriheil äußerst ruhig an. unserer Fahndungs⸗
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